Nummer: 1972 Erschienen: 08.06.1999   Kalenderwoche: 23 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Die Kosmische Fabrik
Angriff auf MATERIA - Perry Rhodan geht aufs Ganze
Arndt Ellmer

Zyklus:  

30 - MATERIA - Hefte: 1950 - 1999 - Handlungszeit: August 1290 - Mai 1291 NGZ (4877 - 4878 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Zentrumssektor   Gorkan-System            
Zeitraum: Januar 1291 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 91972
Ausstattung:  Report Nr.305 mit Datenblatt
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Im Frühjahr 1291 Neuer Galaktischer Zeitrechnung strebt ein großer Konflikt seinem Höhepunkt entgegen: Auf der einen Seite kämpft die Koalition Thoregon, die sich für den Frieden und die Freiheit des einzelnen im Kosmos einsetzt, auf der anderen Seite wirkt ein Wesen namens Shabazza mit all seinen Mitteln, hinter dem bisher unbekannte Mächte agieren.
 
Das Ziel dieser Mächte ist die Zerstörung Thoregons - und diese Zerstörung will Perry Rhodan verhindern. DerTerraner, seit einiger Zeit als Sechster Bote von Thoregon in Amt und Würden, weiß, daß die Terraner und ihre Verbündeten dabei in verschiedenen Bereichen des Kosmos aktiv werden müssen.
 
Während in der Galaxis Chearth die GILGAMESCH unter dem Kommando des Arkoniden Atian operiert, um die Völker dieser Sterneninsel sowohl gegen die Invasion der Algiotischen Wanderer als auch gegen die Guan a Var zu verteidigen, sehen sich in der Galaxis DaGlausch die Menschen von Alashan einer neuen Gefahr ausgesetzt: Die komplette Sterneninsel wird in absehbarer Zeit von einem sogenannten Superbeben vernichtet werden.
 
Immerhin haben sich bereits zwei Superintelligenzen bei Alashan eingefunden, die in einer bisher ungeklärten Verbindung zueinander zu stehen scheinen. Das könnte neue Hoffnung für die junge Nation Alashan bedeuten.
 
Um eine bisher unbekannte Superintelligenz geht es auch in der Milchstraße. Die Kosmische Fabrik MATERIA bedroht im Zentrum der Menschheitsgalaxis eine Superintelligenz - zugleich ist MATERIA die wichtigste Bastion jener Kräfte, die gegen Thoregon kämpfen. Deshalb sucht Perry Rhodan die Entscheidung am Schwarzen Loch.
 
Der Terraner mobilisiert die SOL und ihre Besatzung gegen DIE KOSMISCHE FABRIK…

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Sechste Bote von Thoregon will einer unbekannten Superintelligenz helfen
Monkey Der Oxtorner will an einem Kommandounternehmen teilnehmen
Tautmo Aagenfelt Der Hyperphysiker will eine Geheimwaffe testen lassen
Gucky Der Mausbiber will "durch" eine Carit-Wand teleportieren
Blo Rakane Der Haluter will technische Kenntnisse erwerben
Ryschantal Der Solmothe will den drohenden Krieg verhindern
Purrn Der Solmothe will den drohenden Krieg verhindern

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Alfred Kelsner   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Semi-Manifestation I
PR-Kommunikation: PR-Sammelkartenspiel - Turnier in Graz
Statistiken:
Witzrakete: Ulrich Magin: PR-Fans privat (im Report)
Leserbriefe: Diana Schreyer / Peter Bode / Tobias Funke / Heinz Krzyzaniak / Alfred Heyer / Heiko Läßiger / Felix Neubauer / Sebastian Thiele / Rüdiger Skowron / Otto Burgdorf / Michael Kapelinski / Eric Wolf
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Arkonbombe    Gravitationsbombe     Hypertakt-Modus    Hypertakt-Triebwerk    Hypertakt-Vakuole    Kaserne    Neptun IV    Rejka, Marga    SYZZEL    Taurec    THOREGON VI                           
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal
Journaldaten: Nr.: / Seite:
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Journaltitel:
Journalnews:

Clubnachrichten
Clubdaten: Nr.: / Seiten:
Clubgrafik:
Nachrichten:
Fanzines:
Magazine:
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Internet:
Veranstaltungen:
Sonstiges:

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nr.: 305 - Seiten: 11 - Cartoon: Rüsselmops - der Außerirdische (Folge 179) / Ulrich Magin: PR-Fans privat
Reporttitel: Report-Intro (Hubert Haensel) / Klaus N.Frick: Perry Rhodan in Frankreich / Bernhard Kletzenbauer: Leser schreiben / Klaus N.Frick: 2000 und darüber hinaus / Gerhard Börnsen: Das Äon-Team e.V. / Gerhard Börnsen: Äon - eine Kultsendung erobert den Bildschirm
Reportgrafik: Robert Straumann: 1999 n.Chr. - 1290 NGZ
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau: Verlagspublikationen Juli 1999
Reportriss: Oliver Johanndrees : Terranische Raumschiffe - Schwalbenschwanz-Jäger ST-6B

Innenillustrationen

PICCOLO - Beschuß
Zeichner:  Alfred Kelsner  
Seite:39
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Die PICCOLO überschlug sich in rasendem Tempo. Wenn sie mit einem der Wracks in der Nähe kollidierte, war alles aus. Dann nützen auch die Traktorprojektoren der HOSTS nichts mehr, die sie im Notfall aus der Gefahrenzone ziehen sollten.


Zeichner:  
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Inhaltsangabe

Die SOL hat den Bereich um das Zentrums Black-Hole der Milchstraße erreicht. Von MATERIA fehlt zunächst jede Spur. Die Kosmische Fabrik muß sich hinter dem Ereignishorizont verborgen halten und Jagd auf die unbekannte Superintelligenz machen, die sich im Schwarzen Loch versteckt hält. Rhodan, der noch immer die schmerzliche Ab sage des Galaktikums verdaut, ist dennoch entschlossen gegen MATERIA vorzugehen. Dabei stehen die Chancen ungleichmäßig verteilt. MATERIA ist ein Erzeugnis aus Kosmokraten Technologie, eine Technologie, der Rhodans Flaggschiff wenig entgegenzusetzen hat.
Während die Besatzung der SOL nach MATERIA Ausschau hält, wagt Gucky ein Experiment. Der Ilt versucht eine Teleportation durch Carit. Schon sekundenbruchteile nach dem Absprung wird klar, das Carit nicht von Teleportern durchdrungen werden kann. Der Mausbiber landet unsanft vor der CARIT-Wand auf dem Boden und hat seine Lektion gelernt. Ein direkter Angriff MATERIAs durch Teleporter scheidet somit aus.
 
Während viele Lichtjahre entfernt die beiden Solomothen Ryschantal und Purm die Nachrichten über die SOL und MATERIA mit großer Sorge verfolgen und mit der PERLAMARIN V zum Zentrum aufbrechen, bahnt sich am Zentrums Black-Hole eine erste Begegnung an. Völlig unversehens taucht die kosmische Fabrik aus dem Ereignishorizont des Black-Holes auf. Als MATERIA über dem Ereignishorizont erscheint, löst sie eine Hyperschockwelle aus und taucht kurz darauf wieder in das Black-Hole ein. Als die kosmische Fabrik nach einigen Sekunden wieder erscheint und sich der Vorgang wiederholt, erkennen die Terraner was MATERIA mit den Manövern bezweckt. Die kosmische Fabrik verwendet die Hyperschockwellen als eine Art Echolot. Dort wo sie reflektiert und als Echo zurückgeworfen werden, muß sich die gesuchte Superintelligenz aufhalten. Als MATERIA völlig abrupt ihre Manöver unterbricht und starke Taststrahlen die SOL treffen, wird die Situation ernst. Rhodan muß mit der SOL ein Gewaltmanöver durchführen um sich MATERIA zu entziehen. Erstaunlicherweise läßt die kosmische Fabrik von Rhodans Schiff ab und wendet sich sofort wieder ihrer Suche hinter dem Ergeignishorizont des Zentrums Black-Holes zu. Auch wenn die SOL nochmals entkommen kann, wird jedem klar, daß ohne weitere Hilfe kaum eine ernstzunehmende Wirkung gegen MATERIA erzielt werden kann.
 
Die ersehnte Hilfe erscheint völlig unerwartet in Form einer High-Tech Flotte der LFT. Immerhin 126 Einheiten hat Cistolo Khan aufgeboten um Rhodan zu unterstützen. Die II. LFT Experimentalflotte verfügt über 120 Einheiten mit 200 Metern Durchmesser und 6 Raumern mit einer Kugelzelle von stolzen 500 Metern. Kommandant des Verbandes ist Rudo K'Renzier, der von der LFT Führung den Auftrag erhalten hat, Rhodan jede nur erdenkliche Unterstützung zukommen zu lassen, ohne seine Mission groß Publik zu machen. Bei der Flotte handelt es sich um eine hochgerüstete Robotflotte, die nach dem HOST-REMOTE Prinzip arbeitet. Dabei übernehmen die 6 500 Meter Raumer die syntronische Steuerung der 120, hochgerüsteten Kampfkreuzer die vereint immerhin über 1512 Transformkanonen verfügen.
 
Als Rhodan beginnt einen Einsatzplan gegen MATERIA auszuarbeiten, taucht das Schiff der Solomothen auf und nimmt direkten Kurs auf die kosmische Fabrik. In Funksprüchen bitten die beiden Solomothen Ryschantal und Purm um Verständigung. Die sicherlich gute Absicht der Solomothen wird jedoch von den Machthabern auf MATERIA ignoriert und die PERLAMARIN ohne Warnung vernichtet. Die beiden Solomothen finden dabei den Tod. Rhodan muß den Untergang der Solomothen erschüttert und hilflos mit ansehen.
 
Nach Abwägung aller Fakten, bleibt den Terranern nur eine Möglichkeit. Mit einem tollkühnen Kommandounternehmen wagen Monkey, Blo Rakane und Gucky den Versuch in die kosmische Fabrik einzudringen. Während II. Experimentalflotte der LFT MATERIA in eine gigantische Raumschlacht verwickelt, bei der die LFT Flotte fast vollständig aufgerieben wird, gelingt es dem Einsatzteam sich an Bord einer kleinen Space-Jet unbemerkt MATERIA zu nähern. Die letzte Distanz überwinden die 3 mit Hilfe einer Teleportation, die sie auf die Oberfläche der kosmischen Fabrik versetzt. Jetzt gilt es einen Weg ins Innere zu finden, bevor MATERIA sich wieder hinter den Ereignishorizont zurückzieht.

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Reginald Bull hat seinem Freund Perry Rhodan über die Enttäuschung im Galaktikum hinweg geholfen. Sie sind mit der THOREGON SECHS zum Zentrums-Black-Hole zurückgekehrt. Dort beginnt die Suche nach der Kosmischen Fabrik MATERIA. In seinem Übermut versucht Gucky, durch eine Wand aus Carit zu teleportieren; er scheitert kläglich und wird bewusstlos.
 
Die Wissenschaftler stellen schließlich fest, dass MATERIA regelmäßig für 9,554 Sekunden hinter dem Ereignishorizont verschwindet. Sowohl beim Eintauchen als auch bei der Rückkehr aus der Singularität löst die Fabrik Hyperschockwellen aus, deren Echos sicherlich ES ausfindig machen sollen.
 
Überraschend nähert sich MATERIA der SOL, und Rhodan lässt das Feuer eröffnen. Die Kosmische Fabrik wehrt den Angriff durch ihre überlegene Technik mühelos ab. Blo Rakane prägt hierfür den Begriff punktorientierte Selektiv-Defensive (POSD). Es ist eine Art Grigoroff-Schicht, in der sich gezielt Löcher bilden und durch die das feindliche Feuer in den Hyperraum abgeleitet wird.
 
Die SOL kann dem Zugriff MATERIAS entkommen und empfängt kurz darauf einen Funkspruch, dem nachgegangen wird. Das Raumschiff fliegt den 1050 Lichtjahre entfernten Gevari-Nebel an, den nur Monkey kennt. Der Nebel liegt zehn Lichtjahre vom vormaligen TLD-Stützpunkt Pharos XII entfernt, den der Oxtorner während eines Einsatzes vor Jahren zerstören musste.
 
Vor dem Nebel erwarten Einheiten der 2. LFT-Experimentalflotte die THOREGON SECHS. Die Schiffe unter Führung der RIO TOCA wurden inoffiziell durch Paola Daschmagan und Cistolo Khan auf den Weg gebracht und sollen Rhodan unterstützen. Sie stehen unter dem Kommando von Rudo K'Renzer, bei dessen Anblick Bull an den legendären Don Redhorse denken muss. Es handelt sich um 120 unbemannte Kreuzer von 200 Metern Durchmesser, die von sechs 500 Meter durchmessenden Schlachtkreuzern ferngesteuert werden, das so genannte HOST-REMOTE-Prinzip.
 
Unterdessen hat Marga Rejka im Gorkan-System auf Zyan die Solmothen über Rhodans Pläne informiert. Während eines Tanzes beschließen diese, zwischen der Kosmischen Fabrik und dem Sechsten Boten von Thoregon friedlich zu vermitteln. Entsprechend starten die Solmothin Ryschantal und ihr Gefährte Purrn mit der PERLAMARIN V ins galaktische Zentrum.
 
Als die Solmothen eintreffen, reagiert Rhodan ablehnend, denn er hält den geplanten Kontaktversuch für zu gefährlich. Doch die Solmothen bleiben standhaft und funken MATERIA an. Dabei rufen sie nach Torr Samaho, Cairol II und Shabazza, denn wer dort weilt, ist nicht bekannt. Doch die Solmothen bezahlen ihr friedvolles Ansinnen mit dem Leben, die PERLAMARIN V wird vernichtet.
 
Aufgrund einer Idee des weißen Haluters und Tautmo Aagenfelts startet am 18. Januar 1291 NGZ eine Space-Jet von der SOL, die gleichzeitig mit der LFT-Flotte MATERIA angreift. An Bord der Jet befinden sich der noch immer geschwächte Gucky, Monkey und Rakane. Zusätzlich wird in Funksprüchen auf eine Geheimwaffe hingewiesen, den Exekutiv-Destruktivator.
 
Während die Jet schnell eine Havarie simuliert, stecken die drei Personen in Überlebenskugeln aus Ynkelonium-Terkonit. In der Zeit vernichtet die Kosmische Fabrik in schneller Folge die meisten HOST-Schiffe, aber auch vier REMOTE-Einheiten. Dann dringt die Jet in eine 100 Kilometer messende Ruhezone ein, die MATERIA vor den Schockwellen der Akkretionsscheibe schützt. Nun teleportiert Gucky mit seinen beiden Begleitern erfolgreich zu einem der Türme MATERIAS, die sich anschickt, erneut hinter dem Ereignishorizont zu verschwinden. Der Ilt verliert nach dem Sprung wieder das Bewusstsein, ihre Jet vergeht.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Semi-Manifestation I

Jedes Volk, das im Zuge der hyperphysikalischen Forschung mit Transitions-Strukturfeldern experimentiert, stößt nahezu zwangsläufig auf ein bemerkenswertes Phänomen, von dem sich eine ganze Untergruppe der sogenannten Transitions-Technologie ableitet: Während vollständig geschlossene Strukturfelder im allgemeinen zur tatsächlichen Transition führen, also zu einer Entstofflichung mit anschließender Rematerialisierung, bewirken unvollständig geschlossene Strukturfelder innerhalb ihres Wirkungsbereichs das Entstehen einer Mischzone zwischen konventioneller und übergeordneter Struktur, verbunden mit dem Effekt, daß Wechselwirkungen des Standarduniversums bis zu einem gewissen Grad »verdrängt« und somit (nahezu) nicht wirksam werden. Häufig spricht man deshalb von »separaten Raumzeitnischen« oder »beruhigten Zonen«; umschrieben wird das Phänomen an sich als Semi-Transition oder Semi-Manifestation: lateinisch semi = »halb, teilweise«; lateinisch manifestus = eigentlich »handgreiflich machen«, zu manus »Hand«.
 
Bei den Terranern wird Manifestation deshalb im Gegensatz zu Materialisation dann verwendet, wenn es sich um eine »ganzheitliche Verkörperung« dreht, die auch »unstoffliche Qualitäten« einschließt. Vor allem drei Hauptkomponenten sind mit der Anwendung von Semi-Manifestation verbunden, nämlich Andruckabsorption (Trägheitsdämpfung), Schwerkraftsimulation (künstliche Gravitation) und Aufhebung der Schwerkraft (Antigravitation). Ihr kombinierter Einsatz ist einerseits für jede moderne Raumfahrt unabdingbar, andererseits kommen sie durch ihre weite Verbreitung ohne Rücksicht auf die Kenntnis der exakten Wirkungsmechanismen zum Einsatz. Unter dem Strich ergibt sich deshalb ein pragmatischer Gewöhnungseffekt, der dem der Menschen des ausgehenden 20. Jahrhunderts zum »Strom« gleichkam, sprich der elektrischen Energie und ihrer Nutzung: Einsatzmöglichkeiten und Geräte des täglichen Lebens waren Legion, tieferes Verständnis und Detailkenntnis dagegen auf einen kleinen Expertenkreis beschränkt - für den Rest kam »Strom aus der Steckdose« ... Feldstrukturen, bei denen der Grad der Entrückung zwar kontinuierlich Richtung »endgültigem Entmaterialisationspunkt« gesteigert werden muß, sich diesem aber nur asymptotisch annähern darf (weil mit vollständiger Schließung des Feldes eine Transition das Objekt ganz aus dem Standarduniversum reißt), machten für die Feinjustierung eine Handhabung notwendig, die erst durch Prof. Dr. Arno Kalups Halbraumforschung und die Einführung des »Kalups« als neue Maßeinheit für das hyperenergetische Spektrum auf eine sichere Basis gestellt wurde: Seither scheiterte man nicht mehr an der Stabilisierung, die ab einem gewissen Punkt bis dato stets zur vorzeitigen Transition geführt hatte.
 
Definitionsgemäß wird dem (Grenz-)Wert von exakt einem Kalup der Übergang (= Entmaterialisation) eines konventionell-manifestierten Objekt vom Standarduniversum zum potentiell-holistischen Zustand des n-dimensionalen Kontinuums zugewiesen. Der Bereich von 0 bis 999,99-Periode Millikalup (mKl abgekürzt) umfaßt die Semi-Manifestation, wobei die eigentliche »Entrückung« erst ab etwa 750 mKl deutliche Wirkung zeigt. Daß höhere Hyperfrequenzen der Kalup-Skala stets ganzzahlige Vielfache von einem Kalup sind, Werte im Millikalupbereich also zwangsläufig für Semi-Manifestation stehen, sei an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnt (auf die weiteren Zusammenhänge wird gegebenenfalls an anderer Stelle einzugehen sein). Eine Feinjustierung von 999 mKl auf mehr als zehn bis zwanzig Stellen hinter dem Komma genau überschreitet im allgemeinen sogar die terranischen Möglichkeiten, erwies sich allerdings für die Praxis meist auch als überflüssig. Anders dagegen nun die Meßergebnisse, die Tautmo Aagenfelt und Blo Rakane im Umfeld der Kosmischen Fabrik MATERIA erhalten: Obwohl MATERIA nicht in einen direkt sichtbaren Schutzschirm gehüllt ist, zeigen die Beobachtungen, daß das Gebilde von einer recht ausgedehnten Blase umgeben ist, die zweifellos dem Effekt einer »beruhigten Zone« gleichkommt. Eine Auswertung der Emissionsdiagramme erweist sich als schwierig, doch man hat es hier mit einem Phänomen zu tun, das dem einer Semi-Manifestation grundsätzlich entspricht, in seiner Leistungsfähigkeit allerdings deutlich über die bekannten Werte hinausreicht.
 
Nach einer ersten Analyse sprechen Aagenfelt und Rakane von einem Entrückungsgrad durch Feinjustierung, der nur noch Bruchteile von der eigentlichen Transition entfernt ist - »Bruchteile«, die quasi in quantenmechanische Unschärfe hineinreichen! Heißt mit anderen Worten: Zu einem beliebigen Zeitpunkt der Beobachtung ist gar nicht eindeutig festzustellen, ob MATERIA überhaupt noch Bestandteil des Standarduniversums ist oder schon zum Hyperraum gehört - allein die angewandte Meßmethode entscheidet, ähnlich wie beim Wellen- und Teilchenaspekt von Materie. Weiterhin sieht es so aus, daß als Sekundärerscheinung das Feldinnere MATERIAS eine Enklave vertrauter Raum-Zeit-Struktur konserviert oder stabilisiert. Beides dürfte in einer Umgebung wie der nahe dem zentralgalaktischen Schwarzen Loch unabdingbar zu sein. Welche technologischen Erkenntnisse sich letztlich aus den gemachten Beobachtungen im einzelnen ableiten lassen, bleibt abzuwarten.
 
Apropos 1972:
Das Passagierschiff QUEEN ELISABETH brennt im Hafen von Hongkong aus; in Londonderry kommt es zum »Bloody Sunday«; die US-Sonde MARINER 9 sendet Fotos vom Mars; PIONEER 10 wird mit einer Botschaftstafel ins All gestartet; bei den olympischen Spielen in München kommt es zum Überfall arabischer Terroristen auf die israelische Mannschaft ...

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Ein Mausbiber, ein Oxtorner und ein Haluter: Selten zuvor ruhten die Hoffnungen so vieler Menschen auf einer so kleinen und zugleich ungleicheren Gruppe von Galaktikern. Gucky, Monkey und Bio Rakane wollen ins Zentrum der Kosmischen Fabrik vorstoßen, um dort den Kampf gegen MATE-RIA zu unterstützen - wobei sich keiner vorstellen kann, was wirklich auf die drei Verbündeten wartet.
 
Die weiteren Ereignisse an Bord der Kosmischen Fabrik schildert Rainer Castor in der nächsten Woche. Der Roman des neuen Team-Autors, der bisher einige PERRY RHODAN-Taschenbücher veröffentlichte und durch seine Mitarbeit bei der ATLAN-Serie bekannt geworden ist, trägt folgenden Titel:
 
MATERIA

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