Polyport-Hof NEO-OLYMP
Heft: PR 2511
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Risszeichnung / Datenblatt
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Report Nr. :

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Rubrik:
Technik
Unterrubrik 1:
Unterrubrik 2:
Zyklus:
34 - TERRANOVA
Eintragsdatum:
04.10.2017
Letzte Änderung:
04.10.2017

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Polyport-Netz
Alias
Polyport-System

Beschreibung - Autor: Perrypedia

Das Polyport-Netz, auch Polyport-System genannt, ist ein interstellares, intergalaktisches und evtl. interuniverselles Transportsystem ähnlich der Schwarzen Sternenstraßen und der Brücke in die Unendlichkeit, das sich über mindestens zwölf Galaxien erstreckt. Es diente ursprünglich dem Frieden, der Völkerverständigung und dem Handel.
 
Technologische Basis
Bei dem Polyport-Netz handelt es sich um ein Netzwerk, aufgespannt von Abstrahl- und Empfangsstationen. Meist handelt es sich dabei um große Polyport-Höfe, welche Gegenstände und Funkbotschaften intergalaktische Entfernungen überbrücken lassen. Über die Größe des Polyport-Netzes sowie das vom Polyport-Netz genutzte Medium und die dazu erforderliche fünf- oder sechsdimensionale Basistechnologie ist bislang wenig bekannt. Bei dem genutzten Transportmedium soll es sich aber um einen Bereich mit fünf- und sechsdimensionaler Komponente handeln, der oberhalb des Hyperraums vermutlich im Sextadim-Bereich angesiedelt ist.
 
Anders als bei Transmissionen, wie sie zum Beispiel von Transmittern ausgeführt werden (einfacher 5D-vektorierter Transport von A nach B), handelt es sich beim Polyport-Transport vermutlich um eine »gerichtete Funkwelle«, die in einer Fläche aufgespannt aus einem fünfdimensionalen und sechsdimensionalen Vektor schwingt. Diese Welle weist eine dritte Vektorkomponente in einer der drei konventionellen Raumrichtungen auf, wodurch der räumliche Transport erfolgt. Diese gerichtete, in der 5D-/6D- Ebene schwingende Welle trägt die vollständigen vierdimensionalen Raum-Zeit-Informationen über die zu transportierenden Gegenstände und Personen (analog einer Holografie). Die Personen erleben daher den Transfer innerhalb der Trägerwelle bewusst mit. Den transportierten Personen bietet sich dabei ein überwältigendes Panorama aus werdenden und vergehenden Galaxien und Sonnen im Zeitraffer.
 
Die im Polyport-Netz bislang erreichten Geschwindigkeiten von 100 Milliarden ÜL würden prinzipiell das Bereisen des gesamten Universums innerhalb weniger Monate erlauben.
 
Vermutlich existiert auch eine gewisse Verwandtschaft zwischen der sechsdimensionalen Trägerwelle des Polyport-Netzes und der sechsdimensionalen Prior-Welle, die zur Entstehung der Kaiserin von Therm führte.
 
Im Jahre 1514 NGZ wurde die Theorie entwickelt, dass das Polyport-System eine lebende Einheit ist. Bestärkt wurde diese Theorie durch den mysteriösen Ausspruch des Schattenmaahks Pral, als dieser sich mit dem Netz verband. Seine Worte waren »Ich bin POLYPORT«.
 
Komponenten des Polyport-Netzes
Controller
Controller sind die einzig bekannten Instrumente zur Steuerung des Polyport-Netzes. Die dazu gehörigen Komponenten und Stationen werden mit Controllern unterschiedlicher Berechtigungsstufen gesteuert. Die Programmierung der Transferkamine (Route, Abschaltung, Stilllegung) erfolgt mittels Controllern der Klasse A, der Zugriff auf die Steuerrechner der Transporthöfe erfordert dagegen Controller der Klasse B. Durch die Beherrschung der Steuerrechner der Höfe mit Controllern der Klasse B kann zum Beispiel eine Verlegung der Höfe in die Wege geleitet werden. Eine Schaltung von Polyport-Transfers zu Handelssternen ist angeblich nur mit den Controllern der bislang bekannten höchsten Klasse, den Controllern der Klasse C möglich.
 
Transferkamine
Zentrale Elemente des Polyport-Netzes sind die Transferkamine als für den Betrachter hohl wirkende Sende- und Empfangsantennen des Polyport-Netzes. Dabei sind immer vier Transferkamine rechtwinklig um einen zentralen Freiraum »schwebend« herum angeordnet sind. Im Falle des Polyport-Bahnhofes BLEU RIMBER befanden sich die Transferkamine freischwebend zwischen den Steuerpyramiden der lemurischen Plattform ZEUT-80. Die zum Betrieb der Transferkamine erforderliche Technologiebasis befindet sich an unbekanntem Ort und ist möglicherweise in einem übergeordneten Kontinuum eingelagert. Solche »frei schwebenden« Transferkamine wie im Falle von BLEU RIMBER oder der Anlage auf dem Planeten Markanu sind aber nicht die Regel und kommen üblicherweise nur dort vor, wo Transferkamine aus den Resten überwiegend zerstörter Transporthöfe entfernt und separat betrieben werden mussten. Die Regel ist dagegen die Anwesenheit der Transferkamine in einem Verladeraum/Transferdeck im Zentrum eines Transporthofes.
 
Zwanzig Sekunden bevor ankommende Reisende in einem Transferkamin sichtbar werden, beginnt der Kamin in einem blauen Farbton zu glimmen. Danach werden die Reisenden sichtbar und können auch selbst den Bereich außerhalb des Transferkamins sehen. Es dauert aber weitere zehn Sekunden, bis sie den Kamin verlassen können. (PR 2507, S. 7)
 
Anmerkung: In der Quelle ist zunächst davon die Rede, dass das Glimmen »Dreißig Sekunden vor der Sichtphase ...« (PR 2507, S. 7) beginnt. Unmittelbar darauf folgen aber bereits die oben stehenden Daten. Wahrscheinlich handelt es sich bei diesem Widerspruch um einen Autorenfehler. Möglicherweise sollte es anstatt »Sichtphase« eigentlich »Ankunft« heißen. Möglicherweise dauert das Glimmen aber auch tatsächlich dreißig Sekunden, bevor die Reisenden sichtbar werden, und nicht, wie an späterer Stelle beschrieben, zwanzig.
 
Es gibt zwei Typen der Transferkamine:
 
Interstellare (untergeordnete) Transferkamine. Diese erlauben nur den interstellaren Transport von Sendungen innerhalb einer Galaxie. Die Geschwindigkeiten von und zu solchen interstellaren Transferkaminen belaufen sich auf etwa 2700 Millionen ÜL.
Intergalaktische (übergeordnete) Transferkamine. Ganz andere Entfernungen und Geschwindigkeiten können zwischen zwei intergalaktischen Transferkaminen erreicht werden, die dann den intergalaktischen Transfer mit Geschwindigkeiten von 100 Milliarden ÜL erlauben.
 
Polyport-Höfe
In der Regel sind die Transferkamine (sowohl interstellare als auch intergalaktische) als das zentrale Element des Polyport-Netzes in Transporthöfe bzw. Polyport-Höfe eingebaut. Ob ein Polyport-Hof interstellare oder intergalaktische Transferkamine enthält, ist den Transporthöfen optisch nicht anzusehen.
 
Polyport-Höfe bestehen aus einem bernsteinfarbenem Material, bei dem es sich um stabil verfestigte Formenergie handelt. Jeder Transporthof des Netzes kann spezifische unterschiedliche Details aufweisen – der grundsätzliche Aufbau ist aber immer gleich. Ein typischer Transporthof weist die Form eines flachen, »zugeklappten« Doppeltellers auf, mit abgerundeten Ecken und größten Kantenlängen von etwa 2500 Metern. Im Zentrum einer der Flachseiten eines solchen Doppeltellers befinden sich große Außenschleusen für den direkten Zugang zum 1400 Meter durchmessenden Transferdeck im Zentrum des Transporthofs, in dem sich die Transferkamine befinden.
 
Allerdings gibt es auch Polyport-Höfe, die von der Standardform eines typischen Transporthofs abweichen. Das beste Beispiel hierfür ist der Polyport-Hof KREUZRAD. (PR 2521)
 
Ein Transporthof stellt die gesamte Logistik zur Verfügung, die für einen reibungslosen Betrieb von Polyport-Transporten, der Unterbringung von Reisenden und der Zwischenlagerung von Waren dient.
 
Einige Polyport-Höfe weisen von der Superintelligenz ES angelegte sogenannte verborgene Räume auf. (PR 2536)
 
Distribut-Depots
Transporthöfe mit intergalaktischen Transferkaminen sind in der Regel alle an ein so genanntes Distribut-Depot angedockt. Je Galaxie existiert im Allgemeinen mindestens ein Distribut-Depot, wobei es bei großen Galaxien auch mehrere sein können. Solche Distribut-Depots sind zentrale Drehscheiben für den intergalaktischen Verkehr. Auch Distribut-Depots weisen eine allgemein verbindliche Struktur auf, sie sind abgeplattete Kugeln mit einem Durchmesser von 8,5 Kilometern bei einer Höhe von annähernd vier Kilometern.
 
Sie weisen die erforderliche Logistik für intergalaktische Reisen auf, wie Lagerräume etc. – besitzen jedoch selbst keine Transferkamine. In der Regel sind Distribut-Depots daher Träger von acht Transporthöfen mit intergalaktischen Transferkaminen, wobei die Transporthöfe in entsprechenden Ausbuchtungen der Distribut-Depots angedockt sind. Die acht Transport-Höfe eines Distribut-Depots können aber auch abdocken und dann unabhängig von den Distribut-Depots als intergalaktische Knotenpunkte agieren, was zum Beispiel in der Galaxie Diktyon auf den Polyport-Hof ARTHANOK und den Polyport-Hof auf Markanu zutrifft.
 
Alle Stationen des Polyport-Netzes (also auch die Distribut-Depots) sind über den nahezu zeitverlustfreien Polyport-Funk miteinander verbunden, wobei nicht ganz klar ist, welche Möglichkeiten die Distribut-Depots zum Empfang und Senden von Nachrichten besitzen, da den Depots die Transferkamine fehlen.
 
Handelssterne
Handelssterne stellen neben den Distribut-Depots und den Polyport-Höfen die dritte Komponente des Polyport-Netzes dar. Es handelt sich um große Stationen, über die neben den normalen Polyport-Transporten zu Polyport-Höfen auch große Raumschiffe zu anderen Handelssternen bewegt werden können. Sie gleichen realen Sternen, da durch die permanente und gesteuerte Deflagration von Psi-Materie Sonnenmanifestationen erzeugt werden. Die mit der Deflagration verbundene »Sonnenkorona« wirkt wie ein Schutzschild rund um den Handelsstern, der den unbefugten Zutritt sehr erschwert.
 
Für die vollständige Beherrschung eines Handelssterns ist ein Controller der Klasse C erforderlich.
 
Im März 1463 NGZ begegnete Perry Rhodan während einer Geistreise in Andromeda einer ausgebrannten, im Hyperspektrum aktiven Sternenleiche, welche von seinem Begleiter als »ausgebrannter Handelsstern« identifiziert wurde. Im Normalraum bieten auch diese ausgebrannten, zerstörten Handelssterne die für Handelssterne typischen Sonnenmanifestationen.
 
Der derzeit einzige Handelstern in der Milchstraße ist JERGALL, der 1463 NGZ in die Milchstraße verlegt wurde. Er befindet sich im Halo-System nahe dem Planeten Aurora.
 
Verlorene Höfe
Während der Phasen ihrer Inaktivität, das heißt während den Phasen niedriger Hyperimpedanz, versteckte die Frequenz-Monarchie das Polyport-Netz in Hyperraumblasen, um es so vor dem Zugriff anderer Wesen zu verbergen. In der Zeit zwischen der dritten und der vierten Hyperdepression allerdings fiel das Polyport-Netz verfrüht aus dem Hyperraum. Als die Frequenz-Monarchie im Jahre 1331 NGZ erneut aktiv wurde, fand sie einige Polyport-Höfe zerstört, andere waren an den bisher bekannten Positionen nicht auffindbar. Diese wurden von der Frequenz-Monarchie als Verlorene Höfe bezeichnet. (PR 2514, PR 2591)
 
Sonstige Komponenten
Es existieren weitere Erscheinungen, die möglicherweise mit dem Polyport-Netz zusammenhängen. Dazu gehören:
 
  • das PARALOX-ARSENAL, welches von der Frequenz-Monarchie in verlorenen Polyport-Höfen gesucht wurde. (PR 2500)
  • die Immateriellen Städte, die sich ebenfalls über große Entfernungen zu bewegen scheinen. (PR 2511, S. 28)
  • die DC-Schlachtlichter der Frequenz-Monarchie. Diese weisen Abmessungen aus, die sie wie kleine Abbilder der Distribut-Depots aussehen lassen. (PR 2503, S. 15)
 
Ausmaße des Polyport-Netzes
Angeschlossene Galaxien
Das Polyport-Netz erstreckt sich über zwölf Galaxien, folgende sind derzeit bekannt:
 
  • Alkagar alias Chanda – Auf dem Ur-Controller kurzzeitig sichtbar, aber keine aktive Verbindung schaltbar (PR 2597); Entfernung 633 Mio. Lj von der Milchstraße, 37 Mio. Lj von Anthuresta (PR 2640)
  • Anthuresta – Entfernung 662,9 Mio. Lj von der Milchstraße
  • Bra-Nok-Zo – Entfernung 148 Mio. Lj von der Milchstraße, 517,5 Mio. Lj von Anthuresta
  • Duerchan alias Hathorjan alias Andromeda
  • Geka-Usa – Entfernung 504 Mio. Lj von der Milchstraße, 160,8 Mio. Lj von Anthuresta (PR 2640)
  • Kaskallen – Entfernung 660 Mio. Lj von der Milchstraße, 10 Mio. Lj von Anthuresta
  • Milchstraße
  • Remmal – Entfernung 257,6 Mio. Lj von der Milchstraße, 405,7 Mio. Lj von Anthuresta (PR 2640)
  • Schelv – In direkter Nachbarschaft von Anthuresta (circa 3,3 Mio. Lj von Anthuresta) (PR 2593)
  • Sporteph-Algir alias Diktyon alias Centaurus A – Entfernung 12,21 Mio. Lj von der Milchstraße
  • Yandi – Entfernung 654,6 Mio. Lj von der Milchstraße, 46 Mio. Lj von Anthuresta (PR 2639)
  • Zagadan alias Escalian – Auf dem Ur-Controller kurzzeitig sichtbar, aber keine aktive Verbindung schaltbar (PR 2597); Entfernung 672 Mio. Lj von der Milchstraße, 23 Mio. Lj von Anthuresta (PR 2640)
 
Übersicht bekannter Polyport-Stationen
In den circa 80.000 Jahren des Betriebes eines Teils des Polyport-Netzes durch die Halbspur-Changeure wurden diesen insgesamt 250 Stationen des Polyport-Netzes bekannt. Zum Teil waren diese so zerstört, dass die Transferkamine ausgebaut und separat als freie Transferkamine betrieben werden mussten. Anfang 1463 NGZ sind 28 Distribut-Depots und 123 Polyport-Höfe (bzw. Transferkamine) in zwölf Galaxien in Betrieb. Bekannt sind den Terranern im März 1463 NGZ bislang folgende Stationen des Polyport-Netzes:
 
Bekannte Verbindungswege und Reisedauer
  • GALILEO nach ITHAFOR: 8 Minuten (Entfernung: 38.479 Lj)
  • PERISTERA nach OROLOGION: 11 Minuten (PR 2507)
  • DARASTO nach LORRAND: 12 Minuten (nach Verlegung DARASTOS ins Tri-System) (PR 2548, S. 24)
  • DARASTO nach KJALLDAR und HASTAI: 15 Minuten (nach Verlegung DARASTOS ins Tri-System) (PR 2548, S. 24)
  • GALILEO nach DARWAG: 26 Minuten (PR 2704)
  • DARASTO nach ITHAFOR: 26 Minuten (allerdings mit untypischen Störungen während des Transportvorgangs) (PR 2546)
  • ITHAFOR nach Markanu: 65 Minuten (Entfernung: 12,4 Mio. Lj)
  • YAKANA nach ESHDIM: 127 Minuten (PR 2597, S. 11)
  • Wanderer (in Far Away) nach DARASTO: 261 Minuten (PR 2522)
  • Diktyon nach NEO-OLYMP: 247 Minuten
  • NEO-OLYMP nach ITHAFOR: 265 Minuten (PR 2572, S. 50)
  • NEO-OLYMP nach DARASTO: 265 Minuten (PR 2572, S. 51)
  • TALIN ANTHURESTA nach TAQARAN: 270 Minuten (PR 2591)
  • JERGALL nach TALIN ANTHURESTA: 270 Minuten (nach Verlegung von JERGALL ins Halo-System) (PR 2600, S. 35)
  • FATICO nach TALIN ANTHURESTA: 273 Minuten (PR 2550)
 
Völker des Polyport-Netzes
Bokazuu
 
Das Polyport-Netz soll dem Frieden, der Völkerverständigung und dem friedlichen Handel dienen. Bis zum Jahr 1462 NGZ erlaubten die Halbspur-Changeure nur friedlichen Völkern die Benutzung bzw. die Betreuung des Polyport-Netzes. Konsequenterweise wurden Transporthöfe in Regionen mit kriegerischen Auseinandersetzungen den dortigen Völkern nicht zugänglich gemacht, was möglicherweise auch ein Grund dafür ist, dass die Milchstraßenvölker nie etwas vom Polyport-Netz erfuhren.
 
Geschichte
Ursprung des Netzes
Vor 9,87 Millionen Jahren kam es zu einer – von den Vatrox als Erste Hyperdepression bezeichneten – Hyperimpedanz-Erhöhung. Aufgrund von hyperphysikalischen Besonderheiten kam es in der Galaxie Anthuresta zusätzlich zu extrem starken und häufigen Hyperstürmen und Super-Tryortan-Schlünden, die die konventionelle Raumfahrt und Hypertechnik nahezu komplett ausfallen ließen. Diese Extrembedingungen in Anthuresta wurden durch bestimmte hyperphysikalische Verbindungen in mindestens elf weitere Galaxien übertragen und sorgten auch dort für extreme Verwüstungen. Eine dieser hyperphysikalischen Verbindungen lief über das Eiris-Band der Superintelligenz ES von der in den Fernen Stätten liegenden Galaxie Anthuresta bis in die Lokale Gruppe, beides Bereiche der Mächtigkeitsballung von ES.
 
Die Anthurianer, hochgradig paranormal begabte Lebewesen in Anthuresta, lernten die Hyperraumaufrisse zwischen den zwölf Galaxien zu beherrschen. Entlang dieser Hyperraumaufrisse erbauten sie das Netz der Polyport-Stationen. Angeblich sollen dazu Technologien der Mächtigen eingesetzt worden sein. Die Anthurianer nutzten das Polyport-Netz in uneigennütziger Weise, um vor allem extrem hochwertige Hyperkristalle in die stark betroffenen Galaxien zu liefern und so die Auswirkungen der Hyperdepression zu minimieren. (PR 2536)
 
Frequenz-Monarchie
Vor 9,85 Millionen Jahren nahmen die Anthurianer Flüchtlinge aus dem Volk der Vatrox auf. Diese dienten Ihnen (nach Angaben der Vatrox) als Hilfsvolk bei der Bedienung des Polyport-Netzes. Die Vatrox rebellierten vor 9,82 Millionen Jahren gegen ihre Meister, unterdrückten, vertrieben oder vernichteten diese und beherrschten anschließend das Polyport-Netz in einem Reich der »Elf Galaxien«. Dies war die Geburtsstunde der Frequenz-Monarchie. Neben Anthuresta schuf sich die Frequenz-Monarchie eine Machtbasis in der abgelegenen Galaxie Andromeda. (PR 2529) Vor 9,79 Millionen Jahren ging die damalige Hyperdepression zu Ende und die Vatrox gingen – bis zur nächsten Hyperdepression – in Hibernation. Zwischen den einzelnen Hyperdepressionen, wenn die Frequenz-Monarchie inaktiv war, versteckten die Vatrox das Polyport-Netz in Hyperraumnischen und machten es für andere Wesen unzugänglich. Während drei aufeinander folgenden Zeiten der Hyperdepression konnte das Polyport-Netz so als Machtbasis der Frequenz-Monarchie gelten. (PR 2575)
 
Die Katastrophe
Zwischen der dritten und der vierten Hyperdepression, genauer im Jahre 297.388 v. Chr., lösten Lotho Keraete und VATROX-VAMU im Zusammenhang mit dem PARALOX-ARSENAL und der Entstehung des Zeitspeers eine Katastrophe aus, die dazu führten, dass ein großer Teil der Polyport-Höfe aus ihren Hyperraum-Verstecken fielen. Einige Handelssterne brannten aus, auch andere Polyport-Höfe wurden beschädigt und waren danach funktionsunfähig. (PR 2591)
 
Die Halbspur-Changeure
Circa 75.000 v. Chr. stießen die Halbspur-Changeure erstmals auf einen funktionsunfähigen und teilzerstörten Polyport-Hof. In den folgenden Jahrtausenden konnten sie einen Teilbereich des Polyport-Netzes reparieren und betreiben. Sie erlaubten verschiedenen geeigneten Völkern die friedliche Nutzung des Polyport-Netzes. In den 80.000 Jahren des friedlichen Betriebes des Polyport-Netzes wurden den Halbspur-Changeuren ungefähr 250 Polyport-Höfe bekannt.
 
Vor 55.000 Jahren in der Andromeda-Galaxie schalteten die Halbspur-Changeure die dortigen Polyport-Höfe ab, um sicher zu gehen, dass die Meister der Insel das Polyport-Netz nicht entdecken und für ihre Zwecke missbrauchen können. (PR 2534)
 
Von den 250 Höfen waren im Jahre 1462 NGZ etwa 100 von den Halbspur-Changeuren abgeschaltet, verborgen oder aus sonstigen Gründen nicht erreichbar.
 
Anfang Januar 1463 NGZ wurde die Herrschaft der Halbspur-Changeure über das Netz von der Frequenz-Monarchie beendet, wobei auch die Terraner in die Kämpfe um das Netz verwickelt wurden.
 
Der Erbe des Netzes
Sowohl die Halbspur-Changeure als auch die Superintelligenz ES sahen das Polyport-Netz als bedeutendes Instrument des Friedens, der Völkerverständigung und des Handels an. Die Superintelligenz ES beauftragte daher nach Beginn der Kämpfe mit der Frequenz-Monarchie am 6. Januar 1463 NGZ Perry Rhodan, das Netz in seinen Besitz zu bringen, um es als Instrument des Friedens zu erhalten. (PR 2500, S. 63)
 
Um diesem Auftrag gerecht zu werden, musste Perry Rhodan in einem ersten Schritt möglichst potente bzw. hochklassige Controller in seine Hände bekommen. Im Verlauf der ersten drei Monate des Jahres 1463 NGZ konnten Perry Rhodan und die Alliierten gegen die Frequenz-Monarchie insgesamt 78 Controller der Klasse A erbeuten. Ende März 1463 NGZ schließlich überreicht ES einen Controller der Klasse B an Perry Rhodan. Dieser kam in einem Kommandounternehmen zur Eroberung des Handelssterns FATICO in Andromeda erstmals zum Einsatz. (PR 2537, PR 2544)
 
Um die Völker Andromedas von der Gewaltherrschaft der Frequenz-Monarchie zu befreien, griff der Bund von Sicatemo, eine Allianz aus Galaktikern und Völkern Andromedas, in der Folge die Hibernationswelten der Frequenz-Monarchie an. Ein erster vernichtender Angriff erfolgte am 15 April 1463 NGZ auf den Planeten Hibernation-3. (PR 2545) Es folgten am 25. April 1463 NGZ Angriffe auf die übrigen Hibernationswelten der Frequenz-Monarchie in Andromeda sowie auf die Distribut-Depots KJALLDAR, HASTAI und LORRAND. (PR 2548) Am Ende konnte die Frequenz-Monarchie in Andromeda vernichtend geschlagen werden, die Einrichtungen des Polyport-Netzes in Andromeda fielen in die Hände des Bundes von Sicatemo. (PR 2549)
 
Nun griffen die Kämpfe auch auf Polyport-Höfe in anderen Galaxien über. So sind Angriffe von Maahks und Tefrodern aus Andromeda auf die Distribut Depots ARTHA in Diktyon und CHORAN in Bra-Nok-Zo bekannt. Beide Depots waren von der Frequenz-Monarchie nur schwach besetzt, und es kann davon ausgegangen werden, dass bei Depots schon bald in die Hände der Truppen aus Andromeda fielen. (PR 2565) Bis zum 5 Mai 1463 NGZ waren auch die beiden Polyport-Höfe ARTHANEEL und ARTHAPOOX in Diktyon von den Truppen aus Andromeda erobert worden. (PR 2570)
 
Nach den Kämpfen um das Polyport-Netz in Andromeda verlagerte sich das Geschehen in die Galaxie Anthuresta. Hier befanden sich bereits die Polyport-Höfe NEO-OLYMP und KREUZRAD unter der Kontrolle der Stardust-Menschheit. Am 25. April 1463 NGZ wurde die JULES VERNE, bestehend nur aus JV-2 und JV-Mittelteil und mit Perry Rhodan an Bord, zum Handelsstern TALIN ANTHURESTA versetzt. Hier traf ein Erkundungstrupp um Perry Rhodan zunächst auf den Kristallingenieur Clun'stal Niemand, der den Trupp schließlich zum Anthurianer Fogudare führte. Dieser war aufgrund einer langen Periode des Wachens wahnsinnig geworden, sodass Perry Rhodan ihn auf Wunsch von Clun'stal Niemand töten musste. (PR 2550, PR 2551)
 
Anfang Mai 1463 NGZ gelang es Perry Rhodan durch einen Trick, den Polyport-Hof ESHDIM-3 in seine Gewalt zu bringen. (PR 2570) Von hier aus reiste er zum Polyport-Hof NEO-OLYMP, um von dort aus permanente Transferverbindungen nach ESHDIM-3, ITHAFOR und DARASTO zu schalten. (PR 2572)
 
Am 8. Mai 1463 NGZ kam es in der Nähe von TZA'HANATH, dem geheimen Forschungszentrum der Frequenz-Monarchie in Anthuresta, zu einem Zusammentreffen von Perry Rhodan mit der Entität VATROX-DAAG. VATROX-DAAG versuchte Perry Rhodan zu einer Zusammenarbeit mit der Frequenz-Monarchie zu überreden und offerierte sogar, dass die Frequenz-Monarchie ihren Anspruch auf das Polyport-Netz aufgeben würde, wenn Rhodan kooperieren würde. Allerdings glaubte Rhodan der Entität kein Wort und lehnte den Vorschlag zur Zusammenarbeit ab. (PR 2580)
 
Am 9. Mai 1463 NGZ schaltete Perry Rhodan eine Polyport-Verbindung zwischen TALIN ANTHURESTA und FATICO in Andromeda und ließ so Unterstützung von den Alliierten in Andromeda nach Anthuresta kommen. Danach schaltete er auch noch Verbindungen nach DARASTO, NEO-OLYMP und ESHDIM-3. (PR 2586, PR 2587)
 
Während des Großangriffs der Jaranoc VATROX-VAMUS auf die Frequenz-Monarchie kam es zwar auch bei allen Einrichtungen des Polyport-Netzes in Anthuresta zu Kämpfen, allerdings gingen beide Parteien hier sehr vorsichtig vor und versuchten, die Einrichtungen des Polyport-Netzes nicht zu beschädigen. Lediglich der Polyport-Hof ESHDIM-3 wurde durch die 96 Feueraugen, die VATROX-DAAG gegen VATROX-VAMU zum Einsatz brachte, zerstört. (PR 2589)
 
Ungefähr zur selben Zeit, als ESHDIM-3 zerstört wurde, begannen die Alliierten aus der Milchstraße und aus Andromeda mit der Eroberung des Distribut-Depots ESHDIM. Zuvor hatten sie bereits erfolgreich das Distribut-Depot YAKANA in der Galaxie Yandi eingenommen. (PR 2597)
 
Nach dem Sieg der Superintelligenz ES über VATROX-VAMU und der Teilung von ES und TALIN fand am 14. Mai 1463 NGZ eine Abschlussbesprechung auf TALIN ANTHURESTA statt. Hier unterbreitete Perry Rhodan den Schattenmaahks den Vorschlag, dass sie zukünftig das Polyport-Netz betreuen sollten. Dadurch wollte Rhodan dem Versprechen an die Dezentrale Überwachungsinstanz der Fundamentalisten-Maahks nachkommen, die Schattenmaahks binnen zwei Jahren aus Andromeda auszusiedeln. Die Schattenmaahks nahmen diesen Vorschlag an, und bereits wenige Tage später traf eine erste Abordnung der Schattenmaahks auf TALIN ANTHURESTA ein. (PR 2599)
 
Der Niedergang des Netzes
Am 1. Mai 1513 NGZ benutzte Perry Rhodan das Polyport-Netz, um in seiner Rolle als Polyport-Präfekt dem Stardust-System einen offiziellen Besuch abzustatten. Dabei reiste er vom Distribut-Depot ITHAFOR in der Milchstraße zum Polyport-Hof NEO-OLYMP im Stardust-System. (PR-Stardust 1)
 
Das Polyport-Netz wurde in den kommenden Jahren weiter genutzt. Im 16. Jahrhundert NGZ kam es dann allerdings zu immer größeren Funktionsstörungen. Sendungen verschwanden oder kamen erst verspätet an. Bis zum Jahre 1514 NGZ waren diese Ausfälle so rasant angestiegen, dass eine sichere Nutzung des Netzes ausgeschlossen wurde. Als Ursache für diese Funktionsstörungen galten zum einen die Manipulationen am Netz durch das Atopische Tribunal sowie die Einflussnahme einer bisher nicht näher bezeichneten Macht, die aus der Zukunft das Polyportsystem beeinflusste.
 
Aus all diesen Gründen entschloss sich Perry Rhodan im Jahre 1514 NGZ, das Netz stillzulegen. Mithilfe seines Ur-Controllers und des im Polyport-Netz aufgegangenen Schattenmaahks Pral gelang die Abschaltung.
 
Am 23. Oktober 1518 NGZ wird das gesamte Polyport-Netz von der INSTANZ mit dem Einverständnis von Perry Rhodan, der hierfür seinen Ur-Controller zur Vergügung stellt, in eine unbekannte Zukunft versetzt, um es vor den Auswirkungen der Eiris-Kehre zu schützen. (PR 2870)
 
Ferne Zukunft
Das Polyport-Netz spielt eine wesentliche Rolle in der Ära der INSTANZ. (PR 2870)


Quellen: PR 2397, PR 2500, PR 2501, PR 2502, PR 2503, PR 2504, PR 2505, PR 2506, PR 2507, PR 2510, PR 2511, PR 2520, PR 2521, PR 2522, PR 2527, PR 2533, PR 2534, PR 2536, PR 2537, PR 2544, PR 2545, PR 2548, PR 2549, PR 2550, PR 2551, PR 2565, PR 2570, PR 2572, PR 2575, PR 2580, PR 2586, PR 2587, PR 589, PR 2591, PR 2597, PR 2599, PR 2600, PR 2704, PR 2870 / PR-Stardust 1
Beschreibung 2 - Autor: Perrypedia


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Beschreibung 4 - Autor:


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Dazugehöriger Kommentar von :



Polyport-Hof PERISTERA
Heft: PR 2506
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Bokazuu
Heft: PR 2504 Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Völkergemisch auf OROLOGION
Heft: PR 2507 Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt






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