Milchstraße

Die einzelnen Zyklen

  1. Die Dritte Macht
  2. Atlan und Arkon
  3. Die Posbis
  4. Das Zweite Imperium

Großzyklusnummer : 01
Zyklen : 1 - 4
Erstmals erschienen : 1961 - 1965
Als Auflage 2 :
Als Auflage 3 :
Als Auflage 4 :
Als Auflage 5 :
Als E-Book :
Hefte : 1 - 199
Heftanzahl : 199
Handlungszeit : 1971 - 2329
Handlungsdauer : 37 Jahre
Zeitsprung : 325 Jahre
Silberbände : 1 - 20
Taschenbücher :
Geschichte des Großzyklus - Autor: Perrypedia

Großzyklus1

  Zyklen-Übersicht

Die ersten 199 Hefte der Romanserie waren bei einer ursprünglich nur für ein Jahr geplanten Serie zwangsläufig niemals als Großzyklus konzipiert. Auch die heutige Aufteilung in die ersten vier Zyklen, die sich überall in der Fangemeinde durchgesetzt hat, war nicht in dieser Form vorgesehen. Vielmehr orientierte sich K.H.Scheer an einem Konzept, welches er Epoche nannte. Jede dieser Epochen stellte einen bestimmten Fortschritt der Menschheit auf dem Weg zu ihrer kosmischen Bestimmung dar.

Die ersten vier »Epochen in der Geschichte der Menschheit« umfassen jeweils 50 Romane, die heute jeweils als ein Zyklus verstanden werden. Die fünfte Epoche findet mit PR 249 ihren Abschluss und es sollte nach Scheers Konzept »Die sechste Epoche« mit PR 250 beginnen, der als Roman auch diesen Titel trägt.
 
Nach der obigen Definition von »Zyklus = Handlungsstrang« stellt insbesondere die erste Epoche (der Zyklus »Die Dritte Macht«) tatsächlich eine Bündelung mehrerer Unter-Zyklen dar:
In PR 1 bis PR 9 (Die Dritte Macht) befindet sich die Menschheit im Kalten Krieg, kann aber durch die Dritte Macht geeint werden und die ersten außerirdischen Bedrohungen abwehren.
In PR 10 bis PR 19 (Das Galaktische Rätsel) bricht Perry Rhodan von der geeinten Erde aus auf, um im Wega-System für Ordnung zu sorgen. Er besiegt die Topsider und begegnet schließlich ES.
In PR 20 bis PR 24 (Der Ostblock) kann Rhodan die Venus-Expedition des Ostblocks aufhalten und die Menschheit erneut einen.
In PR 25 bis PR 27 (Der Overhead) wird die Bedrohung durch den machtgierigen Overhead abgewendet.
In PR 28 bis PR 37 (Die Springer I) wehrt sich die Menschheit gegen die Springer, die aus der Erde einen Handelsstützpunkt machen wollen.
In PR 38 bis PR 45 (Der Robotregent I) stößt Perry Rhodan nach Arkon vor und begegnet dort dem Robotregenten. Schließlich darf er nach Terra zurückkehren.
In PR 46 bis PR 49 (Die Springer II) planen die Springer, die widerspenstige Erde zu vernichten. Sie können getäuscht werden, und die Erde zieht sich von der galaktischen Bühne zurück.
 
Jeder dieser Handlungsstränge ist in sich abgeschlossen. Die Bedrohung ist jeweils abgewendet, und bis auf wenige offene Punkte, die die Ausgangslage für den jeweils folgenden Handlungsstrang darstellen, herrscht wieder Frieden.
 
Nicht ganz so leicht zu analysieren ist die zweite Epoche, heute als Zyklus »Atlan und Arkon« bekannt. Hier wurden hauptsächlich einzelne Abenteuer präsentiert, die sich zuweilen auf einen Doppelroman beschränkten. Trotzdem gibt es Handlungsstränge, die nur lose durch die Rahmenhandlung verknüpft sind.
In den Heften 50, 54, 60, 70, (75, 96) steht der Arkonide Atlan im Vordergrund, der auf der Erde auftauchte. (genannt "Atlan-Abenteuer")
In den Heften 51, 52, 53, 55, 56, 61, 63, 67, 71 (Der Robotregent II) geht es um verschiedenste Machenschaften im Auftrag des Robotregenten, um die Position der Erde zu ermitteln. Ebenfalls kann man die Bände 51-53 so zusammenfassen, dass der Versuch die lebensverlängernde Medizin der Aras zu stehlen, ein eigener Geschichtsabschnitt ist.
In den Heften 58, 59, 64, 65, 68, 69 (Druuf) stehen Robotregent und Terraner im Kampf gegen die Druuf.
In den Heften 57, 62, 66, 72 (Gray Beast) kämpfen terranische Strafgefangene auf dem Planeten Gray Beast um ihr Leben. Sie werden auch Kolonistenabenteuer genannt.
Diese vier Handlungsstränge werden ab Heft 73 zu einem Handlungsstrang verwoben: Robotregent und Druuf beginnen in der Nähe des Planeten Gray Beast einen Krieg miteinander (75, 76, 77, 79, 80 und 82). Atlan wird stärker in die terranische Führungsspitze integriert. Schließlich wird der Robotregent ausgeschaltet, und Atlan übernimmt die Kontrolle über das arkonidische Imperium (83 bis 86). Die Druufgefahr wird mit den Heften 87 und 88 ausgeschaltet.
 
Die folgenden Hefte schildern, hauptsächlich als Einzelromane ohne starke Verbindung zueinander, die Geschehnisse um einzelne offen gebliebene Fragen, etwa Crest (PR 99), Tramp (PR 98), Barkon (PR 95), Aras (PR 93), die Molekülverformer in den Heften 74 und 92, das Generationenraumschiff in den Heften 81 und 94 sowie Ernst Ellert in PR 91. Nur PR 96 wirft mit dem Anti eine neue Frage auf, an die im Folgezyklus angeknüpft wird. Zudem ragt Thomas Cardif heraus, dem mit den Heften 78, 89, 90 und 97 noch ein Handlungsstrang gewidmet wird, der im Folgezyklus ausgebaut wird.
 
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass »Atlan und Arkon« erstmals einen großen Themenkomplex umfasst und daher zu Recht als Zyklus verstanden werden kann. Geplant war dies aber nicht, vielmehr kann beinahe jedes Heft als Abenteuer für sich alleine stehen.
 
Die dritte Epoche umfasst nun die Bände PR 100 bis PR 149. Dass dieser Zyklus heute als »Posbi-Zyklus« bekannt ist, liegt auch nur an einer Definition des Verlags. In diesem Zyklus wurden wieder Handlungsstränge durchgehend verfolgt und auch abgeschlossen, ähnlich wie in den Heften von 1 bis 49, so dass »Unterzyklen« entstehen.
In PR 100 bis PR 107 (Akon I) tauchen die Akonen auf. Die Bedrohung durch ihre überlegene Technik wird von Arkon und Terra gemeinsam abgewendet.
In PR 108 bis PR 116 (Cardif) taucht Rhodans Sohn Thomas Cardif wieder auf, verbündet mit allen namhaften Feinden der Menschheit. Rhodan und Atlan schlagen diese Bedrohung nieder.
In PR 117 sowie von PR 122 bis PR 125 (Akon II) steht wieder die Bedrohung durch die Akonen im Vordergrund, die den Robotregenten sabotiert haben. Mit der Vernichtung des Robotregenten sind sie keine direkte Bedrohung mehr.
In PR 118 bis PR 121 (Mechanicas) wird eine vorübergehende Gefährdung der Milchstraße durch das Speckmoos der Mechanicas gelöst.
 
Dieser erste Teil der dritten Epoche besteht also aus einer Fortsetzung des Atlan-Arkon-Zyklus. Man kann sogar so weit gehen und behaupten, dass es sich von Band 100 bis zu Band 125 um einen vom Posbi-Zyklus getrennten »Akonen-Zyklus« handle. Auch eine Zusammenfassung der Bände 38 bis 125 zu einem großen »Arkon-Zyklus« ist nicht völlig abwegig – ein zentrales Element der meisten Hefte dazwischen ist der Kampf Atlans und des Robotregenten um die Restauration Arkons. Die Einteilung in 50-er Abschnitte hat sich allerdings durchgesetzt.
 
Die unterschiedlichen Handlungsstränge bis Band 125 sind schließlich alle vollständig beendet. Nun wird ein kurzer Zeitsprung vorgenommen und an die Geschichte der Mechanicas angeknüpft, die eine Verbindung zum Namensgeber dieses Zyklus' darstellen, den Posbis, die erst im zweiten Teil des Zyklus' auftauchen.
In PR 126 bis PR 149 (Die Posbis) tauchen die Posbis und Laurins auf (letztere spielten bereits in PR 95 eine Rolle), die die Milchstraße bedrohen. Mit dem Ausschalten der Hassschaltung endet der Handlungsbogen.
 
 
Danach folgte ein größerer Zeitsprung, in dem die Karten der galaktischen Politik neu gemischt wurden. Der Zyklus »Das Zweite Imperium« schildert zunächst mehrere Handlungsstränge, die geschickt nacheinander abfolgen und logisch in Beziehung stehen. Diese sind:
In PR 150 bis PR 156 das Zellaktivatorenfieber. Die Aktivierung einer seltsamen Maschine führt...
In PR 157 bis PR 165 und PR 178 (Molkex) ...zur Hornschreckenplage, in deren Zusammenhang auch die Schreckwürmer auftauchen. Diese wiederum stehen unter der Kontrolle...
In PR 166 bis PR 177 (Blues) ...der Blues, deren zweites Imperium im letzten Moment besiegt werden kann. Blues-Flotten vernichten aber noch die Hauptwelt des Vereinten Imperiums Arkon III (PR 199)
In PR 179 bis PR 198 (Plophos) rebelliert schließlich die Kolonialwelt Plophos unter Führung von Iratio Hondro gegen das Solare Imperium. Hier finden sich kaum Berührungspunkte zu den vorherigen Handlungssträngen. Zudem wird bereits auf die künftige Handlung vorgegriffen: Auf Kahalo und aus Erzählungen einzelner Blues finden die Terraner Hinweise auf die Transmitterstraße nach Andromeda.
 
Gemeinsamkeiten und Unterschiede
 
Nach dieser Aufschlüsselung der Handlungsstränge steht fest, dass Dutzende von Handlungsbögen vorliegen, die auch zyklenübergreifend verlaufen. Dies zeigt gerade das Machtstreben der Akonen, die nach ihrem ersten Auftreten in der Serie immer wieder als die tatsächlichen Drahtzieher des Unheils präsentiert werden. Auch der fortschreitende Untergang des arkonidischen Imperiums zieht sich durch die ersten 199 Heftromane, genau wie das im Gegenzug emporstrebende Solare Imperium. Und, natürlich, alle Handlungsstränge spielen in der Milchstraße.
 
Die nachträgliche Einteilung in die vier vorgestellten Zyklen war hauptsächlich anhand der Zeitsprünge möglich, sowie der Epochen, die K. H. Scheer definiert hatte. Für eine Gliederung im größeren Rahmen ist die Zuordnung dieser ersten vier Zyklen zu einem Themenkomplex »Milchstraße« sicher hilfreich. Einen Großzyklus zu definieren, ist aber angesichts der Zusammenhänge rund um die Entstehung der Heftserie problematisch.
 
Allerdings wurde mit der arkonidisch-terranischen Geschichte ein übergreifender Handlungsrahmen für den vom Verlag definierten Großzyklus geschaffen, was sich in Gesprächen von Perry Rhodan mit den Arkoniden Crest bzw. Atlan zeigt. Crest berichtet von seinem arkonidischen Volk:
"Wir liebten das Neue und den Fortschritt. Heute ist das ganz anders geworden. Degeneriert und selbstzufrieden. Stillstand. Hm! Um ganz ehrlich zu sein, Rhodan, mir kommen manchmal recht merkwürdige Gedanken, wenn ich daran denke, wie sehr wir uns äußerlich gleichen. Ihr Geist mit dem unseren vermischt - Ihr junges Leben mit unserem Wissen vereint - Wir könnten das Universum erobern." Perry Rhodans Augen verloren den harten Glanz [...] Wie eine blitzschnelle Vision rollte das Bild der Zukunft vor ihm ab ... Menschen und Arkoniden - eine Rasse [...] Ein galaktisches Reich entstand. [...] (Zitat aus PR 2 III, S. 31)
 

Mit dem im Jahr 2115 gegründeten Vereinten Imperium erfüllte sich diese Vision eines galaktischen Reiches, das aber wenig gefestigt war und im Jahr 2329 zerfiel. In diesem Jahr wurde auch das Zentrum arkonidischer Militärmacht von den Blues vernichtet und der Arkonide Atlan wendet sich in einer Brandrede von seinem Volk ab, welches die nächsten Jahrtausende keine bestimmende Rolle mehr in der galaktischen Politik spielen wird:

"Arkon III existiert nicht mehr. Wir haben den Untergang dieses Planeten nicht verhindern können. Wir werden auch nicht verhindern können, daß es über kurz oder lang kein Arkon-Imperium mehr gibt [...] Arkons Weg führt in die Auflösung. Soll der Weg der Terraner auch dorthin führen? Wollt ihr immer wieder eure Kräfte verzetteln, oder wollt ihr den Weg ins Universum finden? Was hat der Arkonide Crest 1971 gesagt? Hat er nicht prophezeit, daß die Terraner das Erbe der nicht mehr lebensfähigen Arkoniden übernehmen werden? Beim Untergang von Arkon III habe ich geschworen, alles zu tun, damit Crests Prophezeiung sich erfüllt. Nie mehr werde ich Dich bitten, Perry, M-13 die kleinste Hilfe zu geben [...] Einmal muß jede Hilfeleistung zu Ende sein; und das Ende ist heute gekommen." (Zitat aus PR 199 II, S. 63)


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