Nummer: 1994 Erschienen: 09.11.1999   Kalenderwoche: 45 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Der letzte General
Attacke gegen Terra - ein Diener der Materie stellt ein Ultimatum
H.G.Francis

Zyklus:  

30 - MATERIA - Hefte: 1950 - 1999 - Handlungszeit: August 1290 - Mai 1291 NGZ (4877 - 4878 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Terra   Solsystem            
Zeitraum: 1291 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 91994
Ausstattung:  Journal Nr.20
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

In der Milchstraße konnte ein großer Sieg errungen werden - wenngleich unter hohen Opfern: Die Kosmische Fabrik MATERIA wurde am Dengejaa Uveso, dem Schwarzen Loch im Zentrum der Menschheitsgalaxis vernichtet. Damit ist im Frühjahr 1291 Neuer Galaktischer Zeitrechnung eine große Gefahr für die Menschheit und für die gesamte Koalition Thoregon beseitigt.
Thoregon selbst ist immer noch in einem Prozeß der Entstehung. Die Koalition aus sechs Superintelligenzen und sechs Völkern aus sechs Galaxien will sich für den Frieden im Kosmos einsetzen. Mächte von gewaltigem Einfluß scheinen etwas gegen diese Pläne zu haben, die auch von Perry Rhodan noch nicht vollständig durchschaut werden können.
Die Kämpfe in der Milchstraße sind nur eine Ebene des Konflikts, der sich seit langem anbahnte. In der Galaxis Chearth steht beispielsweise noch die letzte Entscheidung zwischen den Algiotischen Wanderern und den Verbündeten aus den Galaxien Chearth, Andromeda und der Milchstraße an.
Für die Menschen auf der Erde ist Chearth jedoch nicht von Bedeutung; die meisten wissen weder etwas von den Guan a Var noch etwas vom Sonnentresor oder den Gomrabianischen Hyperraumhügeln. Die Menschen im Solsystem und auf den zahlreichen Planeten der Liga Freier Terraner werden Zeuge einer neuen Konfrontation.
Es kommt zum Angriff auf Terra. Ihr stellt sich ein Mann mit seiner Raumflotte entgegen. Es ist DER LETZTE GENERAL ...

 
Die Hauptpersonen
Zorn Jynthasso Der letzte General rüstet sich zur großen Raumschlacht um Terra
Ramihyn Der Diener der Materie fordert Terra zur Kapitulation auf
Paola Daschmagan Die Erste Terranerin fällt eine schwerwiegende Entscheidung
Katie Joanne Die Journalistin begibt sich erneut an die Brennpunkte des Geschehens
Jasmin Garque Die Terranische Rätin für Verteidigung muß eine Kosmische Fabrik abwehren

Allgemein
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenilluszeichner: Christoph Anczykowski   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Terra als Geisel
PR-Kommunikation: SOL 16
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Dieter Molzahn / Daniel M.Ellert / Sam Walter / Peter Bode / Jochen Gieseke / Carsten Achenbach / Martin Korsch / Leo Barisch / Hubert Sandler
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Gravo-Sensoren    HQ-Hanse     Keramikmaterial    Künstliche Hände    Sandkastenspiele    Terranischer Rat / Rätin   Transformforts    Zerrfelder                                       
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal

Journaldaten: Nummer: 20 / Seite: 11
Journalgrafik: Peter Sattelberger: Foto - Supernova SN 1993 J
Journaltitel: ?: Von Mainz ins All / Patrick Achenbach: Forschung in Mainz - in unterirdischen Betonbunkern / - mit kosmischen Trümmerstücken / - an den Grenzen von Raum und Zeit / Die "Mainzer" Kleinplaneten / Schott-Spiegelträger aus Mainz
Journalnews: -

Clubnachrichten
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Innenillustrationen

Impressionen - Raumflug
Zeichner:  Christoph Anczykowski  
Seite:44
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


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Inhaltsangabe

Zorn Jynhasso, auch genannt der letzte General, ist ein hervorragender Stratege und Taktiker. Mit seinem militärischen Können hat er es bis zum Stellvertreter von Cistolo Khan gebracht, ist aber wegen seiner militärischen Disziplin und Einstellung bei Paola Daschmagan und der Terranischen Rätin für Verteidigung nicht besonders beliebt. Mitten in ein Gespräch dieses Trios platzt eine Schreckensmeldung! Jeglicher Funk- und Transmitterverkehr in und aus dem SOL-System ist unterbrochen. Kurz darauf wird ein Funkspruch in der Sprache der Mächtigen empfangen, der die bedingungslose Kapitulation aller Terraner fordert. Absender ist ein Diener der Materie namens Ramihyn, der mit der Kosmischen Fabrik Wave eingetroffen ist und verkündet, das alle Terraner seine Geiseln sind. Zorn Jynhasso, Paola Daschmagan und Jasmin Garque begeben sich daraufhin unverzüglich nach Terrania um nach Lösungen für die neuerliche Krise zu suchen. Paola Daschmagan und Jasmin Garque sind jedoch entschlossen die Initiative nicht dem Militär zu überlassen.
 
Wie bald gemeldet wird, driftet ein gigantischer Körper durch das SOL-System, provozierend langsam und mit direkten Kurs auf Terra. Es mus sich bei dem Objekt zweifellos um die Kosmische Fabrik WAVE handeln. Kurz darauf wird die Meldung bekannt gegeben, das Zorn Jynhasso den Oberbefehl über die Streitkräfte des SOL-Systems übernommen hat. Das System umspannende ATG-Feld sowie der schützende Paratronschirm waren seit der Tolkanderkrise nicht wieder hergestellt worden und können zur Verteidigung nicht eingesetzt werden. Jynhasso zieht als erste Maßname 3000 schwer bewaffnete Kampfschiffe über Terra zusammen und gibt bekannt sie notfalls dem Gegner entgegen zu schicken. Jynhasso geht an Bord seines Flaggschiffes MARTINUS, ein 500 Meter durchmessender Schlachtkreuzer, und beginnt die Lage zu analysieren. Zunächst muss er sein Team motivieren, das bereits die Berichte vom Kampf gegen MATERIA eingesehen hat. Dann antwortet er Ramihyn mit einem offenen Funkspruch, in dem er die Forderung des Dieners der Materie zurückweist und ihn auffordert, umgehend das SOL-System zu verlassen. Die Androhung offener Feindseeligkeiten stößt sofort auf Ablehnung bei der Ersten Terranerin, die versucht Jynhasso zurechtzuweisen. Der letzte General lässt sich jedoch nicht beeindrucken, sondern verweist auf seine militärische Zuständigkeit. Ohne weitere Rücksprache sendet Paola Daschmagan einen zweiten Funkspruch, der auf Verständigung und Vermittlung abzielt. Jynhasso hält das Vorgehen der Ersten Terranerin für einen schweren Fehler.
 
Die Antwort der WAVE folgt auf dem Fuße. Ohne vorherige Ankündigung vernichtet die Kosmische Fabrik 24 Schwere Kreuzer der Wachflotte mit Kampfstrahlen. der Angriff erfolgt über große Distanz und so schnell, dass es für die Schiffe keine Chance der Gegenwehr gibt. Ramihyns Antwort ist kühl und bestimmt. Binnen eines Tages muss sich Terra ergeben sonst ist die Kosmische Fabrik über der Erde!
 
Während auf Terra erste Panik ausbricht und die politischen Lager sich gegenseitig die Schuld an den vernichteten Schiffen zuschieben, sinnt Jynhasso darüber nach, wie er Terra verteidigen kann. In seiner typischen Meditation, in der er eine Art selbstsuggerierter Zwiesprache mit seinem Vater führt, entwickelt er die nächsten Schritte. zunächst muss ein Schiff das SOL-System verlassen um mit der NOVA Flotte Cistolo Khans Verbindung aufzunehmen. Unter Anbetracht der Überlegenheit der Kosmischen Fabrik ein gefährliches Unternehmen. Dann befiehlt Jynhasso beim Unterschreiten des Sicherheitsabstandes zu Terra ohne Vorwarnung das Feuer zu eröffnen. Der General hat zu diesem Zeitpunkt etwa 11000 Schiffe aller Klassen zur Abwehr der Kosmischen Fabrik zusammengezogen. Die Schlachtordnung überblickend gibt Jynhasso den Befehl: Noch 60 Minuten bis zum Angriff.
 
Mitten in die Vorbereitungen platzt eine weitere Aktion der Ersten Terranerin. Paola Daschmagan hat hat die Terranische Rätin für Verteidigung der Kosmischen Fabrik mit einem Kreuzer entgegen geschickt, um über die Kapitulationsmodalitäten zu verhandeln. Jynhasso ist sprachlos und fordert Paola auf, das Schiff sofort zurückzurufen - vergebens. Der letzte General sieht die Reaktion Ramihyns voraus und kann nur noch zusehen, wie das Schiff der Rätin vernichtet wird. Paola Daschmagan sitzt der Schock tief in den Gliedern und gibt Jynhasso freie Hand, der mit geballter Macht seines zur Verfügung stehenden Potentials zuschlägt.
Die Raumer strahlen in ununterbrochener Folge Geschosse schwersten Kalibers ab und beginnen das Raumgefüge des SOL-System zu erschüttern. Bald kommt es auf den Planeten zu schweren Zwischenfällen und durch die Anwendung massiven Graitationsbeschusses beginnt die Sonne schwere Protuberanzen auszubilden. Als Paola Daschmagan befielt den Angriff abzubrechen verweigert sich Jynhasso. Er glaubt kurz vor dem Durchbruch zu stehen und intensiviert den Beschuss mit seinen letzten Ressourcen. Daraufhin enthebt ihn die Erste Terranerin des Kommandos, was Jynhasso ebenfalls ignoriert. Sein Element ist der Kampf - und er befindet sich mitten drin.
 
Mitten aus dem Feuerball, in dessen Zentrum die Kosmische Fabrik steht, löst sich ein heller Energiestrahl und zielt auf die Erde. er trifft genau das HQ-Hanse, in dem die Erste Terranerin und der Regierungsapparat tagt. Kurz darauf wird der Totalverlust des Hauptquartier gemeldet. Es muss angenommen werden, das Paola Daschmagan und die gesamte Regierung dem Angriff zum Opfer gefallen sind. Als die Verluste der Flotte in astronomische Höhen steigen und Jynhasso einen letzten Abwehrring um Terra errichten will, kommt es zur Meuterei. Die Kommandantin der MARTINUS enthebt den letzten General seines Kommandos und gibt den Befehl zum Rückzug aus. Daraufhin löst sich die Abwehrfront schnell auf. Nichts kann die Kosmische Fabrik mehr aufhalten.
 
Die Besatzung der MARTINUS weiß nicht, das es Jynhasso gelungen ist unbemerkt ein Schiff aus dem System zu schleusen um die restlichen Schiffe der LFT anzufordern. Außerhalb des Systems hat sich bereits eine Armada versammelt. Auf diese Flotte trifft Cistolo Khan, als er am 6. April mit den NOVA-Raumern und Perry Rhodan am Rand des SOL-Systems ankommt.

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Am fünften April 1291 NGZ nähert sich die Kosmische Fabrik WAVE dem Solsystem. Der Diener der Materie Ramihyn verlangt die bedingungslose Kapitulation Terras. WAVE stört dabei sämtliche Kommunikationsmittel nach außerhalb, so dass das Solsystem isoliert ist. Auch Transmitterverbindungen sind nicht mehr möglich. Zorn Jynthasso, der von Cistolo Khan zum stellvertretenden LFT-Kommissar ernannt worden ist, übernimmt in dessen Abwesenheit das Kommando über die LFT-Heimatflotte.
 
Er verfügt über 18.000 Transformplattformen sowie tausende Kampfschiffe, wobei sich jedoch die größten Einheiten der LFT-Flotte, die 59 Raumschiffe der NOVA-Klasse, mit Cistolo Khan am Dengejaa Uveso im Kampf gegen MATERIA befinden. Zorn Jynthasso ist in terranischen Regierungskreisen nicht unumstritten. Er trägt aufgrund seiner militaristischen Einstellung den Beinamen »der letzte General«. Die Terranische Rätin für Verteidigung, Jasmin Garque, befürchtet, dass er im Fall eines militärischen Konflikts mit WAVE der Kontrolle der Regierung entgleiten und eigenmächtig handeln könnte.
 
Während die Terranische Regierung unter Paola Daschmagan verhandlungsbereit ist, bereitet sich Zorn Jynthasso auf die Schlacht um Terra vor. Er schickt einen Kreuzer als Kurier aus dem Solsystem hinaus, um die Liga-Schiffe, die nicht im Solsystem stationiert sind, zu alarmieren. Als Paola Daschmagan versucht, mit Ramyhin zu verhandeln, vernichtet WAVE mit einem einzigen Feuerschlag 24 terranische Kreuzer, deren Paratronschirme keinen wesentlichen Schutz bieten. Daraufhin fliegt Jasmin Garque der Kosmischen Fabrik entgegen, um über die Modalitäten der Kapitulation Terras zu verhandeln. Ramihyn vernichtet den Kreuzer mit der terranischen Rätin an Bord und befiehlt die bedingungslose Kapitulation. Daraufhin befiehlt Paola Daschmagan den Angriff auf WAVE.
 
Eine wahre Feuerflut bricht über WAVE herein, als über 11.000 Raumschiffe sowie 18.000 Transformplattformen das Feuer eröffnen. Die Kosmische Fabrik übersteht jedoch den Feuerüberfall und beginnt zurückzuschlagen. Reihenweise werden Transformplattformen, planetare Forts und Kampfschiffe der LFT vernichtet. Ein Treffer zerstört das HQ-Hanse, wobei sämtliche Regierungsmitglieder ums Leben kommen. Zorn Jynthasso will den Kampf fortsetzen, seine Untergebenen jedoch meutern und fordern den Rückzug der Flotte, nachdem sämtliche Transformplattformen und viele Schiffe vernichtet worden sind.
 
Während WAVE in einen Orbit um Terra geht, treffen Cistolo Khan und Perry Rhodan an Bord der PAPERMOON außerhalb des Sonnensystems auf die von Zorn Jynthasso herbeigerufene Flotte, die bisher die übrigen LFT-Welten beschützt hat.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Terra als Geisel

Ein Diener der Materie namens Ramihyn an Bord der Kosmischen Fabrik WAVE fordert Terra zur sofortigen Kapitulation auf und verkündet in der Sprache der Mächtigen, daß die Terraner und Terra seine Geisel seien ... Die Lage, mit der es der letzte General Zorn Jynthasso im Solsystem zu tun hat, läßt sich nur als verzweifelt umschreiben, und die im Roman geschilderten Ereignisse lassen keinen Zweifel daran, daß das Ganze todernst ist. Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, wird deutlich, daß das Solsystem und Terra selbst nicht zum ersten Mal direkter Angriffspunkt sind. Beispielshaft sollen hier nur vier »Krisen« genannt werden: Vishans »Grauer Korridor«; der Angriff des Hetos der Sieben, welcher letztlich zur Versetzung der Erde in den Mahlstrom der Sterne führte; die zeitweise Versetzung des gesamten Sonnensystems im Zuge seiner Aufnahme durch den Schwarm; sowie die, auf die Auswirkungen bezogen, gravierendste - der mörderische Angriff der Dolans im Jahr 2437, bei dem es Milliarden Tote zu beklagen gab und der, hätten die Haluter nicht eingegriffen, wohl zum totalen Desaster geworden wäre ... Und nun die Kosmische Fabrik! Im Solsystem weiß man noch nichts vom unglaublichen Kampf gegen MATERIA und welche Mühe es gekostet hat, dieses Gebilde auszuschalten - mit dem Auftauchen von WAVE sind die Funkkontakte nach außen abgebrochen, Nachrichten über Kuriere lassen auf sich warten …
 
Sicher, man kennt die ersten Berichte über das Leistungsvermögen von MATERIA, und diese sind erschreckend genug - gilt MATERIA doch bis dato als mehr oder weniger »unbesiegbar«, zumindest mit Blick auf die den Menschen zur Verfügung stehenden Mittel und Waffen. Nun steht aber mit dem Auftauchen von WAVE fest, daß MATERIA nicht die einzige Kosmische Fabrik ist, welche als Thoregon-Gegner in Erscheinung tritt Im Gegensatz zu uns, die wir über einen erweiterten Informationsstand verfügen, können die Verantwortlichen im Solsystem nur spekulieren: Wie viele Kosmische Fabriken gibt es insgesamt? Zwei, fünf, fünfzig? Wo befinden sie sich? Was haben sie vor? Greifen sie unter Umständen ebenfalls in die Auseinandersetzung ein? Wenn ja, wo und wann? Ein Feind, dessen wahre Stärke unbekannt ist, erschwert naturgemäß jede wie auch immer geartete taktische und strategische Planung. Der letzte General befindet sich also in einer ziemlich verfahrenen Situation. Es dreht sich nicht nur um einen Kampf direkt vor der »eigenen Haustür«, verbunden mit »Nebenwirkungen« von unter Umständen katastrophalen Ausmaßen, nein, zum Schutz von Terra und des Solsystems müssen unter Berücksichtigung der mit WAVE verbundenen Schlagkraft alle vorhandenen Kräfte auf die Waagschale geworfen werden ... Zorn Jynthasso ist sich zunächst sicher, einen Sieg davontragen zu können, allerdings ebenso bewußt, daß es »ein verdammter Pyrrhussieg« sein könnte - weil unklar ist, ob danach nicht Verstärkung in Gestalt einer oder gar weiterer Kosmischen Fabriken eintrifft. Andererseits bleibt ihm keine andere Wahl: Will man dem Feind nicht von vornherein nachgeben und kampflos kapitulieren, muß alles Vorhandene zum Einsatz kommen.
 
So was wie mit den Dscherros oder Goedda soll sich nicht wiederholen! Das Ergebnis kennen wir! Es ist eine Niederlage, die bestenfalls mit der des Dolan-Angriffes verglichen werden kann - im Gegensatz zu damals ist Terra diesmal jedoch seiner politischen Führung beraubt (von Cistolo Khan als LFT-Kommissar mal abgesehen). Mit einem furchtbaren Schlag hat WAVE nicht nur das ehemalige Imperium Alpha und das HQ-Hanse vernichtet, sondern auch die gesamte Regierung einschließlich Paola Daschmagan vernichtet, eliminiert, ermordet ... Und was im Weiteren passiert, ist offen! Terra ist Ramihyns Geisel. Mag sein, daß das ein bißchen Anlaß zur Hoffnung gibt; der Diener der Materie in seiner Kosmischen Fabrik legt es offensichtlich nicht auf totale Vernichtung an, noch nicht ...
 
Denn daß ihm solches möglich wäre, darüber gibt es nicht den geringsten Zweifel! Noch gibt es keine mit der Geiselnahme verbundene »Forderung«. Man kann aber an den Fingern einer Hand abzählen, daß sie, wenn sie denn gestellt wird, etwas mit »Thoregon« und der Berufung der Terraner zum sechsten Thoregon-Mitglied zu tun haben wird. Es ist zu bezweifeln, ob damit eine vage Hoffnung verbunden sein könnte. Hoch und heiliger Schwur, in Zukunft nichts mehr mit Thoregon zu tun haben zu wollen wird vermutlich kaum ausreichen - zumal zu bezweifeln ist, ob Perry Rhodan als sechster Thoregon-Bote einer solcher Bedingung so ohne weiteres zustimmen wird. Und selbst wenn ja - wäre damit die Bedrohung beseitigt? Kaum. Das mit solchen Forderungen und ihrer Erfüllung verbundene Procedere ist hinlänglich bekannt. Kontrollmaßnahmen und Überwachung sind nur ein Aspekt. Schon sie wären für Terra und die Liga Freier Terraner von äußert unangenehmer Art, höflich formuliert. Nein - die Forderungen werden viel gravierender sein, bedenkt man die Grundsatz-Direktive der Diener der Materie, welche die von Thoregon verbundene Gefahr dergestalt zu verhindern haben, daß schon die Entstehung in jedem Fall zu verhindern ist. Terranischer Hauptvertreter Thoregons ist Perry Rhodan, gegen ihn zielt also der eigentliche Angriff. Er ist »auszuschalten«, und was das letztlich zu bedeuten hat, braucht kaum näher erläutert zu werden ...
 
Apropos 1994:
Nelson Mandela wird Staatspräsident in Südafrika; bei einem Granatenangriff auf den Markt von Sarajewo kommen 68 Menschen ums Leben; in Ruanda kommt es zu Massakern - der Stammeskonflikt zwischen Hutu-Mehrheit und Tutsi-Minderheit fordert eine Million Opfer; Steven Spielberg erhält für seine Filme »Jurassic Park« und »Schindlers Liste« zehn Oscars; zwischen Großbritannien und Frankreich wird der Eisenbahntunnel unter dem Ärmelkanal eröffnet; es sterben: Erich Honecker, Heinz Rühmann und Karl Schiller

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Die vernichtendste Niederlage für die Menschheit seit langer Zeit geht auf das Konto der Kosmischen Fabrik WAVE und des Dieners der Materie Ramihyn. Nach dem Untergang der Raumflotte steht die Erde nun waffenlos gegen die mächtigste Waffe der Kosmokraten in dieser Region des Universums; es gibt praktisch keine Hoffnung mehr. Doch Perry Rhodan gibt nicht auf...
 
Wie sich die Lage auf Terra weiter entwickelt, das schildert Hubert Haensel in seinem PERRY RHODAN-Roman, der in der nächsten Woche unter folgendem Titel erscheinen wird:
 
DER TOD AUF TERRA

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