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Erstnennung Zyklus:
34 - TERRANOVA
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Eintragsdatum:
27.12.2017
Letzte Änderung:
27.12.2017

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Encyclopädia Terrania:
Terra-Nostalgiker
Alias
Terra-Nostalgiker
Weitere Bezeichnung
Terra-Nostalgiker

Beschreibung - Autor: Perrypedia

Als Terra-Nostalgiker werden Personen bezeichnet, die altes Terranisches Brauchtum pflegen. Auch eine politische Partei der Stardust-Menschheit trägt diesen Namen.
 
Allgemeines
Nach der Monos-Herrschaft, verstärkt seit circa 1320 NGZ, entwickelten zahlreiche Terraner infolge des Verlusts der eigenen kulturellen Identität, den die Menschheit durch die lange Zeit der Vernetzung im Simusense erlitten hatte, ein besonderes Interesse an der Vergangenheit ihres Heimatplaneten Terra. Diese als Terra-Nostalgiker bezeichneten und von vielen als »Spinner« belächelten Personen waren bestrebt, altes Brauchtum wiederzubeleben und vergangene Epochen terranischer Geschichte nachzuerleben.
 
Informationen über die Objekte ihrer teilweise sehr unterschiedlichen Faszination entnahmen die Terra-Nostalgiker hauptsächlich aus den Archiven des lunaren Rechners NATHAN, beachteten dabei aber nicht, dass die dort gespeicherten Daten teilweise unvollständig oder verfälscht waren. Da manches von den Terra-Nostalgikern auch falsch interpretiert oder stark übertrieben wurde, waren die Ergebnisse der Terra-Nostalgiewelle mitunter so bizarr, dass ein Zeitzeuge der jeweiligen Geschichtsepoche wegen der Entstellungen entsetzt gewesen wäre.
 
Beispiele für von Terra-Nostalgikern »wiederbelebte« Traditionen:
  • Der rheinische Karneval
  • Die neapolitanische Camorra
 
Terra-Nostalgiker von Stardust
Zu den 804 Millionen Siedlern, die bis zum 13. November 1346 NGZ die Teletrans-Weiche durchquerten und im Stardust-System eine neue Heimat fanden, gehörten offenbar so viele Terra-Nostalgiker, dass eine gleichnamige Partei ins Parlament gewählt wurde. Sie hatte jedoch nur den Status einer Splittergruppe. (PR 2508) Dennoch eröffneten sie im Jahre 1463 NGZ ein repräsentatives Büro im öffentlich zugänglichen Bereich von Ares-Alpha, das als kulturelle Anlaufstelle dienen sollte. (PR 2523)


Quellen: ..., PR 2508, PR 2523
Beschreibung 2 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 3 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 4 - Autor:


Quellen:









Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Terra-Nostalgiker

Schon die Versetzung der Erde in den Mahlstrom und die damit verbundene bpätere Aufnahme von 20 Milliarden Menschen durch ES hatten Terra quasi die »Urbevölkerung« gekostet, sodass in den Jahrhunderten nach dem »Unternehmen Pilgervater« zur Wiederbesiedlung zwar eine neue Menschheit heranreifte, diese jedoch aus Nachkommen ehemaliger Auswanderer und Kolonisten entstanden war. Später dann hatten die galaktischen Völker insgesamt, im Besonderen aber die Terraner, in den »Dunklen Jahrhunderten« der Monos-Diktatur mehr als nur die Freiheit verloren. Ab etwa 580 NGZ waren alle Bewohner des Solsystems an das Simusense genannte syntronische Netzwerk angeschlossen gewesen, so dass diese Sise-Bürger nur mehr ein Scheinleben führten, von der Realität in eine fiktive Erlebniswelt geführt, die die Betroffenen in einer minillusion gefangen hielt. Nach der Befreiung von Monos im Jahr 1147 NGZ hatte Terra noch lange mit den Simusense-Nachwirkungen zu kämpfen - bis Mitte 1149 NGZ waren 750 Millionen Menschen befreit; im Mai 1163 NGZ lebten auf Terra wieder drei Milliarden Menschen, nur noch 20.000 waren im Simusense vernetzt. Was sich in diesen Sätzen vergleichsweise »leicht« anhört, stellte in Wirklichkeit eine Zäsur ohnegleichen dar, die in mancher Hinsicht selbst jetzt noch nicht überwunden ist. Abgesehen davon, dass seither nur knapp 200 Jahre verstrichen sind und im Jahr 1333 NGZ noch immer viele Menschen leben, die Simusense als Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener am eigenen Leib erlebt haben, bedeutete diese Scheinwelt nicht nur Unfreiheit.
 
Sie beraubte die Menschheit ihrer Vergangenheit und verhinderte ihre Weiterentwicklung, war gewissermaßen ein »Komplettaustausch des kollektiven Bewusstseins« vor allem der Erdbevölkerung, nachdem bereits zuvor schon die »Körper« durch Neusiedler ersetzt worden waren. Dass die weiteren Krisen keineswegs eine ruhige Entwicklung gestatteten und die Atempausen stets nur wenige Jahrzehnte umfassten, mag vordergründig zwar ganz gut »weggesteckt« worden sein, dürfte aber unter der Oberfläche in vielfacher Hinsicht bohren und nagen. Letztlich ist es zweifellos mit ein Hauptgrund, weshalb »die Terraner« noch längst nicht richtig »zu sich selbst zurückgefunden« haben. Wie auch? - Sie. sind ja genau betrachtet nicht einmal mehr die »Urterraner«. Insbesondere der Verlust der eigenen Vergangenheit, der Traditionen, Überlieferungen und was sonst alles dazugehörte durch die Simusense-Versklavung führte schon recht bald nach der Befreiung aus der Scheinwelt zu einer Entwicklung, die bis heute anhält und eher stärkeren als schwächeren Zulauf erlebt. Mehr und mehr Menschen, anfangs belächelt oder als »Spinner« abgetan, wurden zu so genannten Terra-Nostalgikern, zu Leuten, die Vergangenes pflegten, aus NATHANS und anderen Archiven hervorkramten und bis in die letzten Haarspitzen hinein mit Leben erfüllten - mitunter sogar so sehr, dass es einen echten Vertreter der jeweiligen Zeit und Umgebung eher erstaunt oder gar entsetzt hätte.
 
In vielen Dingen kam es natürlich auch zu massiven Übertreibungen, um nicht zu sagen puren Entstellungen. Ein Ende dieser Entwicklung ist noch lange nicht abzusehen. Zweifellos wird es in der einen wie der anderen Richtung Pendelausschläge geben, ehe ein gutes und gesundes Verhältnis zwischen Altem und Neuem erreicht sein wird - einschließlich aller mit einem solchen Zustand der Selbstsuche und der damit bis zu einem gewissen Grad zweifellos vorhandenen »Instabilität« verbundenen Aspekte. Der Schauplatz des vorliegenden Romans ist hierfür markantes Beispiel. Wie viele andere Städte auch hat Neapel die »Dunklen Jahrhunderte« nur im zerfallenen, heruntergekommenen oder sogar zerstörten Zustand überstanden. Rasch wurde jedoch der Wiederaufbau in Angriff genommen, bei dem viele Terra-Nostalgiker ihren Einfluss geltend machten und beispielsweise dafür sorgten, dass Straßennamen und dergleichen weitgehend im »klassischen Italienisch« gehalten sind. Ein Großteil der etwa 1,5 Millionen Bewohner spricht neben dem Interkosmo den spezifischen neapolitanischen Dialekt. Neapel gilt als hervorragendes Beispiel für die gute Kombination von »Altem« und »Modernem«. Die Kernstadt entspricht vom Flair weitgehend dem 20.1 21.Jahrhundert alter Zeitrechnung, ohne jedoch dessen negative Seiten ebenfalls übernommen zu haben,während am Stadtrand sowie im Golf von Neapel selbst modernste Hochhäuser errichtet wurden und sich hinter »alten« Fassaden moderne Technik verbirgt, die zu einem großen Teil inzwischen sogar auf die neuen Bedingungen der Hyperimpedanz umgerüstet ist

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