Nummer: 2868 Erschienen: 05.08.2016   Kalenderwoche: Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 2,10 €

Der Fall Janus
Die Milchstraße vor einem Wendepunkt - das Solsystem wappnet sich gegen den Angriff der Tiuphoren
Christian Montillon

Zyklus:  

39 - Die Jenzeitigen Lande - Hefte: 2800 - 2874 - Handlungszeit: 17.11.1517 NGZ bis Januar 1519 NGZ (mit Reisen in Bereiche jenseits der Zeit sowie Abstechern in die Jahre 20.103.191 v. Chr., 99.781 v. Chr., 8050 v. Chr., 971 NGZ und 2577 NGZ)

Großzyklus:  10 - Noch unbekannt / Hefte: 2500 - ? / Zyklen: 36 - ? / Handlungszeit: 1436 NGZ (5050 n.Chr.) - ?
Örtlichkeiten: Terra   Kreitsystem            
Zeitraum: Oktober 1518 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 62868
EAN 2: 4199124602101
Ausstattung:  Report Nr.501
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Auf der Erde schreibt man das Jahr 1518 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ). Die Menschen haben mit der Liga Freier Terraner ein großes Sternenreich in der Milchstraße errichtet; sie leben in Frieden mit den meisten bekannten Zivilisationen.
 
Doch wirklich frei ist niemand. Die Milchstraße wird vom Atopischen Tribunal kontrolliert. Dessen Vertreter behaupten, nur seine Herrschaft verhindere den Untergang – den Welt­en­brand – der gesamten Galaxis.
 
Perry Rhodan ist von einer Expedition in vergangene Zeiten in die Gegenwart zurückgekehrt. Diese wird nicht nur von der Herrschaft der Atopen bedroht, sondern auch durch die brutalen Tiuphoren, die durch einen Zeitriss aus tiefster Vergangenheit zurückgekehrt sind. Immerhin scheint mit dem ParaFrakt eine Abwehrwaffe gefunden zu sein.
 
Doch der Zeitriss, durch den die Invasoren ihren Weg in die Milchstraße finden, steht nach wie vor offen, und zwei zerstörerische Perforationszonen bewegen sich quer durch die Galaxis – eine direkt auf das Solsystem zu. Doch ehe diese eintrifft, marschieren die tiuphorischen Heerscharen: Es ist DER FALL JANUS …

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Terraner bangt um ihm wohlbekannte Wesen und Welten.
Dienbacer Der tefrodische Mutant hat mehrere Stelldicheins.
Margorat Ruwaog Der Ertruser lernt Prominente aus nächster Nähe kennen.
Aichatou Zakara Die Chronotheoretikerin bringt schlechte Nachrichten.

Allgemein
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenilluszeichner: Dirk Schulz   Horst Gotta
Kommentar / Computer: :
PR-Kommunikation: Die STARDUST ist gelandet
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Claudia B. / Kurt Decker / Reinhard Hirschberger / Hermann Knapp
Lesergrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Barkennto-Quelle   Ertrus     Ertrus Gegenwart   Ertruser    Kreit                                                   
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Journal
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Clubnachrichten
Clubdaten: Nr.: / Seiten:
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Nachrichten:
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Veranstaltungen:
Sonstiges:

Report
Reportdaten: Nr.: 501 - Seiten: 11 - Cartoon: Michael Vogt - Cartoon: Perrys Tooniversum
Reporttitel: Klaus Bollhöfener und Gerry Haynaly: Report-Intro / Gerry Haynaly: »Perry Rhodan-Arkon« – Eine Art »Making of« / Dr.Rainer Nagel: »Arkon lektorieren und sterben« / »Perry Rhodan-Jupiter« – Wir spalten den Ziegel – Ein Werkstattbericht von Kai Hirdt
Reportgrafik: Foto: Kai Hirdt – bei der Arbeit an der neuen Serie Perry Rhodan-Jupiter
Reportfanzines:
Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau: Verlagspuplikationen August 2016
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Innenillustrationen

Impressionen
Zeichner:  Dirk Schulz   Horst Gotta
Seite:25
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Perry Rhodan, Cai Cheung, Sichu Dorksteiger und der Akone Arval Las'Andossu, kommissarischer Sprecher des Neuen Galaktikums, treffen sich zu einer Krisensitzung im Solaren Haus. Bei dieser Gelegenheit erfährt Rhodan erstmals von der Ankunft des Atopen Julian Tifflor in der Milchstraße. Arval Las'Andossu teilt mit, der Fall Janus sei eingetreten. Starke Kontingente von Sterngewerken sind bei den Planeten Ertrus, Plophos, Olymp, Aralon, Gatas, Apas, Zülüt, Haspro, Archetz und Halut aufmarschiert. Offenbar glauben die durch den Zeitriss in die Relativgegenwart gekommenen Tiuphoren, sie hätten den Galaktikern jetzt genug Nadelstiche versetzt und könnten zum Großangriff übergehen. Angesichts der Tatsache, dass höchstwahrscheinlich alle Flotten der betroffenen Planeten von Indoktrinatoren befallen sind, meint Cai Cheung, die Tiuphoren hätten den Krieg schon gewonnen. Sichu Dorksteiger berichtet von Fortschritten bei der Entwicklung der PROTECTOR-Sternenboote. Hierbei handelt es sich um positronikfreie Lowtech-Rettungskapseln mit Ultrakurztransitionstriebwerken. Die Massenproduktion dieser Beiboote, mit denen sich die Besatzungen indoktrinatorenverseuchter Raumschiffe in Sicherheit bringen können, wird in Angriff genommen. Für die Verteidiger der zehn belagerten Sonnensysteme kommt dies allerdings zu spät.
 
Fast 2500 Sterngewerke sind beim Kreit-System in Stellung gegangen. Sie rücken mit Unterlichtgeschwindigkeit auf den Planeten Ertrus vor. Ein einziges Sterngewerk macht einen Vorstoß, vernichtet einige Schiffe der ertrusischen Restflotte und zieht sich dann unbeeindruckt vom Abwehrfeuer wieder zurück. Naom Eshverrer, Oberkommandierender der Onryonen im Kreit-System, unterstützt die Ertruser nach Kräften, doch gegen die feindliche Übermacht stehen alle auf verlorenem Posten. Der Ertruser Margorat Ruwaog sowie dessen Söhne Caarko und Lonnerd werden von Virgil Roosa, dem neuen Präsidenten des Bundes Freies Ertrus, auf das Flaggschiff KIM TASMAENE gebeten. Roosa hat herausgefunden, dass Caarko unter einem Decknamen das Radio Freies Ertrus wiederbelebt und seinem Volk neuen Mut gegeben hat. Caarko gilt als Held und soll zum Gesicht des ertrusischen Widerstands werden.
 
Rhodan trifft sich mit dem inkognito auf Terra weilenden Positronikleser Dienbacer. Der Tefroder soll herausfinden, ob sich Indoktrinatoren in den terranischen Großrechnern befinden. Dienbacer nimmt sich zuerst OTHERWISE vor. Er erklärt den Rechner des Solaren Hauses für sauber und erhöht nebenbei dessen Leistung, indem er der Biopositronik die Trauer um ihre Schöpferin Toja Zanabazar nimmt. Bei LAOTSE wird Dienbacer fündig. Indoktrinatoren haben den Zentralrechner der Solaren Residenz befallen, sind aber noch nicht aktiv geworden. Da sie nicht mit dem ParaFrakt unschädlich gemacht werden können, weil die Tiuphoren nichts von der Existenz dieser Waffe erfahren dürfen, kommen Dienbacer und Rhodan auf die Idee, LAOTSE eine falsche Realität vorzuspiegeln. Auf diese Weise lässt sich der Spieß sogar umdrehen, denn man kann den Tiuphoren falsche Informationen liefern. ANANSI und OTHERWISE übernehmen diese Aufgabe. Einem Vorschlag Sichu Dorksteigers folgend wird Angakkuq zum Androidologen Axeu Nuyan auf dem Titan gebracht.
 
Roosa und Caarko wenden sich am 12. Oktober 1518 NGZ in einer von der KIM TASMAENE ausgestrahlten Rede an alle Ertruser. Die Übertragung bricht ab. Indoktrinatoren sind aktiv geworden, und zwar nicht nur im Flaggschiff, sondern in der gesamten Flotte und den Evakuierungsschiffen. Somit können die Tiuphoren in aller Ruhe zusehen, wie sich die Verteidiger gegenseitig vernichten. Ruwaog und seine Söhne fliehen mit einer Rettungskapsel zu einem geheimen Rückzugsbunker auf Ertrus.
 
Ähnliche Szenen spielen sich auch bei den neun anderen Welten ab. In jedem System gehen weit über 10.000 Raumschiffe im Feuer befreundeter Einheiten unter. Es kommt zu Verwüstungen auf den Planeten, aber die Tiuphoren verzichten darauf, Seelen für die Sextadim-Banner zu sammeln. Stattdessen ziehen sie sich zurück, sobald jeglicher Widerstand gebrochen ist.
 
Trotz dieser Machtdemonstration weigert sich Rhodan, an einen Sieg der Invasoren zu glauben. Informationen, die Gholdorodyn und Aichatou Zakara bei der Erkundung der auf das Solsystem zurasenden Perforationspassage gesammelt haben, machen neue Hoffnung. Im Umfeld der Passage entsteht (vermutlich durch eine Wechselwirkung mit dem in Sol ruhenden Korpus TAFALLAS) ein immer stärker werdendes raumzeitlich-kausales Gestöber. Dort wird die Eiris "glitschig". Der Kelosker und die Chronotheoretikerin können nicht erklären, was man sich darunter vorzustellen hat. Interessanter ist eine Erkenntnis, die sie in diesem Zusammenhang über die Sextadim-Banner gewonnen haben. Ein Banner ist quasi das "Ohr", mit dem ein Sterngewerk in höhere Dimensionen lauscht, und es wird von den Schutzschirmen des Schiffes nicht komplett abgeschirmt. Das Banner bildet also eine Art Nadelöhr, durch das sich möglicherweise selbst dann zum Beispiel ein Transformgeschoss schicken ließe, wenn sich das Schiff in der Hyperstenz befindet.

Johannes Kreis

 
Rezension

Atlan braucht gefühlt hundert Hefte, um zur Finalen Stadt zu gelangen, die ja immer noch nicht den Endpunkt seiner Odyssee darstellt. Den Triumph der Tiuphoren über zehn Hauptwelten der Milchstraße handelt Christian Montillon in einem einzigen Roman ab. Ihr dürft euch selbst ausrechnen, was diese Tatsache über die Dramaturgie des Zyklus, die den Tiuphoren zugedachte Rolle und den Stellenwert der in diesem Heft geschilderten Ereignisse aussagt.
 
Ich glaube nicht an den Untergang von Ertrus, Plophos, Olymp, Aralon, Gatas, Apas, Zülüt, Haspro, Archetz und Halut. Die entsprechenden Völker haben zweifellos gewaltige Verluste erlitten, insbesondere die Haluter. 10.000 Schiffe sollen sie (wie alle anderen) verloren haben. Selbst wenn jedes Schiff nur mit einem Haluter bemannt wäre und wenn sich keiner hätte retten können, dann wäre jetzt ein Zehntel des gesamten Volkes ausgelöscht. Bekanntlich gibt es immer nur 100.000 Haluter. Im Roman heißt es allerdings, "einige" hätten sich in strukturverhärtetem Zustand ins All gerettet und Schiffbrüchige aus ihren Raumschiffstrümmern geborgen.
 
Wie dem auch sei: Die Autoren/Expokraten sind natürlich nicht konsequent und deshalb findet der Genozid nicht statt. Das soll nicht heißen, dass ich mir so etwas wünschen würde! Aber eigentlich hätten die Tiuphoren alle zehn Planeten entvölkern müssen, genau so, wie sie es in der Vergangenheit Phariske-Erigons immer gemacht haben. Warum verzichten sie jetzt darauf, die Bevölkerungen niederzumetzeln und die Seelen in die Sextadim-Banner zu überführen? Gerade die Haluter wären doch besonders wertvolle Beute gewesen. Sollte das Ganze also nur eine Machtdemonstration sein? Ein womöglich gar nicht an die Galaktiker, sondern an das Atopische Tribunal gerichteter Einschüchterungsversuch? Für eine solche Aktion gibt es meines Erachtens keinen Grund, zumindest fällt mir keiner ein. Jedenfalls werden die Ertruser, Plophoser, Olympier, Aras, Blues, Hasproner, Springer und Haluter mit Sicherheit in nicht allzu ferner Zukunft wieder auf die Beine kommen. Christian Montillon lässt übrigens ein bisschen arg viel Pathos einfließen, aber das ist wahrscheinlich Geschmackssache.
 
Ich finde es lustig, wie uns die Autoren immer wieder scheinbar hochwissenschaftliche, in Wahrheit aber bedeutungslose Formulierungen wie "raumzeitlich-kausales Gestöber" in einem Atemzug mit Worthülsen wie "glitschige Eiris" um die Ohren hauen. Die Eris ist die von den Superintelligenzen zur Prägung ihrer Mächtigkeitsballungen eingesetzte Stabilisierungsenergie. Diese Energie ist ein Teil der psychischen Substanz der Superintelligenz selbst. Wenn die Eiris "glitschig" wird, bedeutet das dann, dass ES aus der Milchstraße rausrutscht? Dagegen hätte ich nun wirklich nichts einzuwenden.
 
Rhodan greift nicht mit der RAS TSCHUBAI bei Ertrus ein, weil er meint, es gäbe zu viele Brennpunkte und ein Schiff könne nichts gegen 2500 Sterngewerke ausrichten. Er sagt das wohlgemerkt zu einem Zeitpunkt, als die Tiuphoren noch tatenlos im Kreit-System herumhängen. Er hätte also durchaus noch Zeit für wenigstens eine Aktion gehabt. Schade, dass Atlan nicht da ist! Der alte Pragmatiker wäre vielleicht hingeflogen, hätte den Aagenfelt-Blitz ausgelöst und die hilflosen Tiuphoren anschließend aus dem All geblasen. Schon hätten die Feinde 2500 Sterngewerke und 70.000 Sternspringer weniger gehabt.
 
Apropos: Bei der Schlacht um Ertrus Ende 1514 NGZ (siehe PR 2729) waren über 50.000 Onryonenschiffe vor Ort, die in mehreren Wellen kurz nacheinander eingetroffen sind. Woher sind die damals gekommen? Warum kommen sie jetzt nicht?
 
Apropos II: Es ist immer nur die Rede von den 45.000 Sterngewerken, die durch den Zeitriss gekommen sind. Ihnen werden gedanklich drei Millionen Kampfschiffe gegenübergestellt - das ist angeblich die Gesamtstärke aller galaktischen Flotten. Nun, jedes Sterngewerk führt 28 Sternspringer mit, und das sind nicht nur irgendwelche Beiboote, sondern fernflugtaugliche Großkampfschiffe. Insgesamt bilden sie eine Streitmacht von 1.260.000 Einheiten! Plus 45.000 Sterngewerke und unzählige Kriegskapseln. Die Rechnung geht natürlich schon wegen der unbekannten Anzahl indoktrinatorenverseuchter Milchstraßenschiffe nicht auf, aber angesichts dieser Zahlen liegt der Schluss nahe, dass die Tiuphorengefahr nicht auf militärischem Wege gelöst wird. Wahrscheinlich werden sie bald den Ruf zur Sammlung vernehmen oder die Terraner werden diesen simulieren und geschickt durchs Banner-Nadelöhr einfädeln. Dann werden sich die Tiuphoren vergeistigen, ES wird sie aufsaugen, wie er es schon mit anderen bösen Gegnern getan hat, und puff! Schon ist die Sache geritzt.

Johannes Kreis  06.08.2016

   
Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer



   
NATHAN

    
Vorschau

Der Krieg ist endgültig in der Milchstraße angekommen, und ganz offensichtlich erzwingt er Bündnisse, die noch vor Kurzem undenkbar waren. Dennoch sieht es ganz und gar danach aus, als wäre der Krieg verloren, ehe er richtig beginnt.
Uwe Anton wirft einen Blick auf einen Nebenschauplatz – zumindest muss das vor den großen Ereignissen des Krieges so erscheinen. Er berichtet von einem Sterbenden. Band 2869, der am 12. August 2016 in  den Handel kommen wird, trägt den Titel:
 
ANGAKKUQ

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