Nummer: 2825 Erschienen: 09.10.2015   Kalenderwoche: Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 2,10 €

Unter dem Sternenbaldachin
Sie kämpfen gegen die Posbi-Paranoia - ein Terraner durchlebt eine Zivilisation
Robert Corvus

Zyklus:  

39 - Die Jenzeitigen Lande - Hefte: 2800 - 2874 - Handlungszeit: 17.11.1517 NGZ bis Januar 1519 NGZ (mit Reisen in Bereiche jenseits der Zeit sowie Abstechern in die Jahre 20.103.191 v. Chr., 99.781 v. Chr., 8050 v. Chr., 971 NGZ und 2577 NGZ) - Handlungsebene: Medusa

Großzyklus:  10 - Noch unbekannt / Hefte: 2500 - ? / Zyklen: 36 - ? / Handlungszeit: 1436 NGZ (5050 n.Chr.) - ?
Örtlichkeiten: Eyyo               
Zeitraum: 19.März bis 3.April 1518 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 52825
EAN 2: 4199124602101
Ausstattung:  Clubnachrichten Nr.514
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Auf der Erde schreibt man das Jahr 1518 ­Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ). Die Menschen haben mit der Liga Freier Terraner ein großes Sternenreich in der Milchstraße errichtet; sie leben in Frieden mit den meisten bekannten Zivilisationen.
 
Doch wirklich frei ist niemand. Die Milchstraße wird vom Atopischen Tribunal kontrolliert, das behauptet, nur seine Herrschaft verhindere den Untergang, den Weltenbrand der Galaxis.
 
Der terranische Abenteurer Viccor Bu­ghassidow ist an Bord seines Raumschiffs ­KRUSENSTERN unterwegs. Er will ein Heilmittel gegen die »Posbi-Paranoia« finden, eine künstlich erzeugte Krankheit, die die Roboterzivilisation der Posbis befallen hat und sie von der Menschheit ent­fremdet.
 
Seine Suche endet schließlich UNTER DEM STERNENBALDACHIN …

 
Die Hauptpersonen
Viccor Bughassidow Der russischstämmige Multimilliardär knüpft Kontakte zu einem weitgehend unbekannten Volk.
Jatin Die Leibärztin Bughassidows bekommt mehr zu tun, als sie erwartet hat.
Marian Yonder Der Kommandant der KRUSENSTERN ist zum Abwarten verurteilt.
Meechyl Eine Anoree begleitet Bughassidow.
Voyc Lutreccer Der Eyleshion hegt keine Sympathie für ungebetene Besucher.
Madame Ratgeber Eine Posbi versucht, die Paranoia ihres Volkes aufzuhalten.

Allgemein
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenilluszeichner: Swen Papenbrock   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Die Anoree (I)
PR-Kommunikation: Der Perry Rhodan InfoTransmitter
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Christian Haindl / Hartmut Zimmermann / Markus Pillmann / Hans Fallada
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Cantaro    Cheborparner     Cheborparner Raumschiffe   Monos                                                       
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Journal

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Clubnachrichten
Clubdaten: Nummer: 514/ Seiten: 4
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Nachrichten:
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Reportriss: :

Innenillustrationen

Die Anoree-Frau Meechyl
Zeichner:  Swen Papenbrock  
Seite:25
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Die infizierten Posbis greifen die drei Cheborparnerschiffe mit der BRUSSSILOW I an. Das Beiboot wird vernichtet. Madame Ratgeber übersteht die Explosion, wenn auch schwer beschädigt, und wird später geborgen. Da sich Marian Yonder kooperationsbereit gibt, wird die KRUSENSTERN vorerst verschont.
 
Viccor Bughassidow und Jatin werden zu einem Treffen mit der vergleichsweise zugänglichen Syntharchin Tammal Zeygast nach Eyyo gebracht. Die Eyleshioni leben in enger Verbundenheit mit der Pflanzenwelt ihres Planeten. Die sonnenlose Welt erhält Licht und Wärme von den sieben Sternenbaldachinen. Diese wenige Meter dicken, aber am Äquator knapp 4000 Kilometer breiten Bahnen sind an Trägern aufgehängt, die sich an den Polen in mehr als 130 Kilometer Höhe erheben. Die Sternenbaldachine schirmen große Teile der Planetenoberfläche ab und regeln zudem die Tages- sowie Jahreszeiten. Etwa hundert Anoree leben auf Eyyo, ansonsten ist der Planet für Fremde tabu. Voyc Lutreccer würde Bughassidow und Jatin am liebsten so schnell wie möglich wieder loswerden, zumal die schlimmsten Befürchtungen seines Volkes wahr geworden sind: Tiuphoren wurden in der Milchstraße gesichtet. Bughassidow und Jatin erfahren, dass die Eyleshioni vor dieser tödlichen Bedrohung vor langer Zeit geflohen sind.
 
Eyyo wurde seinerzeit von einer Purpur-Teufe durch Zeit und Raum versetzt, vor 132.000 Jahren ist der Planet rematerialisiert. Um sich vor den Tiuphoren zu verstecken und auf der noch nicht durch Sternenbaldachine geschützten Welt überleben zu können, haben die Eyleshioni drastische Schritte eingeleitet. Die Gesamtpopulation wurde auf 10 Millionen Individuen begrenzt. Die Benutzung von Hypertechnik wurde verboten. Bis auf wenige Ausnahmen wurde allen Eyleshioni Angst vor dem Weltraum angezüchtet. Nur einzelne Agenten haben den Planeten seitdem verlassen, um Informationen über die Lage in der Milchstraße einzuholen. Vor 357 Jahren ist es zur Kontaktaufnahme mit den Anoree gekommen. Die Eyleshioni waren beeindruckt von der durch die Cantaro bewirkten Abschirmung der Milchstraße - etwas Ähnliches wollten sie für Eyyo haben. Die Eyleshioni bezeichnen die durch all diese Maßnahmen erzielte totale Isolation als Hyper-Versunkenheit.
 
Doch das ist noch nicht alles. Die Balpirol-Proteindirigenten wurden tatsächlich von den Eyleshioni zusammen mit den Anoree entwickelt, sind aber im Grunde keine gegen die Posbis gerichtete Waffe. Eigentliches Ziel sind die Indoktrinatoren, jene Allzweck-Nanomaschinen, auf denen die militärische Überlegenheit der Tiuphoren zumindest teilweise basiert. Die Posbis sind nur Testobjekte. Den Tefrodern wurden die Balpirol-Proteindirigenten aus dem einfachen Grund zur Verfügung gestellt, weil sie mit den Onryonen zusammenarbeiten, denen - beziehungsweise deren Vorfahren, den Rayonen - die Eyleshioni schon zu Zeiten des Kodex vertraut haben. Durch den Einsatz der Balpirol-Proteindirigenten wollen sich die Eyleshioni Zeit für die Flucht vor den Tiuphoren erkaufen, denn Flucht ist ihrer Meinung nach die einzige Option. Die hierfür benötigten Schiffe sollen von den Cheborparnern zur Verfügung gestellt werden, mit denen die Eyleshioni seit etwa 260 Jahren kooperieren.
 
Bughassidow wird operiert und an eine Vorrichtung angeschlossen, die es ihm ermöglicht, die Geschichte der Eyleshioni teilweise nachzuerleben. Die Prozedur ist nicht ausgereift und bringt Bughassidow an den Rand des Todes. Nachdem er sich wieder erholt hat, schmieden er und Jatin neue Fluchtpläne. Meechyl hat dabei eine wichtige Rolle zu spielen, denn sie hat erklärt, dass es eine Heilmöglichkeit für die Posbi-Paranoia gibt. Man müsste die Posbis mit modifizierten Balpirol-Proteindirigenten impfen, die die Wirkung der ersten Infektion aufheben. Jatin verabreicht Meechyl Prionen, die die Technoimplantate der Anoree befallen. Auf diese Weise wird Meechyl willfährig gemacht. Bughassidow zieht die richtigen Schlüsse aus den in den letzten Tagen gewonnenen Informationen. Die Flucht der Eyleshioni hat vor 20 Millionen Jahren stattgefunden. Auf dieses Alter wurden die Artefakte in der Bughassidow-Kaverne auf dem Jupitermond Europa geschätzt und den Datenbanken der Eyleshioni zufolge wurde Sheheena, ein Planet des Mitraiasystems, ebenfalls vor 20 Millionen Jahren von einer Purpur-Teufe versetzt. Sheheena, so nimmt Bughassidow an, ist mit der von ihm so lange gesuchten Dunkelwelt Medusa identisch.
 
Doch Bughassidow und Jatin fliegen auf, ihre Pläne scheitern. Die beiden werden fünf Syntharchen vorgeführt. Dabei wird entschieden, dass ihnen Mentalmodulatoren implantiert werden sollen, mit denen verhindert wird, dass sie etwas tun, das den Eyleshioni schaden würde. Sie hätten danach keinen freien Willen mehr. Meechyl bereitet den Eingriff vor.
 
Am 3. April 1518 NGZ kehren Bughassidow und Jatin zur KRUSENSTERN zurück. Sie werden von Meechyl und Voyc Lutreccer begleitet. Bughassidows nächstes Ziel ist das Solsystem. Er muss sich die Kavernen von Europa noch einmal genauer ansehen, denn jetzt hat er eine neue Spur in Sachen Medusa.

Johannes Kreis

 
Rezension

Ach, jetzt will Bughassidow die Balpirol-Proteindirigenten, die sich ja wohl mit Sicherheit immer noch in der KRUSENSTERN befinden (zumindest Madame Ratgeber ist infiziert), auch noch ins Solsystem einschleppen? Soviel zum Thema Quarantäne! Mir will übrigens nicht so recht einleuchten, warum ausgerechnet die Posbis Versuchskaninchen für die angeblich gegen tiuphorische Indoktrinatoren gedachten Prionen spielen mussten. Sind die Indoktrinatoren genauso oder wenigstens ähnlich aufgebaut wie die Posbis, bestehen sie also aus Positroniken und lebendem Plasma? Wohl kaum! Weiß überhaupt irgendwer außer den Tiuphoren, wie die Indoktrinatoren funktionieren und somit, wie sie angegriffen werden können? Woher wollen die Eyleshioni/Anoree also wissen, dass sie mit den Prionen auch nur das allergeringste gegen die Indoktrinatoren ausrichten können? Ebenso gut hätten sie beliebige andere Rechner für Tests einsetzen können, das Ergebnis wäre genauso sinnlos gewesen wie die Verseuchung der Posbis. Im Nachhinein kann ich die Posbi-Paranoia somit nur als billige Effekthascherei bezeichnen.
 
Dafür kann Robert Corvus natürlich nichts. Leider gefällt mir die zweite Hälfte des Doppelromans aber auch unabhängig davon nicht annähernd so gut wie die erste. Das liegt vor allem an einem Kunstgriff, den die Autoren immer wieder einsetzen, wenn sie Informationen vermitteln sollen, die sie nicht vernünftig in die Handlung einbetten können. Da werden irgendwelche Lebensgeschichten erzählt oder jemand wird in eine Scheinwelt versetzt, in der er - wie hier - entscheidende Ereignisse nacherlebt. Ich finde das diesmal sogar doppelt ärgerlich, denn einerseits erfahren wir im Grunde nichts, was wir uns nicht sowieso schon zusammenreimen konnten. Dass die Eyleshioni Kontakt mit den Lkandonern hatten ist nur ein Querverweis zu den aktuellen Hörspielen. Wir wissen jetzt, dass sie zu Zeiten der Methankriege, des Schwarms sowie kurz nach der Monos-Herrschaft unterwegs waren und sogar in Erwägung gezogen haben, sich aus Gründen des Selbstschutzes der mächtigen Terminalen Kolonne TRAITOR anzuschließen. So what?
 
Andererseits gibt es überhaupt keinen Grund für die Eyleshioni, Bughassidow dieser Behandlung zu unterziehen. Die kommt mir ohnehin recht sinnfrei vor. Wenn der Proband die Prozedur mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht überlebt, ist der ganze Aufwand doch für die Katz. Und was haben die Eyleshioni jetzt davon? Bughassidow weiß, dass sie panische Angst vor den Tiuphoren haben. Warum sie solche Angst haben, weiß er dagegen nicht, denn er hat die von den Tiuphoren verübten Gräuel eben nicht "aus erster Hand" nacherlebt. Das wäre doch viel wichtiger gewesen. Die Eyleshioni hätten Bughassidow also auch einfach sagen können, was Sache ist! Aber nein, es mussten ja ein paar Dutzend Seiten mit kurzen Rückblicken und noch kürzeren Kapiteln gefüllt werden, in denen sich Jatin wegen Bughassidows Gesundheitszustand grämt. Spannend war das nicht.
 
Mit der totalen Isolation der Eyleshioni ist es in Wahrheit auch nicht besonders weit her. Was bringt es, den Planeten hinter einem Verzerrerfeld und in einer Dunkelwolke zu verstecken, wenn es doch immer wieder Einzelpersonen gibt, die seinen Standort kennen und in die Galaxis hinausgehen? Die Cheborparner scheinen sogar regelmäßig zum Kontaktmond zu fliegen, kennen die Koordinaten also auch. Sobald die Tiuphoren erst einmal diesen Mond gefunden haben, haben sie auch Eyyo entdeckt. Sind die Eyleshioni denn nie auf den Gedanken gekommen, dass sie gerade aufgrund ihrer Heimlichtuerei besonders lohnende Beute für die Tiuphoren sein könnten? Diese Typen freuen sich doch immer, wenn ihre Gegner es ihnen schwer machen!
 
Eine Frage bleibt offen. Haben Bughassidow und Jatin ihren freien Willen verloren oder hat Meechyl, die ja doch ein bisschen auf ihrer Seite zu stehen scheint, etwas dagegen unternommen?

Johannes Kreis  11.10.2015

   
Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer

Die Anoree (I)

Die Anoree sind haarlose, weißhäutige Humanoide mit eiförmig lang gezogenen,großen Schädeln und kleinen Gesichtern. Sie bedienen sich vieler technischerHilfsmittel in Mikrobauweise und tragen diese überall am Körper. Es ist schon eineWeile her, seit wir erst- und letztmals von den Anoree gehört haben – entsprechendgroß ist selbstverständlich die Überraschung, ihnen bei den Eyleshioni auf derDunkelwelt Eyyo zu begegnen. Während darauf im vorliegenden Roman eingegangenwird, befassen wir uns hier mit den Hintergründen – sie führen uns in die Zeit nach dem Hangay-Transfer, zu den sogenannten Blitzern, den Cantaro, den Jahrhunderten der Monos-Diktatur und dem faszinierenden Transportsystem der Schwarzen Sternenstraßen zurück. Die uns als NGC 7331 bekannte Spiralgalaxis Neyscuur ist die Hauptgalaxis derNGC-7331-Gruppe im Sternbild Pegasus und rund 50 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt. Mit annähernd 100.000 Lichtjahren Durchmesser entsprichtdie Größe der Sterneninsel vom Typ Sb, in der sich das Schwarze Sternentor Cintexx befindet, etwa der der Milchstraße.
 
Einige Millionen Lichtjahre vonNeyscuur entfernt ist die Kleingalaxis Gorandaar mit dem Schwarzen SternentorAguiri. In Gorandaar umkreist Aylay, die verlassene Ursprungswelt der Anoree, alszweiter Planet die erlöschende rote Sonne Gemesch. Die in der ganzenNGC-7331-Gruppe verbreiteten Anoree werden in der Verkehrssprache Neyscuurs,dem Neyscam, auch Anorii genannt – »die Seienden«.Ihre Vorfahren trafen, nachdem sie vor mehr als zwei Millionen Jahren dieinterstellare Raumfahrt entwickelt hatten, mit einem uralten Intelligenzvolkzusammen, den Durr-ai-rajmscan (Herren der Straßen) oder Machraban(Archäonten). Der Ursprung dieser wahren Erbauer der Schwarzen Sternenstraßen war vor rund 2,8 Millionen Jahren das Zusammentreffen der Viperter und Eskuquel und ihre Erkenntnis, dass beide Völker von den V'Aupertir abstammten. Sievereinigten sich und gaben sich den Namen Amarena – »das Volk«. Eine weiterentwickelte Technologie der Eskuquel diente dazu, die Schwarzen Sternenstraßen zu benutzen, um das Universum zu durchwandern – ein interstellares und intergalaktisches Transportsystem, das auf der künstlichen Verbindung zwischen Schwarzen Löchern basierte.
 
Mehr als 100.000 Jahre lang wurde das Netz ausgebaut und die Schwarzen Löcher mit Steuerstationen versehen – es erreichte vor etwa 2,59 Millionen Jahrendie gewaltige Ausdehnung von über 100 Millionen Lichtjahren Durchmesser. EtlicheVölker erhielten Lizenzen zur Nutzung der Schwarzen (Sternen-) Tore, die zum Sternenstraßen-System gehörten und ähnlich wie ein Transmitter arbeiteten.Ihre Zahl war eng begrenzt und betrug eines bis fünf pro Galaxis – je nach deren Größe und Bedeutung. Es gehörten also keinesfalls alle Schwarzen Löcher zu dem Transportsystem. Unter dem Ereignishorizont gab es unterschiedlich große undgeformte Steuer- und Schaltstationen, die das Zentrum des Schwarzen Lochsumkreisten – die sogenannte Singularität. Die bemannten oder unbemannten Stationen bestimmten, in welche Richtung gesendet oder aus welcher Richtungempfangen wurde. Von ihnen erzeugte hyperenergetische Transitionsfelder übernahmen auch den Transport via Kurztransition – beispielsweise zur Rematerialisation150 Lichtsekunden über dem Ereignishorizont des SchwarzenLochs.Wachsende logistische Probleme richteten den Unmut der Völker auf dieAmarena, das »Zeitalter der Gewalt« brach an.
 
Schließlich beschlossen dieAmarena, die Kampfhandlungen einzudämmen, indem sie allen Völkern die Lizenzzur Benutzung der Schwarzen Sternenstraßen entzogen. Die Schwarzen Löcherwurden wieder in Todeszonen verwandelt.Bis vor rund 2,2 Millionen Jahre setzten die Amarena, die ihre Körperlichkeitbehalten hatten und keinesfalls zu einer Superintelligenz werden wollten, ihretechnische Weiterentwicklung fort – dann brach das »Zeitalter des Geistes« an. Mitder Tendenz zur Verinnerlichung wurde Technik zweitrangig; wegen der zunehmenden Langlebigkeit sank das Fortpflanzungsvermögen. Zugleich erwachte inden Amarena die Sehnsucht nach Amagorta, einem Ort der Abgeschiedenheit als letzter Heimstatt. Vor etwa zwei Millionen Jahren fanden sie nach langer Suche daslegendäre Schwarze Loch im Zentrumsbereich einer abgelegenen Galaxis und löschten deren Position sowie die ihrer Nachbarn aus den Karten der Schwarzen Sternenstraßen. Die Verantwortung für das Netz der Sternenstraßen übertrugen die Amarena an die Anoree, weihten sie in die Funktionsweise der Schwarzen Tore ein und verschwanden dann in der Absicht, sich zur Verinnerlichung zurückzuziehen.

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Viccor Bughassidow hat Kontakt zu den Eyleshioni hergestellt, aber der persönliche Preis dafür war enorm.
In Band 2826 begleiten wir den Abenteurer und seine KRUSENSTERN weiter. Als Autor zeichnet Uwe Anton. Der Roman liegt in einer Woche unter folgendem Titel in den Verkaufsstellen aus:
  
DER LICHTE SCHATTEN

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