Nummer: 1983 Erschienen: 24.08.1999   Kalenderwoche: 34 Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Der Sonnentod
Die Sonnenwürmer sind aktiv - ein System ist vom Untergang bedroht
Uwe Anton

Zyklus:  

30 - MATERIA - Hefte: 1950 - 1999 - Handlungszeit: August 1290 - Mai 1291 NGZ (4877 - 4878 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Chearth               
Zeitraum: März 1291 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 91983
Ausstattung:  Risszeichnung
Anmerkungen: 
Laut Perrypedia soll sich eine Innenillu in dem Heft befinden. In meinem Exemplar kann ich keine finden …
Besonderheiten: 
"Seite 3"

In der fernen Galaxis Chearth, fünfzehn Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt, stehen sich - quasi als Stellvertreter eines größeren Konflikts - zwei Völker-Allianzen gegenüber. Millionen und aber Millionen von Wesen aus vier Galaxien sind In einen Konflikt verwickelt von dem die meisten die Hintergründe nicht kennen.
Auf der einen Seite stehen die Algiotischen Wanderer: Sie kommen aus der Galaxis Algion und überfielen mit 200.000 Raumschiffen die Galaxis Chearth, weil sie daran glauben, daß im sogenannten Sonnentresor einer ihrer Götter gefangengehalten wird. Um diesen zu befreien, eroberten sie zahlreiche Planeten, bekämpften die Flotten der einheimischen Völker und manipulierten die Anlagen, die den Sonnentresor stabil halten. Ausgerüstet und angestiftet wurden die Invasoren von Shabazza, jenem Wesen, das auch in der Milchstraße und anderen Galaxien für milliardenfachen Tod sorgte.
Auf der anderen Seite stehen die Bewohner Chearths, vor allem die friedliebenden Gharrer, die zur Koalition Thoregon gehören. Thoregon wiederum wird von Mächten bedroht, die hinter Shabazza stehen. Zu Thoregon zählen sich seit einiger Zeit auch die Terraner, und deshalb eilte eine kleine Flotte aus der Menschheitsgalaxis und aus Andromeda den Chearth-Bewohnern zu Hilfe.
Das Entscheidende für Chearth ist jedoch: Können die Algioten den Sonnentresor “öffnen”, werden die Guan a Var entweichen, die dort seit Jahrtausenden gefangengehalten werden. Und sind die sogenannten Sonnenwürmer frei, droht einer ganzen Galaxis DER SONNENTOD...
Die

 
Die Hauptpersonen
Gerenger Der arkonidische Kadett macht Furchtbares durch
Atlan Der arkonidische Aktivatorträger steht mit heruntergelassenen Hosen da
Ganzetta Der wlatschidische "Silberwolf" gibt nicht auf
Dro ga Dremm Der Scoctore der Tazolen erweist sich in jeder Situation als unbelehrbar
Gijo Der Holterer zieht die letzte Konsequenz
Myles Kantor Der terranische Wissenschaftler springt über seinen Schatten

Allgemein
Titelbildzeichner: Oliver Johanndrees
Innenilluszeichner: -   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Sternenfresser
PR-Kommunikation: SOL 15
Statistiken: PR-Weltcon 2000
Witzrakete:
Leserbriefe: Andrea Dornoff / Peter Glasmacher / Rainer Zandt / Dipl.Betriebswirt Horst Ziegler / Hagen Mezger / Thomas Klamke / Guido Eckert / Thomas Zakostelsky / Markus Christ / Thomas Touzimsky / Dominik Bergschneider / Frederic Wonner / Maik Reimann / Kathrin Koch / kerstin Kaehlert / Stefan Tritschler / Harald Sill / Anton Mairhofer / Stefan Schwantes
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Chattago    DAFFAR     Dro ga Dremm    Eleprysi    HEDO RU GIOR    Holter    Holterer    Hyperraum    Kappan    Kunshan                               
Computerecke:
Preisauschreiben:
Gregor Paulmann : Schwerer Kreuzer der HOST-KLASSE - Terranische Raumschiffe

Journal

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Innenillustrationen

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Inhaltsangabe

16. März 1291 NGZ, Der Befall der Sonnenwürmer zeigt schneller Wirkung als vermutet. Die Sonne Eleprysi hat unter dem verheerenden Wirken der 3 geflohenen Sonnenwürmer bereits all ihre Wasserstoffvorräte verbraucht und beginnt mit dem Heliumbrennen. Wenn die Entwicklung im selben Tempo fortschreitet, wird sich die Sonne in spätestens 2 Wochen zum roten Riesen mutieren und schließlich alle Planeten des Systems vernichten. Das sind keine gute Voraussetzungen für die auf Holter notgelandeten und aus der Gefangenschaft der Tazolen geflohenen Arkoniden.
 
Die entführte Planetenfähre Dro ga Dremms ist nach der Sabotage des Scoctoren unsanft in einem Sumpfgebiet Holters niedergegangen und Gerenger, ein junger Arkonide aus dem Kreis der Geflohenen, ist während der Notlandung schwer verletzt worden und macht höllische Qualen durch. Der Arkonide hat sich den Arm gebrochen und ist von schwerem Fieber befallen - ein Nebeneffekt, der durch die zahlreichen, unbekannten Bakterien der Sumpfgebiete hervorgerufen wird. Atlan bemüht sich den Verletzten nach besten Kräften zu versorgen, dennoch ist medizinische Hilfe dringend notwendig wenn Gerenger seinen Arm behalten will. Der Arkonide entwickelt starke Rachegefühle gegenüber Dro ga Dremm und fast den Gedanken, den Scoctoren für all das Leid das er über Chearth gebracht hat zu töten. Insgesamt haben nur 8 Besatzungsmitglieder der ehemaligen ANUBIS überlebt.
 
Unweit des Eleprysi-System stehen einige Schiffe der Alliierten auf Warteposition und beobachten die Vorgänge die sich im System abspielen, darunter der Vesta-Kreuzer PYXIS und die GANIRANA, das Flaggschiff Ganzettas. Die Algioten ignorieren Kantors Warnungen und schenken seinen offenen Funksprüchen keine Beachtung. Während Myles Kantor sich Gedanken macht, wie er das Sterben der Sonne verlangsamen kann, denkt Ganzetta unentwegt über Atlan und seine Mannschaft, sowie die auf Holter ansässigen Intelligenzwesen nach.
 
Auf Holter beginnen sich die Gestrandeten nach ihren Möglichkeiten zu behelfen. Aus Teilen der abgestürzten Planetenfähre schweißen sich die Arkoniden schwimmfähige Barken zusammen, auf die sie die Verletzten lagern. Um vor den Suchtrupps der Algioten zu entkommen, steuern sie die Barken in die Sümpfe hinaus. Atlan plant, ein auf Holter gelandetes Kleinraumschiff der Algioten zu kapern, um so dem drohenden Inferno der Sonne Eleprysi zu entkommen. Zunächst müssen die Arkoniden jedoch der Umgebung Holters trotzen - und die ist nicht ungefährlich. Dro ga Dremm, der eine der provisorischen Barken im Wasser anschieben muss, wird von einem wurmähnlichen Raubtier angegriffen. Gerenger, bemerkt das sich nähernde Tier, unterlässt jedoch jegliche Warnung in der Hoffnung es werde den Scoctoren töten. Als Atlan die Gefahr erkennt und den Wurm tötet, den Scoctoren aus der Umklammerung des Raubtiers befreit und den jungen Arkoniden zur Rede stellt, weiß Gerenger das der Unsterbliche seine Absicht durchschaut hat. Nachdem die Arkoniden weiter in die Sümpfe vorstoßen und mit blutsaugenden Parasiten kämpfen, treffen sie auf eine Gruppe Holterer. Die in der Frühentwicklung steckenden Echsenwesen verständigen sich mit Atlan Gruppe und bieten an, die Arkoniden mit den auf Holter stationierten Wlatschiden zusammen zu bringen.
 
An Bord der PYXIS setzen unterdessen Myles Kantor und Ganzetta ihre Lagebesprechung fort. Ganzetta klärt Kantor über den wlatschidischen Beobachtungsposten auf dem Fünften Planeten des Eleprysi-Systems auf. Die wenigen, dort stationierten Wlatschiden, verhalten sich passiv und hören den Funkverkehr der Tazolen ständig ab. Anhand der hektischen, tazolischen Flottenbewegungen, vermutet der Silberwolf das etwas unerwartetes geschehen ist. Der Wlatschide beschließt in das System vorzustoßen und bittet Kantor um eine Space-Jet aus den beständen der PYXIS. Ziel ist es, einen Richtfunkspruch vom wlatschidischen Stützpunkt zu erhalten, der über die aktuelle Lage aufklärt. Kantor lässt sich durch das tatendurstige Vorgehen Ganzettas anstecken und beschließt den Wlatschiden zu begleiten. Die Mission wird sehr gefährlich und mehrmals gerät die Space-Jet mit Kantor und Ganzetta in Bedrängnis. Am Ende jedoch erfahren die beiden Verbündeten von Atlans Flucht und Dro ga Dremms Geiselnahme. Als Myles Kantor später den Hyperraum-Resonator einsetzt, um die Aktivitäten der Sonnenwürmer zu beobachten, erkennt der Wissenschaftler, das die Sonne Eleprysi kurz vor einem Hitzeausbruch steht. Es kann sich nu um Minuten handeln, bis der Stern pulsiert und die inneren Planeten mit Gluthitze überschüttet - das wäre auch das ende für den Planeten Holter...
 
Atlan und die kleine Gruppe Arkoniden nebst dem gefangenen Scoctoren bewegen sich mit Hilfe der Holterer weiter auf den Treffpunkt mit den Wlatschiden zu. Die Flora und Fauna des Planeten sind dabei schlimmere Gegner als die Algioten. Giftige Parasiten und Pflanzen bedrohen dabei auf Schritt und Tritt das Leben der Arkoniden. Die Temperaturen steigen merklich an, ein Zeichen für die erhöhte Aktivität des Zentralsterns. Atlan schließt richtig, das nur noch kurze Zeit für eine Flucht bleibt. Als sich die Gruppe in eine Höhle zurückzieht, wird der Zustand Gerengers kritisch. Der verletzte Arm, die Infektion und das Gift der Planetenparasiten machen es erforderlich den verletzten Arm abzunehmen. Als Gerenger auch diese Prozedur überstanden hat, bricht das Inferno herein. die Algioten haben die Gruppe entdeckt und stürmen die Höhle um den Scoctoren zu befreien. Gleichzeitig nähert sich die Sonne dem kritischen Stadium und droht zu explodieren. Ganzetta startet ein gewagtes Gewaltmanöver und stößt mit seinem Schiff nach Holter vor. Der Planet steht in Flammen - alles Leben ist verloren. Mit Holter geht die Zivilisation der Holterer unter. Atlan und die Überlebenden erreichen in letzter Sekunde eine Planetenfähre der Wlatschiden und können dem Chaos entkommen. Dro ga Dremm ist es gelungen sich der Gefangenschaft zu entziehen und ebenfalls den Planeten zu verlassen. Sein Schiff macht Jagd auf die Planetenfähre, wird aber von dem herbeieilenden Flaggschiff Ganzettas abgedrängt. Bereits in Sicherheit, können die Verbündeten nur noch das Sterben des Systems verfolgen. Die Sonnenwürmer sind kurz vor der Explosion der Sonne spurlos verschwunden und Myles Kantor vermuten ihren derzeitigen Aufenthaltsort im Hyperraum.
 
Am 31. März 1291 NGZ trifft endlich die ersehnte Unterstützung aus der Milchstraße ein. Die SHE'HUAN, bemannt vom gesamten Volk der Haluter, findet sich am vereinbarten Treffpunkt ein. Es kommt zum Wiedersehen zwischen Atlan und Icho Tolot, der die Expedition leitet. Tolot kündigt an, das die Haluter in Kürze eine Waffe einsetzen werden, die sie anhand der Konstruktionspläne der Nonggo rekonstruiert haben.

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Die Fähre Dro ga Dremms stürzt in einer Sumpflandschaft Holters ab. Rinaher von Sarkand, Ragonet und Suren werden dabei so schwer verletzt, dass Atlan da Gonozal, Arim da Shabon, Hermon da Ariga und Gerenger sie auf notdürftigen Tragen transportieren müssen. Während sie sich mit ihrer Geisel vor tazolischen Suchkommandos verbergen, werden sie von Raubtieren und Blut saugenden, giftigen Parasiten bedroht.
 
Am 19. März 1291 NGZ stoßen die Arkoniden auf fünf Holterer, die von Gijo geführt werden. Sie sind von den auf Holter stationierten Wlatschiden ausgesandt worden, die ihr Versteckspiel gegenüber den Holterern aufgegeben haben. Die saurierartigen Wesen stehen kulturell an der Grenze zur Bronzezeit und weisen den Weg in ein ausgedehntes Labyrinth unterhalb des Sumpfes. Dort beginnt ein mühevoller Marsch zu den Wlatschiden.
 
Währenddessen unternehmen Ganzetta, der mit seiner GANIRANA bei der PYXIS von Myles Kantor eingetroffen ist, und der Terraner mit einer Space-Jet einen Vorstoß in das Eleprysi-System, um Kontakt zu dem von Vottena geleiteten Forschungsstützpunkt auf Holter aufzunehmen. Die Algioten reagieren nicht auf ihre Anwesenheit und sie erfahren von den Überlebenden der ANUBIS.
 
Am 21. März geht das durch die drei Guan a Var beschleunigte Wasserstoffbrennen Eleprysis in das Heliumbrennen über. Kantor ist überzeugt, dass die Sonnenwürmer sich von den Hyperimpulsen ernähren, die beim Wasserstoffbrennen freigesetzt werden, und den Prozess daher so stark vorantreiben. Darüber hinaus vermutet er, dass die Guan a Var bevorzugt Systeme auswählen, die von Intelligenzen bewohnt werden, weil sie deren ÜBSEF-Konstanten wahrnehmen können. Während Holter vor der Apokalypse steht, verschwinden die Sonnenwürmer im Hyperraum.
 
Unterdessen erinnert sich Atlan durch das Geschehen an ein Ereignis im 21. Jahrhundert zurück, wo die Sonne Mhalloy nahe der Sogmanton-Barriere durch den Ersteinsatz des Sonnenkillers in eine Supernova umgewandelt wurde (gespeichert in Geheimarchiven unter Monde des Schreckens).
 
Am 29. März spüren die Algioten, die mit der Flucht begonnen haben, die Individualimpulse ihres Scoctoren auf. Sie können ihn befreien, zumal die Wlatschiden und Arkoniden auch nur noch an Flucht denken. Die Holterer, für die ihre Heimat der Kern ihrer Religion ist, bleiben freiwillig zurück. Nach der allgemeinen Flucht bläht sich die Sonne auf und verschlingt ihre Planeten.
 
Einen Tag zuvor erreichen die Haluter mit der SHE'HUAN den Halo von Chearth. Als sie nun die Supernova orten, ziehen sie die richtigen Schlüsse und treffen am 31. März auf die PYXIS und GANIRANA.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Sternenfresser

Die Guan a Var sind Hyperraumwesen, die keinen Bezug zum Standarduniversum haben - jedenfalls nicht zu seiner raumzeitlich-manifestierten Struktur. Nun haben aber alle konventionellen Wechselwirkungen ihre übergeordneten Äquivalente im hyperenergetischen Spektrum; in ihrer Quantenerscheinung ganz allgemein Quintronen genannt. Und die universellen Teil-Kontinua des Multiversums sind ins Ganze und damit in »den Hyperraum« eingebettet. Demnach gibt es auch für die Sonnenwürmer ein für sie wahrnehmbares »Etwas«, das auf Hyperebene dem Standarduniversum entspricht respektive äquivalent ist. Seit langem ist beispielsweise bekannt, daß Sonnen neben ihren elektromagnetischen Emissionen solche auf übergeordnetem Niveau besitzen - sie sind ebenso Hyperstrahler, wie sie durch ihre Masse die Raumzeit krümmen und durch die in ihnen ablaufenden Fusionsprozesse Wärme, Licht und hochenergetische Quanten abstrahlen. Wird weiterhin berücksichtigt, daß aus den ins Standarduniversum eintretenden, quasi degenerierenden Hyperbarie-Quintronen Masse und Gravitation entstehen, kann mit gleicher Berechtigung gesagt werden, daß allem konventionell Manifestiertem eine Hyperkomponente zugrunde liegt. Stabile Materie in ihren Erscheinungsformen Masse und Energie gemäß E = mc2 ist im allgemeinen jedoch keine freie oder nutzbare hyperenergetische Eigenschaft zuzuschreiben - sie gleicht erstarrtem Eis mit geringem inneren Freiheitsgrad.
 
Genau wie beim Eis - das ja nichts anderes ist als gefrorenes H2O, also Wasser - läßt sich aber der »Aggregatzustand« ändern. Flüssiges Wasser mit erhöhtem Freiheitsgrad entspricht demnach einem Zustand von Materie, bei dem nicht die gesamte Menge raumzeitlich manifestiert ist, sondern ein gewisses Quantum davon in hyperenergetischer Form vorliegt. Der Übergang zum Wasserdampf heißt dann, daß die Materie komplett auf ihre Hyperbarie-Struktur zurückgeführt wird - sie »entmaterialisiert« und nimmt einen Zustand mit größtmöglichem Freiheitsgrad und höchster Symmetrie an. Umgekehrt formuliert: Bricht die Symmetrie, tritt an ihre Stelle die Ausrichtung auf Raum und Zeit im Standarduniversum. Wasserdampf entspricht in unserem Modell also dem Hyperenergetischen mit höchster Symmetrie. Das Kondensieren zu flüssigem Wasser schränkt diese Freiheit ein, die Moleküle sind durch die Wasserstoffbrückenbindungen aneinander geknüpft und es werden Raumrichtungen bevorzugt. Beim Eis schließlich ist diese Ausrichtung noch gravierender, es entstehen konkrete Strukturen - am anschaulichsten zu erkennen bei Schneeflocken und Eiskristallen -, deren innerer Spielraum weiter eingeschränkt ist. Vergleichbares wird für die Singularität der unendlichen Temperatur beim Urknall gesagt: Je höher die Temperatur, desto ungeordneter werden die Bewegungen, sprich: die Vergrößerung des Chaos. Zwar ist bei unendlicher Temperatur das größtmögliche Chaos erreicht, aber auch die höchstmögliche Symmetrie - die »Große Vereinheitlichung« aller Wechselwirkungskräfte. Sinkt die Temperatur, vermindert sich das Chaos und es können sich Strukturen bilden: Die Ordnung nimmt zu, die Symmetrie ab. Dem entspricht der Übergang von Wasserdampf über Wasser zu Eis: Die freie Drehsymmetrie der Moleküle gefriert zu der eingeschränkten von Eiskristallen, die Richtungen im Raum auszeichnen und eine Ordnungsstruktur ergeben, die vorher so nicht gegeben ist …
 
Bei den thermonuklearen Prozessen im Inneren von Sonnen mag der Anteil der hyperenergetischen Komponente nur leicht erhöht sein, in jedem Fall ist er aber größer als bei interstellarem Wasserstoff oder sonstiger Normalmaterie - und die gewaltige Gesamtmasse eines Sterns erhöht diesen Anteil proportional. Das ist es dann, was die Guan a Var erkennen: Ein »Hyper-Peak«, der in der Struktur des Hyperraums deutlich hervorsticht. Um sich von Hyperenergie ernähren zu können, reicht die normale Hyperenergieproduktion eines Sternes aber nicht aus - also wird die Fusionsreaktion von den Sonnenwürmern intensiviert und beschleunigt, und als Hyperraumwesen nutzen sie hierzu die ihnen eigenen (Hyper-)Kräfte und Möglichkeiten. Was bei ungestörtem Ablauf im Standarduniversum Milliarden Jahre in Anspruch nimmt, wird durch die Manipulation der Guan a Var zu einer Angelegenheit weniger Wochen. Die mit dem sogenannten »Wasserstoff-Brennen« verbundenen hyperenergetischen Emissionen stellen hierbei die eigentliche Nahrung dar. Das später einsetzende »Helium-Brennen« kann gewissermaßen als Nachspeise angesehen werden, die nachfolgenden Prozesse bieten offensichtlich weniger verdauliche Ergebnisse - die Guan a Var sind dann längst zum nächsten »Sonnenhappen« weitergesprungen oder haben sich zum Teilungsprozeß im Hyperraum verkapselt, während der von ihnen vergewaltigte Stern explodiert und zur Nova wird ... Nach welchen Auswahlkriterien die Sonnenwürmer ihre Mahlzeit bestimmen, bleibt rätselhaft. Von Myles Kantor stammt allerdings die These, daß hierbei vielleicht Aspekte hineinspielen, die mit dem Hyperspektrum der jeweiligen Sonnen zu tun haben, da die ausgewählten Sterne einige jener »Hyper-Resonanzen« aufweisen, die vielleicht die Entwicklung von Leben oder paranormaler Begabungen fördern.
 
Apropos 1983: Der NATO-Doppelbeschluß führt zu heftigen Protesten der Friedensbewegung; Lech Walesa erhält den Friedensnobelpreis; der »Stern« fällt auf die Fälschungen der »Hitler-Tagebücher« herein; ein südkoreanischer Jumbo-Jet wird von einem sowjetischen Abfangjäger abgeschossen; Aerobic wird auch in Deutschland zur Massenbewegung; es sterben: Louis de Funès, Hennes Weisweiler, Erik Ode und Charlie Rivel (»Akrobat schööön«); Buch des Jahres ist »Der Name der Rose«; Film des Jahres »Die unendliche Geschichte«

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Ein Sonnensystem vernichtet, ein komplettes Sternenvolk ausgerottet: Mit einem einzigen Schlag wird den Bewohnern Chearths wirklich klar, welche Gefahr die Guan a Var denn tatsächlich ausmachen. Die Hoffnung einer ganzen Galaxis richtet sich auf die Haluter aus der Milchstraße, die nun in Chearth eintreffen.
 
Mehr dazu berichtet H. G. Francis im PERRY RHODAN-Roman der nächsten Woche, der folgenden Titel trägt:
 
YARONAG

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