Nummer: 2001 Erschienen: 01.12.1999   Kalenderwoche: 52 Seiten: 60 Innenillus: Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Odyssee eines Mutanten
Von Yorname nach Terra - ein junger Mann denkt ans Land Dommrath
Ernst Vlcek

Zyklus:  

31 - Die Solare Residenz - Hefte: 2000 - 2099 - Handlungszeit: Mai 1303 - Mai 1304 NGZ (4890 - 4891 n.Chr.) - Handlungsebene: Intro

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Sol-System               
Zeitraum: Mai 1303 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 92001
Ausstattung: 
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Auf der Erde und den Tausenden von Planeten in der Milchstraße, auf denen Menschen leben, schreibt man das Jahr 1303 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - das entspricht dem Jahr 4890 alter Zeit. Seit dem Ende des Konstituierenden Jahres gehört die Milchstraße zur Koalition Thoregon, jenem Zusammenschluß von sechs Superintelligenzen, der künftig für Frieden und Unabhängigkeit in diesem Bereich des Kosmos stehen soll.
Als Sechster Bote von Thoregon ist Perry Rhodan gewissermaßen das Bindeglied zwischen der Menschheit und den Superintelligenzen sowie den anderen Völkern des Galaxienbundes. Als einziger Terraner kann er die mysteriöse Brücke in die Unendlichkeit benutzen.
Leider entspricht die Lage innerhalb der Menschheitsgalaxis nicht den Zielen Thoregons. Vor allem das aggressiv auftretende Kristallimperium dehnt seine Macht immer weiter aus. Zuletzt besetzten mehrere zehntausend Kampfraumschiffe das kleine Sternenreich der Topsider, gewissermaßen direkt »vor der Haustür« der Terraner.
Eine viel größere Gefahr scheint sich aber hinter dem Namen Morkhero Seelenquell zu verbergen. Was sich hinter dieser Geistesmacht verbirgt, kann nur ein junger Mann ahnen. Trim Marath erlebt die ODYSSEE EINES MUTANTEN...

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Solare Resident ist das Vorbild vieler Mutanten
Trim Marath Der Monochrom-Mutant besitzt keine dokumentierten Fähigkeiten
Startac Schroeder Der junge Teleporter wird zum Mentor
Moharion Mawrey Die Residenz-Ministerin setzt sich für junge Mutanten ein
Morkhero Seelenquell Die unheimliche Macht greift nach Terra

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Alfred Kelsner   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Monochrom-Mutanten
PR-Kommunikation: Die Atlan-Fanzine-Serie
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Christian Matz / Volkmar Koch / Felix D.Lichte / Björn Hoffmann / Martin Marheinecke / Stefan Neumärker / Uwe Koch / Marius Faust / Gerd Gruchalski / Heike Schillmann / Ralf Haupt / Peter Rudloff / Andre Brockschmidt
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Chearth    Maurenzi Curtiz      ENTDECKER-Klasse     Hayok-Sternenarchipel     Laotse     Nathan     Prallschirm     Residenzpark    Restaurant Marco Polo                                   
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal
Journaldaten: Nr.: / Seite:
Journalgrafik:
Journaltitel:
Journalnews:

Clubnachrichten
Clubdaten: Nr.: 312/ Seiten: 3
Clubgrafik: Gregor Beckmann: Titelbild von Andromeda 141
Nachrichten: Stammtisch Mannheim / Science Fiction Club Universum - Wolfgang Höfs
Fanzines: Future Magic 25 - Eva Kalvoda / Andromeda 141 - Michael Leiner
Magazine:
Fan-Romane:
Internet: www.sf-fan.de - Florian Breitsameter / irc.germany.net Port 6667 #perryrhodan
Veranstaltungen:
Sonstiges: Reddition 33 - Edition Alfons

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nr.: - Seiten: - Cartoon:
Reporttitel:
Reportgrafik:
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
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Reportriss: :

Innenillustrationen

Impressionen - Maurenzi Curtiz
Zeichner:  Alfred Kelsner  
Seite:
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


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© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


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Inhaltsangabe

Trim Marath gehört zu der neuen Generation von Monochrom-Mutanten und wird am 2.Oktober 1285 NGZ auf dem Planeten Yorname geboren. Die 1246 Lichtjahre vom Sol-System in Richtung South-Side der Milchstraße gelegene Kolonie, ist eine Welt ohne große Reichtümer oder strategischer Bedeutung. Wie alle Monochrom-Mutanten sieht Trim Marath von Geburt an seine Welt nur in schwarz-weiß-grau Tönen. Seine Kindheit verläuft sehr schwierig, besonders für die Eltern, denn nach kurzer Zeit der normalen Entwicklung neigt Trim zu sporadischen Schreianfällen. Diese häufen sich bald in beängstigtem Maß. Als der junge Trim schließlich vor Erschöpfung einschläft, lässt sein unruhiges Schlaf-Verhalten auf schlimme Träume schließen.
Die Anfälle des Jungen gehen mit steigendem Alter zurück und die Perioden der Normalisierung werden länger. Als der Junge Terraner eine Trivideo-Sendung von Perry Rhodan und der Erscheinung des Helioten über Terra verfolgt, ist er von den Bildern fasziniert. Er gesteht seiner Mutter erstmals die Fähigkeit, Impulse, Gedanken, Gefühle, Eindrücke und vieles mehr aus dem ganzen Universum aufzufangen und nachzuvollziehen. Trim beschreibt diese Fähigkeit mit dem Gefühl, ein ganzes „Universum“ im Kopf zu haben. Diese Sensibilität gibt Trim auch die Möglichkeit, dem Besuch des Helioten auf Terra und dessen Botschaft an die Terraner beizuwohnen - und das 1246 Lichtjahre vom Sol-System entfernt. Der Junge beschreibt die Ankunft des Helioten als unbeschreibliches Erlebnis, ein Gefühl, das seine Mutter schwer nachvollziehen kann.
Trim kann auf Grund seiner Begabung sogenannte „Out of Body Experience“ (OOBE) durchleben und sich in die Welt eines anderen Wesens versetzen, wobei er in einen tiefen Trance Zustand verfällt. Trims schulische Entwicklung verläuft schwierig für den Jungen, genau wie seine frühe Kindheit. Durch seine zurückhaltende, reservierte Art haftet ihn bald der Titel eines Sonderlings an. Kurze Zeit später wird Trim von Moharion Mawrey „entdeckt“ und im Rahmen des Schulungsprogramms für Monochrom-Mutanten untersucht. Moharion stellt bei Trim das größte aller bisher vorgefundenen Psi-Potentiale fest. Da Trim noch keine Psi-Fähigkeit besitzt, aber bei seinem latenten Potential jederzeit eine Begabung ausprägen könnte, lädt Moharion Mawrey den jungen Monochrom-Mutanten in die Floyd Mutantenschule nach Terra ein, was Trim gerne annimmt. Auf Terrania angekommen ist Trim anfänglich etwas verschüchtert, da er im Gegensatz zu den anderen Schülern keine eindeutige Paragabe vorweisen kann. Einzig sein hohes PSI-Potential spricht für ein außerordentliches Talent. Unter den Förderern des introvertierten Mutanten tut sich besonders der Teleporter Startac Schroeder hervor, der Trim als Mentor beisteht.
Terra: Rhodan ist noch immer entsetzt über den Mordanschlag Aagenfelts und dessen anschließenden, mysteriösen Tod durch Herzinfarkt. Eine kurze Beratung mit dem TLD-Chef Noviel Residor bringt auch kein Licht in das unerklärliche Verhalten des Wissenschaftlers. Residor beschließt den Residenten ab sofort unter ständiger Bewachung zu halten, eine Maßnahme der Rhodan nur widerwillig zustimmt. Eine weitere Sorge Rhodans ist die wahrscheinliche Gefangennahme seines Freundes Reginald Bull auf Topsid. Seit der Invasion der Arkoniden ist jede Verbindung mit der LFT-Delegation abgerissen. Auch der Umstand das Bull als Verteidigungsminister der LFT über umfangreiches Wissen der terranischen Systemverteidigung und der Aagenfelt-Barriere verfügt, macht Rhodan große Sorgen. In den Händen der Arkoniden wäre Bully der Willkür Bostichs ausgeliefert und könnte unter Druck wichtige Informationen Preis geben. In einem Gespräch mit Maurenzi Curtiz bestätigt Rhodan die schlimmsten Befürchtungen des Ersten Terraners. Rhodan ist überzeugt das Bostich die Alleinherrschaft über die Milchstraße anstrebt - und die LFT ist ihm dabei im Weg.  Alle Aktionen Arkons zielen momentan darauf ab, die Position Terras zu schwächen. Der Ausbruch offener Kampfhandlungen ist wahrscheinlich nur noch eine Frage der Zeit und Rhodan befürchtet, das Bostich nur die Sprache der Gewalt versteht, so das die LFT früher oder später Arkon auf dieser Ebene antworten muss.
Als Rhodan eine Protestnote über die Anwesenheit der Arkoniden im Orion-Delta-System versendet und Aufklärung über den Verbleib der terranischen Delegation fordert, kommt schnell eine Verbindung zustande. Sein Gegenüber ist jedoch nicht wie erwartet ein Topsider, sondern ein überheblicher Arkonide, der sich als Mascant Kraschyn, Kommandeur der 17. Imperialen Flotte vorstellt. Kraschyn hat offensichtlich nicht nur die militärische sondern auch die politischen Befugnisse übernommen, da er im Namen der Regierung von Topsid spricht. Das Gespräch mit Mascant verläuft wie erwartet ohne fruchtbare Ergebnisse und der Arkonide behauptet nichts über den Verbleib der terranischen Delegation zu wissen. Eine Aussage, die Rhodan dem Arkoniden nicht abnimmt. Nachdem der Resident die Verbindung unterbrochen hat, beschließt er unverzüglich zu handeln. Rhodan beauftragt Gucky und einige fähige Mutanten der neuen Generation einen Einsatz zur Befreiung der Delegation zu starten.
Cistolo Khan, nun zuständig für Spezialeinsätze der besonderen Art, soll die Kampagne leiten. Am 7.Mai 1303 NGZ startet die VASCO DE GAMA, ein Schiff der neuen ENTDECKER-Klasse zu ihrem Einsatz. Fast Zeitgleich erreicht Rhodan eine Schreckensmeldung: Eine Selbstmordattentäterin hat versucht NATHAN zu sabotieren. Es handelt sich hierbei um eine Technikerin, die völlig unerwartet Fehlschaltungen an dem Mondgehirn vorgenommen hat und anschließend ohne Fremdeinwirkung stirbt. Doch das ist nur der Anfang einer Reihe seltsamer Geschehnisse. General Cruz Rubardo, Kommandant der IBN BATTUTA, verübt nach einer Reihe unsinniger Befehle Selbstmord vor seiner Crew, kurz bevor ihn seine Offiziere des Kommandos entheben wollen.
Rhodan ist über all die Vorfälle äußerst besorgt und reiht auch das Attentat von Tautmo Aagenfelt in die Geschehnisse ein. Der Verdacht drängt sich auf, das die Personen nicht Herr ihres eigenen Willen waren und Noviel Residor zieht die Verbindung weiter zur Mutantenschule in Terrania. Residor glaubt das ein Hypno oder Suggestor die Anschläge verübt haben könnte und beginnt unverzüglich mit Nachforschungen.
Rhodan sucht unterdessen ein Treffen mit Moharion Mawrey, der Ministerin für Mutantenfragen und wird bereits erwartet. Moharion klärt Rhodan über erste Erkenntnisse der mysteriösen Vorfälle auf und nennt im Zusammenhang einen Namen: Morkhero Seelenquell. Sie versichert Rhodan das keiner ihrer Schützlinge an den Vorfällen schuldig ist und beschreibt Morkhero als bösartige Geistesmacht, die aus einer bisher noch unbekannten Region der Milchstraße stammt. Rhodan erfährt das der junge Mutant Trim Marath die Fähigkeit besitzt, Morkhero Seelenquell wahrzunehmen und sogar zu orten. Als Rhodan Trim persönlich kennen lernt und zusammen mit seinem Stab befragt, erhält er sogleich den Beweis für die Fähigkeiten des Jungen, denn die Geistesmacht dringt kurz darauf in der Solaren Residenz ein und kann von Trim ausgemacht werden. Als sich Morkhero Seelenquell im Körper eines Technikers und Trim Marath gegenüber stehen, kommt es zwischen den beiden zu einem stummes Duell auf geistiger Ebene. Rhodan macht dem ein Ende indem er den Techniker paralysiert und Morkhero Seelenquell in die Flucht schlägt. Der Solare Resident und Sechste Bote Thoregons nimmt sich vor, die Hinweise des Jungen sehr ernst zu nehmen.
Später, allein in der Mutantenschule, versucht Trim Marath nochmals auf mentaler Ebene in den Lebensbereich von Morkhero Seelenquell vorzudringen. Sein Versuch stellt sich als sehr gefährlich heraus, denn in seiner eigenen Umgebung, im Lande Dommrath, ist Morkhero Seelenquell dem Jungen überlegen. Der mentale Ausflug endet fast mit einer Katastrophe für Trim Marath, da er sich im Machtbereich der negativen Kraft unterlegen sieht. Sein Hilfeschrei wird jedoch von den Monochrom-Mutanten aufgenommen, die ihm sogleich beistehen und seine Kräfte verstärken. In letzter Sekunde kann Trim Marath von der negativen Geistesmacht entfliehen und sein Wissen mit den anderen Mutanten-Schülern teilen. Die kleine Gruppe verschwört sich und setzt sich zum Ziel, Morkhero Seelenquell bei einem erneuten Auftauchen zu bekämpfen.

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer

Monochrom-Mutanten

Als Perry Rhodan am 20. Juni 1147 NGZ von NATHAN auf allen Kanälen verkünden ließ, daß die Milchstraße wieder frei und Monos tot sei, waren zwar die »Dunklen Jahrhunderte« beendet, aber diese Schreckenszeit ließ sich nicht so einfach abschütteln oder völlig überwinden. Hinzu kommen Aspekte, die unter der Rubrik Langzeitfolge rangieren und auf die zu reagieren schwerfällt: Niemand kann exakt sagen, was alles im Einzelnen von Monos geplant, begonnen, abgebrochen oder vergessen wurde und als »böse Überraschung« vor sich hin schlummerte. Eine dieser Überraschungen gewinnt in Form der Monochrom-Mutanten Gestalt. Deren Auftreten zeichnete sich schon seit einiger Zeit ab und verbindet sich mit Namen wie Tess Qumisha, Startac Schroeder und Vince Garron. Daß es zu einer »wahren Mutantenschwemme« kommen würde, war dagegen weniger abzusehen - wobei allerdings mit dem Begriff »Schwemme« vorsichtig umzugehen ist, wenn wir berücksichtigen, daß etwa 60.000 bis 80.000 Personen im Territorium der LFT der übrigen, in die Milliarden gehenden Gesamtbevölkerung gegenüberstehen.
 
Der Hintergrund ist rasch ermittelt: Die genetischen Linien sämtlicher Monochrom-Mutanten weisen auf die Welt Horrikos, stets gibt es mindestens einen Vorfahren, der dort gelebt hat. Der 7460 Lichtjahre von Sol entfernte Planet diente als Auffanglager für die Opfer eines genetischen Zuchtprogramms, das allerdings als Mißerfolg abgebrochen wurde. Ziel war die Schaffung eines Supermutanten gewesen - wurde allerdings in keinem einzigen Fall erreicht. Mit Blick auf Monos muß man wohl sagen: Zum Glück! Wer sich an Ribald Corello erinnert, weiß, daß solches in der Vergangenheit auch von Aras und Báalols versucht wurde und zumindest in Gestalt Corellos erfolgreich war, während über die Mißerfolge recht wenig bis gar nichts bekannt ist. Mißerfolge nicht zuletzt auch, weil es so etwas wie ein isolierbares und jederzeit reproduzierbares »Psi-Gen« eben nicht gibt, wird das Paranormale doch viel mehr mit den natürlichen, wenn auch im allgemeinen eher latenten Kräften eines jeden Bewußtseins an sich in Verbindung gebracht. Andererseits gibt es selbstverständlich eine Interaktion zwischen Bewußtsein und Körper, bei der die übergeordneten Komponenten von Materie zweifellos eine Rolle spielen: Hyperbarie ist das hyperenergetische Äquivalent, und auch die übrigen Frequenzbereiche des Hyperspektrums sind mehr oder weniger ausgeprägt beteiligt, so daß von einer scharfen Trennung von Materiellem und »Immateriellen« gar nicht gesprochen werden kann. Ein Effekt, der im Welle-Teilchen-Dualismus seine Analogie findet: Stets kommt es auf die »Meßmethode« an, welche Beobachtung erzielt wird - eine Konzentration auf biologisch-materialistische Dinge muß dann das Materialistische zum Ergebnis haben, bleibt aber nur eine Seite der Medaille.
 
Rein biologisch betrachtet, ist das Wahrnehmungsvermögen von Lebensformen bevorzugt an jenen Bereich geknüpft, der dem Überleben dient. Überflüssiges wird quasi »ausgeblendet«, weil eher von ablenkender statt förderlicher Wirkung. Umgekehrt ist auch bekannt, daß der Ausfall von bestimmten Wahrnehmungen mitunter zur Schärfung anderer führt. Vor diesem Hintergrund ist die Farbenblindheit Monochrom-Mutanten - wie man sie deshalb auch nennt - als übereinstimmendes Merkmal nicht einmal verwunderlich. Paranormale Kräfte der Monochrom-Mutanten und ihre Farbenblindheit stehen zwar nicht in ursächlicher Beziehung zueinander, aber bei ihnen geht die Stärkung einer Wahrnehmungsseite mit der Schwächung respektive Unterdrückung der anderen einher. Das heißt natürlich nicht, daß jeder Farbenblinde automatisch paranormale Kräfte hätte, ganz im Gegenteil. Auch nicht jeder Parabegabte ist zwangsläufig farbenbild. Nur für die von Horrikos Abstammenden läßt sich dieses übereinstimmende Muster ableiten, zweifellos als Folge der genetischen Zuchtversuche. Farbenfehlsichtigkeit ist überdies keineswegs so selten, wie es vielleicht im ersten Augenblick erscheint; schon im ausgehenden 20. Jahrhundert war bekannt, daß etwa acht Prozent der Männer, jedoch nur 0,5 Prozent der Frauen davon betroffen waren, bedingt durch rezessiv-geschlechtsgebundene Vererbung. Neben teilweise ausgeprägten Formen wie Rotgrünblindheit (Daltonismus) gab es auch die über das gesamte Spektrum reichende Anopie, bedingt durch einen Ausfall der Zapfen der Netzhaut des Auges - bei völliger Farbenblindheit als Achromatopsie umschrieben, während bei Farbenfehlsichtigkeit allgemein von Dyschromatopsie gesprochen wurde.
 
Es ist (noch) nicht bekannt, welcher Einfluß ausgerechnet zum Ende des 13. Jahrhunderts NGZ für die »Mutantenschwemme« verantwortlich zeichnet. Es kann ebenso mit hyperphysikalischen Dingen zu tun haben wie mit einem Effekt, der erst nach mehreren Generationen des Hochschaukelns wirksam wurde, einem akkumulierenden Prozeß über einen bestimmten Grenzwert hinaus. Fest steht nur, daß mit diesem massierten Auftreten bei Kindern und Jugendlichen gravierende Probleme verbunden sind, die von Ressentiments und begründeten Ängsten auf der einen Seite bis zu unkontrollierten, weil nicht geschulten Parawirkungen auf der anderen Seite reichen. Mit den Psi-Isolations-Netzen (abgekürzt: PsIso-Netz) als einer Weiterentwicklung der Psi-Reflektornetze greift eine erste Maßnahme zum Schutz der Bevölkerung, zweiter Schritt sind die internatsähnlichen Mutantenschulen und die Einrichtung eines Residenz-Ministeriums für Mutantenangelegenheiten. Langsam wandeln sich Angst und Ablehnung in Akzeptanz, schließlich ist mit den Parabegabten auch eine große Chance verbunden: Aus Kindern und Jugendlichen werden schnell Erwachsene, und wenn diese ihre ausgebildeten paranormalen Kräfte beherrschen und gezielt einsetzen, ist es ein nicht zu vernachlässigender Machtfaktor auf seiten der LFT…

Rainer Castor

   
NATHAN

    
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