Nummer: 1960 Erschienen: 16.03.1999   Kalenderwoche: 11 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Gefangene des Bordgehirns
Zwischen Terra und Trokan - SENECA übernimmt das Kommando
Horst Hoffmann

Zyklus:  

30 - MATERIA - Hefte: 1950 - 1999 - Handlungszeit: August 1290 - Mai 1291 NGZ (4877 - 4878 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Solsystem               
Zeitraum: Dezember 1290 NGZ/Januar 1291 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 91960
Ausstattung:  Report Nr.302 mit Datenblatt
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Im großen Konflikt zwischen der Koalition Thoregon, die sich für den Frieden im Kosmos einsetzt, und dem nach wie vor mysteriösen Shabazza konnten Perry Rhodan und seine Wegbegleiter vor einiger Zeit einen gewaltigen Erfolg erzielen: Es gelang ihnen, die SOL zurückzuerobern.
 
Damit ist das uralte Generationenraumschiff, das von Shabazzas Hilfstruppen stark verändert wurde, nach vielen hundert Jahren wieder im Besitz der Menschheit. Das Problem dabei: Durch die Kämpfe sind zahlreiche Sektoren des Schiffes schwer beschädigt worden; immerhin ist es eingeschränkt flugfähig.
 
Perry Rhodan weiß jedoch, daß dies nur ein Teilsieg ist. Nach wie vor verfügen die Gegner der Menschheit über Waffen und Machtmittel, deren Stärke und Charakter völlig unbekannt sind. Um Shabazza und seine Verbündeten entscheidend schlagen zu können, benötigt Perry Rhodan, der Sechste Bote von Thoregon, in erster Linie neue Informationen.
 
Diese wiederum kann er nur von Thoregon selbst erhalten. Also startet die SOL von der Galaxis DaGlausch aus zum großen Flug nach Gorhoon. Doch das Bordgehirn SENECA spielt falsch und täuscht die Besatzung komplett.
 
Statt in Gorhoon kommen die Terraner in der Milchstraße an, ausgerechnet im heimatlichen Solsystem. Zu allem Überfluß sind sie GEFANGENE DES BORDGEHIRNS…

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Aktivatorträger muß gegen die Bordpositronik kämpfen
Cistolo Khan Der LFT-Kommissar bekommt unverhofften Besuch
Gucky Der Ilt bangt um einen alten Wegbegleiter
Monkey Der Oxtorner ist zuständig für den Bereich der Außenoperationen
Reginald Bull Der Terraner schließt sich dem Überraschungskommando an
Genhered Der Nonggo hat eine denkwürdige Begegnung

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: -   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Beobachtungsmöglichkeiten
PR-Kommunikation: Kommunikation mit der Zukunft - Die PR-Homepage
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Ralph-Harry Klaer / Andreas Lamprecht / Roger Lynch / Wolfgang Scheurer / Ottfried Schmidt / Harald Zittlau / Yves Harms / Norman Ader / Ulrich Heise / Joachim Kronenberger
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Genhered    Gorbend, Flame     Janir Gombon Alkyetto    Kerast, Juno    Kuntami    Mimas    Nonggo    Profer Z    Sündenträger                                   
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal
Journaldaten: Nr.: / Seite:
Journalgrafik:
Journaltitel:
Journalnews:

Clubnachrichten
Clubdaten: Nr.: / Seiten:
Clubgrafik:
Nachrichten:
Fanzines:
Magazine:
Fan-Romane:
Internet:
Veranstaltungen:
Sonstiges:

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nr.: 302 - Seiten: 12 - Cartoon: -
Reporttitel: Report-Intro (Hubert Haensel) / Michael Thiesen: Irrfahrt durch die Unendlichkeit - Die Geschichte des Raumschiffs SOL Teil 5 / Ralph Voltz: Werkstattbericht - PR Titelbild 1953 / UFOs und grüne Männchen - Was Prominente und Fachgelehrte dazu sagen
Reportgrafik: Reinhard Habeck: Rüsselmops
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau: Verlagspublikationen April 1999
Reportriss: Andreas Weiß : Transformplattform Robinson 14

Innenillustrationen

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Zeichner:  -  
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© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


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© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Am 28.Dezember 1290 NGZ erscheint eine Space-Jet im SOL-System und meldet sich bei Cistolo Khan unter der Kennung Camelots. Die Besatzung gibt sich nicht persönlich zu erkennen und bittet um Landeerlaubnis auf Terra. Khan gewährt den Wunsch und empfängt die Jet auf dem Raumhafen. Eine Überraschung wartet auf den LFT-Kommissar - es ist Gucky und der Haluter Icho Tolot, die um medizinische Hilfe für den erkrankten Michael Rhodan bitten. Khan wird von Gucky in Kürze über die Vorkommnisse in Puydor informiert und bietet an, Michael Rhodan auf Mimas zu behandeln. Als Gucky und Icho Tolot den Erkrankten auf dem Saturnmond abliefern, werden sie mit Paratronschirmen isoliert. Khan erklärt die Maßnahme mit der potentiellen Gefahr die von Michael Rhodan ausgeht, kommt aber nicht weiter dazu sein Vorgehen mit Gucky und Tolot auszudiskutieren, denn unerwartet wird Systemalarm ausgelöst ! Ein riesiges Schiff ist am Rande des SOL-Systems materialisiert und Gucky identifiziert es fast augenblicklich als die SOL.
 
An Bord der SOL hat man längst bemerkt. das man von SENECA getäuscht wurde. Nach kurzer Zeit steht fest, das SENECA unter Einfluß der letzten Nano-Kolonne Shabazzas steht. Nach und nach wird die menschliche Besatzung von SENECA eingesammelt und im Kabinentrakt inhaftiert. Die Biopositronik kontrolliert ihre gefangenen über die bordinternen Kommunikationsanlagen und über ihre Roboter. Tautmo Aagenfelt und Monkey gelingt es, sich wenigstens teilweise dem Überwachungssystem zu entziehen und die Kommunikation des Bordgehirns mit der Außenwelt abzuhören. SENECA nimmt Kontakt mit Cistolo Khan auf und läßt einen "Holo-Rhodan" für sich sprechen. Der echte Perry Rhodan verfolgt sprachlos die Kommunikation über die von Aagenfelt geschaltete Abhörpositronik . SENECA kann durch die falsche Identität erreichen, das die LFT der SOL eine Parkposition zwischen Trokan und Terra zuweist. Was zunächst noch unverständlich erscheint wird zunehmend klarer. Die Nano-Kolonne beginnt damit die System-Verteidigung des SOL-Systems auszuspionieren. Rhodan, Monkey und Aagenfelt wird klar, das sie sofort etwas gegen die Aktivitäten SENECAS unternehmen müssen. Sie fassen den Plan, die SOL-Zelle I vom Rest des Schiffes abzutrennen um sich so der Kontrolle SENECAS zu entziehen. Als ersten Schritt zur Verwirklichung des Planes zerstört Monkey die ZIC-Anlage, mit der SENECA die Besatzung überwacht. Durch mehrere abgelegene Schächte und Tunnel des Riesenschiffes können sich Rhodan, Bully und Monkey schließlich nahe an die SZ1 herantasten, bis ihr Versuch schließlich in einem Hinterhalt endet. Die Kampfroboter SENECAS haben bereits auf sie gewartet....
 
Auf Mimas werden Gucky und Icho Tolot unruhig. Sie verfolgen die Kommunikation zwischen der SOL und der LFT und glauben nicht Rhodan vor sich zu haben. Es ist mehr ein Gefühl dem die beiden folgen, als sie sich mit einer von der LFT gestellten Space-Jet der SOL nähern. Der Versuch an Bord der SOL zu springen scheitert. Angeschlagen von der zurück geschmetterten Teleportation, kehren die beiden Unsterblichen nach Mimas zurück. Als sich Gucky und Icho Tolot wieder erholt haben, werden sie in das medizinische Labor gerufen, in dem die Ärzte der LFT erste Untersuchungen an Michael Rhodan vorgenommen haben. Demnach befinden sich 3,3 Millionen Kleinstpartikel im Körper des Terraners, die zusammengenommen den ehemaligen Manipulationschip Shabazzas gebildet haben. Die biotechnologischen Kleinstpartikel sind noch immer aktiv und führen ihre Funktion weiterhin durch. Eine Operation mit konventionellen Mitteln scheidet aus. Mitten in die Gespräche mit dem leitenden Arzt, platzt die Alarmmeldung von Trokan und dem Pilzdom....
 
31.Dezember 1290 NGZ: Der Alarm kann nur eines bedeuten, jemand kommt über die Brücke in die Unendlichkeit im Pilzdom Trokans an. Cistolo Khan, der zum vierten Planeten des SOL-Systems eilt, steht bald darauf Mhogena gegenüber. Der Gharrer übergibt Khan Speicherkristalle, die Auskunft über die aktuelle Situation in Chearth geben. Er verbindet seinen Kurzbesuch erneut mit einem verzweifelten Hilfsgesuch an die Terraner und Galaktiker. Cistolo gibt Mhogena sein persönliches Versprechen, sich für die Chearther bei den Galaktikern einzusetzen, ein Versprechen, von dem Cistolo selbst nicht weiß ob er es halten kann. Mhogena kehrt daraufhin umgehend zum Pilzdom zurück und macht sich auf den Heimweg.
 
In der SOL wird die Lage kritisch. Rhodans Einsatzteam kann die Roboter SENECAS überwinden, hat aber erste Opfer im Kampf gegen die Maschinen zu beklagen. Nach hartem Kampf erreicht das Team schließlich die SOL-Zelle I und kann die Abtrennung aktivieren. Als sich die 2500 Meter durchmessende Kugel bereits vom Rest des Schiffes gelöst hat, greift SENECA mit einem übergeordneten Fernsteuerimpuls ein und bindet die Zelle wieder an das Schiff. Der Versuch Rhodans ist gescheitert. Die SOL nimmt Fahrt auf und verläßt das SOL-System auf direktem Weg. Offensichtlich ist die Spionageaktion der Nano-Kolonne abgeschlossen. Rhodan wird klar, das der nächste Angriff SENECA direkt gelten muß.
 
Nachdem die SOL das System verlassen hat, landet ein schwarzer Kugelraumer der Haluter im Norden der Millionenstadt Kalkutta-Nord, nahe dem Museum Janir Gombon. Ein weißhäutiger Haluter namens Blo Rakane entsteigt dem Schiff und bittet Genhered um Hilfe, im Museum nach Informationen über die Guan a Var zu suchen.....

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Der 28. Dezember 1290 NGZ ist angebrochen, und Cistolo Khan muss an die GILGAMESCH denken, die inzwischen in Chearth eingetroffen sein sollte. Der LFT-Kommissar ist zu einem Sympathisanten von Camelot geworden, im Gegensatz zu vielen anderen Terranern. Das bewies zuletzt vor einem Monat die Rede von Lester Bround, dem Vorsitzenden der Terranischen Front im Astor-Park von Terrania. Dessen Worte gegen die Unsterblichen erhielten großen Zuspruch.
 
Stunden später erhält Khan überraschenden Besuch von Camelot. Mit einer Space-Jet landen Gucky und Icho Tolot, und der LFT-Kommissar erfährt deren Erlebnisse in der Galaxie Puydor. Letztlich waren sie am 14. November mit der GAAFENOO auf Camelot gelandet, wo die Mediker von Port Arthur sich sofort um Michael Rhodan bemühten. Doch sie konnten nicht helfen, und so flogen der Ilt und der Haluter weiter zum Solsystem. Den in Kälteschlaf liegenden jungen Rhodan haben sie mitgebracht, Julian Tifflor blieb bei Homer G. Adams. Und Hotch-Kotta ist schon wieder auf der Heimreise.
 
Khan leitet die Jet weiter nach Mimas zur Kuntami-Klinik – und erlebt nochmals Stunden später die nächste Überraschung: Am Rand des Solsystems erscheint die SOL, und über Funk meldet sich Perry Rhodan. Der Terraner spricht kurz angebunden von technischen Problemen mit dem Hypertakt-Antrieb und behauptet, vorerst niemanden an Bord empfangen zu können.
 
Tatsächlich hat SENECA eine Simulation Rhodans vorgeführt, denn die gesamte Besatzung der SOL befindet sich weiterhin in ihren Quartieren eingesperrt.
 
Irritiert über das Verhalten Rhodans, informiert Khan Paola Daschmagan und Noviel Residor, die wenig Interesse zeigen. Die Verärgerung Khans steigt am nächsten Tag vollends, als die SOL unangekündigt Fahrt aufnimmt und sich zwischen Terra und Trokan positioniert.
 
Der Oxtorner Monkey kann sich eine gewisse Bewegungsfreiheit erhalten. So gelingt ihm die Zündung der Bombe an der ZIC-Schnittstelle, und SENECA muss jetzt zur Überwachung der Menschen Roboter einsetzen. Das garantiert weiteren Besatzungsmitgliedern Beweglichkeit, und es wird eine Vorgehensweise gegen SENECA geplant. Als Erstes stellt Trabzon Karett fest, dass das manipulierte Bordgehirn aus den Datennetzen Terras Informationen über die Systemverteidigung abzapft. Um die LFT-Führung zu warnen, will Rhodan außerdem die SZ-1 von der Rest-SOL abtrennen. Er, Reginald Bull, Monkey und zehn TLD-Agenten brechen dorthin auf.
 
Auf Mimas haben Gucky und Tolot die Funkübertragung verfolgt, und der Ilt ist sofort misstrauisch. Da sie den Medikern auf Mimas sowieso nicht helfen können, versuchen sie, in die SOL einzudringen. Doch eine Teleportation ist nicht möglich.
 
Michael befindet sich in der Obhut von Professor Dr. Galan Wojtyczek. Dessen Team entdeckt, dass im Körper des unsterblichen Patienten 3,3 Millionen mikroskopisch kleine Fremdkörper zirkulieren. Diese werden als Mikro-Maschinen mit unbekannter Funktion eingestuft, doch bald schon liegen weitere Erkenntnisse vor. Demnach schützt eine Virus-ähnlich gegliederte Strukturhülle aus anorganischem Material vor den heilenden Impulsen des Zellaktivatorchips. Diese Hülle umschließt einen Kern aus amorph-organischer Materie, die Hauptbestandteil der Mikro-Maschinen ist.
 
Die Wissenschaftler messen auch Spuren einer permanenten Psi-Strahlung, deren Frequenz derjenigen des Supermutanten Ribald Corello entspricht. Darin muss die Ursache der Beeinflussung durch Shabazza begründet liegen.
 
Am letzten Tag des Jahres wettern Medienvertreter, wie Danae Llalasse von der Terrania Post oder Harri Betonen vom Venus Star, gegen Camelot und die Unsterblichen. Aber auch Politiker, wie Flame Gorbend, Daschmagan oder Bround, tun ihre Meinung kund. Da erscheint aus dem Pilzdom auf Trokan der Fünfte Bote von Thoregon, Mhogena.
 
Der Gharrer übergibt dem LFT-Kommissar Informationen über die Entwicklungen in Chearth und bittet nochmals um die Entsendung einer Flotte. Khan verspricht auch Hilfe, und Mhogena kehrt in seine Heimat zurück.
 
Wieder auf Terra, setzen ihn die Erste Terranerin und der TLD-Chef unter Druck. Residor befürchtet sogar eine Allianz gegen die LFT, wenn die anderen galaktischen Völker von der Größe der Gefahr durch die Sonnenwürmer erfahren.
 
Über Schleichwege erreicht Rhodans Gruppe am ersten Tag des neuen Jahres die SZ-1. Während Rhodan die Kommandozentrale stürmt, sorgen Monkey und drei weitere TLD-Agenten für die Trennung von der Rest-SOL. Doch der Freude folgt die Ernüchterung. Die ganze Aktion ist SENECA nicht verborgen geblieben, der die SZ-1 per Traktorstrahl wieder einfängt. Kurz darauf geht die THOREGON SECHS in den Hypertakt.
 
Im Norden Kalkuttas lebt weiterhin Genhered Zensch Meved im Museum Janir Gombon Alkyetto. Der Nonggo weiß, dass auf Terra der 2. Januar 1291 NGZ geschrieben wird, als ein 100 Meter durchmessendes Schiff nahe seiner Zuflucht landet. Dem Schiff entsteigt ein Haluter, der sich als Blo Rakane vorstellt. Genhered, der nicht viel über dieses Volk weiß, kann sich nicht über dessen weiße Haut wundern. Rakane ist Wissenschaftler und fragt sich, ob in dem Museum Informationen über die Guan a Var gespeichert sind, die schließlich von den Nonggo einst besiegt wurden?

Perrypedia


Kommentar / Computer

Beobachtungsmöglichkeiten

Raumschiffe sind höchst komplexe Objekte; das waren sie schon in den (»primitiven«) Gründungszeiten, als ein gewisser Major Rhodan mit der STARDUST zum Mond flog, und das gilt für die Raumer des 13. Jahrhunderts NGZ erst recht. Ganz zu schweigen von einem Koloß wie der SOL. Ohne computerisierte Beobachtungsmöglichkeiten - des umgebenden Alls ebenso wie der internen Vorgänge, die häufig nicht von den vielfältigen Steuer- und Regelmechanismen zu trennen sind - wären die Raumfahrer an Bord eines solches Schiffes im wahrsten Sinne des Wortes »ziemlich aufgeschmissen«. Wie sehr die Besatzung von korrekt arbeitenden Datenverarbeitungsanlagen abhängig ist, erleben Rhodan und die SOL-Besatzung, als sie ganz unerwartet im>Solsystem ins Standarduniversum zurückkehren. Zur externen Beobachtungsmöglichkeit zählen hierbei die konventionellen Sensoren ebenso wie die von übergeordneter Ortung und Tastung einschließlich des Hypertakt-Orters, der beim Einsatz des Hypertakt-Triebwerks erforderlich wird. Konventionelle Sensoren umspannen unter anderem das gesamte elektromagnetische Spektrum; durch geeignete »Antennen« kann also Mikrowellenstrahlung in gleicher Weise aufgefangen und einer Analyse zugeführt werden wie der Bereich des sichtbaren Lichts, der UV-Strahlung und die Frequenzen bis hinauf in den Röntgen- und Gammabereich. Schon diese Bandbreite zeigt, daß optische Normalbeobachtung ziemlich aussagearm ist, nimmt sie doch nur einen winzigen Abschnitt des Spektrums ein.
 
Wer durch die geringe Anzahl von Luken blickt, sieht nicht viel ohne Vergrößerung und Computer-Aufbereitung, vor allem, wenn man Hochbeschleunigungsmanöver, Dilatationseffekte und dergleichen Beeinträchtigungen einbezieht. Das, was vereinfachend Panoramagalerie einer Zentrale genannt wird, ist eine hochgradige Computersimulation, in die die vielen externen Einzeldaten einfließen und je nach Anforderung in für die Besatzung ansprechender Form projiziert werden. Hierbei finden dann naturgemäß auch jene Parameter Eingang, die die übergeordneten Sensoren liefern. (Passiv-)Ortung umschreibt den puren Empfang der von externen Objekten ausgehenden Emission hyperphysikalischer Art (beispielsweise Streustrahlungen von Triebwerken, Hyperstrahlung von Sonnen und so weiter) und kann durch Vergleich mit den immensen Speicherwerten der Datenbanken blitzschnell dem jeweiligen Verursacher zugeordnet werden. (Aktiv-)Ortung oder Tastung gleicht im Gegensatz dazu dem konventionellen RADAR, das heißt, es wird ein mehr oder weniger eng gebündeltes Paket multifrequenter Hyperstrahlung aktiv ausgesandt, um aus den von den externen Objekten reflektierten Impulsen auf das entsprechende Objekt und seine Eigenschaften Rückschlüsse ziehen zu können.
 
Entsprechend den unterschiedlichen Teilbereichen wird - ebenfalls vereinfachend - von Struktur-, Kontur-, Masse- und Energieortung gesprochen, und die jeweiligen Ergebnisse in der Panoramagalerie oder auf Detaildisplays in Gestalt von »Reliefs« einschließlich den zusätzlich eingeblendeten Erläuterungen dargestellt. Der Hypertakt-Orter schließlich - auch als Zwischentakt- oder Intervallorter umschrieben - ist keineswegs eine völlig neue Entwicklung. Ganz im Gegenteil: Er basiert auf oben genannten vertrauten Ortungs-/Tastungsgrundsätzen. Seine Besonderheit ist »nur«, daß er die Intervallbereiche ausnutzt, die mit dem 1230-Hertz-Takt verbunden sind und zum »Teilweise-Eintauchen« in den Normalraum führen, den »weichen Transitionen« des Hypertakt-Triebwerks. Es handelt sich also in erster Linie um eine exakte Synchronisation mit der gepulsten Grigoroff-Blase, die durchstoßen wird und pro Sekunde 1230 »Orterbilder« ermöglicht. Hierbei umfaßt der Passiv-Orter einen hyperphysikalisch erfaßbaren kugelförmigen Wirkungsbereich von 20 Lichtjahren Durchmesser, während die Tastung einen Kegel von 50 Lichtjahren Länge in Flugrichtung umspannt, und in Maximaldistanz auf einen Durchmesser von ebenfalls 20 Lichtjahren auffächert. Peinlich für die Besatzung wird es nur, wenn die Daten - aus welchen Gründen auch immer - nicht korrekt auf die Instrumente, Displays und die Panoramagalerie übertragen werden ... Zu der externen Beobachtungsmöglichkeit kommt nun noch die interne hinzu.
 
Sie umfaßt einmal sämtliche Steuer- und Regelkreise in vielfach redundanter Vernetzung, die von den Aggregaten der Lebenserhaltung bis zu denen der Triebwerke, Schutzschirme, Waffen und was es sonst alles gibt reichen. Zum anderen gibt es auf der SOL als eigentliches Kernstück das Beobachtungsnetzwerk des Zentralen Intern-Checks (ZIC), mit dem SENECA als oberste Computerinstanz unter anderem einen optischen Einblick in rund 80 bis 90 Prozent der Räumlichkeiten hat. Ausgenommen sind hierbei nur die Privatkabinen und gewisse »blinde Flecken«, die sich nicht vermeiden lassen, führt man sich die verschachtelte Struktur eines Raumschiffes wie die SOL vor Augen. Leider läßt sich dieses System, das im »Normalbetrieb« eine unerläßliche Hilfsfunktion darstellt - insbesondere bei Schäden und Notfällen -, auch zur Überwachung der Besatzung mißbrauchen ...  
 
Apropos 1960:
Baubeginn des Assuan-Staudamms; die TRIESTE von Professor Piccard erreicht im Marianengraben die Rekordtiefe von 10.916 Metern; die ZPG-3 W, mit 120 Metern Länge weltgrößtes Luftschiff, wird durch eine Sturmbö zerstört; der Spielfilm »La Dolce Vita« bekommt die Goldene Palme; den Physiknobelpreis erhält der Amerikaner Donald A. Glaser für die Erfindung der sogenannten Blasenkammer zum Nachweis kernphysikalischer Reaktionen bei Teilchenbeschleunigern

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Das Bordgehirn hat es noch einmal geschafft: Trotz aller Versuche Perry Rhodans und seiner Gefährten gibt SENECA die Macht über die SOL noch, nicht ab; nach wie vor ist der Hantelraumer in der Gewalt der Positronik.
 
Der nächste Angriff der Gefangenen muß deshalb SENECA direkt gelten, dies ist allen bewußt. Darüber berichtet Arndt Ellmer im PERRY RHODAN-Roman der nächsten Woche - der Roman erscheint unter folgendem Titel:
 
EIN SECHSTEL SENECA

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