Nummer: 2036 Erschienen: 29.08.2000   Kalenderwoche: 35 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Geheimkonferenz der Blues
Auf dem Planeten der Santanzer - Tifflor sucht die Zusammenarbeit
Arndt Ellmer

Zyklus:  

31 - Die Solare Residenz - Hefte: 2000 - 2099 - Handlungszeit: Mai 1303 - Mai 1304 NGZ (4890 - 4891 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Santanz               
Zeitraum: Sommer 1303 NGZ, Frühjahr 1289 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 02036
Ausstattung:  Report Nr.319 mit Datenblatt
Anmerkungen: 
Enthalten in Edition Terrania Band 10
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Im Sommer des Jahres 1303 Neuer Galaktischer Zeitrechnung steht die Milchstraße dicht vor dem Ausbruch eines großen galaktischen Krieges. Schuld daran sind die Aktivitäten des Kristallimperiums, die sich in den letzten Monaten immer stärker gegen die Liga Freier Terraner gerichtet haben.
Perry Rhodan, der einen Krieg verhindern will, der Milliarden von Toten auf beiden Seiten fordern würde, setzt auf defensive Mittel. Die wichtigsten Sonnensysteme der Liga und ihrer Verbündeten werden durch die sogenannten Aagenfelt-Barrieren geschützt, während der Terranische Liga-Dienst und die - völlig unabhängig agierende - Neue USO den Arkoniden mit ihren Agenteneinsätzen zu schaffen machen.
Gleichzeitig setzen Perry Rhodan und seine Getreuen auf die Diplomatie. Eine wichtige Person dabei ist Julian Tifflor. Der Aktivatorträger, der seit den Tagen der Dritten Macht an der Seite Rhodans aktiv ist, reist als Residenz-Minister für Liga-Außenpolitik durch die Milchstraße.
Tifflors Ziel ist, eine einheitliche Front gegen das Kristallimperium zusammenzufügen. Aus diesem Grund besucht er auch die GEHEIMKONFERENZ DER BLUES ...

 
Die Hauptpersonen
Julian Tifflor Der Residenz-Minister für Liga-Außenpolitik befindet sich auf einer heiklen diplomatischen Mission
Zym Kirzay Der Hohe Kommissar vom Volk der Tentra will die Wahrheit verkünden
Siramy Ratach Die phlophosische Kommandantin ist zugleich Expertin für die Jülziish
Faiind Yarinsa Der Galaktische Rat der Santanzer spricht eine persönliche Einladung aus
Smelnyk-Ypküz Der Leibwächter spielt eine Doppelrolle

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Alfred Kelsner   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Fremde Eastside
PR-Kommunikation: Der Perry Rhodan Infotransmitter
Statistiken: Perry-Rhodan-Tage Rheinland Pfalz
Witzrakete: Ulrich Magin: PR-Fans privat (im Report)
Leserbriefe: Jörg Frins / Marco Scheloske / Axel Rogat / Stefan Bernhard / Christoph Dittert / Jannic Wolf / StendalPR / Raze O'Leigh
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: AMMENHAK    Apasos     Blues-Nationen    Goedda    Santanz    Tentra    Tifflor, Julian                                           
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Journal

Journaldaten: Nummer: / Seite:
Journalgrafik:
Journaltitel:
Journalnews:

Clubnachrichten
Clubdaten: Nummer:  / Seiten:
Clubgrafik:
Nachrichten:
Fanzines:
Magazine:
Fan-Romane:
Internet:
Veranstaltungen:
Sonstiges:

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nummer: 319 - Seiten: 11
Cartoon : Rüsselmops - der Außerirdische (Folge 192) / Ulrich Magin: PR-Fans privat
Reporttitel: Report-Intro (Hubert Haensel) / Heiko Langhans: W.W.Shols - Der Mutantenjäger / Andy Schmid: Unser Held im Weltraum - das Phänomen "Perry Rhodan" / Klaus N.Frick: Fan-Kritik und ihre Folgen / Christoph Anczykowski: Rißzeichnungs-Techniklexiokon (III)
Reportgrafik: Günther Leifer: SAR -Search and rescue
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau: Verlagspublikationen September 2000
Reportriss: Andreas Weiß : Doppelstabroboter des Morkhero Seelenquell

Innenillustrationen

Ryndra - Zym Kirzay (Tentra)
Zeichner:  Alfred Kelsner  
Seite:9
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Der Syntron sparte sich diesmal überflüssige Kommentare. Er ließ Kirzay klettern und rutschen. Mit etlichen Prellungen und Schürfungen sowie einem mehrfach aufgeschlitzten Anzug erreichte der Tentra endlich die Stelle zwischen den Felsen, wo das winzige Tauchboot auf ihn wartete.
Halb ohnmächtig vor Anstrengung, öffnete er die Kanzel aus Plexiglas und ließ sich in das Innere fallen. Der Syntron verschloß das Fahrzeug, aktivierte die Anschnallautomatik und leitete den Tauchvorgang ein.


Zeichner:  
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© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Julian Tifflor konnte erst vor kurzem auf Arkon einem Mordanschlag des Kralasenen Manklux entkommen und musste von Mirkandol fliehen. Kurz darauf befindet sich Tifflor in seiner Funktion als Residenzminister für Außenpolitik, in diplomatischer Mission im Machtbereich der Blues. Mit dem 100 Meter Kreuzer AMMENHUK steuert Tifflor den Planeten Santanz an und folgt damit einer offiziellen Einladung des Galaktischen Rats Faiind Yarinsa. Nach vorliegenden Informationen steht eine Geheimkonferenz aller Bluesvölker unmittelbar bevor. Das die Blues ihre internen Streitigkeiten und Fehden niederlegen und erste Ansätze machen einen geschlossenen Machtblock zu bilden, ist neu. Sollte es Tifflor möglich sein mit den vereinten Blues ein Bündnis zu schließen, dann könnte die neue Allianz dem Expansionsbestreben der Arkoniden Einhalt gebieten.
 
Schon einige Jahre zuvor fand eine ähnliche Konferenz statt. Während dieser Konferenz beschlossen die Blues Nationen eine umfangreiche Zusammenarbeit mit dem Ziel, besonders im technologischen Bereich die führende Rolle in der Galaxis zu übernehmen. Während dieser frühen Konferenz machte erstmals das Schlagwort von der »Goldenen Technik« die Runde; eine Technik, die alles bisher da gewesene in den Schatten stellen sollte.
 
Tifflor wird von Sirami Ratach begleitet, Kommandantin der AMMENHUK, Plophoserin und Expertin für Bluesfragen. Schon bei der Ankunft über Santanz, ereichen Tifflor und Sirami beunruhigende Nachrichten von der Oberfläche des Planeten. Es kommt zu rätselhaften Massenselbstmorden, nach Aussage der Bluesexpertin, völlig untypisch für die Wesen der Eastside. Der Terranische Residenzminister wird alsbald über Funk im Namen der »Roten Santilligenz« begrüßt, eine Bezeichnung die Tifflor völlig unbekannt ist. Gleich nach der Landung wird Tifflor von einem Santanzer empfangen, der ihn Unterstützung bei der »Enthalsung« anbietet. Die Zustände auf Santanz werden für den Residenzminister immer rätselhafter. Die Massenselbstmorde der Bevölkerung scheinen einem religiösen Ritus zu folgen, welcher der Rückkehr des »Tlyünosmum«, dem Urgott aller Blues vorausgeht. Als die Terraner endlich von Faiind Yarinsa für eine Audienz bei der »Roten Santilligenz« abgeholt werden, beobachteten die Terraner weitere Ströme von Gleitern mit Selbstmordkandidaten, die dem Stadtzentrum der Hauptstadt zufließen. Tifflor äußert sich sehr besorgt über das ungewöhnliche Verhalten der Blues und bekommt von  von Faiind Yarinsa einige Erklärungen, die darauf schließen lassen das auf Santanz etwas sehr ungewöhnliches vor sich geht.
 
Offenbar findet eine Art Rückbesinnung zu den alten, göttlichen Riten und Traditionen statt, die im starken Kontrast zu der weit vorangeschrittenen, technischen Entwicklung der Blues steht. Tifflor und Sirami können sich diese Entwicklung nicht erklären und beschließen weiterhin wachsam zu sein. Als sich der Gleiter mit der terranischen Delegation dem bevorstehenden Tagungsort der Konferenz nähert, der gleichzeitig Stadtzentrum und Heiligtum darstellt, schlagen Tifflors Sinne Alarm. Die Terraner sind sprachlos was sich ihren Blicken offenbart.
 
Das »Sant-Arginal« entpuppt sich als mehrer Quadratkilometer großes Areal mit einem Gebäude das von mehreren Türmen und einem würfelförmigen Gerüst umgeben ist. der gesamte Komplex ist von einem Energieschirm umgeben der vermutlich die Sonneneinstrahlung filtert und die Gezeiten abhält. Doch nicht die Ausdehnung des Areals verschlägt den Terranern die Sprache, sondern das »Baumaterial«. Das Sant-Arginal besteht aus den Gebeinen und gesäuberten Knochen von Abertausenden Blues. Als Tifflor mit der Delegation das Gebäude betritt, stellt der Terraner fest, das es im Innern eine Vielzahl von kleinen Räumen gibt. Der Mörtel des Sant-Arginal, der die Gebeine der toten Blues zusammenhält besteht aus der Asche der verbrannten Selbstmörder. Tifflor ist sprachlos und geschockt. Was sich auf Santanz abspielt entzieht sich ganz und gar der terranischen Denkweise.
 
Als Tifflor kurz darauf mit der  »Roten Santilligenz« zusammentrifft erkennen die Terraner sofort das man es bei dem neuen Herrscher von Santanz mit einem Mutanten zu tun hat. Der Mutant ist im Vergleich zu den normalen Blues riesig und der überdimensionale Tellerschädel gleicht einer schemenhaften Erscheinung, die nur zur Hälfte im normalen Universum zu bestehen scheint. Tifflor ermittelt später an  Hand der aufgezeichneten Daten, das der Kopf des Mutanten zeitweise in einer Hyperraumfalte verschwindet. In der kurzen Audienz versichert Tifflor der »Roten Santilligenz« die Unterstützung der Terraner im gemeinsamen Kampf gegen die Arkoniden.
Am Tag der Konferenz sind schließlich Delegationen aller Bluesvölker auf Santanz eingetroffen. Tifflor wird klar welcher geballte Machtfaktor von den Bluesstämmen ausgehen könnte, sollten sich die verschiedenen Völker einigen. Trotz der Ablehnung einiger Bluesvertreter erhält Tifflor schließlich die Erlaubnis mit seiner Delegation an der Konferenz teilzunehmen. Kurz nach beginn der Konferenz entsteht ein Transmitterbogen aus dem die »Rote Santilligenz« erscheint. Der Blues-Mutant scheint in einen stummen Kampf verwickelt zu sein, denn kaum ein verständliches Wort kommt über seine Lippen. Tifflor betrachtet die Szenerie mit Misstrauen, als die Katastrophe ihren Lauf nimmt.
 
Faiind Yarinsa richtet seinen Strahler auf die »Rote Santilligenz« und erschießt den neuen Herrscher. Gleichzeitig brechen aus den Wänden aus toten Gebeinen zylinderförmige Körper, die Tifflor mit Entsetzen als die Stabroboter des Morkhero Seelenquell identifiziert. Offenbar war der neue Herrscher der Blues bereits in einen mentalen Zweikampf mit Morkhero verwickelt, als er die Konferenz betrat. Nur das Attentat von Faiind Yarinsa hat den endgültigen Sieg Morkheros eingeleitet. Tifflor verliert keine Zeit und befiehlt seiner Delegation sich abzusetzen. Ziel ist das noch immer aktive Transmitterfeld, aus dem die »Rote Santilligenz« erschienen ist. Nur Tifflor kann den Transmitter in dem entstehenden Durcheinander erreichen, die übrigen Terraner werden durch gezielte Schüsse der Stabroboter an der Flucht gehindert. Kurz nachdem Tifflor sich mit letzter Kraft in das Abstrahlfeld wirft, erscheint Morkhero Seelenquell in der Versammlungshalle und stoppt jeglichen Widerstand durch seine mentale Präsents.

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Im Februar 1289 NGZ versammeln sich während der ersten Offensiven der Tolkander auf Einladung des Gatasers Zio Trytun, des Apasos Ruenzi Malayjat und des Tentra Külük Yppenk insgesamt 4000 Jülziish, sowohl ranghohe Politiker als auch führende Wissenschaftler, zu einer Geheimkonferenz. Als Beauftragter des Wissenschaftlichen Rates der Tentra nimmt auch Unterassistent Zym Kirzay an dem Treffen teil. Zwölf Nationen erklären anschließend, die zu entwickelnde Goldene Technik werde alle 2800 Jülziish-Völker aufeinander zuführen und zur treibenden Kraft der Milchstraße machen. Symbolisch berufen sie sich dabei auf den Urgott Tlyünosmun, der der Mythologie zufolge einst aus den rivalisierenden Schöpfergottheiten Tlyünos und Nosmun hervorging. Er entstieg vorzeiten der Sonne Verth und schenkte den unter Überbevölkerung leidenden Gatasern die Raumfahrt sowie die Regeln der Geburtenkontrolle. Tlyünosmun machte den Jülziish ein Viertel der Milchstraße zum Geschenk und wurde aus Dankbarkeit mit dem ersten Raumschiff zurück in die Sonne gebracht.
 
Mit Enthusiasmus machen sich die Blues an die Entwicklung der neuen Technik, zusätzlich angestachelt durch das beginnende Hegemoniestreben Arkons. Gesteuert von Gatasern, Apasos, Tentra und Hanen, werden die Forschungen dezentral und unter strengster Geheimhaltung durchgeführt. Kirzay macht sich dabei verdient, indem er die Errichtung eines Labors im Inneren Fjalymms, eines Mondes des dritten Simban-Planeten Morüomm, veranlasst. Doch schon bald droht der Forschungseifer zu versiegen.
 
Zu der Zeit macht Kirzay die private Notiz, dass das Vermächtnis Tlyünosmuns nicht verloren gehen dürfe. Die Völker müssten zusammenhalten und den Pool stärken, denn nur ein Dutzend Nationen wären zu wenig. Dieser Appell wird jedoch veröffentlicht und bringt dem Tentra die Beförderung zum Einfachen Kommissar, bald sogar zum Zweifachen Kommissar ein.
 
Im Jahre 1295 NGZ wird Kirzay Erster Kommissar, muss jedoch feststellen, dass die Goldene Technik nicht vorankommt. Die Propaganda allerdings verkündet das Gegenteil.
 
Im Jahre 1298 NGZ erhält Kirzay als Hoher Kommissar die Leitung der Forschungseinrichtung Oyster 12 auf dem Forschungsmond Ryndra. Er muss feststellen, je tiefer seine Einblicke werden, umso mehr wächst sein Misstrauen gegenüber dem Projekt. Nachdem er zufällig von einem Geheimabkommen der Gataser, Tentra und Apasos erfährt, unternimmt er im soeben angebrochenen Jahr 1303 NGZ auf seiner Heimatwelt Roost einen riskanten Einbruch in das Geheime Staatsarchiv. Ohne wesentliche Erkenntnisse zieht er sich wieder zu seinem Mond zurück, wo er Schlimmes verhindern muss, weil ein überhastet durchgeführtes Experiment eines Wissenschaftlers aus der Bahn gelaufen ist.
 
Für diese Tat wird Kirzay zum Obersten Koordinator befördert, und sein bisheriger Adjutant, der Apaso Smelnyk-Ypküz, soll in Zukunft für seine Sicherheit sorgen.
 
Einige Zeit später erfährt Kirzay aus einem Datenkristall des Staatsarchivs, dass die Goldene Technik so autark sei, dass sie nicht kompatibel mit Entwicklungen anderer Milchstraßenvölker wäre. Reparaturen seien in der Regel gar nicht möglich, und alle Aggregate stammen von Planeten der Apasos, Gataser oder Tentra. Die führende Position nehmen offensichtlich die Apasos ein, und weil sie sich der technologischen Einengung nicht unterwerfen wollten, sind die Archimboiden und Tüftül von der Goldenen Technik ausgeschlossen worden. Letztlich habe diese den Zweck, die Jülziish durch Vereinheitlichung der Gebrauchstechnik zusammenzuschweißen und ein Bollwerk gegen Arkon zu errichten. Außerdem wird die Vernichtung eines weiteren Planeten im Arkon-System ausdrücklich in Erwägung gezogen. Kirzay ist entsetzt und will die nächste Geheimkonferenz auf Santanz nutzen, um alle Blues-Völker aufzuklären. Seiner Meinung nach hat die Goldene Technik keine Zukunft und wird die Jülziish letztlich gegenüber anderen Milchstraßenvölkern zurückwerfen.
 
Erst Anfang September 1303 NGZ erfährt Julian Tifflor von Faiind Yarinsa, dem Galaktischen Rat der Santanzer, den Termin der bluesschen Geheimkonferenz. Der Residenzminister für Liga-Außenpolitik fliegt am 6. September mit der AMMENHAK Santanz an, den zweiten Planeten im Santil-System, 64.082 Lichtjahre von Sol entfernt. Das Schiff wird von der Plophoserin Siramy Ratach kommandiert, die auch Expertin für die Jülziish ist.
 
Santanz ist für alle Blues von eminenter Bedeutung, da in der Hauptstadt Khyykan die Rote Santilligenz residiert, die als Inkarnation Tlyünosmuns angesehen wird. Außerdem treten auf Santanz die 400 von den Jülziish als Gottheit verehrten Kreaturen leibhaftig auf. Betroffen jedoch sind Tifflor und Ratach, weil die Santanzer von einem Todesdrang beseelt sind, verbunden mit dem Wunsch, in das Sant-Arginal einzugehen.
 
Am Vortag der Konferenz vermittelt Yarinsa den beiden Menschen eine Audienz im Sant-Arginal, dem Sitz der Santilligenz. Das würfelförmige Gebäude besteht aus den Knochen und der Asche toter Blues, und die Rote Santilligenz erweist sich als fettleibiger Mutant, der ständig eine rote Flüssigkeit absondert. Der Kopf verschwindet immer wieder in einer Hyperraumfalte, und stammelnd weist die Santilligenz auf die Bedeutung des Zusammenwachsens der Eastside als Gegenpol zur arkonidischen Expansion hin.
 
Allmählich versammeln sich die Delegationen der Blues-Nationen, darunter die Karr, Hanen, Latoser, Mantam, Tratzschoner, Weddonen, Legnaler, Garinach und Gursüy. Tifflor, der auf ein Bündnis gegen Imperator Bostich I. hofft, nimmt überrascht zur Kenntnis, dass jeweils die gesamten Regierungen an der Konferenz teilnehmen werden, wie zum Beispiel der gatasische Stab um Synüy-Zir-Lagüm.
 
Schließlich versammeln sich 12.500 Jülziish und die siebenköpfige terranische Delegation im Sant-Arginal in der Halle der Ahnen. Auch hier zeigt sich die neue Dominanz der Apasos. Tifflor erkennt andererseits, dass die Santilligenz offenbar mit einem Unsichtbaren kämpft. Als plötzlich 200 Doppelstabroboter aus den Knochenwänden hervorbrechen, begreift der Zellaktivatorträger, dass Morkhero Seelenquell der Gegner des Mutanten ist. Ein Schutzschirm riegelt das Sant-Arginal ab, und von Seelenquell beeinflusst, erschießt Yarinsa die Santilligenz. Doch alle Blues wenden sich gegen die Terraner, und Tifflor flieht durch einen Transmitter hinter dem Thron des Mutanten, der Seelenquell wohl nicht bekannt war. Ratach und ihre Begleiter ergeben sich.
 
Kirzay, der sich gerade auf seine Rede vorbereitet hat, um die Wahrheit zu verkünden, verliert wie alle anwesenden Blues den freien Willen.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Fremde Eastside

Wenn von der Eastside der Milchstraße gesprochen wird, denken wir vor allem an die hier beheimateten Blues-Völker, vielleicht noch an die Linguiden oder daran, daß auch das ehemalige Blaue System der Akonen hier zu finden ist. Aber sonst…? Bei genauerer Betrachtung muß man sich jedoch vor Augen halten, daß mit dem Begriff Eastside immerhin die Hälfte unserer Galaxis gemeint ist und daß sie einen Bereich von mindestens 100 Milliarden Sonnen umfaßt. Auch ist zu beachten, daß die Entwicklung nicht erst mit dem Auftreten der Blues - die sich selbst Jülziish nennen - begann oder sich allein darauf beschränkt. Es sei zum Beispiel an das von den Arkoniden initiierte, aber gescheiterte Projekt Tiga Ranton erinnert, das zum Entstehen der Linguiden führte (PR 1555). Oder auch daran, daß die meisten der über Transmitter zu erreichenden Siedlungswelten der Akonen eben in der Eastside lagen. Bei den ursprünglichen Akonen wiederum handelte es sich um Lemur-Kolonisten, die nicht den Exodus nach Andromeda mitmachten - von den Lemurern Zweite oder Große Insel genannt, lemurisch Karahol.
 
Drorah im Akon-System war die Zentralwelt des 87. Tamaniums, um 50.270 vor Christus erstmals besiedelt, und somit Teil jener Expansion, die etwa um 50.300 vor Christus über das Galaktische Zentrum hinaus vorstieß. Die Tamanien 82 bis 111 lagen alle in der Eastside! Das 103. Tamanium, zu dem das Temur-Sonnenfünfeck gehörte, umfaßte beispielsweise den hoch über der Milchstraßenhauptebene gelegenen Temur-Sternhaufen, während das 110. Tamanium sich rings um den Misaam-Duo-Sonnentransmitter gruppierte (nachzulesen im PERRY RHODAN-Taschenbuch 411). Tamanium-Hauptwelt und gleichzeitig Sitz der Steueranlage in Form eines Pyramidendreiecks war hier der zweite Planet des Heeltro-Systems - identisch mit dem Simbansystem, dessen zweiter Planet später Roost genannt wurde; das Pyramidendreieck wurde von Blues am 2. Februar 2329 vernichtet.
 
Damit jedoch nicht genug: Um 1,4 Millionen Jahre vor Christus erhielten eine Million Querionen auf Veranlassung der Sieben Mächtigen hominide Körper. Als »Blockadebauer« richteten sie sich in der Milchstraße ein - ein Teil von ihnen siedelte sich auf dem Planeten Barkon an, die restlichen wurden bald als »Galaktische Ingenieure« bezeichnet (oder Petronier - später als die »Oldtimer« bekannt). Sie errichteten an sieben Stellen in der Milchstraße sogenannte Fallensysteme in Form von künstlichen »Planetenwällen«, bei denen alle Planeten auf einer gemeinsamen Umlaufbahn die Sonne umkreisten. Ihre Aufgabe war es, das sich nähernde Suprahet zu bändigen. Weiterhin entstand ein intergalaktisches Netz von Stationen und Verbindungswegen, das bis zur Mächtigkeitsballung von ESTARTU reichte und den Kontakt zum querionischen Geisteskollektiv aufrechterhalten sollte, und einige Petronier waren sogar autorisiert, das Zeitbrunnensystem der Sieben Mächtigen zu nutzen. Unter anderem gab es einen Zeitbrunnen auf Barkon, einen weiteren auf der Erde. Parallel zu den Bemühungen der »Blockadebauer« kam es zu ersten Einfällen der Horden von Garbesch im Auftrag der Superintelligenz Seth-Apophis in die Lokale Gruppe.
 
Als um 1,18 Millionen Jahre vor Christus das Suprahet die Milchstraße erreichte, riß es, trotz der Abwehrmaßnahmen der Blockadebauer, große Lücken in verschiedene Regionen. Diese Zeit der Katastrophen nutzen die Horden von Garbesch für ihre Invasion. Es dauerte einige Zeit, bis die tatsächliche Gefahr erkannt und eine Abwehr organisiert wurde - der Beginn des Großen Galaktischen Kriegs wurde dann gleichgesetzt mit der Ankunft des Ritters der Tiefe Armadan von Harpoon in der Milchstraße. Weitere Abwehrsysteme wurden geschaffen, Völker wie die Cyén-Gestaltwandler rekrutiert, der Too-Wächterorden mit den Ayiish Fiil der »Raumwurm-Geschwader« entstand, und parallel zu den sich verschärfenden Kämpfen versuchten die Petronier mit ihren Fallensystemen den Sternenfresser zu bannen (siehe ATLAN-Bücher 14 bis 16). Im Jahr 1.115.674 vor Christus gelang schließlich die Bändigung der supraheterodynamischen Existenz im späteren Herkules-System; der dabei entstehende Riesenplanet fing jedoch rasch die 17 Planeten des Wallsystems ein und machte sie zu seinen Satelliten, während ein anderer Rest auf dem Planeten Tombstone zur Entwicklung der Schreckwürmer und des Molkex führte, was wiederum den Bogen zurück zu den Blues schlägt. Die Petronier ließen den zukünftigen Völkern der Milchstraße eine warnende Botschaft in Form eines Observatoriums zurück. Dieses wurde 2326 von Tyll Leyden entdeckt - hier hatte ES auch einen der 25 ausgestreuten Zellaktivatoren deponiert (siehe PR-Roman 152).
 
Da die gebundenen Kräfte der Petronier/Barkoniden nach der Abwehr des Suprahets frei wurden, konnten sie sich vermehrt der Abwehr der Horden von Garbesch widmen. Aus diesem Grund entschloß sich ein Teil von ihnen, nicht ins Kollektiv der Querionen zurückzukehren, sondern körperlich zu bleiben, wohl wissend, daß der Preis dafür der Verlust ihrer Unsterblichkeit sein würde. Für den Ritter der Tiefe Armadan von Harpoon erbauten sie in der Endphase des Großen Galaktischen Kriegs neben der späteren Provcon-Faust-Dunkelwolke auch die ANLAGE - beides ebenfalls in der Eastside gelegen. Dies alles sind jedoch nur die bekannten Beispiele. Was sich ansonsten noch alles in den Weiten der Eastside verbergen mag, muß bis auf weiteres offen bleiben. Fest steht nur, daß hier wie auch im Sternenmeer der Westside noch längst nicht alles entdeckt und erforscht ist. Ausgedehnte Riesenreiche wird man zwar aufgrund der mit ihnen verbundenen Emissionen schwerlich übersehen haben, doch wie das Beispiel der Haluter zeigte, sagt das nichts über Hochkulturen aus, die sich bewußt zurückhalten und im verborgenen leben. Ganz zu schweigen von Artefakten und Hinterlassenschaften jener Zivilisationen, die vielleicht vor vielen Jahrmillionen existiert haben..

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Was genau auf der geheimnisvollen Welt Santanz vorgefallen ist, vermag wohl nicht einmal Julian Tifflor zu sagen. Und das, obwohl der Terraner unmittelbarer Zeuge der seltsamen Vorfälle war.
 
Nach seiner Flucht kommt es ihm ohnehin in erster Linie darauf an, sein Überleben auf dem Blues-Planeten zu sichern. Das ist im Machtbereich der Roten Santilligenz nicht ganz einfach …
 
Wie es mit dem Aktivatorträger auf Santanz weitergeht, schildert Arndt Ellmer im zweiten Teil seines PERRY RHODAN-Doppelbandes. Der Roman erscheint nächste Woche unter folgendem Titel:
 
DER GEJAGTE VON SANTANZ

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