Nummer: 1993 Erschienen: 02.11.1999   Kalenderwoche: 44 Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Vorstoß in den Kessel
Superintelligenzen und Virtuelle Schiffe - der Höllentrip beginnt
Rainer Castor

Zyklus:  

30 - MATERIA - Hefte: 1950 - 1999 - Handlungszeit: August 1290 - Mai 1291 NGZ (4877 - 4878 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: DaGlausch   Salmenghest            
Zeitraum: April 1291 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 91993
Ausstattung:  Clubnachrichten Nr.310
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

In der Milchstraße konnte ein großer Sieg errungen werden - wenngleich unter hohen Opfern: Die Kosmische Fabrik MATERIA wurde am Schwarzen Loch im Zentrum der Menschheitsgalaxis vernichtet. Damit ist im Frühjahr 1291 Neuer Galaktischer Zeitrechnung eine große Gefahr für die Menschheit und für die gesamte Koalition Thoregon beseitigt.
Thoregon selbst ist immer noch in einem Prozeß der Entstehung. Die Koalition aus sechs Superintelligenzen und sechs Völkern aus sechs Galaxien will sich für den Frieden im Kosmos einsetzen. Mächte von gewaltigem Einfluß scheinen etwas gegen diese Pläne zu haben, die auch von Perry Rhodan noch nicht vollständig durchschaut werden können.
Die Kämpfe in der Milchstraße sind nur eine Ebene des Konflikts, der sich seit langem anbahnte. In der Galaxis Chearth steht beispielsweise noch die letzte Entscheidung an: Auf der einen Seite gibt es hier die Flotten der Algiotischen Wanderer, die den Sonnentresor mit den Guan a Var öffnen wollen, auf der anderen Seite die Flotten der Chearth-Bewohner, denen mittlerweile Terraner, Haluter und Maahks aus der Milchstraße und Andromeda zur Seite stehen. Und es gibt eine ganz andere Ebene, mit der auf der Erde beispielsweise schon gar niemand mehr rechnet: In der Galaxis DaGlausch, in die es Terraner verschlagen hat, steht das Superbeben bevor.
Über dem Planeten Thorrim haben sich mittlerweile jene sechs Superintelligenzen eingefunden, die hinter dem Thoregon-Konzept stehen. Sie planen den entscheidenden Augenblick für das Konstituierende Jahr - es ist der VORSTOSS IN DEN KESSEL ...

 
Die Hauptpersonen
Reginald Bull Der Terraner hat einen langen Marsch vor sich
Alaska Saedelaere Der Mann mit der "Haut" ist Pilot eines Virtuellen Schiffes
Lotho Keraete Der Bote der Superintelligenz gibt karge Auskünfte
Fee Kellind Die Kommandantin der SOL fliegt ihren härtesten Einsatz
ES Die Superintelligenz sucht eine Entscheidung

Allgemein
Titelbildzeichner: Ralph Voltz
Innenilluszeichner: Alfred Kelsner   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Im Kessel
PR-Kommunikation: Spaceshop der PR-FanZentrale: Fan-Edition gestartet
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Yves Harms / Jürgen Pettke / Matthias Kost / Marco Scheloske / Rainer Zandt / Andreas Kulhawy / Brigitte und Diana Matschulat / Wilfried Lohse / Stephan Schmidt / Wolfgang Hagelkruys / Axel Grochowski / Thomas Touzimsky / Michael Schäfer / Jürgen Schaak / Andreas Bauer
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Accalauries    Altmutanten     Bull, Reginald    Kesselbeben    Kosmokraten    Kytoma    Lautareen    Thorrtimer                                       
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal
Journaldaten: Nummer: / Seite:
Journalgrafik:
Journaltitel:
Journalnews:

Clubnachrichten
Clubdaten: Nummer: 310/ Seiten: 3
Clubgrafik: Christel Scheja: Titelbild von Baden-Würtemberg Aktuell 192
Nachrichten: Markus Müller: Kontakte / PR und SF-Stammtisch Argwöhnische Entitäten Niederrhein - Dirk Lenzkes / PR-Stammtisch Hagen - Gerhard Börnsen / SF-Gruppe Hannover - Fred Körper / SFC Baden-Würtemberg - Michael Baumgartner
Fanzines: Die Stimme von Morgen 8 - Markus Gickeleiter / Follow 363 - Fantasy Club e.V. / Counterclock 5 - Wolf von Witting / Am Ende der Unsterblichkeit - Dr.Holger Eckhard
Magazine:
Fan-Romane:
Internet:
Veranstaltungen:
Sonstiges: Mitfahrzentrale Weltcon 2000

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nummer: - Seiten:
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Reportriss: :

Innenillustrationen

Wanderer - SOL
Zeichner:  Alfred Kelsner  
Seite:23
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Eine Holoprojektion zeigte die Landschaft rings um die SOL sowie eine Karte der Scheibenoberfläche. Die goldene Hantel schwebte aufrecht über einer Wüste, etwa zweihundert Kilometer von der Maschinenstadt Wanderers entfernt.


Zeichner:  
Seite:
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Alaska Saedelaere operiert seit einiger Zeit mit seinem Virtuellen Schiff am Rande des Kessels von DaGlausch. Der Unsterbliche spielt mit den technischen Möglichkeiten seines Schiffes und beherrscht es in seine Funktionen so perfekt, als wäre Alaska und die VIRTUA/18 zu einer Einheit verschmolzen. Die VIRTUA/18, die Alaska etwas persönlicher in KYTOMA umbenannt hat, ist nur ein Teil einer ganzen Flotte von hochtechnisierten Raumfahrzeugen, die in einem Jahrtausende dauernden Fertigungsprozess von den Baolin-Nda gebaut wurden.  In den vergangenen Wochen am Rande des Kessels hat Alaska immer wieder unbekannte Objekte geortet. Eine Verfolgung oder Identifizierung dieser Objekte gelang ihm bisher jedoch nicht.
 
Am 19. April 1291 NGZ beginnen die Geschehnisse im Thorrtimer-System eine Eigendynamik zu entwickeln. Abrupt verlässt Wanderer den Orbit um Thorrim und trifft sich mit den anderen 5 Superintelligenzen an einer Koordinate, 10  Lichtsekunden von Thorrim entfernt. Alle 5 Manifestationen landen auf Wanderer, der daraufhin beschleunigt und das System verlässt. Lotho Keraete gibt nur äußerst sparsame Erklärungen für die Besatzung der SOL ab, jedoch lässt der Bote von ES verlauten, das die 6 Superintelligenzen den Rat von Thoregon bilden werden und das an einem Ort, der PULS genannt wird. Was es damit genau auf sich hat und wo dieser Ort liegt, verschweigt Keraete jedoch. Keraete gibt jedoch eine andere Information Preis, nämlich den Grund warum die Bewohner Alashans an der Flucht von den Superintelligenzen gehindert wurden. ES hat die Bewohner, oder besser ihr paranormales Potential aufgeladen um das Thorrtimer-System vor den zunehmenden Kesselbeben zu schützen. Die Anwesenheit der Alashaner ist somit die Sicherheitsgarantie für all die Flüchtlinge, die es geschafft haben das System zu erreichen. Dank der Menschen von Alashan ist die Region um Thorrim zu einer Oase der Sicherheit geworden, für die Menschen selbst und jene die Asyl fanden.
 
Am Rande des Kessels hat Alaska kurz darauf eine denkwürdige Begegnung. Er ortet Wanderer und vernimmt die Stimme von ES, die ihn anweist, mit den Virtuellen Schiffen eine Abschirmung zu bilden und den Kunstplaneten mitsamt den 5 anderen Superintelligenzen in die Mitte zu nehmen. Ziel ist das Hyperphysikalische Zentrum des Kessels. ES lässt keinen Zweifel daran aufkommen das dies ein Befehl und nicht etwa eine Bitte ist. Wenn Thoregon nicht innerhalb der nächsten 10 Tage gebildet wird, dann bedeutet das den Tod für alle Bewohner der Galaxis, einschließlich der Superintelligenzen und wahrscheinlich sogar den Exodus ihrer Mächtigkeitsballungen.
 
Das Eintauchen in den Kessel erleben alle Beteiligten unterschiedlich. Bekannte Freunde aus der Vergangenheit, kurzzeitig aus dem Kollektiv von ES entlassen, manifestieren sich und stehen den Betroffenen bei. So trifft Gucky unter anderem auf seine frühere Lebensgefährtin Iltu, die ihm offenbart, das alle Mausbiber deren Körper beim Exodus von Tramp gestorben sind, noch immer in vergeistigter Form im Kollektiv von ES weiterleben. Guckys lange Suche nach seinen Rassengenossen ist somit an einem Ende angekommen. Aber auch andere Persönlichkeiten erscheinen und stehen ihren Freunden beim Flug in den Kessel bei. Harno, Ras Tschubai, Fellmer Lloyd, Andre Noir, Takvorian und viele andere.
 
Durch die höherdimensionalen Stürme des Kessels gelingt schließlich der Durchbruch in dessen hyperphysikalisches Zentrum. Augenblicklich herrscht Stille. Die tobenden Energien sind verschwunden. Statt dessen messen die Orter aller Virtuellen Schiffe und der SOL ein unglaubliches Objekt an. Einen gigantischen Pilzdom! Das Objekt hat eine Gesamthöhe von 104 Kilometern! Allein der Stamm durchmisst 23 Kilometer. Der größte Teil des Stammes ist tiefschwarz, ohne Kontur, und hebt sich kaum gegen die Schwärze des Hintergrundes ab. Der "Hut" besitzt eine leichte Hohlwölbung, so das an der Grenzlinie des Stammes, in Höhe der Krempenkante ein umlaufender Balkon angemessen werden kann. In Relation zu dem gigantischen Objekt wirkt dieser "Balkon" nur wie ein feiner Strich, in Wirklichkeit misst er immerhin 120 Meter. Das obere Drittel des Pilzhutes besteht aus dem selben, silbern schimmernden Material wie die bekannten Pilzdome, hat allerdings im Vergleich zu den kleineren Domen einen Hut-Durchmesser von 88 Kilometern. Die Konvexe Fläche ist über und über mit Gebäuden von bis zu 100 Metern Höhe bedeckt und wirkt wie eine dicht besiedelte Großstadt.
 
Die Ankömmlinge sind sprachlos. Man schreibt den 26.April 1291 NGZ. Es sind noch 3 Tage bis zum Ablauf der Frist für die Konstitution Thoregons.

 
Rezension

-

 

   
Inhaltsangabe 2

Es ist Mitte April 1291 NGZ, als sich die 18 Virtuellen Schiffe am Rand des Kessels von Salmenghest und DaGlausch einfinden. Alaska Saedelaere, der seiner VIRTUA/18 inzwischen den Namen KYTOMA gegeben hat, unternimmt am 17. April einen ersten Vorstoß in die äußere Zone des Kessels. Er beobachtet dabei ein unbekanntes Objekt, das 60 Kilometer misst und von einer 200 Kilometer durchmessenden Ruhezone umgeben ist. Der Hautträger kann dem Gebilde nicht folgen und am 19. April ruft Toricelly ihn zurück und teilt mit, dass der erwartete Passagier eingetroffen sei.
 
Im Thorrtimer-System ist Mondra Diamond auf die SOL gewechselt, die weiterhin auf Wanderer parkt. Lotho Keraete äußert gegenüber Reginald Bull, dass das System bis zur Entstehung des Thoregons vor Kesselbeben bewahrt bleibt. Dies sei an das paranormale Potenzial der anwesenden Individuen gekoppelt, das von den Superintelligenzen entsprechend aufgeladen wurde. Die Asylanten im System sollen in Zukunft die Keimzelle für einen multikulturellen Bund sein.
 
Anschließend gehen Wechselbalg, Nisaaru, der Würfel Zero, der Stern von Baikolt und der Zweigkanal des Äolentors auf der Kunstwelt von ES nieder und bilden mit der Maschinenstadt ein Abbild der Thoregon-Wabe. Die Superintelligenzen wissen, dass das Konstituierende Jahr im PULS vollendet werden muss, dass es dann Leben hinter dem Proto-Tor geben wird und dann die Beschränkung endet, die notwendig war, damit durch die Transformation das »NEUE« entstehen kann!
 
Innerhalb einer Stunde erreicht Wanderer den Standort der Virtuellen Schiffe am Kesselrand und ES erklärt, die Superintelligenzen müssten bis zum 29. April in dessen exaktes hyperphysikalisches Zentrum gebracht werden. Das jedoch können sie nicht allein bewältigen, weil die Bedingungen im Kessel in Wechselwirkung mit der Seinsstruktur der Superintelligenzen stehen. In diesem speziellen Fall können die Superintelligenzen die Raumzeit nicht manipulieren, da im Schnittpunkt kosmischer Entwicklungslinien ihre Entfaltungsmöglichkeiten enden. Entsprechend müssen die Superintelligenzen von ihrer Position relativer Allmacht herabsteigen, um das NEUE einleiten zu können.
 
Die Virtuellen Schiffe positionieren sich um Wanderer und die UHF-Emissionen ihrer Netzwerkhüllen bewirken ein gemeinsames Kraftfeld, das durch die Anlagen der Maschinenstadt verstärkt wird. Für diese Aufgabe werden eigentlich 20 Raumschiffe benötigt, daher erhalten die Piloten auch Unterstützung. Auf der KYTOMA erscheinen Gucky und Blo Rakane, die dem Hautträger erklären, das gesichtete Objekt müsse eine Kosmische Fabrik sein.
 
In vier weiteren Virtuellen Schiffen tauchen als Helfer Gharrer-ähnliche Saarer auf, Manifestationen von Nisaaru, in drei Einheiten sind es Clowns der Superintelligenz Wechselbalg, in den übrigen erscheinen Materialisationen aus dem Bewusstseinspool von ES: Zu Toricelly auf der VIRTUA/1 gesellt sich Betty Toufry, zu Dirkess auf der VIRTUA/2 Kitai Ishibashi, zu Trekarri auf der VIRTUA/3 André Noir, zu Koonz auf der VIRTUA/5 Tama Yokida, zu Zuthanakawanathe auf der VIRTUA/15 Wuriu Sengu. Des Weiteren materialisieren noch Ribald Corello, Merkosh und Balton Wyt. Und auf der KYTOMA erlebt der Ilt eine riesige Überraschung, denn Iltu taucht auf. Die Mausbiberin teilt Gucky mit, dass ES einst nicht nur die Mausbiber in sich aufgenommen habe, die bei der Vernichtung von Tramp starben, sondern auch alle später geborenen Ilts. Weil mit Thoregon ein Wendepunkt erreicht wird, hat ES Iltu gestattet, Gucky wiederzusehen.
 
Es kommt noch zu weiteren unverhofften Begegnungen: Tautmo Aagenfelt erhält Besuch von Arno Hieronymus Kalup und Geoffry Abel Waringer. Sie hinterlassen ihm ein Update des legendären Waringer-Files. Diamond wird von Mory Rhodan-Abro und Suzan Betty Rhodan-Waringer aufgesucht. Dalaimoc Rorvic und Tatcher a Hainu betreten SENECA und bauen ein Stabilisierungsfeld für dessen Zellplasma-Komponente auf. Bull muss sich derweil mit jenem Revolverhelden auseinandersetzen, der sich wiederholt Besuchern Wanderers in den Weg stellte. Da ihm kein Colt-Revolver der Marke Peacemaker zur Verfügung steht, erschießt er ihn mit seinem Finger. Anschließend beobachtet er kurz den Pseudo-Neandertaler Lord Zwiebus.
 
Vor dem Aufbruch des Verbands betont Keraete, dass auf keinen Fall der Paratronschirm der SOL aktiviert werden darf. Saedelaere ist mit der KYTOMA Hauptkoordinator des Vorstoßes in den Kessel. Ihm steht dabei auch Harno zur Seite. Während der Schiffsverband in immer kürzer werdenden Etappen in das Wirrwarr des Kessels eindringt, wird der Hautträger von Erinnerungen an Kytoma, die Säule in der Stadt Tapura, an den Cyno Schmitt und dem Anzug der Vernichtung, an die Zeitbrunnen der Mächtigen, an Ganerc-Callibso und dessen Puppen gequält.
 
Während des Vorstoßes wird die SOL durch eine Art Teleportation auf Wanderer hin- und herversetzt. Dabei gehen von dem Carit der SOL-Hülle Emissionen aus, die den 3500 Personen an Bord eine quälende körperliche Erhitzung vorgaukeln, die tatsächlich aber nicht stattfindet. Trotzdem sehen sich Bull und Fee Kellind am 23. April gezwungen, die SOL zu evakuieren.
 
Die Menschen fliehen durch eine brütende Wüste und versuchen eine Oase zu erreichen. Unterwegs sterben 97 Personen an Herzversagen. Die Überlebenden werden von Tako Kakuta, der von Takvorian und dem Earl Guye of Llandrindod begleitet wird, mit Wasser versorgt. Kurz darauf erhält Bull von ES den Auftrag, zum Hantelschiff zurückzukehren. Auf seinem Rückweg stößt er auf einen Haufen zerstörter Zellaktivatoren, erblickt Einhörner und begegnet Ras Tschubai, Fellmer Lloyd, John Marshall und Allan D. Mercant. Dann sieht er seinen eigenen Körper rapide altern und findet sich in einer unbegreiflichen Finsternis wieder. Von ES angetrieben besteigt Bull eine schier endlose Treppe, die seine Existenz widerzuspiegeln scheint. Mit dem Erreichen der letzten Stufe erreichen am 26. April die Virtuellen Schiffe und Wanderer ihr Ziel – und Bull sowie die gesamte Besatzung materialisieren wieder auf der SOL. Der Freund Perry Rhodans begreift, dass er in einer Traumzeit gefangen war.
 
Die Menschen auf dem Hantelschiff kommen auch jetzt nicht zur Ruhe, denn die hyperphysikalischen Begebenheiten des Kesselzentrums drohen das Schiff zu zerstören. Trotz des Verbotes durch Keraete wird der Paratronschirm aktiviert – und schlagartig befindet sich die SOL in einem sternenlosen Raum. In einer Lichtsekunde Entfernung schwebt ein 104 Kilometer langer Pilzdom, dessen Stamm 23 Kilometer und dessen Hut 89 Kilometer misst. Unter der Krempe stehen auf einer Galerie Gebäude und ebenso auf der Oberfläche des Hutes. Diese messen bis zu 100 Meter. Wo sind sie gelandet?

Perrypedia


Kommentar / Computer

Im Kessel

Auf den ersten Blick handelt es sich beim Kessel der Doppelgalaxis DaGlausch/Salmenghest zunächst um ein zwar bedrohliches, aber durch die kollidierenden Einzelgalaxien erklärbares Phänomen. Denn daß mit solchen Kollisionen Prozesse verbunden sind, die nicht allein auf die konventionellen Wechselwirkungen beschränkt bleiben, sondern höhergeordneter Art sind, ist weder neu noch außergewöhnlich. Sogar die Beobachtung, daß im 5000 Lichtjahre großen Kessel permanent hyperphysikalischer »Überdruck« produziert wird, dessen abfließende Hyperenergie dann in Gestalt der Kesselbeben freigesetzt wird, braucht nicht zu verwundern. Aufmerken läßt dagegen die absolute Unzugänglichkeit dieses Gebietes - immerhin hat Shabazza in seiner Tarnung als Direktor 10 über lange Zeit versucht, in den Kessel einzudringen, ohne daß es ihm gelang. Wie es aussieht, half hierbei nicht einmal die ihm zur Verfügung stehende, mit Carithülle und Hypertakt-Triebwerk ausgestattete SOL. Und das will schon etwas heißen ... Sofern der Vergleich mit einem »Kessel« ein konkretes Modell darstellt und nicht nur eine allegorische Umschreibung ist, hilft uns vielleicht eine nähere Betrachtung weiter:
 
Ein solcher Kessel ist ein Behälter, der, beispielsweise mit Wasser gefüllt, zur Erhitzung eben dieses Inhalts benutzt wird; eine Öffnung oder ein Überdruckventil dient der Entlastung, und eine äußere Wärmequelle liefert die Energie. Energiequelle sind zweifellos die beiden Galaxien - Magnet- und Gravitationsfelder überlagern bei der Kollision, vereinzelt können sogar Einzelsterne aufeinanderprallen, zu Novae werden, und auch die mit den Sonnen verbundenen hyperenergetischen Emissionen bilden ein Interferenzmuster mit typischen Bereichen von gegenseitiger Verstärkung und Abschwächung. Einen »Behälter« im eigentlichen Sinne gibt es im Weltraum naturgemäß nicht, doch es ist anzunehmen, daß die mit oben beschriebener Überlagerung verbundenen Randbedingungen einen vergleichbaren Effekt zur Folge haben, während die normale Raumzeitstruktur analog dem Kesselwasser zu sehen ist. Wird dieses »Wasser« erhitzt, sprich: von außen Energie zugeführt, kommt es zunächst zu heftigeren Bewegungen der Moleküle, verbunden mit Konvektionsströmungen, Turbulenzen, schließlich zum »Brodeln«. Moleküle, die auf diese Weise ausreichend Überschußenergie erlangen, verdampfen; der »Druck im Kessel« erhöht sich. Ist ein Überdruckventil vorhanden, kommt es in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zur »Entlastung« - Dampf schießt aus ihm heraus. Die Bewegung der Galaxien, ihr »Schmirgeln« in Verbindung mit den dabei freigesetzten konventionellen und übergeordneten Kräften, entspricht einem »Brodeln« der normalen Raum-Zeit-Struktur; es kommt zu Deformationen und Verzerrungen, und die Überdruckentladung findet ihr Gegenstück in den Kesselbeben. Resonanzeffekte werden hier eine Rolle spielen - sprich: ein Mitschwingen der jeweils betroffenen Sonnen, sofern die vom Kessel ausgehenden Emissionen den Eigenschwingungen entsprechen. Im Extrem führt es zum gegenseitigen Aufschaukeln, einer typischen »Resonanzkatastrophe«. Verzerrungen und der vorhandene »Überdruck« bieten eine erste Erklärung, warum ein Eindringen in diesen Bereich unmöglich ist, sofern keine besonderen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, wie sie zweifellos die Virtuellen Schiffe bieten. Das erwartete Superbeben ließe sich mit einer »Explosion des Kessels« erklären, weil der aufgebaute Überdruck über das Ventil nicht schnell genug abgebaut werden kann und die Kesselwandung der Belastung nicht mehr standhalten kann ... Ist das alles?
 
Vom Grundsatz her haben wir es mit Prozessen zu tun, die bei allen erschreckenden Nebenwirkungen dennoch natürlichen Gesetzmäßigkeiten folgen; im Prinzip sogar recht einfachen, wenn unser Wasserkessel-Modell nicht zu sehr hinkt. Das besondere Interesse der Thoregon-Superintelligenzen legt jedoch die Vermutung nahe, daß es sich um etwas Besonderes handeln muß, um Effekte, die - vielleicht beim gegenseitigen Aufschaukeln - in Bereiche von ganz anderer Qualität umzuschlagen scheinen. Daß sogar sie, in geballter Konzentration von sechs überlegenen Entitäten, nicht so ohne weiteres in den Kessel einzudringen vermögen, stimmt sehr nachdenklich. Kommt doch die Fixierung auf einen genauen Termin und seine Einhaltung hinzu, was gar nicht zur sonst mit Superintelligenzen postulierten »Überzeitlichkeit« und ihrer Ausnutzung von paranormalen und auf den Hyperraum bezogenen Möglichkeiten in Übereinstimmung zu stehen scheint. Die mit dem Kessel verbundenen Kräfte beziehungsweise das Umschlagen zu einer »neuen Qualität« müssen also deutlich größer sein, als zunächst angenommen. Wir wissen, daß die Virtuellen Schiffe konstruiert wurden, um eine energetische Manipulation vorzunehmen, bei der die »Eigenschaft des Raumes selbst zu verändern« sei, auf einem »sehr hohen, kosmischen Niveau«, und weiterhin soll »der PULS entstehen, der für den Aufbau von Thoregon unabdingbar ist«. Was ist also »Thoregon« genau? Was haben wir uns unter diesem ominösen »PULS« vorzustellen? Mit Blick auf die »Dienstanweisung« der Diener der Materie und unserer Vermutung, Thoregon und die Beschaffung und Konservierung des Ultimaten Stoffes könnten miteinander zu tun haben, fragt sich, ob hier nicht etwas abläuft, was möglicherweise an den Grundfesten des bisherigen Weltbildes rüttelt ...
 
Apropos 1993:
In Moskau kommt es zum Putsch gegen Boris Jelzin; die CSSR wird in die souveränen Staaten Slowakische und Tschechische Republik geteilt; Federico Fellini stirbt; Nelson Mandela und Frederik des Klerk erhalten den Friedensnobelpreis; ein Bombenanschlag islamischer Fundamentalisten erschüttert das World Trade Center in New York; Buch des Jahres ist »Die Akte«; Film des Jahres »Jurassic Park«.

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Die Superintelligenzen sowie die Menschen an Bord der SOL haben ihr Ziel erreicht - wobei dieses Ziel für die Menschen eine riesige Überraschung darstellt. Wie es nun im Kessel weitergeht, kann noch niemand ahnen ...
 
Ahnen kann auch niemand in DaGlausch etwas von den erschreckenden Geschehnissen, die sich jetzt auf der Erde und im Solsystem anbahnen. Terra steht erneut im Zentrum des Geschehens, und ein Mann wittert seine große Chance.
 
Diesen PERRY RHODAN-Band schrieb H. G. Francis. Der Roman erscheint in der nächsten Woche unter folgendem Titel:
 
DER LETZTE GENERAL

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