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Volkszugehörigkeit:
Rubrik:
Technik
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Erstnennung in Zyklus:
30 - MATERIA
Nennungen in Zyklus:
Eintragsdatum:
29.01.2018
Letzte Änderung:
29.01.2018

Quellenliste:
PR-Heft:
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Computer / Kommentar:
1972   1973           
Lexikon I:
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Atlan-Lexikon in HC:
Encyclopädia Terrania:
Semi-Manifestation
Alias
Semi-Manifestation

Beschreibung - Autor: Perrypedia

Semi-Manifestation oder Semi-Transition ist die Bezeichnung für einen teils-entmaterialisierten, also im übergeordneten Kontinuum aufgegangenen Zustand.
 
Theoretische Überlegungen
Der asymptotische Grenzwert nahe »0« Kalup umschreibt hierbei eine/die konkret manifestierte Zustandsform mit geringen/nahezu ohne Hyper-Komponenten. Je mehr der Kalup-Betrag (Kappa) gegen »1« strebt, desto intensiver ist die Entrückung aus dem Normalkontinuum im Sinne einer »unvollständigen Transition«/ Semi-Manifestation, wobei exakt »1« dann die »geringstmögliche« Form einer vollständigen Entmaterialisation darstellt.
 
Je mehr sich Kappa dem Wert »1« annähert, desto weniger wirken die konventionell-physikalischen Einflüsse und Gesetze auf das Objekt. Das heißt, es erfolgt eine optisch-visuelle Verzerrung bis zur Transparenz, weil eine elektromagnetische Wechselwirkung beeinträchtigt wird.
 
Anwendung
Der Effekt der Semi-Manifestation wird zur Andruckabsorption benutzt. (Traversan 6)


Quellen: Traversan 6
Beschreibung 2 - Autor: Perrypedia


Quellen:
Beschreibung 3 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 4 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 5 - Autor:


Quellen:


Verweise:








Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Semi-Manifestation I

Jedes Volk, das im Zuge der hyperphysikalischen Forschung mit Transitions-Strukturfeldern experimentiert, stößt nahezu zwangsläufig auf ein bemerkenswertes Phänomen, von dem sich eine ganze Untergruppe der sogenannten Transitions-Technologie ableitet: Während vollständig geschlossene Strukturfelder im allgemeinen zur tatsächlichen Transition führen, also zu einer Entstofflichung mit anschließender Rematerialisierung, bewirken unvollständig geschlossene Strukturfelder innerhalb ihres Wirkungsbereichs das Entstehen einer Mischzone zwischen konventioneller und übergeordneter Struktur, verbunden mit dem Effekt, daß Wechselwirkungen des Standarduniversums bis zu einem gewissen Grad »verdrängt« und somit (nahezu) nicht wirksam werden. Häufig spricht man deshalb von »separaten Raumzeitnischen« oder »beruhigten Zonen«; umschrieben wird das Phänomen an sich als Semi-Transition oder Semi-Manifestation: lateinisch semi = »halb, teilweise«; lateinisch manifestus = eigentlich »handgreiflich machen«, zu manus »Hand«.
 
Bei den Terranern wird Manifestation deshalb im Gegensatz zu Materialisation dann verwendet, wenn es sich um eine »ganzheitliche Verkörperung« dreht, die auch »unstoffliche Qualitäten« einschließt. Vor allem drei Hauptkomponenten sind mit der Anwendung von Semi-Manifestation verbunden, nämlich Andruckabsorption (Trägheitsdämpfung), Schwerkraftsimulation (künstliche Gravitation) und Aufhebung der Schwerkraft (Antigravitation). Ihr kombinierter Einsatz ist einerseits für jede moderne Raumfahrt unabdingbar, andererseits kommen sie durch ihre weite Verbreitung ohne Rücksicht auf die Kenntnis der exakten Wirkungsmechanismen zum Einsatz. Unter dem Strich ergibt sich deshalb ein pragmatischer Gewöhnungseffekt, der dem der Menschen des ausgehenden 20. Jahrhunderts zum »Strom« gleichkam, sprich der elektrischen Energie und ihrer Nutzung: Einsatzmöglichkeiten und Geräte des täglichen Lebens waren Legion, tieferes Verständnis und Detailkenntnis dagegen auf einen kleinen Expertenkreis beschränkt - für den Rest kam »Strom aus der Steckdose« ... Feldstrukturen, bei denen der Grad der Entrückung zwar kontinuierlich Richtung »endgültigem Entmaterialisationspunkt« gesteigert werden muß, sich diesem aber nur asymptotisch annähern darf (weil mit vollständiger Schließung des Feldes eine Transition das Objekt ganz aus dem Standarduniversum reißt), machten für die Feinjustierung eine Handhabung notwendig, die erst durch Prof. Dr. Arno Kalups Halbraumforschung und die Einführung des »Kalups« als neue Maßeinheit für das hyperenergetische Spektrum auf eine sichere Basis gestellt wurde: Seither scheiterte man nicht mehr an der Stabilisierung, die ab einem gewissen Punkt bis dato stets zur vorzeitigen Transition geführt hatte.
 
Definitionsgemäß wird dem (Grenz-)Wert von exakt einem Kalup der Übergang (= Entmaterialisation) eines konventionell-manifestierten Objekt vom Standarduniversum zum potentiell-holistischen Zustand des n-dimensionalen Kontinuums zugewiesen. Der Bereich von 0 bis 999,99-Periode Millikalup (mKl abgekürzt) umfaßt die Semi-Manifestation, wobei die eigentliche »Entrückung« erst ab etwa 750 mKl deutliche Wirkung zeigt. Daß höhere Hyperfrequenzen der Kalup-Skala stets ganzzahlige Vielfache von einem Kalup sind, Werte im Millikalupbereich also zwangsläufig für Semi-Manifestation stehen, sei an dieser Stelle nur der Vollständigkeit halber erwähnt (auf die weiteren Zusammenhänge wird gegebenenfalls an anderer Stelle einzugehen sein). Eine Feinjustierung von 999 mKl auf mehr als zehn bis zwanzig Stellen hinter dem Komma genau überschreitet im allgemeinen sogar die terranischen Möglichkeiten, erwies sich allerdings für die Praxis meist auch als überflüssig. Anders dagegen nun die Meßergebnisse, die Tautmo Aagenfelt und Blo Rakane im Umfeld der Kosmischen Fabrik MATERIA erhalten: Obwohl MATERIA nicht in einen direkt sichtbaren Schutzschirm gehüllt ist, zeigen die Beobachtungen, daß das Gebilde von einer recht ausgedehnten Blase umgeben ist, die zweifellos dem Effekt einer »beruhigten Zone« gleichkommt. Eine Auswertung der Emissionsdiagramme erweist sich als schwierig, doch man hat es hier mit einem Phänomen zu tun, das dem einer Semi-Manifestation grundsätzlich entspricht, in seiner Leistungsfähigkeit allerdings deutlich über die bekannten Werte hinausreicht.
 
Nach einer ersten Analyse sprechen Aagenfelt und Rakane von einem Entrückungsgrad durch Feinjustierung, der nur noch Bruchteile von der eigentlichen Transition entfernt ist - »Bruchteile«, die quasi in quantenmechanische Unschärfe hineinreichen! Heißt mit anderen Worten: Zu einem beliebigen Zeitpunkt der Beobachtung ist gar nicht eindeutig festzustellen, ob MATERIA überhaupt noch Bestandteil des Standarduniversums ist oder schon zum Hyperraum gehört - allein die angewandte Meßmethode entscheidet, ähnlich wie beim Wellen- und Teilchenaspekt von Materie. Weiterhin sieht es so aus, daß als Sekundärerscheinung das Feldinnere MATERIAS eine Enklave vertrauter Raum-Zeit-Struktur konserviert oder stabilisiert. Beides dürfte in einer Umgebung wie der nahe dem zentralgalaktischen Schwarzen Loch unabdingbar zu sein. Welche technologischen Erkenntnisse sich letztlich aus den gemachten Beobachtungen im einzelnen ableiten lassen, bleibt abzuwarten.
 
Apropos 1972:
Das Passagierschiff QUEEN ELISABETH brennt im Hafen von Hongkong aus; in Londonderry kommt es zum »Bloody Sunday«; die US-Sonde MARINER 9 sendet Fotos vom Mars; PIONEER 10 wird mit einer Botschaftstafel ins All gestartet; bei den olympischen Spielen in München kommt es zum Überfall arabischer Terroristen auf die israelische Mannschaft ...

Quellen: PR-Heft Nummer 1972
Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Semi-Manifestation II

Es ist schon ein sonderbares Team, das sich da im Vorfeld des Kommandounternehmens »Eindringen in MATERIA« zusammengefunden hat: einerseits Blo Rakane, der weiße Haluter, der sich zunehmend als der wichtigste Wissenschaftler seines Volkes erweist - andererseits Tautmo Aagenfelt, dessen hyperphysikalische Reputation angesichts seiner offensichtlichen Schwächen (insbesondere der »Feigheit« im Rahmen von Risikoeinsätzen) viel zu häufig keine Beachtung fand. Sich gegenseitig befruchtend, kann vor allem Tautmo zur Hochform auflaufen, denn hier bewegt er sich auf »vertrautem«, seiner Ausbildung und seinen geistigen Fähigkeiten entsprechendem Terrain. An Bord eines Raumschiffes wie der SOL, scheinbar ohne direkte Bedrohung für Leib und Leben, geht der Hyperphysiker ganz in seiner Aufgabe auf; nicht zuletzt wohl auch deshalb, um allen zu beweisen, daß er nicht nur der angstbibbernde Schwächling ist, sondern »was auf dem Kasten hat«. Schon die ersten Messungen, die die beiden Wissenschaftler vornehmen, bringen erstaunliche Ergebnisse. Sie belegen schwarz auf weiß, was zwar qualitativ bekannt, nicht jedoch in dieser Form quantitativ erfaßt war: Die bei der Kosmischen Fabrik zur Anwendung kommende Technologie ist die der Milchstraßenvölker um etliche Stufen überlegen!
 
Da die SOL in MATERIA ihre neue Form erhielt, ist es nicht weit hergeholt anzunehmen, daß Dinge wie Hypertakt-Triebwerk, leistungsunabhängig-kontinuierliche Hyperzapfung und verschiedenste Anwendungsformen des Carits Mindeststandard sein müssen, sofern nicht sogar deutlich bessere Umsetzungen vorhanden sind. Es handelt sich hier auch und nicht zuletzt um eine Frage des Vertrauens und von Sicherheitsaspekten: Cairol der Zweite und der MATERIA-Befehlshaber>Torr Samaho werden schwerlich den Fehler machen, ihren »Dienern« wie Shabazza das Nonplusultra mitzugeben, das sich unter Umständen für sie selbst zur Gefahr entwickeln könnte ... Auffallendster Aspekt MATERIAS ist die als »beruhigte Zone« umschriebene Enklave, die im Kern zwar eng an die Gestalt der Kosmischen Fabrik gebunden scheint, in ihren Ausläufern jedoch insgesamt einen Durchmesser von grob ermittelten rund 200 Kilometern erreicht. Es handelt sich, dessen sind sich Tautmo und Blo rasch sicher, um einen Effekt extrem feinjustierter Semi-Manifestation, der die Möglichkeiten der Galaktiker deutlich übersteigt. Inwieweit hierbei Wirkungen von Prozessen gekoppelt sind, die mit denen eines Hypertakt-Triebwerks zu tun haben, läßt sich zunächst nicht ermitteln, doch auszuschließen ist es nicht - immerhin »taucht« MATERIA in physikalisch nicht exakt definierbare Bereiche unter den Ereignishorizont des Dengejaa Uveso ab, und da sind schützende Sphären in der Art von Grigoroff- oder Paratronblasen fast zwingend notwendig, sofern nicht die extreme Feinjustierung der Semi-Manifestation diese Funktion übernimmt. Semi-Manifestation ist ein im Grunde nur modellhaft erfaßbares Phänomen, darauf beruhend, daß sich im Standarduniversum jede konventionelle Wechselwirkung nur mit maximal Lichtgeschwindigkeit ausbreiten kann.
 
Nimmt aufgrund der Entrückung, bei der im Verhältnis zum übrigen Weltraum das feldumschlossene Objekt quasi eine pseudosubstantielle Struktur annimmt, die relative Distanz den Wert von einigen Lichtstunden an, muß jeder Einfluß zwangsläufig unwirksam bleiben, weil er Stunden benötigen würde, um überhaupt das Objekt zu erreichen. Konventionell läßt sich diese Relativdistanz natürlich gar nicht abmessen - es handelt sich bei der millimeterdünnen Grenzschicht des unvollständig geschlossenen Strukturfeldes schließlich um einen Prozeß auf übergeordneter Basis, zu dessen Beschreibung es der Formalismen der Hyperphysik bedarf. Faustregel ist hierbei aber: Je extremer die Feinjustierung wird, desto größer der Wert der Relativdistanz - theoretischer Grenzwert ist die Annäherung an unendlich ... Bemerkenswert ist vor allem die Entdeckung, die den Einsatz des Kommandounternehmens überhaupt erst ermöglicht: Streuemissionen lassen den Schluß zu, daß maßgeblich an der Ausbildung der »beruhigten Zone« MATERIAS ein mit dem Carit verbundener Prozeß beteiligt sein muß.
 
Dieses ist, soweit bislang bekannt, ein exotisches Material, zu dessen Herstellung der »Ultimate Stoff« benötigt wird; Carit kann bis zu einem unbekannten Grad Energie aufnehmen und nicht meßbar speichern und diese bei Erreichen eines Sättigungswertes in den Hyperraum abstrahlen. Wird Carit nun einer exakt eingestellten hyperenergetisch-ultrahochfrequenten Induktion ausgesetzt (lateinisch inductio, inducere: »das Hineinführen, -leiten«), kommt es permanent zu Abstrahlungseffekten, deren primäre Wirkung noch offen ist. Als Sekundäreffekt jedenfalls ergibt sich die Erstellung der »Ultrasemi-Manifestation«. Hervorrufen läßt sich dieses, indem man die Emissionen von Hypertakt-Projektoren modifiziert und mit der Carithülle hyperenergetisch »kurzschließt«. In der Kürze der Zeit lassen sich diese Prozesse naturgemäß nicht bis ins letzte Detail nachvollziehen, zumal überdies die theoretischen Grundlagen unbekannt sind. Tautmo und Blo müssen deshalb mit Modellen arbeiten, die Annäherungswerte liefern - aber die Ergebnisse sprechen für sich.
 
Apropos 1973: In Paris wird das Vietnam-Abkommen unterzeichnet; der Schauspieler Edward G. Robinson stirbt; die »Sesamstraße« wird zu einem Riesenerfolg; Marlon Brando erhält den Oscar für seine Rolle im »Paten«; der Watergate-Skandal zieht weitere Kreise und wird zum Rücktritt Präsident Nixons führen; Pablo Picasso stirbt; das Himmelslabor SKYLAB I erreicht die Umlaufbahn; PIONEER 10 schickt Jupiterfotos zur Erde

Quellen: PR-Heft Nummer 1973
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