Nummer: 2634 Erschienen: 10.02.2012   Kalenderwoche: Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,95 €

Terras neue Herren
Die Sternengaleonen kehren ins Solsystem zurück - die Menschheit steht am Abgrund
Hubert Haensel     

Zyklus:  

37 - Neuroversum - Hefte: 2600 - 2699 - Handlungszeit: 05.09.1469 NGZ - 17.01.1470 NGZ (5056 - 5057 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  10 - Noch unbekannt / Hefte: 2500 - ? / Zyklen: 36 - ? / Handlungszeit: 1436 NGZ (5050 n.Chr.) - ?
Örtlichkeiten: Terra               
Zeitraum: 5.bis 8.Oktober 1469 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 22634
EAN 2: 4199124601951
Ausstattung:  Journal Nr.137
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

In der Milchstraße schreibt man das Jahr 1469 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ) - das entspricht dem Jahr 5056 christlicher Zeitrechnung. Seit dem dramatischen Verschwinden des Solsystems mit all seinen Bewohnern hat sich die Situation in der Milchstraße grundsätzlich verändert.
 
Die Region um das verschwundene Sonnensystem wurde zum Sektor Null erklärt und von Raumschiffen des Galaktikums abgeriegelt. Fieberhaft versuchen die Verantwortlichen der galaktischen Völker herauszufinden, was geschehen ist. Dass derzeit auch Perry Rhodan mitsamt der BASIS auf bislang unbekannte Weise »entführt« worden ist, verkompliziert die Sachlage zusätzlich. Um die LFT nicht kopflos zu lassen, wurde eine neue provisorische Führung gewählt, die ihren Sitz auf dem Planeten Maharani hat.
 
Doch wo befindet sich das Solsystem? Allem Anschein nach wurde es in ein eigenes Miniaturuniversum versetzt, eine »Anomalie«. Dort sind die Menschen aber nicht allein. Auch Sayporaner und Spenta bewohnen dieses Gebiet, und sie sind es, die allem Anschein nach dort den Ton angeben. Sie bringen den Fimbul-Winter über Sol und ihre Planeten und schicken ihre Sternengaleonen. Diese machen die Menschheit mittels Nanomaschinen mürbe, die jederzeit gewaltige Erdbeben auslösen können. Die Lenker der Galeonen betrachten sich bereits als TERRAS NEUE HERREN ....

 
Die Hauptpersonen
Reginald Bull Der Terranische Resident kommt auf »tragische« Weise ums Leben.
Henrike Ybarri Die Erste Terranerin beugt sich einem Ultimatum.
Geronimo Abb Der junge Terraner mag einen gestrandeten Riesen.
Homer G.Adams Der Aktivatorträger hat vorgesorgt.
Nachtaugs Beisohn Der Utrofar zwischen Leben und Tod, in einer neuen Welt.

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Swen Papenbrock   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Situation im Solsystem (2)
PR-Kommunikation: PR-Paper: Der Zellaktivator
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Jens Gruschwitz / Klaus Schulze / Manfred Herz / Volker Hoff / Juerg Schmidt
LKSgrafik:
Leserstory: Stefan Neumärker: Traumwanderer
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: MultiKonfess-Zentrum    Terraner Glaube und Religion                                                               
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal

Journaldaten: Nummer: 137 / Seite: 12
Journalgrafik: Foto: Teilchenfänger: OPERA-Experiment unter dem Gran Sasso in Italien
Journaltitel: Rüdiger Vaas: Intro / Mit Überlichtgeschwindigkeit durch die Erde – Kommen Neutrinos aus der Zukunft ? / QUASTIO Antworten der Journal-Leser – Wohin in der Zeit ?
Journalnews:

Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
Clubdaten: Nummer:  / Seiten:
Clubgrafik:
Nachrichten:
Fanzines:
Magazine:
Fan-Romane:
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Sonstiges:

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nummer: - Seiten:
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Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau:
Reportriss: :

Innenillustrationen

Der Utrofar (Nachtaugs Beisohn – vor der LADY LAVERNA)
Zeichner:  Swen Papenbrock  
Seite:29
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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� Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Vor dem Erdbeben in der Zona Mexiko verlässt Reginald Bull die Erde mit der LADY LAVERNA, einem Walzenraumschiff der Society of Absent Friends. Nachtaugs Beisohn wird an die Außenhülle geheftet und abtransportiert. Geronimo Abb und DayScha bleiben zu Gast an Bord. Das Schiff verbirgt sich im Inneren der Ganymed-Baustelle. Dort wird die Befragung von Nachtaugs Beisohn vorbereitet.
 
Nach dem Beben wird Bulls "Leiche" aus einem Gleiterwrack geborgen. Es handelt sich um einen sorgfältig präparierten Androiden. Die Täuschung ist perfekt, denn das Kunstwesen wurde aus einer Gewebeprobe des Unsterblichen erschaffen, in der Schulter trägt es die Nachbildung eines ausgebrannten Zellaktivatorchips. Da selbst in höchsten Regierungskreisen niemand eingeweiht wurde, glaubt sogar die Erste Terranerin Henrike Ybarri an den Tod des Residenten.
 
Am 6. Oktober 1469 NGZ kehren die 63 Sternengaleonen ins Solsystem zurück, die die erste Attacke überstanden haben. Der Sayporaner Marrghiz und der Fagesy Chossom melden sich bei Ybarri und verlangen die Kapitulation der LFT. Sie kündigen weitere durch die immer noch in Terras Erdkruste aktiven Nanomaschinen ausgelöste Superbeben an, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Die Terraner erhalten Bedenkzeit. Ybarri hält eine Kapitulation für opportun, um anschließend aus dem Untergrund agieren zu können. Sie informiert ihre Kabinettsmitglieder darüber, dass es den Fremden schon vor geraumer Zeit gelungen sein muss, alle Rechenzentren, NATHAN und LAOTSE eingeschlossen, zu manipulieren. Mit knapper Mehrheit schließt sich das Kabinett Ybarris Meinung an. Terra wird besetzt, allen Regierungsmitgliedern werden "Berater" zur Seite gestellt - Menschen, die auf Seiten der Invasoren stehen. Letzte Entscheidungsinstanz sind künftig Marrghiz und Chossom. Die Journalistin Phaemonoe Eghoo wird zur Regierungssprecherin der Invasoren.
 
Marrghiz behauptet, die Menschheit sei am Ende ihres Weges angelangt und werde in ihrer neuen Heimat, dem Miniatur-Universum, Frieden finden. Außerdem kündigt er die Rückkehr der entführten Jugendlichen an. Dann untersuchen er und Chossom Bulls Leiche, um sich von der Echtheit zu überzeugen. Sie unterhalten sich über ihr wichtigstes Ziel: die Auffindung von ALLDARS verschwundenem Korpus. Sie vermuten ihn im Solsystem. Sie sind nicht erfreut, als sie erfahren, dass nicht nur über 2300 mit Rüstgeleiten patrouillierende Fagesy spurlos verschwunden sind, sondern auch 50 Millionen Bewohner Terranias, darunter Homer G. Adams. Jeder einzelne hat eine weiße Armbinde zurückgelassen - seit der SEELENQUELL-Diktatur und der Gründung der "Gruppe Sanfter Rebell" ein Zeichen des Widerstands.

Johannes Kreis

 
Rezension

Terra wird von Feinden erobert und besetzt. Gähn. Wieder einmal wird uns dieses komplett ausgelutschte Szenario zugemutet. Die LFT-Regierung verzichtet auf jegliche Gegenwehr (Weicheier!) und setzt auf Untergrundaktionen. Jeder halbwegs vernünftig denkende Mensch müsste sich darüber im Klaren sein, dass eine Besetzung durch ein technisch weit überlegenes Volk, wenn sie denn erst einmal stattgefunden und sich etabliert hat, nicht durch einen Guerillakampf beendet werden kann. Aber was reg' ich mich auf. Im Perryversum ist alles möglich. Zweifellos werden die Sayporaner und ihre Schergen spätestens am Ende des Zyklus wieder von der Bildfläche verschwinden. Dieser Ablauf ist vorprogrammiert - in der PR-Serie ist gar nichts anderes denkbar. Sicher wird die Society of Absent Friends dabei eine wichtige Rolle zu spielen haben. Auch wieder so etwas, das man sich in der Realität nur schwer vorstellen kann: Eine Geheimorganisation, die ohne jegliche rechtliche Legitimation aktiv wird, wichtiges Material unterschlägt (Nachtaugs Beisohn) und sogar Klone oder ähnliches von hochrangigen Regierungsmitgliedern (Reginald Bull) herstellt - ohne deren Wissen. Da kommt schon einiges an strafbaren Handlungen zusammen. Was natürlich niemanden interessiert.
 
Immerhin werden die Eroberer wenigstens nicht als blindwütig angreifende, stinkende und hässliche Bösewichte dargestellt. Stattdessen handeln sie planvoll und in aller Ruhe. Außerdem scheinen sie wirklich davon überzeugt zu sein, den Terranern etwas Gutes zu tun. Natürlich könnte es sich bei ihren entsprechenden Verlautbarungen genauso gut um geschickte Lügen handeln. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Sayporaner/Fagesy nicht mit denjenigen identisch sind, die das Solsystem entführt haben. Sie haben offenbar auch nichts mit der Verdunkelung der Sonne zu tun. Für sie sind die Terraner Invasoren und Diebe (ALLDAR), und da ist sowohl die Entführung der Jugendlichen als auch die Besetzung des Solsystems eine durchaus verständliche Reaktion. Man muss sicherstellen, dass die Fremden (also die Terraner) keine Gefahr darstellen, und dass sie in die Gemeinschaft der im Mini-Universum lebenden Völker eingegliedert werden können. Auf diese Weise gelingt es den Autoren dann doch noch, der ewig gleichen Invasionsgeschichte neue Aspekte abzugewinnen.
 
Der Roman enthält übrigens eine rätselhafte Stelle. Auf Seite 58/59 ist zu lesen, dass Marrghiz mit dem "Leichnam" Reginald Bulls allein ist. Aus einem Pfahl, den der Sayporaner mit sich führt, wird ein mit einem Dunkelfeld abgeschirmter Liegesitz mit Armen. Letztere entnehmen der Leiche Organe. Dann verschwindet erst der Sayporaner, danach die Organe. Nur der Sayporaner materialisiert wenig später wieder. Am nächsten Tag ist er frisch wie das junge Leben, Ybarri meint, er sehe kräftiger als je zuvor aus. Hat er die Organe etwa in sich aufgenommen, um sich auf diese Weise zu stärken?

Johannes Kreis  12.02.2012

   
Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer

Situation im Solsystem (2)

Die Produktion weiterer Kunstsonnen läuft auf Hochtouren; neue sollen bald die bereits stationierten ergänzen. Vom Grundsatz her können sie den Komplettausfall der Sonne leicht kompensieren – Beispiele hierfür sind die Hundertsonnenwelt im Leerraum oder die seinerzeitige Versetzung von Terra und Luna in den Mahlstrom der Sterne. Ziel des Hunderttausend-Sonnen-Projekts ist vor allem, dass die Fotosynthese an Land wie in den Meeren – wenngleich vorläufig auf eingeschränktem Niveau – in Gang gehalten wird, sonst bricht die Nahrungskette ab.
 
Nachteil der auf den Planeten oder in ihrem Orbit stationierten Raumer der LFT-Flotte ist selbstverständlich, dass die solare Zivilisation bis zu einem gewissen Grad »entwaffnet« ist, weil viele Schiffe gebunden sind. Die Zahl der im Solsystem patrouillierenden Raumer ist deutlich reduziert – ein Start der momentan Gebundenen wäre zwar jederzeit möglich, hätte vorläufig allerdings negative Auswirkungen auf die Biosphärenerhaltung von Venus, Mars und Terra ...
 
Unabhängig davon gilt die allgemeine Versorgung dennoch als weitgehend gesichert. Immerhin wurde die Notausstattung aller Städte bereits in Vorbereitung auf die Erhöhung der Hyperimpedanz deutlich verbessert, und die aus der TRAITOR-Belagerung gezogenen Konsequenzen haben in dieser Hinsicht abermals eine Verbesserung beschert.
 
Verdeutlicht am Beispiel Terrania: Unterhalb der Subetagen und Netzwerke des normalen Stadtniveaus befindet sich das Ver- und Entsorgungssystem: Wasser- und Abwasserleitungen, Energiezufuhr, vollautomatisches Container-Rohrsystem und dergleichen. Subplanetarisches Überlebens-System lautet der offizielle Name des Tiefbunkersystems, dem die so genannte 1000-Meter-Sohle vorbehalten ist, das allerdings auch gesondert gesicherte Anlagen in 2000 Metern Tiefe aufweist. Als Eingänge dienen massive Bauten und bunkerartige Gebäude, in denen Antigravschächte, Nottreppen und Notrutschen installiert sind.
 
Auf der 3000-Meter-Sohle sind die Energieversorgungsanlagen und Fabriken platziert – vor allem zur Nahrungsherstellung, aber auch zur Endmontage aus Halbfertigprodukten. Nachschub, Versorgung und auch Abtransport übernehmen automatisierte Frachtcontainerstrecken, die inzwischen allesamt auf robuste Käfigtransmitter-Technologie umgestellt sind. Bis zur 5000-Meter-Sohle reichen die passiven Notanlagen, die meist nicht in Tätigkeit sind und deshalb nahezu wartungsfrei bleiben. Die zur Verbindung notwendigen Antigrav- und Notschächte sowie Transmitter sind so versteckt angelegt, dass kein Unbefugter in die riesigen Speicherhallen und Depots eindringen kann – sie sind von vornherein für extreme Notfallsituationen angelegt und wurden nach dem Hyperimpedanz-Schock und der TRAITOR-Belagerung nochmals verbessert.
 
Die Nachwirkungen der Versetzung des Solsystems in die Anomalie – wahlweise auch eine alarmierende Art von Raum, Irr-Raum, Anarchischer Raum genannt – sind noch zu spüren. Die Naturgesetze scheinen sich langsam »einzupendeln«, und die Anzahl sowie Intensität der sonderbaren Phänomene – das Nirwana-Phänomen, die Gravoerratik, die Gravospaltung und ihre verschiedenen mentalen Seiten- und Nebenwirkungen – hat deutlich nachgelassen.
 
Die Experten vermuten, dass das Solsystem in einer ersten Phase der Versetzung gestaucht oder hyperphysikalisch verpackt wurde und dabei die äußeren Regionen »raumzeitlich in Richtung Sonne gepresst« wurden. Quasi ganz beseitigt ist inzwischen die daraus erwachsene Gefahr durch die bei der Versetzung des Solsystems teilweise ins Systeminnere verlagerten Brocken von Kuiper-Gürtel und Oort'scher Wolke. In dieser Hinsicht hat die LFT-Flotte in den Wochen seit der Versetzung Bemerkenswertes geleistet. Die Schiffe haben nach und nach den Einschlagshagel beendet, abstürzendes Gestein desintegriert sowie größere Objekte mit Traktorstrahlen in einen stabilen Orbit gezogen.
 
Ein besonderer Schock ist nach wie vor, dass viele 10.000 Kinder und Jugendliche von den Auguren alias Sayporanern entführt wurden oder wie immer man es bezeichnen möchte – inzwischen steht die genaue Zahl fest: 123.520!
 
Fest steht ebenfalls , dass die unbekannten Außerirdischen schon seit etwa April 1467 NGZ auf Terra, Luna, Venus und Mars in Erscheinung getreten sind. Sie haben sich die längste Zeit völlig unverfänglich verhalten. Erst während der letzten Wochen vor der Versetzung des Solsystems fielen sie auf, weil sie mit Jugendlichen in Kontakt traten. In Kommunikationsnetzen wurden sie wegen ihres seltsamen Benehmens als Auguren bezeichnet …

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Terras neue Herren verfolgen ganz eigene Absichten, wie kaum anders zu erwarten. Welche dies im Einzelnen sind, kann kein Terraner bisher ahnen. Aber die Ankündigung, dass die verschwundenen Kinder heimkehren, weckt in vielen Hoffnung auf ein besseres Morgen.
Mit den verschwundenen Kindern und Jugendlichen befassen sich die Ereignisse der nächsten Woche. Altmeister Hans Kneifel gibt mit diesem Roman wieder einmal ein Gastspiel. Band 2635 erscheint überall im Zeitschriftenhandel unter folgendem Titel:
 
JAGD AUF GADOMENÄA

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