Nummer: 2835 Erschienen: 18.12.2015   Kalenderwoche: Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 2,10 €

Die Purpur-Teufe
Perry Rhodan in einer sterbenden Galaxis - im System der Erinnerung
Michael Marcus Thurner

Zyklus:  

39 - Die Jenzeitigen Lande - Hefte: 2800 - 2874 - Handlungszeit: 17.11.1517 NGZ bis Januar 1519 NGZ (mit Reisen in Bereiche jenseits der Zeit sowie Abstechern in die Jahre 20.103.191 v. Chr., 99.781 v. Chr., 8050 v. Chr., 971 NGZ und 2577 NGZ) - Handlungsebene: Noularhatoon

Großzyklus:  10 - Noch unbekannt / Hefte: 2500 - ? / Zyklen: 36 - ? / Handlungszeit: 1436 NGZ (5050 n.Chr.) - ?
Örtlichkeiten: Noular   Khangsystem            
Zeitraum: 20.103.191 v.Chr. = (31.Januar bis 13.Februar 1518 NGZ RAS TSCHUBAI-Bordzeit)
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 52835
EAN 2: 4199124602101
Ausstattung:  Risszeichnung
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Auf der Erde schreibt man das Jahr 1518 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ). Die Menschen haben mit der Liga Freier Terraner ein großes Sternenreich in der Milchstraße errichtet; sie leben in Frieden mit den meisten bekannten Zivilisationen.
 
Doch wirklich frei ist niemand. Die Milchstraße wird vom Atopischen Tribunal kon­trolliert. Dessen Vertreter behaupten, nur seine Herrschaft verhindere den Untergang – den Weltenbrand – der gesamten Galaxis.
 
Perry Rhodan hat es unfreiwillig in die tiefste Vergangenheit gerissen, wo er Zeuge der Invasion der kriegerischen Tiuphoren und des Untergangs alter galaktischer Hochkulturen wird. Als die Tiuphoren auch die Zivilisation der Laren auszulöschen drohen, beschließt er zu helfen, schließlich weiß er, dass die Laren den furchtbaren Völkermord bis in die Gegenwart hinein überlebt haben müssen. Er benötigt dazu DIE PURPUR-TEUFE …

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Terraner entscheidet sich, die Laren zu retten.
Gucky Der Mausbiber entscheidet sich, einem speziellen Laren auf die Füße zu treten.
Pauntes Deshgii Der Archivar entscheidet sich zu bleiben.
Marrnym Plesherr Der Archivar entscheidet sich zu gehen.

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Swen Papenbrock   
Kommentar / Computer: :
PR-Kommunikation: Perry Rhodan-FanEdition Band 15 - Die Telepathin
Statistiken:
Witzrakete: Seppi Schaller: Foto
Leserbriefe: Peter Hellmann /Dieter Hofher / Martin Koet / Marc Weisener
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Aagenfelt-Blitz    Claccpher     LARHATOON    Noular    Noularhatoon    Teshgefero    Tiuphoren Kultur                                          
Computerecke:
Preisauschreiben:
Jürgen Rudig : Kriegskapsel der Tiuphoren (18-Meter-Standardtyp) - Extraterrestrische Raumschiffe

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Innenillustrationen

Die RAS TSCHUBAI und die LARHATOON als SVE-Raumer (vorne)
Zeichner:  Swen Papenbrock  
Seite:25
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Der Tiuphore Chuccoy Xunn versucht mit einem Sternenpendel von Noular zu fliehen. Da er Informationen über den SVE-Raumer LARHATOON erbeutet hat, muss er unbedingt aufgehalten werden. Mit Maan-Moohemis Erlaubnis macht sich die TATJANA MICHALOWNA an die Verfolgung und schießt das Sternenpendel schrottreif.
 
Perry Rhodan spricht mit Avestry-Pasik, der sich geläutert gibt und anschließend zusammen mit dem Terraner bei der Helaar vorspricht, um einen neuen Vorschlag zu machen. Die Zeitrevolution ist gescheitert, bevor sie beginnen konnte, denn die tiuphorische Invasion ist in vollem Gange. Aufgrund des Zeitdrucks ist es jetzt nur noch möglich, einen einzigen von den Ur-Laren besiedelten Planeten zu retten, und zwar durch den Einsatz einer Purpur-Teufe. Die RAS TSCHUBAI und die LARHATOON sollen umgehend nach Phariske-Erigon fliegen und die sechs Purpur-Bojen einer Teufe beschaffen. Avestry-Pasik möchte auf Noular verweilen, Pey-Ceyan soll bei ihm bleiben. Rhodan muss sich Maan-Moohemis Entscheidung beugen und dies gestatten.
 
Am 12. Februar 1518 NGZ Bordzeit erreichen die Schiffe die Alten Sternenlande. Schnell wird deutlich, dass die Völker des Kodex geschlagen sind. Die Tiuphoren verbreiten überall fast ungehindert Tod und Verderben. Jetzt muss Rhodan entscheiden, welchen für die Versetzung durch eine Purpur-Teufe vorgesehenen Planeten er der Vernichtung preisgeben möchte. Die Wahl fällt auf Palynkarare im Khangsystem, den Archivplaneten des Kodex, denn dieser wurde bereits weitgehend evakuiert.
 
Nur noch wenige zehntausend Teshgefero leben auf Palynkarare. Diese Flugwesen archivieren Daten und Artefakte unzähliger Kodexvölker. Ob-Archivar Pauntes Deshgii glaubt an eine Rettung seiner Welt durch die noch im Aufbau befindliche Purpur-Teufe, doch die so genannten Archiv-Meuterer wollen nicht so lange warten. Mit der DHUPNUR, einem im Orbit befindlichen Raumschiff der Nuhluten (Schlangenwesen mit acht Stummelbeinen), wollen sie sich selbst und so viele archivierte Relikte wie möglich in Sicherheit bringen. Die DHUPNUR wird dann zu einer dreihundertjährigen Reise in die Nachbargalaxie Claccpher (Andromeda) aufbrechen. Ohne Wissen des Ob-Archivars haben die Meuterer bereits alles in die Wege geleitet. Dass diese Maßnahme nur zu berechtigt war, zeigt sich, als das von Sucyth Accopherm kommandierte Sterngewerk ROOKOKAI in nur 20 Lichtjahren Entfernung von Palynkarare auftaucht und zum Angriff übergeht. Die rayonischen Verteidiger der Archivwelt werden aufgerieben, ihr Befehlshaber Toeccer Vaplyc fällt.
 
Perry Rhodan entwickelt einen mehrstufigen Einsatzplan: Die plophosische Waffentheoretikerin Teema Ysenburg macht zusammen mit Sichu Dorksteiger den Aagenfelt-Blitz einsatzklar. Dieser soll gegen die tiuphorischen Sterngewerke eingesetzt werden, sobald er an die niedrigere Hyperimpedanz angepasst wurde. Da es Rhodan so vorkommt, als habe Hascannar-Baan Gefallen daran gefunden, das Sagen zu haben, soll sich Major Ferridan Wackström, stellvertretender Kommandant des 2. Raumlandebataillons der RAS TSCHUBAI, zur Erstürmung der LARHATOON bereithalten. Deren Positroniken sollen im Falle eines Falles mit Hilfe des Infiltrationsprogramms "Neuer Hausmeister" übernommen werden. ANANSI meint zwar, die Purpur-Teufe allein steuern zu können, doch Rhodan will versuchen, die mit dem Raumschiff ZERQUEM im Khangsystem operierenden Ziquama zur Mitarbeit zu bewegen.
 
Die RAS TSCHUBAI und die LARHATOON erreichen das Khangsystem, als die Raumschlacht der Rayonen gegen die ROOKOKAI schon fast zu Ende ist. Rhodan kann nicht riskieren, hier noch einzugreifen. Poungari meldet, dass 50 weitere Sterngewerke vermutlich bald eintreffen werden. Hascannar-Baan ist der Meinung, dass Rhodan zu lange zaudert. Er verlangt, dass sich der Terraner seinem Kommando unterstellt. Die Purpur-Bojen will sich der Proto-Hetoste notfalls mit Gewalt aneignen. Daraufhin ordnet Rhodan die Installation des Neuen Hausmeisters an. Gucky und Vetulon Culsander erledigen diese Aufgabe unbemerkt.
 
Kurz danach kommt es zum Großangriff der Tiuphoren. Um keine Zeit mit Verhandlungen verschwenden zu müssen, ersinnt Rhodan eine Täuschung. Poungari gibt sich gegenüber den Rayonen, Ziquama und Teshgefero als hochrangige Vertreterin des Kodex aus. Sie behauptet, Palynkarare sei nicht mehr zu retten. Die Purpur-Bojen müssten von zwei Experimentalschiffen des Kodex übernommen werden. Die RAS TSCHUBAI setzt den Aagenfelt-Blitz erfolgreich gegen das erste tiuphorische Kontingent ein und erzielt einige Abschüsse. Gleichzeitig werden Gucky, Culsander, Wackströms Raumlandesoldaten und einige Posbis per Kran in die LARHATOON versetzt. Der Neue Hausmeister wird aktiviert, die larische Besatzung wird matt gesetzt. Gucky tritt Hascannar-Baan wortwörtlich auf die Füße, Wackström übernimmt das Kommando. Die Tiuphoren werden solange hingehalten, bis alle Purpur-Bojen verladen sind. Da die Ziquama zögern, sich den angeblichen Kodex-Experimentalschiffen anzuschließen, soll Gucky einige ihrer Spezialisten entführen. Damit hat er keinen Erfolg, denn die Ziquama stellen sich quer. Schließlich wird die ZERQUEM von den Tiuphoren vernichtet. Die RAS TSCHUBAI und die LARHATOON verlassen das System.
 
Palynkarare konnte rechtzeitig evakuiert werden. Nur Pauntes Deshgii bleibt zurück, um zu sterben. Er wird von Sucyth Accopherm abgeholt.

Johannes Kreis

 
Rezension

Eigentlich lese ich MMTs Romane ja ganz gern, aber irgendwie wiederholen sich seit einiger Zeit immer dieselben Schemata. Die obligatorischen Beschreibungen fremder Wesen und dergleichen sind phantasievoll, ähneln sich inzwischen aber sehr und sind für mich oft schon deshalb uninteressant, weil besagte Wesen - diesmal die Teshgefero und die Nuhluten - fast immer nur in einem Roman bzw. Doppelroman vorkommen, danach aber nie wieder eine Rolle spielen. Gleiches gilt für andere Produkte von MMTs Ideenreichtum, namentlich für die auf Palynkarare archivierten Artefakte. Wahrscheinlich alles irrelevant. Aber auf dem Planeten stehen steinerne Statuen, die von einer verschollenen Zivilisation erschaffen worden sein sollen. Die Teshgefero gehen davon aus, dass es sich bei den unbekannten Künstlern um die ersten intelligenten Wesen Phariske-Erigons (also der Milchstraße) gehandelt hat. Hm! Wer könnte das gewesen sein?
 
Im aktuellen Zyklus kommt erschwerend hinzu, dass MMT es nicht lassen kann, die Tiuphoren als hassenswerte Gegner zu charakterisieren und ausgerechnet Rhodan diesen Hass empfinden zu lassen. Ja ich weiß, die Tiuphoren begehen unaussprechliche Grausamkeiten. Aber es ist eine Sache, ihre Taten zu schildern und eine andere, sie als ultraböse Superschurken darzustellen, die man bedenkenlos massakrieren darf. Bei der Raumschlacht gegen die Sterngewerke denkt Rhodan (Zitat): "Kein Erbarmen. Keine Gnade. Nicht bei diesem Feind." Kurz danach freut er sich über die Vernichtung eines Sterngewerkes. Ich bin es müde, gebetsmühlenartig zu wiederholen, dass Sterngewerke Generationenschiffe sind, auf denen sicher nicht nur Kämpfer leben, sondern auch ganz normale Zivilisten. Alte Leute. Kinder. Wie praktisch ist es in diesem Zusammenhang doch, dass Chuccoy Xunn allein im Sternenpendel ist. Da muss sich Rhodan gar nicht wegen Kollateralschäden grämen. Noch praktischer: Rhodan kann eine Purpur-Teufe klauen, ohne sich die Hände schmutzig zu machen, weil der Planet sowieso schon evakuiert wurde. Muss ich das noch kommentieren?
 
Und zu "guter" Letzt nervt Rhodans ewiges Herumgeeiere. Mal zaudert er, weil er keine Zeitparadoxa auslösen will, im nächsten Moment greift er persönlich massiv ein. Diesmal schlägt er selbst den Einsatz einer Purpur-Teufe vor, dann hat er wieder Zweifel, weil er damit in die Geschichte eingreift.
 
Auf der Habenseite kann der Humor verbucht werden. Der geht teils auf Guckys Konto, zum Glück ohne übertriebene Albernheiten. Zum anderen Teil ist Teema Ysenburg dafür verantwortlich. Mit ihrer Angewohnheit, ihre Gesprächspartner ständig zu unterbrechen, bringt sie Rhodan solange zur Weißglut, bis er auf den Tisch haut. Das kenne ich! Gegen das Nervpotential solcher Leute ist also nicht mal ein Unsterblicher mit mehrtausendjähriger Lebenserfahrung immun!

Johannes Kreis  17.12.2015

   
Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer



   
NATHAN

 

    
Vorschau

Perry Rhodan musste umdenken: Womöglich ist der wahnwitzige Plan Avestry-Pasiks in seiner Substanz doch nicht so verheerend, wie er angenommen hatte. Daher treibt der Terraner die Zeitrevolution nun selbst heftig voran.
Michelle Stern widmet sich den weiteren Abenteuern Rhodans in der Vergangenheit in Band 2836, der in einer Woche im Zeitschriftenhandel erscheint. Der Roman trägt folgenden Titel:
 
DIE ZEITREVOLUTION

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