Nummer: 2916 Erschienen: 07.07.2017   Kalenderwoche: Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 2,10 €

Gestohlenes Leben
Ein arkonidischer Baron vertraut dem Jungbrunnen - er zahlt einen hohen Preis
Kai Hirdt

Zyklus:  

41 - Genesis - Hefte: 2900 - 2999 - Handlungszeit:

Großzyklus:  10 - Noch unbekannt / Hefte: 2500 - ? / Zyklen: 36 - ? / Handlungszeit: 1436 NGZ (5050 n.Chr.) - ?
Örtlichkeiten:                
Zeitraum:
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 72916
EAN 2: 4199124602101
Ausstattung:  Report Nr.510
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Wir schreiben das Jahr 1551 NGZ, gut dreitausend Jahre vom 21. Jahrhundert alter Zeitrechnung entfernt. Nach großen Umwälzungen in der Milchstraße haben sich die Verhältnisse zwischen den unterschiedlichen Sternenreichen beruhigt; im Großen und Ganzen herrscht Frieden.
 
Vor allem die von Menschen bewohnten Planeten und Monde streben eine positive Zukunft an. Tausende von Welten haben sich zur Liga Freier Galaktiker zusammengeschlossen, in der auch Wesen mitwirken, die man in früheren Jahren als »nichtmenschlich« bezeichnet hätte.
 
Trotz aller Spannungen, die nach wie vor bestehen: Perry Rhodans Vision, die Galaxis in eine Sterneninsel ohne Kriege zu verwandeln, scheint sich langsam zu verwirklichen. Man schließt sogar vermehrt Kontakte zu anderen Galaxien. Gegenwärtig befindet sich Rhodan selbst im Goldenen Reich der Thoogondu, die ebenfalls eine Beziehung zur Milchstraße aufbauen wollen.
 
In der Milchstraße hingegen werden die Gemeni aktiv. Sie geben sich selbst als Gesandte einer Superintelligenz aus und wollen die verwaiste Mächtigkeitsballung von ES beschützen. Die Gemeni bieten den Völkern der Milchstraße Geschenke an, die wahrhaft atemberaubend sind: Jugend und Unsterblichkeit. Doch sind es wirklich Geschenke oder doch nur GESTOHLENES LEBEN …

 
Die Hauptpersonen
Yergeo da Gnotor Der Khasurnbaron von Girmomar unterzieht sich einer Verjüngung und lernt sich neu kennen.
Segos Isirea Der Wahlbaron erlebt Überraschendes.
Bhal Kharnaim Der Gemen löst sein Versprechen ein.
Quendressa Zwei weibliche Mehandor betreten einen Spross.
Kylldin Zwei weibliche Mehandor betreten einen Spross.
Zaroia da Bargk Die Kommandantin befolgt ihre Befehle.

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Swen Papenbrock   
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PR-Kommunikation: Perry Rhodan Terminus
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Witzrakete: Lars Bublitz: Cartoon - Weltraumschrott
Leserbriefe: Robert Schöffmann / Arno Wilhelmy / Jan Paualeck
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Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Arkonidische Anreden   Girmomar     Kristallbaronien    Physiotron                                                       
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Clubnachrichten
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Titelbild:


Reportdaten: Nr.: 510 - Seiten: 11 - Cartoon: Reinhard Habeck: Rüsselmops / Ulrich Magin: Perry Rhodan-Fans privat
Reporttitel: Gerry Haynaly: Report-Intro / Madlen Bihr: Wie entsteht eigentlich ein Titelbild? - Interview mit Dirk Schulz / Klaus N. Frick: Wie die Exposés zur Abruse anfingen / Roman Schleifer: »Halbzeit« Hintergrundbericht Nr. 2 zu PERRY RHODAN-Terminus (Vorsicht, Spoiler!) / Michael Marcus Thurner: Autoren privat
Reportgrafik: Foto: Dirk Schulz an seinem Arbeitsplatz
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau: Verlagspublikationen Juli 2017
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Innenillustrationen


Zeichner:  Swen Papenbrock  
Seite:11
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Durch Bhal Kharnaims Botschaft wird ein Ansturm auf das Giromsystem ausgelöst. Innerhalb kurzer Zeit materialisieren mehrere zehntausend Raumschiffe an der Systemgrenze. Zaroia da Bargk, Kommandantin des GWALON-Raumers KATOR GIRMOMAR, setzt das Einflugverbot durch. Sie wird durch Söldner der Kristallarmada unterstützt, muss jedoch den Übereifer des Anführers bremsen. Nach einigen eher halbherzigen Vorstößen, die problemlos abgewehrt werden können, ist da Bargk gezwungen, den Raumgleiter eines ehemaligen Flottenangehörigen zu vernichten, der die Blockade durchbricht. Dann erhält da Bargk die Nachricht, dass die GOS'TUSSAN II geortet wurde, das Flaggschiff des untergetauchten Eximperators Bostich I.! Der Doppelkhasurnraumer befindet sich im Paros-Modus und hat den Ortungsschutz nur kurz gesenkt, um die Heimatflotte der Kristallbaronie Girmomar auf sich aufmerksam zu machen. Da Bargk erhält die Erlaubnis, an Bord zu kommen.
 
Baron Yergeo da Gnotor hat seinen Extrasinn vor vielen Jahren infolge einer seltenen Krankheit verloren, die den entsprechenden Hirnbereich verkümmern lässt. Zudem spürt er sein fortgeschrittenes Alter sehr deutlich. Deshalb ist er nur zu gern bereit, das Angebot der Gemeni anzunehmen und sich verjüngen zu lassen. Im Spross KYLLDIN werden da Gnotor, die greise Mehandor Quendressa und deren hirngeschädigte Enkelin Kylldin, die Hüterin des Sprosses, von Kharnaim freundlich begrüßt. Der Baron begnügt sich mit den sehr zurückhaltenden Erklärungen des Gemen, denen zufolge die Verjüngungsprozedur mehrere Zyklen zu jeweils 52 Arkonjahren umfassen kann. Bei da Gnotor kommen zwei Zyklen in Betracht. Aufgrund des höheren Alters der Mehandor sind bei Quendressa drei Zyklen möglich. In Kylldins Fall würde es nicht zu einer Verjüngung kommen, sondern zu einer Heilung des unfallgeschädigten Gehirns. Quendressa, die eigentlich keine Verjüngung wünscht, ist bereit, das Physiotron für Kylldin zu "testen" - oder vielmehr: die Physiotrone. Im Spross befinden sich zahlreiche Geräte dieser Art.
 
Da Gnotor unterzieht sich der extrem schmerzhaften Prozedur. Danach hat er den Körper eines 31 Arkonjahre alten Mannes. Tatsächlich ist dieser Körper weit muskulöser als da Gnotor es je war; er wurde offenbar durch das Physiotron optimiert. Der Extrasinn ist aktiv. Doch etwas stimmt nicht. Alle Erinnerungen an Erlebnisse aus der Zeit nach seinem 31. Lebensjahr kommen da Gnotor wie kalte Fakten vor, so als stammten sie von einer anderen Person. Sie sind mit keinerlei Emotionen verbunden, was auch für traumatische Geschehnisse wie den Verlust des Extrasinns gilt. Der "neue" Extrasinn bezeichnet da Gnotor ständig als Narren, was er früher nie getan hat, und verhält sich zunehmend aggressiv. Er fordert die Eroberung des Sprosses oder wenigstens eines Physiotrons für das arkonidische Volk. Der Baron fürchtet, nicht mehr derselbe Mann zu sein wie vor der Prozedur. Seine Hormone geraten beim Anblick der zur verführerischen jungen Frau verjüngten Mehandor-Großmutter in Wallung. Kylldin ist nach der Prozedur ein ganz normales Mädchen. Von ihrer Behinderung ist nichts mehr zu bemerken.
 
Der Baron verliert die Beherrschung, als man ihm sagt, dass er zur Beobachtung im Spross bleiben muss. Zudem geht ihm der Extrasinn mit seiner Paranoia auf die Nerven. Da Gnotor erkennt sich selbst nicht wieder. Kharnaim erklärt, dass da Gnotors Erinnerungen vor Beginn der Prozedur entnommen und dem regenerierten Körper danach neu aufgeprägt wurden. Da Gnotor befürchtet, dass die Gemeni mehr als das getan haben. Sollten die Erinnerungen des Barons manipuliert worden sein, wäre eine Rückkehr ins Regierungsamt ausgeschlossen. Sein Misstrauen wächst, als er erkennt, dass bei der Verjüngungsprozedur terranische Zeiteinheiten gelten. Ein Zyklus entspricht 62 terranischen Jahren und während einer terranischen Minute wird der Benutzer des Physiotrons um ein Terrajahr verjüngt. Der Bhal gestattet da Gnotor ein Gespräch mit Wahlbaron Segos Isirea. Der verjüngte Baron hält eine öffentliche Ansprache und bittet das Volk um Geduld, benutzt hierbei allerdings einen Avatar, der ihn als alten Mann zeigt. Kurz danach dreht der Extrasinn durch, übernimmt die Kontrolle und befiehlt Ovasa, ein Physiotron zu stehlen. Kylldin wendet die Katastrophe ab, indem sie sich dem Roboter in den Weg stellt und mit einer nicht ganz menschlich wirkenden Stimme singt. Die Maschine deaktiviert sich daraufhin selbst.
 
Nachdem da Gnotor die Kontrolle über seinen Körper zurückgewonnen hat, wird die Prozedur wiederholt, wobei keine weitere Verjüngung erfolgt. Danach verhält sich der Extrasinn normal. In einem weiteren Gespräch mit Isirea erfährt der Baron von der Ankunft der GOS'TUSSAN II. Da Gnotor ist sicher: Das bedeutet Krieg. Mit Kharnaims Erlaubnis verlässt er den Spross (Kylldin und Quendressa wollen bleiben) und zeigt sich öffentlich - diesmal ohne Avatar. Somit wird allgemein bekannt, dass die Gemeni nicht gelogen haben.
 
Da Bargk tritt Bostich gegenüber, der sich in Begleitung des Haluters Sawru Maudh befindet. Bostich ist nicht mehr als Arkonide zu erkennen. Seine Haut ist vollkommen schwarz und haarlos. Die Augen glühen rot wie die eines Haluters. Der rechte Arm ist abnorm muskulös. Bostich betrachtet sich noch immer als Imperator und reißt den Oberbefehl über die Streitkräfte Girmomars an sich. Sein Ziel ist die Eroberung oder Vernichtung des Sprosses und er ist bereit, Girmomar zu opfern, um das zu erreichen. Bostich glaubt, dass die Gemeni die gesamte Galaxie bedrohen.

Johannes Kreis

 
Rezension

Sehr schöner Roman, der mit einem Paukenschlag endet: Bostich ist zurück! Letzte Woche habe ich mich gefragt, warum die Arkoniden den Verlust ihrer Urheimat auf sich sitzen lassen. Ganz einfach! Bostich wird die Sache in die Hand nehmen. Da dürfen sich die Naats auf einiges gefasst machen ... Das finale Kapitel, in dem da Bargk dem auf unheimliche Art und Weise veränderten Eximperator gegenübersteht, ist für mich ein Highlight des Romans. Bei aller Kürze ist die entsprechende Szene sehr plastisch vor mein inneres Auge getreten. Die GOS'TUSSAN II ist nicht mehr dasselbe Schiff wie vor 30 Handlungsjahren. Da Bargk sieht mehrere Aggregate, die einer ihr unbekannten Technologie entstammen. Ich freue mich schon auf den Roman, in dem Bostichs Erlebnisse der letzten Jahrzehnte rückblickend geschildert werden.
 
Der Stellenwert von Erinnerungen ist ein wichtiges Thema des Romans, so dass sich weitere Parallelen zu den Thoogondu ergeben, die bekanntlich Meister in der Manipulation von Erinnerungen sind. Wie wird unsere Persönlichkeit geformt? Wodurch werden wir als Individuen definiert? Vor welchem Hintergrund treffen wir Entscheidungen? Doch wohl durch Erfahrungen, an die wir uns erinnern. Und was geschieht mit uns, wenn wir diese Erinnerungen verlieren? Baron da Gnotor verliert sein Gedächtnis nicht, muss sich aber fragen, ob seine Erinnerungen überhaupt noch "echt" sind. Philip K. Dick lässt schön grüßen! Ich verstehe die Verjüngungsprozedur so: Der Körper wird zerstört und neu aufgebaut. Zuvor werden die Erinnerungen des Probanden kopiert. Sie werden dem neuen Körper aufgepfropft, dabei geht die emotionale Prägung verloren. Aber müssten dann nicht alle Erinnerungen emotionsfrei sein? Warum das mit den Erinnerungen nicht geschieht, die dem biologischen Alter des verjüngten Körpers entsprechen, ist mir nicht klargeworden.
 
Ich verstehe übrigens auch nicht, warum die Tatsache, dass die Gemeni in terranischen Zeiteinheiten rechnen, bei da Gnotor für derartige Überraschung sorgt, d.h. warum das jetzt erst geschieht. Schon in der an alle Interessierten gerichteten Botschaft des Bhals heißt es (Zitat aus PR 2915) "Wir können eure Lebensuhr um 62 Jahre zurückstellen ..." (Zitat Ende). Der Baron scheint etwas schwer von Begriff zu sein :)

Johannes Kreis  11.07.2017

   
Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer



   
NATHAN

    
Vorschau

Was treibt die Gemeni um, welche Absichten verbergen sich hinter ihrem Handeln? Die Rätsel werden umso größer, je mehr Details bekannt werden. Ganz offenkundig sind die Fremden so anders als alle Lebensformen, denen die Galaktiker bisher begegnet sind.
Hubert Haensel berichtet in Band 2917 von einer echten Sensation, auf die nicht nur die Leser bereits lange warten. Der Roman erscheint am 14. Juli 2017 unter folgendem Titel im Handel:
 
REGINALD BULLS RÜCKKEHR

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