Nummer: 2000 Erschienen: 21.12.1999   Kalenderwoche: 51 Seiten: 79 Innenillus: 2 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

ES
Eine neue Zukunft für die Erde - die Solare Residenz entsteht
Ernst Vlcek

Zyklus:  

31 - Die Solare Residenz - Hefte: 2000 - 2099 - Handlungszeit: Mai 1303 - Mai 1304 NGZ (4890 - 4891 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Terra               
Zeitraum: 1291 NGZ–1303 NGZ, Rückblicke: ca. 15 Millionen Jahre v. Chr.
Hardcover:
Goldedition: 17
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 92000
Ausstattung:  -
Anmerkungen: 
Perry-Rhodan-Gold-Edition
Enthalten in Edition Terrania Band 1
Besonderheiten: 
  • Anhang »Terrania Travel Tours präsentiert: Rundfahrt durch Terrania«: Story Anschlag auf die Residenz von Uwe Anton und drei Illustrationen von Lex (16 Seiten);
  • Posterbeilage: Die SOLARE RESIDENZ von Georg Joergens, Oliver Johanndrees und Günter Puschmann
  • In der Gold-Edition wurde der Romantitel in »Die ES-Chroniken« umbenannt.
  • Der Hintergrundbericht trägt jetzt den Titel Perry Rhodan-Kommentar.
"Seite 3"

Das Konstituierende Jahr ist vorüber, Thoregon konnte entstehen. Im Kessel, jener nach wie vor mysteriösen Zone zwischen den Galaxien DaGlausch und Salmenghest, haben sechs Superintelligenzen eine neue Heimat gefunden. Die Koalition Thoregon soll künftig für Frieden und Unabhängigkeit in diesem Bereich des Kosmos stehen.
Eine von diesen sechs Superintelligenzen ist ES. Der uralte Mentor der Menschheit, von dem Perry Rhodan die relative Unsterblichkeit verliehen bekommen hat, begleitete die Terraner durch alle Epochen ihrer Geschichte, durch Höhen und Tiefen, bis hin zur aktuellen Lage in der Milchstraße.
Diese Lage ist alles andere als erfreulich. Die militärischen Spannungen zwischen den Machtblöcken haben nicht abgenommen, seit Perry Rhodan als der Sechste Bote von Thoregon wirkt. Ganz im Gegenteil: Das aggressiv hochgerüstete Kristallimperium scheint seine Macht immer weiter ausdehnen zu wollen.
Was Perry Rhodan auch macht, seine Taten werden Folgen für Milliarden von Wesen nach sich ziehen. Und während sich in der Milchstraße die Situation stark ändert, erfährt der Terraner eine Geschichte, die Millionen von Jahren in die Vergangenheit reicht.
Es ist die Geschichte der Superintelligenz namens ES...

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Sechste Bote von Thoregon will Terra in eine neue Zukunft führen
Ahn-Visperon Der Vojaride besucht die Insel der Schmetterlinge
Bostich Der Herrscher des Kristallimperiums dehnt seine Macht immer weiter aus
Monkey Der Oxtorner ist nicht mit allen Plänen Rhodans einverstanden
Lotho Keraete Der Mann aus Metall erzählt die Geschichte einer Superintelligenz

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Alfred Kelsner   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: In eigener Sache
PR-Kommunikation: Die PR-FanZentrale
Statistiken: Vorwort von Clark Darlton / Vorwort von Klaus N.Frick / Uwe Anton: Rundfahrt durch Terrania / Poster: Die Solare Residenz
Witzrakete:
Leserbriefe: -
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Aktivatorträger    Arkoniden     Hyperraum    KorraVir    Monkey    Paratronschirm    Topsider                                           
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Innenillustrationen

Impressionen - Lotho Keraete und Perry Rhodan
Zeichner:  Alfred Kelsner  
Seite:25
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Illu 1:
Rhodan spürte die belebenden Impulse, die ihn auch jetzt noch aufrecht hielten, nach 58 Stunden ohne Schlaf.
»Wir erreichen das Stadtzentrum«, meldete der Autopilot seines Gleiters.
 
Illu 2:
Eine titanenhafte Silhouette schälte sich aus dem allgegenwärtigen Dunst der Jahreszeit, eine stählerne Orchidee von der Größe eines Raumschiffs. Gegen die Solare Residenz, dominierendes Wunderwerk in einer himmelwärts strebenden Skyline, wirkten die Glasttürme der Hauptstadt wie filigranes Architektenspielzeug.
Der Autopilot steuerte auf einen offen gelegenen Landeplatz im Nordflügel der Residenz zu, zweitausend Meter über den Straßen von Terrania. Im prasselnden Regen stieg er aus, er reckte sein Gesicht in den Himmel und spürte die Tropfen auf Brust und Rücken rinnen, durch den Kragen seines geöffneten Hemdes.

Terrania - Perry Rhodan im Anflug auf die Solare Residenz
Zeichner:  Alfred Kelsner
Seite: 47
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Perry Rhodan ist auf die Erde zurückgekehrt und steht vor den Trümmern des HQ-Hanse. Ein einziger Schuss der Kosmischen Fabrik WAVE hat genügt, den ehemaligen Regierungssitz auszulöschen. Dabei wurden alle Angehörigen des terranischen Kabinets getötet, unter ihnen auch die Erste Terranerin, Paola Daschmagan. Rhodan fasst den Entschluss, in Zukunft sein Schicksal wieder enger mit dem der Terraner zu verknüpfen und für ein Regierungsamt zu kandidieren.
 
Kurz darauf trifft Rhodan auf Maurenzi Curtiz, ehemaliger Botschafter Terras auf Gatas, der ebenfalls für die neue Regierung kandidieren wird. Wohl wissend, das er gegen Rhodan bei der bevorstehenden Wahl keine Chancen hat, trifft Curtiz ein Abkommen mit dem Sechsten Boten Thoregons. Curtiz schlägt vor, die Machtstruktur der LFT zu reformieren und dem Amt des Ersten Terraners mehr repräsentative Aufgaben zu verleihen. Das Amt des LFT Kommissars soll hingegen aufgewertet und mit mehr Machtbefugnisse für die Tagespolitik ausgestattet werden. Curtiz bietet Rhodan ein Bündnis an, das der Sechste Bote nach kurzer Überlegung annimmt. Curtiz gewinnt die Wahl und setzt die neue Regierungsstruktur durch, und ernennt Rhodan zum ersten, Solaren Residenten. Nachdem Rhodan seinen Amtseid abgelegt hat, weißt er Monkey und Homer G. Adams an, das Projekt Camelot aufzulösen und möglichst viele Wissenschaftler für Terra zu gewinnen.
 
Monkey und Homer G.Adams sind offensichtlich nicht von Rhodans neuen Plänen begeistert, sagen aber wiederwillig ihre Unterstützung zu. Was Rhodan nicht weiß, Monkey und Adams haben sich bereits auf einen anderen Plan verständigt. Sie sind nicht bereit Camelot einfach aufzugeben. Auf Camelot angekommen, motiviert Monkey 260000 Cameloter entgegen Rhodans ausdrücklichen Befehl, sich einem neuen Projekt anzuschließen und einen geheimen Standort für die Organisation zu suchen. Die Wahl fällt auf ein historisches Objekt - das verwaiste Quinto-Center. In Anlehnung an die Bedeutung des Quinto-Centers in der Vergangenheit, nennen Monkey und Adams ihr Projekt "Die neue USO". Auf Terra erhält Rhodan Besuch von Lotho Keraete, dem Boten von ES. Völlig überraschend eröffnet der Bote, das es an der Zeit ist Rhodan einige Details aus der Vergangenheit der Superintelligenz zu offenbaren: Die Geschichte von ES: Vor unendlich langer Zeit entdecken Forscher der Vojariden, angeführt von Ahn-Visperon, in einem Nebenarm der Galaxis Ammandul (Milchstraße) einen etwa 1000 Lichtjahre durchmessenden Bereich, in dem absoluter Friede herrscht. Die Zone des Friedens wird von aggressiv, expansiven Rassen gemieden. Im Zentrum dieser Friedenszone liegt ein gelber Stern mit 10 Planeten. Der Dritte Planet ist eine Sauerstoffwelt, bewohnt von primitiven Lebewesen. Wie Ahn-Visperon bald erkennt, zeigt eine hominide Spezies des Planeten ungewöhnliche Fortschritte in der Ausprägung ihrer Intelligenz. Ahn-Visperon kommt zu dem Schluss, das die Primitiven einen unbekannten Förderer haben müssen, der ihrer Entwicklung Nachdruck verleiht. Der unbekannte Förderer offenbart sich Ahn-Visperon als die Geistesmacht ES, die auf dem Dritten Planeten des kleinen Sonnensystems verweilt.
 
ES  bietet Ahn-Visperons Volk an, zu seinen Vertrauten zu werden und folgt den Vojariden zu ihrer Hauptwelt Ambur. Die Vojariden sind über die Bekanntschaft mit der Geistesmacht erfreut und erkennen bald, das die Entität gespalten ist. Zum einen existiert ein Bewusstseinskomplex, der offensichtlich überwiegend negative Eigenschaften vereint - genannt Anti-ES. Dieser Teil von ES zeigt sich kompromisslos, unzugänglich und gefühllos, während ES jenen Teil der Geistesmacht verkörpert, der Güte und Weißheit ausstrahlt. Doch die Vojariden entdecken bald, das es noch eine Dritte Kraft innerhalb der Geistesmacht gibt, die sich als ESTARTU bezeichnet und aus unerfindlichen Gründen als "weiblich" versteht. Die drei Bewusstseinskomponenten stehen oft im Widerstreit und fechten einen unsichtbaren Kampf aus. ES hofft besonders die negative Komponente Anti-ES aus seinem Bewusstseinspool abstoßen zu können, doch dazu muss die Entität die nächste Stufe ihrer Entwicklung meistern und zu einer Superintelligenz werden. Die Vojariden sind dazu ausersehen eine bedeutende Rolle beim nächsten Evolutionsschritt von ES zu spielen, sie werden zu den Geburtshelfern der neuen Superintelligenz. Bei dem Evolutionssprung von ES werden auch die Vojariden von den psionischen Feldern erfasst und verändert. Die verletzlichen Stummelflügler mutieren zu Membranwesen aus fünfdimensional schwingenden Quarz und sind von nun an in der Lage, den Kosmos ohne Hilfsmittel zu bereisen. ES benötigte die Vojariden als Katalysator für seinen Reifeprozess und hat seinen Vertrauten dabei ebenfalls einen Evolutionsschub beschert. Ahn-Visperon fühlt sich fortan zeitlos wie ES und betrachtet sich selbst als seinen Chronisten. Die neu geborene Superintelligenz teilt mit ihren Kräften den nun unbevölkerten Planeten Ambur in zwei Hälften und errichtet auf der flachen Seite der entstandenen Halbkugel ihre neue Residenz, die das Zentrum ihrer neuen Mächtigkeitsballung bilden soll.
 
ES verwandelt die übrige Planetenhälfte in Energie, die benötigt wird, um seine neue Residenz von Laxaron (Fornax) nach Ammandul (Milchstraße) zu befördern. Laxaron bleibt die Galaxis der Nocturnen, die aus den Vojariden hervorgegangen sind. ES bringt seinen Kunstplaneten auf einen Kurs, der ihn in 2 Millionen Jahren durch die große Galaxis führt. Als wichtige Station auf seiner Reise wählt ES jenes Sonnensystem, auf dessen dritten Planeten er einst Asyl gefunden hat.
 
Flottenstützpunkt Troubadour, Gegenwart: Rhodan inspiziert die Stätte eines Massakers. Der terranische Stützpunkt Troubadour ist völlig zerstört und verwüstet, die Besatzung getötet. An den Spuren der Vernichtung erkennen die Experten unter der Leitung von Tautmo Aagenfelt, das offensichtlich das KorraVir gegen den Stützpunkt eingesetzt wurde, welches in Folge sämtliche Syntroniken zerstörte und zur Explosion brachte. Über die Verursacher des Massakers wird offen spekuliert, selbst das Kristallimperium rückt auf die Liste der Verdächtigen. Die politische Situation in der Milchstraße wird zusehends brisanter, denn das Kristallimperium zeigt offen seine Expansionsbestrebungen was selbst für die LFT bedrohliche Formen annimmt.
 
Die Geschichte von ES (2): Die junge Superintelligenz beginnt ihre neue Residenz zu gestalten. ES formt die Landschaften nach dem Vorbild des Dritten Planeten auf dem er einst Asyl fand und erbaut im Zentrum die Maschinenstadt Karbush. Dann, nach einer langen Zeitspanne, erscheint ein Heliote auf Wanderer und wirbt ES für den Beitritt zur Koalition von Thoregon. Der noch immer vorhandene Bewusstseinsanteil von ESTARTU lehnt einen Beitritt ab und verlässt im Zorn das Kollektiv. Von den hemmenden Impulsen ESTARTUS befreit, ist ES nun keinesfalls schwächer sondern freier und vergrößert seinen Aktionsradius. Seine "kleine Schwester" taucht in den tiefen des Alls unter - doch da ist noch immer der dritte, negative Bewusstseinsanteil vorhanden, Anti-ES. Nach einer weiteren Zeitspanne muss sich ES erstmals gegen den Vorstoß einer negativen Superintelligenz schützen. STROWWAN, eine Entität kurz vor der Entwicklung zur Materiesenke, greift mit ihren Horden die Völker der Milchstraße an. ES ringt mehrere Jahrhunderte mit der negativen Entität und geht schließlich als Sieger aus dem Zweikampf hervor. Durch die endgültige Vernichtung STROWWANs kann sich eine positive Superintelligenz in der ehemaligen Mächtigkeitsballung etablieren - Nisaaru.
 
Gegenwart, Terra: Ein seltsames Phänomen greift um sich. Immer mehr Menschen mit Psi-Begabung werden geboren. Telepathen, Teleporter, Telekineten, praktische jede Fassette der bekannten Begabungen tritt plötzlich in hoher Zahl auf. Nachforschungen ergeben, das die neuen Mutanten alle monochrom sehen und einen gemeinsamen Bezug zur terranischen Koloniewelt Horrikos aufweisen. Die plötzliche Mutantenschemme stellt Rhodan und die Regierung vor unerwartete Probleme, doch nicht genug. Durch das Auftreten des KorraVir, werden positronische Schaltelemente plötzlich wieder sehr wichtig und gefragt. Die als veraltet geltenden Bausteine werden nur auf wenigen Welten, in kleinen Produktionsanlagen gefertigt. Um allein den bedarf der terranischen Flotte zu decken müssen die wenigen Produktionsstätten modernisiert und deren Kapazität erhöht werden. Besonderes Augenmerk richtet Rhodan auf die Sieben, technisierten Planeten des Hayok Sternenarchipels. Nachforschungen ergeben bald, das auch das Kristallimperium der Arkoniden aktiv geworden ist und bereits 80% der Produktion für sich vereinnahmt hat. Rhodan verhängt sofort einen Lieferstop und nimmt die Produktionsstätten unter terranische Aufsicht.
 
Die Geschichte von ES (3): Der Unsterbliche von Wanderer lernt nach und nach die Superintelligenzen des späteren Rates von Thoregon kennen. Auch die anderen 5 Superintelligenzen bekommen Besuch von einem Helioten und schließen sich am Ende zu einer Alianz zusammen. Dann, nach langer Zeit, erinnert sich ES an seine Schwester ESTARTU, die sich in 14 Millionen Lichtjahren Entfernung einen eigenen Machtbereich geschaffen hat. Die Superintelligenzen treffen in der Galaxis Etustar aufeinander und ES bietet ESTARTU erneut an, sich an dem Projekt Thoregon zu beteiligen, vergebens. Zurück in der Milchstraße muss ES sich gegen Anti-ES erwehren. Zu lange hatte Es die negativen Bewusstseinskomponenten vernachlässigt, jetzt kam es zur offenen Auseinandersetzung. Schließlich gelingt es ES seinen negativen Gegenpol zu besiegen, aus sich herauszulösen und mit Hilfe der Kosmokraten zu bannen. Es beobachtet in Folge die Entstehung des gewaltigen, lemurischen Sternenreiches, den Krieg gegen die Haluter und die Wiedererstarkung der lemurischen Überlebenden. Aus den Akonen entwickeln sich schließlich die Arkoniden. ES findet die beiden humanoiden Atlan und Perry Rhodan, die für 2 von den Kosmokraten bereitgestellte Zellaktivatoren vorgesehen sind - aber im Hintergrund arbeitet die Superintelligenz konsequent an der Verwirklichung des Thoregon Projektes.
 
Gegenwart, Milchstraße: Das Kristallimperium beginnt damit, sich ehemalige Systeme, die dem Großen Imperium verloren gegangen sind, wieder einzuverleiben. Rhodan beobachtet die Ereignisse mit großer Besorgnis. Imperator Bostich scheint nicht an der Entwicklung einer friedlichen Galaxis interessiert zu sein. Statt dessen vergrößert er konsequent seinen Machtbereich. Es stellt sich heraus, das die Arkoniden tatsächlich über das KorraVir verfügen und es gegen aufkeimenden Wiederstand auch einsetzen. Noch bevor die Terraner etwas dagegen unternehmen können, erscheint Bostich mit 200000 Kampfschiffen und besetzt die Systeme des Hayok-Archipels. Somit befinden sich die wichtigsten Fertigungsanlagen für positronische Chips in den Händen der Arkoniden. Rhodan beschließt mit der ODYSSEUS nach Hoyak aufzubrechen. Am Ziel erwartet ihn bereits ein zu allem entschlossener Imperator, der selbst einen offenen Konflikt nicht zu scheuen scheint. Rhodan kann lediglich erwirken, das die Einwohner der Sieben Systeme freien Abzug erhalten, die Besetzung und Vereinnahmung der Industrieplaneten kann er nicht mehr rückgängig machen.
 
In dieser angespannten Situation erhält Rhodan unverhofft Besuch von Adams und Monkey, die mit dem Taxit Schiff ROXY PRAHA auf Terra landen. Das Handelsschiff hat 4,8 Milliarden positronische Chips geladen! Rhodan erlebt eine Überraschung als ihm die Chips nicht etwa übergeben, sondern zum Kauf angeboten werden. Monkey verlangt für die Schaltelemente 50 500-Meter Raumer der ODIN-Klasse. Rhodan ist sprachlos als er von den Plänen der beiden Freunde erfährt. Die Neue USO wurde gegründet und beginnt sich auf ihre zukünftigen Aufgaben vorzubereiten. Doch der Besuch eröffnet noch mehr Überraschungen! Eine Auswertung der Routine-Scans zeigen bei Monkey erstaunliche Werte. Wie Bully später feststellt, muss Monkey über einen Zellaktivator verfügen, anders lassen sich die Ergebnisse nicht deuten.
 
Im Jahr 1303 NGZ stellt sich die Situation in der Milchstraße wie folgt dar. Es gibt nur noch 3 Machtblöcke in der Galaxis, die Arkoniden, die Terraner und die unabhängigen Bluesvölker. Terra gehören 2482 Systeme an und weitere 1211 gelten als assoziiert. Die Terraner können mit dem Rüstungsschub de Arkoniden längst nicht mehr mithalten und betreiben statt dessen versteckte Forschung, um wenigstens einen technischen Vorsprung zu erhalten. Als erstes Großprojekt bringt Tautmo Aagenfelt den K-Damm zum Abschluss, einer Art Sicherheitsmantel für Großsyntroniken wie Nathan, die gegen das KorraVir schützen soll. Als zweites Projekt arbeiten die Terraner an der sogenannten Aagenfelt-Barriere, die hauptsächlich gegen Raumschiffe wirken soll. Neue Spezialraumschiffe entstehen, unter anderem die Kugelriesen der WÄCHER-Klasse, welche die großen Aagenfelt Projektoren tragen und die Kampfschiffe der ENTDECKER-Klasse.
 
Als Rhodan eines Tages von Aagenfelt in dessen Labor gebeten wird, kommt es zu einem unerwarteten Zwischenfall. Aagenfelt, offenbar nicht Herr seines eigenen Willens, versucht Rhodan zu ermorden. Trim Marath, einer der neuen Mutanten, hat zur gleichen Zeit eine mentale Wahrnehmung. Er spürt das eine Macht namens Morkhero Seelenquell auf die Erde gekommen ist um Rhodan zu töten. Alarmiert versuchen die Mutanten Rhodan zu ereichen, doch der befindet sich bereits im Todeskampf mit Aagenfelt. Als Rhodan den Physiker überwältigen kann, stirbt dieser nach wenigen Sekunden an einem Herzinfarkt. Aagenfelt ist tot und niemand kann ihn mehr ins Leben zurückholen. Nach diesem Zwischenfall berichtet Trim Marath, das Morkhero Seelenquell die Erde wieder verlassen hat.
 
Als letzte Meldung in der Reihe der traurigen Geschehnisse, annektiert Bostich das Orion-Delta System der Topsider. Das Sol-System, welches nur 815 Lichtjahre vom System der Topsider entfernt liegt, befindet sich nun in unmittelbarer Reichweite der arkonidischen Eliteflotte. Rhodan muss erfahren, das zum Zeitpunkt der Invasion Reginald Bull mit einer Handelsdelegation auf Topsid weilt. Jeder Funkkontakt zur Delegation ist seit der Invasion der Arkoniden abgerissen.....

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Drei Wochen lang verharrt die Kosmische Fabrik WAVE wie ein Damoklesschwert im Solsystem. Ramihyn, der Diener der Materie, zeigt sich nicht und lässt nur seine Anwesenheit wirken. Am 2. Mai kommt der überraschende Abzug – WAVE verschwindet definitiv aus der Milchstraße.
 
Niemand innerhalb der LFT weiß, wie die Situation zu bewerten ist, aber LFT-Kommissar Cistolo Khan nimmt die Fäden in die Hände und strebt baldige Neuwahlen an, damit die LFT nicht länger führungslos ist. Perry Rhodan ist nach der Gründung Thoregons nicht länger bereit, das Projekt Camelot aufrechtzuerhalten. Er überträgt Monkey und Homer G. Adams die Aufgabe, den Planeten, der wieder Phönix heißen soll, zu räumen und die halbe Million Cameloter auf ihre Heimatwelten zu entlassen. Dazu sollen die 250 Schiffe der Organisation Taxit genutzt werden. Rhodan selbst fliegt mit Reginald Bull nach Terra, wo er Erster Terraner werden will.
 
Der 87-jährige Maurenzi Curtiz, bislang Botschafter der LFT auf Gatas, kehrt ebenfalls nach Terra zurück, um Erster Terraner zu werden. Es kommt zur Begegnung mit Rhodan, und die beiden schließen ein Bündnis. So wird am 16. Dezember Curtiz mit Zweidrittelmehrheit zum Ersten Terraner gewählt. Er entlässt den von der Bevölkerung Terras inzwischen ungeliebten Khan und setzt Rhodan als Terranischen Residenten ein. Während Curtiz als Staatsoberhaupt tätig ist, wird der Resident die Tagespolitik gestalten, wozu er Residenzminister beruft. Reginald Bull wird als Residenzminister für Ligaverteidigung vereidigt.
 
Ende des Jahres berichtet Lotho Keraete, der Rhodans Haus am Goshun-See bezogen hat, dem Terraner den ersten Ausschnitt aus der langen Geschichte der Superintelligenz ES:
 
Der Planet Jovinhar ist die letzte Bastion des Blauen Blond. Diese zierlichen Humanoiden mit blauer Haut und goldenem Haar sind absolut friedfertig, und doch wurden sie von den Mun-Kriegern als Feinde klassifiziert und angegriffen. Jetzt tötet der Mun-Krieger vierter Klasse Rezzaga den letzten Blauen. Ungläubig verfolgt er danach, wie dem Toten ein Schmetterling entsteigt, immer höher fliegt und dabei größer und durchsichtiger wird. Irgendwann ist die Erscheinung verschwunden, Rezzaga stuft sie als unbedeutend ein. Er kehrt zur Tagesordnung zurück, die mächtigen S-Zentranten können in diesem Sektor die Macht übernehmen.
 
Inzwischen sind 180.000 Cameloter auf ihre Heimatplaneten zurückgekehrt. Die anderen wollen auf Phönix als Kolonisten bleiben. Dass das nicht ganz der Wahrheit entspricht, verschweigen Adams und Monkey der neuen LFT-Regierung. Nur 60.000 Menschen bleiben auf Phönix, der Rest wechselt nach Quinto-Center, wo die Neue USO gegründet wird. Das ehemalige HQ der alten USO wurde zuletzt als Basis von Taxit genutzt. Die Neue USO will im Sinne der LFT agieren.
 
Ebenfalls geschieht im August auf dem LFT-Stützpunkt Troubadour im Grenzgebiet zum Kristallimperium etwas Verheerendes: Ein Angriff mit KorraVir zerstört den Stützpunkt und tötet alle Menschen. Offensichtlich ist das von Perry Rhodan aus DaGlausch nach Camelot mitgebrachte KorraVir gestohlen und weiterentwickelt worden. Als Angreifer werden die Galactic Guardians vermutet, an einen Übergriff durch Arkon mag Rhodan nicht glauben.
 
Zurück auf Terra, stellt der Resident Bull, Curtiz und Tautmo Aagenfelt das Holo-Modell der Solaren Residenz vor. Die 1010 Meter hohe Orchidee aus Stahl und Plastik soll über dem acht Kilometer durchmessenden Residenzpark schweben, wo sich vor einem Jahr noch das HQ-Hanse befand. Im Notfall kann der raumflugfähige Regierungssitz der LFT landen, wobei der Stiel der Orchidee in einem 200 Meter tiefen See wie von einem Futteral aufgenommen wird. Die Residenz soll dem ständigen Publikumsverkehr offenstehen und bekommt wegen der KorraVir-Gefahr mit LAOTSE einen syntronisch-positronischen Hybridrechner.
 
Ab dem Jahr 1293 NGZ gründen sich im Bereich der LFT die Heliotischen Kinder, eine Sekte, die den 6. Boten von Thoregon verehrt. Auf Terra wird die KorraVir-Forschung wichtig, der sich Aagenfelt widmet. Das Streben Bostichs I. nach Macht wird immer bedrohlicher, doch weder Maurenzi noch Rhodan sind bereit, ähnlich wie Arkon aufzurüsten. Allerdings wird die Zahl der NOVA-Raumer erhöht. So kommt Rhodans neues Flaggschiff ODYSSEUS in Dienst, deren Kommandantin die Epsalerin Pearl TenWafer wird.
 
Im Juni 1295 NGZ berichtet Keraete Rhodan nochmals einen Ausschnitt aus der Geschichte von ES:
 
Die Vojariden sind friedfertige Wesen aus der Kleingalaxie Laxaron, 0,55 Millionen Lichtjahre von Ammandul entfernt. Sie besitzen eine durchsichtige Haut und vier Arme mit je sieben Gelenken. Dazu kommen zwei verkümmerte Stummelflügel und ein Multifunktionsorgan im Gesicht. Ahn-Visperon besucht eines Tages eine Forschungsstation auf dem dritten Planeten eines Zehn-Planeten-Systems in Ammandul. Die große Galaxis ist ein riesiges Kriegsgebiet, nur in einem Sektor, in dessen Mittelpunkt das besagte System steht, leben zwölf raumfahrende Völker in Frieden. Darum erweckte das System auch das Interesse der Vojariden und vor allem die Insel der Schmetterlinge. Dort leben auch halbintelligente Affen, wie Gun mit seinen Frauen Ruu und Che sowie den vier Jungen. Es hat für die vojaridischen Forscher den Anschein, als ob die Schmetterlinge die Evolution der Affen beschleunigen. Schließlich hat Ahn-Visperon mentalen Kontakt zu einem jungen, geschwächten Geisteswesen, das sich Wanderer durch Zeit und Raum nennt. Der Wanderer hat in diesem Planetensystem, das von einem mächtigen kosmischen Kraftfeld wie von einem sechsdimensionalen Juwel eingehüllt ist, nach langer Suche endlich eine Heimat gefunden. Der Wanderer wünscht sich die Vojariden als Vertraute, weil sie wie er für den Frieden sind.
 
Entsprechend treten auf der vojaridischen Heimat Ambur in der Sphärischen Kathedrale die Weisen zusammen und beraten das Angebot des Wanderers, dem sie die Bezeichnung ES geben. Die Weisen gehen auf den Wunsch von ES ein, und viele Jahre später, am Ende seines Lebens, geht Ahn-Visperon in ES auf. Er wird zu seinem Boten und fühlt sich als Chronist, der erstmals vom Moralischen Kode und Kosmonukleotiden hört, ebenso von Superintelligenzen – ES steht auf der Vorstufe dazu – die zu Materiequellen werden, hinter denen die Kosmokraten existieren. Ahn-Visperon begreift auch, dass es neben ES noch ESTARTU gibt, die als ältere Schwester bezeichnet werden kann, sowie eine dritte Kraft aus negativen Elementen.
 
Viele Jahre später leitet ein paramentales Vibrieren in Laxaron den Evolutionsschub ein. Dabei werden die Vojariden als Geburtshelfer bzw. Katalysatoren zu Membranwesen, die anfangs in einer Schwarmphase leben, später in der Stockphase, wo sie sich Nocturnen nennen. Ihre Heimatwelt Ambur wird in zwei Hälften geteilt. Eine Hälfte wird zur Heimat von ES, die andere zum energetischen Grundstock der Heimat, die nach Ammandul versetzt wird und dort in eine elliptische Umlaufbahn von zwei Millionen Jahren geht. ES ist zur Superintelligenz geworden, aber das Negativ-Potenzial konnte nicht abgestoßen werden und wird sich weiterentwickeln zu ANTI-ES.
 
Im April 1296 NGZ ist sich Aagenfelt sicher, auf dem richtigen Weg zu sein. Seine Theorien zielen auf einen K-Damm sowie eine Aagenfelt-Barriere durch WÄCHTER-Schiffe. Und im Juli 1297 NGZ berichtet Keraete Rhodan nochmals aus ES' Vergangenheit:
 
Nach dem landschaftlichen Vorbild des dritten Planeten mit der Insel der Schmetterlinge gestaltet ES seine neue Heimat Ambur. Dazu baut die Superintelligenz die Maschinenstadt Karbush. Die Insel heißt inzwischen Talanis und ist die Friedensmission der Völker Ammanduls, wo nach und nach Frieden einkehrt. In diesen Tagen wird auch das Sprichwort geprägt: »Solange die Schmetterlinge von Talanis tanzen, ist der Friede in Ammandul gesichert!«
 
Inzwischen sind vier Millionen Jahre vergangen und ES erhält seltsamen Besuch. Es ist ein Heliote, und er spricht von einem Absoluten Vakuum, das im Bereich zweier kollidierender Galaxien entsteht. In diesem PULS hätten bis zu sechs Superintelligenzen Platz, und der Heliote macht ES das Angebot zur Gründung eines Thoregons. ES ist darüber begeistert, doch seine Schwester ESTARTU ist voller Angst. Sie besitzt im Zusammenhang mit Thoregon ein schreckliches Wissen, das sie jedoch nicht konkretisieren kann, weil sie es aus ihrem Bewusstsein verdrängt hat. Der Heliote zieht wieder ab und lässt ES Zeit, seinen inneren Konflikt zu lösen. Bald kommt es zur Trennung von ESTARTU, die ihre eigene Mächtigkeitsballung gründen will. ES behält nur die negativen Bewusstseine von Anti-ES.
 
Eineinhalb Jahre später, im Januar 1299 NGZ, treffen sich Keraete und Rhodan wiederum in dem Bungalow am Goshun-See. Der Bote von ES hat weitere Fakten aus der Vergangenheit von ES parat:
 
Nach dem Fortgang des Helioten bleibt für ES keine Zeit, seinen Konflikt zu lösen, denn die negative Superintelligenz STROWWAN greift nach seiner Mächtigkeitsballung unter Zuhilfenahme der strowwanischen Scharen. Der Bote von ES erscheint auf Talanis, wo es symbolträchtigerweise zu einer Raupenplage bei den Schmetterlingen gekommen ist. Dies erklärt er den nur noch wenigen Diplomaten, wie dem Jiropten Ja Pi Nur-An Ta Res. Die Superintelligenz selbst hat lange Zeit ein gefährliches Doppelspiel getrieben, denn nur vermeintlich ist sie im Sinne der kosmokratischen Ordnung tätig. Tatsächlich hat ES große Zweifel und wird von der Polarisierung des Universums in Chaos und Ordnung zutiefst abgestoßen.
 
Wie durch einen Spiegel lässt ES es zum strowwanischen Paradoxon kommen. Während die negative Superintelligenz vermeint, sich in eine Materiesenke zu verwandeln, verzehrt sie sich selbst. Durch ihren Tod kommt es weiterhin zur Geburt der Superintelligenz Nisaaru, die Partnerin von ES werden sollte!
 
Im Laufe des Jahres 1299 NGZ wird die Solare Residenz mit LAOTSE eingeweiht. Im öffentlichen Restaurant »Marco Polo« diskutieren Rhodan und Bull über die Heliotischen Kinder und die Monochrom-Mutanten, die vermehrt im Bereich der LFT auftauchen. Sie stammen alle ursprünglich von dem Planeten Horrikos, wo auch Mondra Diamond geboren wurde. Dorthin wurden in der Monos-Ära die Opfer eines Zuchtprogramms abgeschoben, das die Schaffung einer Rasse von Supermutanten zum Ziel hatte. Aus konkreten Anlässen und aus einer unbestimmten Ablehnung heraus wird in der Öffentlichkeit Front gegen die Mutanten gemacht. Zurzeit sollen auf den LFT-Welten bis zu 30.000 Mutanten leben, es wird sogar mit einer Gesamtzahl von bis zu 80.000 gerechnet. Insgeheim befürchtet der Resident, auch sein Sohn Delorian, der inzwischen acht Jahre alt sein müsste, könne ein Monochrom-Mutant sein. Anschließend trifft sich Rhodan mit der Kosmo-Psychologin Moharion Mawrey, die aufgrund ihres Buckels selbst eine Außenseiterin ist. Sie ist bereit, Residenzministerin für Mutantenfragen zu werden.
 
Unterdessen rückt die Umrüstung von Syntroniken auf Positroniken in den Vordergrund. Der Handel mit P-Chips stagniert seit langer Zeit, nur noch auf Olymp und den sieben bewohnten Planeten im Hayok-Sternenarchipel werden sie produziert. Hayok ist ein bislang unbedeutender Sektor und steht in einer Entfernung von 9220 Lichtjahren zu Sol. Der Archipel besteht aus 128 Sternen, fast alle mit giftigen Planeten.
 
Mawrey hat vorerst wenig Erfolg. Erst als aus den Antipsi-Reflektornetzen die PsIso-Netze werden, die für fünf Galax zum Kauf angeboten werden, beruhigt sich die Bevölkerung, die die Netze wie verrückt kauft. Weiterhin betreibt die Ministerin die Gründung von Mutantenschulen. Innerhalb der folgenden zwei Jahre sollen auf Terra 100 und im Bereich der LFT weitere 900 Schulen gegründet werden. Mawrey selbst wird Direktorin der Mutantenschule »Fellmer Lloyd« im Westen Terranias. Dort lebt auch der junge Trim Marath, der von Yorname stammt. Er hat den bislang höchsten Psi-Wert, jedoch keine konkrete Paragabe. Marath bricht am 2. Oktober zusammen und erklärt später, er habe die Geburt von Morkhero Seelenquell erlebt, einem absolut bösartigen Wesen. Im Februar hört Rhodan von Keraete erneut etwas aus der Vergangenheit von ES:
 
Auf Ambur kommt es zum Treffen zwischen dem Boten von ES und Sirku, dem Bewusstseinssplitter der Superintelligenz Nisaaru. Sirku teilt mit, dass Nisaaru Thoregon beitreten wird, ebenso wie die Superintelligenz Wechselbalg. Wenig später erfüllt ES Ahn-Visperons sehnlichsten Wunsch und entlässt ihn aus seinem Bewusstseinspool. Der Vojaride wird Bestandteil des ältesten Nocturnenstocks, des Weisen von Laxaron, der schon zehn Millionen Jahre alt ist. ES macht anschließend eine Rundreise in die Galaxien Plantagoo zu Wechselbalg und Gorhoon zum Stern von Baikolt. Es folgt ein Besuch seiner Schwester ESTARTU auf Etustar, die immer noch angewidert von Thoregon ist. ES selbst wird Thoregon beitreten, obwohl unlängst erst der Kosmokrat Tiryk zwei neutrale Zellaktivatoren übergab, dessen Zweck ES jedoch noch nicht kennt!
 
Im März kommt es bei Keuterols Stern zu einer Raumschlacht zwischen der 9. Imperiumsflotte und der ARK'IMPERION gegen die Flotte des Ark'Tussan, eines Zusammenschlusses von 800 arkonidischen Kolonien. Durch KorraVir lässt Bostich I. die 20.000 Schiffe des Gegners vernichten, anschließend unterstellen sich die Planeten des Ark'Tussan dem Gos'Tussan.
 
Am 11. Juni betreibt Bostich I. die Annexion des Hayok-Sternenarchipels. Der Tai Moas zieht dort mit 200.000 Schiffen auf und spricht von uralten arkonidischen Besitzansprüchen, die es tatsächlich auch gegeben hat. Rhodan erscheint mit seinem Flaggschiff ODYSSEUS und verlangt den freien Abzug all jener Kolonisten, die nicht unter Arkons Herrschaft leben möchten. Der Resident unterstreicht sein Ansinnen durch die Drohung, die P-Chip-Fabriken zu sprengen, die durch den TLD vermint worden seien. Der Imperator gibt klein bei, aber ab 1. Juli gehört Hayok offiziell zum Kristallimperium.
 
Einige Tage später erfährt die LFT-Führung von Adams und Monkey, die mit der ROXY PRAHA auf Terra landen, von der Gründung der Neuen USO. Der Oxtorner bietet die Lieferung von P-Chips an, die die Neue USO seit Jahren hortet. Dies soll im Tausch gegen 50 ODIN-Raumer geschehen. Außerdem möchte die Neue USO die alten Camelot-Büros nutzen. Rhodan willigt ein. Routinemäßige Abtastungen der Besucher ergeben, dass Monkey einen Zellaktivator-Chip trägt.
 
Aufgrund der immer stärker werdenden Bedrohung durch das Kristallimperium wächst die LFT bis 1303 NGZ auf 2482 Systeme. Dazu kommen 1211 assoziierte Systeme. Die beiden Großsyntroniken NATHAN auf Luna und FÜRST ROGER auf Olymp erhalten zum Schutz den K-Damm. Es ist eine Kombination aus mehreren 5-D-Schutzfeldern und Schwingquarzschichten. Die Kommunikation läuft über die K-Filter. Des Weiteren nehmen die ersten WÄCHTER-Schiffe ihren Dienst auf. Vier Schiffe dieser 800-Meter-Klasse können gemeinsam eine 5-D-Wellenfront erzeugen, die mit Überlichttriebwerken der Kategorien Transition, Linear und Metagrav interferieren und entsprechend aus dem ÜL-Flug reißen. Aber sechs Geschwader sind für den Schutz eines Systems notwendig und es gibt vorerst nur 24 Geschwader.
 
Am 15. April werden auf Luna die ersten acht Schiffe der neuen ENTDECKER-Klasse in Dienst gestellt, mit 1800 Meter Durchmesser die größten Schiffe in der Milchstraße. Eines davon ist die LEIF ERIKSSON, Rhodans neues Flaggschiff.
 
Anfang Mai erfährt Rhodan den vorläufigen Abschluss der Geschichte der Superintelligenz ES:
 
Weitere vier Millionen Jahre vergehen. Anti-ES wird mithilfe der Kosmokraten von ES getrennt, die trotz allem an Thoregon festhalten will. Viel später sollte es noch zur Entscheidung zwischen ES und Anti-ES kommen, die mit der Verbannung Anti-ES’ in die Namenlose Zone enden sollte. Die Horden von Garbesch verheeren Ammandul, ebenso wie das Suprahet. Ein Sternenschwarm zieht durch Ammandul, und ES sucht nach den vorbestimmten Trägern für die zwei Zellaktivatoren, die letztlich gefunden werden.
 
 
Eines Nachts spürt Marath erneut die Nähe Seelenquells und informiert Startac Schroeder und Mawrey. Der 17-Jährige befürchtet ein Attentat auf Rhodan, doch als die Ministerin die Solare Residenz unterrichtet, ist es schon geschehen. Aagenfelt, allem Anschein unter Zwang, versucht den Residenten zu töten. Als es ihm nicht gelingt, stirbt der Wissenschaftler an einem Herzinfarkt.
 
Am 5. Mai begrüßt Curtiz Rhodan mit einer weiteren Hiobsbotschaft: Die 17. Arkonflotte aus 38.000 Einheiten hat Orion-Delta, die Enklave der Topsider im Gebiet der LFT, annektiert. Ausgerechnet dort befindet sich zu der Zeit Bull auf diplomatischer Mission. Während sechs Superintelligenzen im PULS von DaGlausch an eine glorreiche Zukunft glauben, deutet sich in der Milchstraße vielmehr an, dass die Prognosen des Kosmokraten Hismoom sich bewahrheiten.

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Kommentar / Computer

In eigener Sache

Es ist langjährige Tradition, daß die PERRY RHODAN-Computer der Doppelnull-Jubiläumsbände solche »In eigener Sache« sind, und so gestatte ich mir, auch bei diesem außergewöhnlichen Jubelband ein paar persönliche Anmerkungen zu machen. Zur Zeit, da ich diese Zeilen schreibe, ist der leider viel zu frühe Tod Wolfpeter Ritters etwa ein Dreivierteljahr her, ein ansehnlicher Ausdruckstapel von mir verfaßter PERRY RHODAN-Computer (kurz PRC) hat sich angesammelt, und so langsam, denke ich, bekomme ich das richtige Gefühl für die Gestaltung der Texte. Höre ich da den Zwischenruf: »Lange Leitung«? Gemach, Freunde; was auf den ersten Blick vielleicht ganz einfach erscheint - ein Seitchen pro Heft, ist doch 'n Klacks -, offenbart recht schnell seine Tücken in vielerlei Hinsicht. Beispiel: Ich war lange genug »nur« Fan und kenne also durchaus gewisse Lesegewohnheiten - weil es auch meine eigenen waren. Heißt mit anderen Worten: zuerst der Blick in den PRC, dann erst den eigentlichen Romantext durchschmökern. Und damit sind wir mitten im Thema:
 
»Teufel noch mal, hat der Kerl schon wieder alles verraten und die Spannung verdorben...«
 
Tja, das ist schon ein Problem, nicht wahr? Bei der Auswahl bemühe ich mich zwar, einerseits die Abwechslung zu berücksichtigen, also rhodanspezifische Fakten und die zum Teil damit verbundene Technik, allgemeinere Informationen, Spekulationen, die Euch mitunter auf falsche Fährten zu locken versuchen und so weiter. Andererseits versuche ich natürlich auch, hierbei spannungverderbende Texte zu vermeiden, so daß möglichst wenig von der Handlung verraten wird. Leider ist es nicht immer und in jedem Fall zu realisieren, denn ein interessantes Reflektieren und Spekulieren läßt sich ohne Rückgriff auf den Romaninhalt schwerlich meistern. Und ein um eine Woche verschobener Ansatz, wie ihn Kurt Mahr zeitweise versucht hatte, befriedigt ebenfalls nicht so richtig, erst recht beim Wechsel zu einer anderen Handlungsebene. Wobei hier natürlich die Frage an Euch geht: Wärt Ihr mit einem Erscheinungsmodus zufrieden, bei dem der PRC jeweils auf das im vorhergehenden Heft Geschilderte eingeht?
 
Ansonsten dürft Ihr Euch auch in Zukunft das eine oder andere Mal »ärgern«, weil der Castor mal wieder zuviel verraten hat. Oder... hm, sollte ich bei solchen PRCs vielleicht eine »Warnung« voransetzen - also den Hinweis darauf, daß das Weiterlesen einem unter Umständen den Spaß verdirbt? Wer dennoch weiterliest, wäre also selbst schuld... Deshalb die Frage an Euch alle: Was haltet Ihr von einer solchen Kompromißlösung ? Überhaupt Resonanz: Wie gefallen Euch die behandelten Themen und ihr Mischungsverhältnis untereinander? Zuviel »Technobabbele« oder zu wenig? Zuviel Spekulation oder zu wenig? Mehr oder weniger zu »Randthemen« wie beispielsweise zu Religion, Folter oder Wirtschaft? Gibt es besondere Wünsche, Vorschläge, vernichtende Kritik - was auch immer? Laßt es mich (weiterhin) wissen, denn nur wenn ich es erfahre, kann ich es ändern. Schon jetzt sei aber darauf hingewiesen, daß aus den eingehenden Meinungen ein »Mittelwert« gebildet werden muß - allem und jedem kann ich es nicht recht machen. Abgesehen davon, daß auch mal zu überlegen wäre, ob ich das überhaupt will; schließlich regt ein gewisser Polarisationseffekt zur Diskussion an, und manchmal muß man dann schon ein bißchen »provozieren«, im Roman ebenso wie beim PRC... Eine recht interessante Anregung gab es beispielsweise, und auf sie möchte ich auch deshalb an dieser Stelle eingehen, weil sie leider nicht umgesetzt wird:
 
Es dreht sich um den »Apropos«-Absatz am jeweiligen PRC-Ende, quasi der Countdown hin zum 2000. PERRY RHODAN-Roman, der, welch ein Zufall, kurz vor Beginn des Jahres 2000 erscheint. Der Vorschlag lief darauf hinaus, mit Band 2000 die Apropos-Absätze nicht zu beenden, sondern fortzusetzen, um einerseits schon vorhandene Daten der Serie aufzugreifen, andererseits aber auch für die jeweiligen Jahre (2001, 2002 ff.) passend zu ergänzen. Hierzu gibt es zwei maßgebliche Dinge zu sagen: So wie der »Countdown« von Peter Terrid geplant und begonnen und von mir selbstverständlich fortgesetzt wurde, bezog er sich auf das reale Geschehen des ausgehenden Jahrhunderts. Schon von dieser Seite her ist also Schluß, weil wir die Gegenwart erreicht haben. Zweitens würde ein Umschwenken auf den RHODAN-Kosmos gewisse Probleme mit sich bringen, ist die Zeit von 2000ff. doch nicht unbedingt mit vielen »kanonischen« Begebenheiten gesegnet, so daß unweigerlich ergänzt und - mitunter mit viel Aufwand - nachrecherchiert werden müßte. Andere Jahre (z.B. ab 2040) sind dagegen mit zahlreichen Daten bestückt, so daß sich damit problemlos ein ganzer PRC-Text füllen ließe. Ganz abgesehen davon, daß beispielsweise erst bei Band 2100 auch die Ereignisse des dritten Zyklus Berücksichtigung fänden... Nein, so leid es mir tut, aber ein solches Vorhaben gehört meiner Meinung nach nicht in den Computer , sondern ist ein - ohne Zweifel äußerst reizvolles - Projekt auf ganz anderer Ebene! Ein Projekt, daß es überdies schon auf Fan-Ebene mit der »Jahrmillionenchronik« von Heiko Langhans gibt. Rückblickend auf den Stapel PRCs, für die ich verantwortlich zeichnete (andere mögen jetzt etwas von »verbrochen« murmeln...), kann ich sagen, daß es weiterhin großen Spaß macht, Euch Woche für Woche auf diese Weise zu begleiten, daß von Ermüdungs- oder Abnutzungserscheinungen nichts zu bemerken ist, und daß das Herangehen an jedes neue Thema stets von neuem Reiz ist. Ganz zu schweigen von dem Stolz, verbunden mit Dankbarkeit, gerade jetzt mit dabeizusein ! In diesem Sinne: Überschreiten wir gemeinsam die 2000er-Schwelle.
 
Ach ja -apropos 2000: Da schaun mer mal, und lassen uns überraschen...
 
Ad Astra!

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Mit einem Schlag hat sich die militärische Lage in der Milchstraße zuungunsten der Erde verändert: Die Flotte des Kristallimperiums hat sich im Orion-Delta-System eingenistet - nur wenige hundert Lichtjahre von der Erde entfernt.
 
Eine viel größere Gefahr, von der man bislang aber noch nichts ahnen kann, scheint sich jedoch in Morkhero Seelenquell zu manifestieren. Was sich hinter dieser Geistesmacht verbirgt, wissen nicht einmal die Experten der Terraner. Wissen kann es vielleicht irgendwann ein junger Mensch...
 
Dessen Geschichte erzählt Ernst Vlcek im PERRY RHODAN-Heft der nächsten Woche. Sein Roman erscheint unter dem Titel:
 
ODYSSEE EINES MUTANTEN

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