Nummer: 2669 Erschienen: 12.10.2012   Kalenderwoche: Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,95 €

Wettstreit der Konstrukteure
Er ist ein Poet und Kriegsversehrter - seine Bestimmung macht ihn zum überragenden Konstrukteur
Marc A.Herren     

Zyklus:  

37 - Neuroversum - Hefte: 2600 - 2699 - Handlungszeit: 05.09.1469 NGZ - 17.01.1470 NGZ (5056 - 5057 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  10 - Noch unbekannt / Hefte: 2500 - ? / Zyklen: 36 - ? / Handlungszeit: 1436 NGZ (5050 n.Chr.) - ?
Örtlichkeiten: Karn-Legrek               
Zeitraum: 4235 - 4379 NRG
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 22669
EAN 2: 4199124601951
Ausstattung:  Clubnachrichten Nr.475
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

In der Milchstraße schreibt man das Jahr 1470 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ) – das entspricht dem Jahr 5057 christlicher Zeitrechnung. Das heimatliche Solsystem ist vor mehr als drei Monaten spurlos von seinem angestammten Platz im Orionarm der Milchstraße verschwunden. Damit die Liga Freier Terraner nicht ins Chaos sinkt, werden eine neue Regierung und ein neuer Zentralplanet gewählt. Neuer Erster Terraner wird Arun Joschannan – und er muss sich gegen die Infiltrationen durch die Truppen der negativen Superintelligenz QIN SHI zur Wehr setzen. In der weit entfernten Galaxis Escalian, dem »Reich der Harmonie«, ist QIN SHI ebenfalls am Werk und versucht dort eine Invasion. TANE-DRAR, die in Escalian heimische Superintelligenz, hat die Gefahr erkannt. Sie beauftragt den Terraner Alaska Saedelaere damit, ihr zu helfen. Gemeinsam mit dem Zwergandroiden Eroin Blitzer begibt sich Alaska auf die Suche nach dem geheimnisvollen Konstrukteur Sholoubwa. Als er ihn endlich erreicht, wird er davongeschleudert – aber Blitzer kann noch die Lebensdaten Sholoubwas extrahieren. Am Anfang seiner Geschichte steht ein WETTSTREIT DER KONSTRUKTEURE …

 
Die Hauptpersonen
Cholaquin Port'aldonar Der junge Mowener ist Herrscher und Beherrschter seiner Genialität.
Emhochzehn Die Medodrohne zeigt sich ausbaufähig.
Husen Der Kybernetiker forscht an den Robotern der Zukunft.
Alaska Saedelaere Der Maskenträger erfährt von Sholoubwas Geburt.

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Swen Papenbrock   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Zwerg- und andere Androiden
PR-Kommunikation: -
Statistiken:
Witzrakete: Lars Bublitz: Caartoon - Scrabble auf Arkonidisch
Leserbriefe: Robert Fuchs / J. Holzleitner / Jost Alpe / Roland Schmitt / Peter Behn / Wolfgang Veser / Jörg Schulmeister
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Blitzer, Eroin    Positronik     Transmitter    UFOnauten Geschichte                                                      
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal

Journaldaten: Nummer: / Seite:
Journalgrafik:
Journaltitel:
Journalnews:

Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
Clubdaten: Nummer: 475 / Seiten: 4
Clubgrafik:
Nachrichten:
Fanzines:
Magazine:
Fan-Romane:
Internet:
Veranstaltungen:
Sonstiges:

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nummer: - Seiten:
Cartoon :
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Reportgrafik:
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau:
Reportriss: :

Innenillustrationen

M10 (alias Sholoubwa, Kosmokraten-Roboter)
Zeichner:  Swen Papenbrock  
Seite:21
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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� Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

4235 Jahre nach der Gründung ihres Reiches führen die humanoiden Mowener in der Galaxie Karn-Legrek Krieg gegen die Orfenar. Im Kampf um den unbedeutenden Planeten Nunngar erleidet der junge Industriellensohn Cholaquin Port'aldonar - besser bekannt unter dem Namen Sholoubwa, Autor des vor Patriotismus triefenden Gedichtbandes "Liebe in Zeiten des Überflusses" - eine schreckliche Bauchverletzung. Eine flugfähige Medodrohne rettet dem im Sterben liegenden Mowener das Leben, aber für den Rest seines Lebens muss Cholaquin einen Medikamentencocktail zu sich nehmen, um das instabile Geflecht künstlicher Organe in seinem Leib funktionsfähig zu erhalten. Seine Kriegserlebnisse verarbeitet Cholaquin gegen den Widerstand seines Vaters, der ihn schließlich enterbt, in neuen, alles andere als patriotischen Gedichten. Damit eckt er schnell an, denn die Kriegsbegeisterung seines Volkes hat nicht abgenommen. Desminillusioniert beendet er seine Schriftstellerkarriere und tritt nun doch noch in die Fußstapfen seines inzwischen bankrotten Vaters. Sein eigenes Genie als Konstrukteur übertrifft das seines Vaters bei weitem. Schon während der Rekonvaleszenz hat Cholaquin die alte Medodrohne, von der er sich nie trennen wollte, umfassend perfektioniert. Jetzt befasst er sich mit der Erschaffung von Großtransmittern und entdeckt den so genannten "Nullkanal" - eine Art Dimensionstor, durch das zwei beliebige Punkte permanent miteinander verbunden werden können. Eine dabei frei werdende tödliche Strahlung verhindert die Nutzung des Nullkanals durch Lebewesen. Cholaquin lässt sich auf eine Wette ein. Er setzt seinen Konzern gegen die Hand der Ehefrau seines Konkurrenten Husen, der die Entwicklung von Biopositroniken anstrebt. Cholaquin muss die Kapazität der Medodrohne extrem steigern, wenn er die Wette gewinnen und beweisen will, dass Biopositroniken nicht so leistungsfähig sind, wie Husen behauptet. Cholaquin betrügt, indem er die Drohne per Nullkanal mit einer Großpositronik verbindet. Er gewinnt, verliert aber schnell das Interesse an Husens Frau. Jahre später bemerkt er, dass sich die Schaltkreise der Drohne infolge der Nullkanal-Strahlung auf nicht reproduzierbare Weise verändert haben. Die Drohne ist jedem Großrechner weit überlegen, denn sie kann kreative Ideen entwickeln. Cholaquin verbessert die Drohne immer weiter und gibt ihr den Namen Sholoubwa. Im Jahre 4255 NRG wird Cholaquin von einem Boten der Kosmokraten aufgesucht. Mit der Entwicklung des Nullkanals hat sich der Konstrukteur dafür qualifiziert, in die Dienste der Ordnungsmächte zu treten. Als Cholaquin nach der Bezahlung fragt, reagiert der Bote mit Unverständnis. Cholaquin schickt ihn hohnlachend weg. 18 Jahre später steht Cholaquins Konzern vor der Zwangsverstaatlichung. Sholoubwa, der inzwischen einen Mowener-Körper besitzt, soll zerstört werden. Sholoubwa wehrt sich und tötet die Abgesandten der Regierung eigenmächtig. Cholaquin bleibt nur die Flucht. Er und Sholoubwa verdingen sich bei jeweils einem von zwei verfeindeten Völkern und führen somit eine Art Krieg gegen sich selbst. Cholaquin baut spezielle Subroutinen in Sholoubwa ein, denn dessen gefühllose Eigenständigkeit ist ihm unheimlich geworden. Außerdem hat der Schüler den Meister längst überflügelt. Im Alter von 93 Jahren erkennt Cholaquin, dass sein Tod unmittelbar bevorsteht. Da sein Körper nicht zu retten ist, will Cholaquin sein Gehirn in Sholoubwas Körper verpflanzen und über eine seinerzeit von Husen entwickelte Schnittstelle mit der Superpositronik verbinden. Sholoubwa selbst soll den neuronalen Transmitter bauen. Er veranschlagt die Bauzeit mit 72 Jahren. Cholaquin überbrückt diese Zeit mit einem Dilatationsflug. Im Jahre 4379 angekommen, will er die Subroutinen einsetzen, um Sholoubwa quasi zu töten und seinen Platz einzunehmen. Doch er wird betrogen. Sholoubwa hat die Programme längst unschädlich gemacht und den Bau des neuronalen Transmitters schon nach 22 Jahren eingestellt. Cholaquin stirbt.

Johannes Kreis

 
Rezension

"Toll, da steht mir schon wieder eine Lebensgeschichte bevor", dachte ich letzte Woche, als ich las, dass es Eroin Blitzer gelingt, Sholoubwas Erinnerungen zu bergen. Ich mag Lebensgeschichten eigentlich nicht; es ist mir lieber, wenn die in derartigen Romanen zusammengefassten Informationen (auf die man meist schon lange gewartet hat) auf andere Art vermittelt und besser in die laufende Zyklushandlung eingebettet werden. Nicht selten haben diese Lebensgeschichten nämlich nur Alibifunktion. Es wird halt jemand gebraucht, dessen Leben irgendwie im Zusammenhang mit den im Zyklus aufgebauten Geheimnissen steht. Wer derjenige ist, ist völlig egal, und warum sollte ich mich deshalb für sein Leben interessieren? In diesem Fall ist das aber ganz anders. PR 2669 ist Science Fiction vom Feinsten, wie ich sie auch außerhalb der Perry Rhodan - Serie gern lese. Nicht nur irgendeine an den Haaren herbeigezogene Story über einen Typen, von dem man noch nie gehört hat und der nie wieder irgendeine Rolle spielen wird. Sondern die Lebens- und Leidensgeschichte eines in sich zerrissenen Mannes, der gleich mehrere tiefgreifende Wandlungen durchmacht und am Ende scheitert. Und von seiner Schöpfung, die sich auf ungewöhnliche Art und Weise selbständig macht. Ich war von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Toll! Dabei ist Cholaquin alles andere als sympathisch. Er ist ein Egomane, der sich an der eigenen Großartigkeit ergötzt, sich allen überlegen fühlt, über Leichen geht und so weiter. Marc A. Herren versteht es sehr gut, ihm die nötige Tiefe und Ambivalenz zu verleihen, so dass er nicht zum 08/15-Bösewicht wird. Cholaquin ist zwar ein ziemlicher Arsch, aber wie er den Kosmokratenboten abblitzen lässt, der doch tatsächlich der naiven Überzeugung ist, den Bewohnern der Niederungen sei die Ehre des Dienstes für die Hohen Mächte Lohn genug - das hat was. Jetzt kann man sich fragen: Ist der Sholoubwa, mit dem wir es bisher zu tun hatten und der das BOTNETZ gebaut hat, etwa der von Cholaquin erschaffene Superroboter? Oder hat Cholaquin irgendwie überlebt? Wurde sein Gehirn doch mit Sholoubwas Positronik gekoppelt? Wir werden es wohl nächste Woche erfahren - ich freue mich schon auf die zweite Hälfte des Doppelromans aus Marcs Feder!

Johannes Kreis  13.10.2012

   
Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer

Zwerg- und andere Androiden

Die Zwergandroiden der LEUCHTKRAFT begegneten uns erstmals Mitte April 1312 NGZ im Zusammenhang mit der Ausschaltung des Schwarms Kys Chamei in der Galaxis Fou (PR 2158, 2159). Es handelte sich um etwa einen Meter zwanzig große, knochendürre, verhutzelt wirkende Geschöpfe. Allesamt hatten sie riesengroße Kinderaugen und flächige, ausdruckslose Gesichter. Die Hautfarbe war ein fahles, stellenweise gelbstichiges Grau. Mitunter machte die Gestalt einen durchscheinenden Eindruck, vergleichbar der LEUCHTKRAFT mit ihrer »Diffusor-Optik« selbst; seinerzeit durchdrangen sogar Thermo-, Desintegrator- und sonstige Waffenstrahlen schadlos die kleinen Gestalten.
 
Mit Nikomus Neuntau haben wir es erstmals mit einem Zwergandroiden zu tun, der nicht der LEUCHTKRAFT zugeordnet werden kann – eigener Aussage zufolge wurde er als Pilot an Bord der SCHRAUBE-B dem Konstrukteur Sholoubwa zur Seite gestellt und war schon alt, als er den Pilotenposten erhielt. Berücksichtigen wir die übrigen uns zur Verfügung stehenden Informationen, braucht es eigentlich nicht zu verwundern, dass solche Geschöpfe nicht nur an Bord der Kosmokratenwalze LEUCHTKRAFT zum Einsatz kamen und kommen.
 
Schon die auch als Bund der Zeitlosen umschriebenen Sieben Mächtigen waren von den Kosmokraten eingesetzte, künstlich erschaffene Humanoide. Vergleichbares galt zweifellos für jene Wesen, die im Auftrag der Kosmokraten handelten, im Jahr 3587 über der Erde auftauchten und als sogenannte Demontagekommandos in den Kosmischen Burgen der Mächtigen in Erscheinung traten.
 
Weil sie diskusförmige Raumschiffe und walzenförmige Mutterschiffe einsetzten, wurden sie als UFOnauten umschrieben – angelehnt an die im 20. Jahrhundert alter Zeitrechnung wiederholt beobachteten unbekannten Flugobjekte (ursprünglich englisch: »unknown flying objects«), kurz UFOs. Später wurde herausgefunden, dass schon seit langer Zeit statt Vertretern des Ordens der Ritter der Tiefe vor allem Organisationen wie diese UFOnauten oder einzelne Beauftragte wie Samkar oder andere Roboter der Kosmokraten aktiv wurden.
 
Bei den UFOnauten wurde unterschieden zwischen den »kleinen Hominiden«, die bei einer Körpergröße von etwa einem bis 1,20 Metern als hervorstechendes Kennzeichen die »wie lackiert« wirkende violette Iris aufwiesen, sowie den einander extrem gleichenden »Männern« von 1,90 bis zwei Metern Größe in blauen Anzügen, die metallisch und fremdartig aussahen. Die Gesichter wirkten kalt, glatt und leblos. Während Letztere von vornherein als Androiden eingeschätzt wurden, traf dies für die kleinen Humanoiden nicht zu – wenngleich die Wahrscheinlichkeit, dass es sich bei ihnen ebenso um solche handelte, keineswegs gering war und ist.
 
Nach dem Not-Kontextsprung begegnete die Besatzung der JULES VERNE Anfang Juni 1347 NGZ wiederum diesen Wesen, die in Tare-Scharm Tentonen und Tenton-Androiden genannt wurden und in dieser Galaxis als Ordnungsmacht im Auftrag der waren es, die in ganz Tare-Scharm friedliche Abläufe organisierten und gewährleisteten. Die Yakonto, die vor allem Evolux und das Umfeld dieses kosmokratischen Werftplaneten schützten, waren nicht gerade ihre Freunde; in den Augen der Yakonto handelte es sich bei den Tentonen um »halbe Roboter« (PR 2450 ff.).
 
Eine Einschätzung, die schon jener des Ritters der Tiefe Armadan von Harpoon entsprach, nachdem der kleine Humanoide Nargus verkündet hatte: In Zukunft werden Wesen wie ich mit unseren Androiden für die Kosmokraten arbeiten, ohne dass wir jemals den Status der Ritter der Tiefe erreichen werden. Vielleicht gibt es später einmal eine Renaissance des Wächterordens. (PR 970)
 
Verbittert und verächtlich stellte Armadan von Harpoon vor seinem Tod fest, dass die Androiden nur Techniker seien. Bar jeden Verständnisses für kosmo-mythologische Zusammenhänge. Ein Wesen ohne Vergangenheit und ohne Zukunft – ein Arbeiter. Worauf sein Orbiter Zeidik lakonisch sagte: Jede Zeit hat ihre Helden. Vielleicht sind nun die Pragmatiker an der Reihe. (PR 970)
 
Es wurde vermutet, dass die Kosmokraten mit den Androiden die gesamte Verteidigung gegen die zerstörerischen Kräfte der Chaosmächte auf eine »realistischere Ebene« stellten, während Anhängern des Ordens der Ritter der Tiefe wie den Yakonto in der Tat lediglich die Hoffnung auf eine Renaissance blieb ...
 
Inwieweit eine solche Hoffnung realistisch ist, bleibt dahingestellt. Fest steht, dass auch mit den Zwergandroiden solche »Helfer« entwickelt wurden, die nicht nur an Bord der LEUCHTKRAFT ihren Dienst versehen.

Rainer Castor

   
NATHAN