Nummer: 2524 Erschienen: 31.12.2009   Kalenderwoche: 53 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,85 €

Der Sturmplanet
Die JULES VERNE in der Hades-Dunkelwolke - Gucky macht eine erstaunliche Entdeckung
Leo Lukas

Zyklus:  

36 - Stardust - Hefte: 2500 - 2599 - Handlungszeit: 03.01.1463 NGZ - 16.05.1463 NGZ (5050 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  10 - Noch unbekannt / Hefte: 2500 - ? / Zyklen: 36 - ? / Handlungszeit: 1436 NGZ (5050 n.Chr.) - ?
Örtlichkeiten: Andromeda   Holoin-Fünfeck            
Zeitraum: 24. Februar bis 11.März 1463 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4199124601852
EAN 2: 92524
Ausstattung:  Report Nr.429
Anmerkungen: 
Das Eingangsmotto des Romans stammt von Genistos Befurisfagis.
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Auf der Erde und den zahlreichen Planeten in der Milchstraße, auf denen Menschen leben, schreibt man das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - das entspricht dem Jahr 5050 christlicher Zeitrechnung. Seit über hundert Jahren herrscht in der Galaxis weitestgehend Frieden: Die Sternenreiche arbeiten zusammen daran, eine gemeinsame Zukunft zu schaffen. Die Konflikte der Vergangenheit scheinen verschwunden zu sein.
Vor allem die Liga Freier Terraner (LFT), in der Perry Rhodan das Amt des Terranischen Residenten trägt, hat sich auf Forschung und Wissenschaft konzentriert. Sogenannte Polyport-Höfe stellen eine neue, geheimnisvolle Transport-Technologie zur Verfügung. Gerade als man diese zu entschlüsseln beginnt, dringt die Frequenz-Monarchie über den Polyport-Hof in die Milchstraße vor. Zum Glück kann der Angriff zumindest für eine Weile aufgehalten werden.
Während Reginald Bull die Milchstraße zu schützen versucht, folgt Perry Rhodan einem Hilferuf der Terraner in das in unbekannter Weite liegende Stardust-System. Dort erhält er eine Botschaft seines alten Mentors ES: Die Superintelligenz scheint akut bedroht. Und zu allem Überfluss tut sich Neues in den bislang unzugänglichen Wandernden Städten. Atlan wiederum begibt sich nach Andromeda - einer seiner Anlaufpunkte dabei ist DER STURMPLANET …

PR-Redaktion

 
Die Hauptpersonen
Atlan Der Arkonide start eine gefahrvolle Rundtour durch Andromeda
Gucky Der Mausbiber läuft allmählich wieder zu alter Hochform auf
Iris Shettle Die Experimentalphysikerin trifft eine schwerwiegende Entscheidung
Uturan Kook Die Wissenschaftler der JULES VERNE sind den Neuen gegenüber aufgeschlossen
Chucan Tica Die Wissenschaftler der JULES VERNE sind den Neuen gegenüber aufgeschlossen
Francinn Theseus-Chan Die Wissenschaftler der JULES VERNE sind den Neuen gegenüber aufgeschlossen

Allgemein
Titelbildzeichner: Swen Papenbrock
Innenilluszeichner: Swen Papenbrock   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Erste Antworten? (1)
PR-Kommunikation: Kennst Du die … DRUSUS ?
Statistiken: Die Welt von PR - Einstiegshilfe / Klaus N.Frick: Besuch im Rosengarten / Die Tefroder-Trilogie … / PR 5.Auflage Nr.1422 / 1423
Witzrakete:
Leserbriefe: Klaus Klingberg / Marco Scheloske / Martin Koet / Heinz F.Schöller
LKSgrafik: Alexander Ludwig: Spyglass / Cover der Tefroder-Trilogie
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Ammandul-Mehan     ATG-Feld      Kharag-Stahlwelt     LPV     Salkrit     Tefroder  - Raumschiffe                                              
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Journal
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Clubnachrichten
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Report

Titelbild:


Reportdaten: Nr.: 429 - Seiten: 11 - Cartoon: Reinhard Habeck - Rüsselmops der Außerirdische (Folge 289)
Reporttitel: Hubert Haensel: Report-Intro / Olaf Brill: Wie man einen Perry-Comic schreibt - Ein Werkstattbericht aus der Alligator-Farm
Reportgrafik: Grafik: »Die Rettung naht!« Von Harry Messerschmidt, Büdingen
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau: Verlagspublikationen Januar 2010
Reportriss: :

Innenillustrationen

Die JULES VERNE
Zeichner:  Swen Papenbrock  
Seite:25
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


»Es gibt einige Dinge, die ich mit dir unter vier Augen besprechen muss«, sagte Atlan da Gonozal, während er in dem angebotenen Sessel Platz nahm und die Beine übereinanderschlug. »Ich erlaube mir daher, dich in deiner Privatsphäre zu belästigen.«
»Du belästigst mich nicht.« Der Gedanke erschien mir absurd. »Vielmehr ist es mir eine Ehre ...«
»Ja, ja.« Er hob abwehrend die Hand. »Lass uns bitte die Höflichkeiten überspringen und gleich Klartext reden. Wir fliegen zur Hades-Dunkelwolke.«


Zeichner:  
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Inhaltsangabe

Am Holoin-Fünfeck ist eine Pattsituation eingetreten. Hunderte Schlachtlichter und 3000 Gaid-Walzen belagern das System, aber die Flotte der Galaktiker ist hinter dem Raum-Zeit-Labyrinth noch sicher. Selbst die Raumer der Frequenz-Monarchie können dieses Fallensystem nicht überwinden, wie sich herausstellt, als zehn Schlachtlichter, die am 24. Februar 1463 NGZ probeweise vorausgeschickt wurden, darin verloren gehen. Außerdem bliebe den Galaktikern selbst im ungünstigsten Fall immer noch genug Zeit, durch den Sonnentransmitter zu fliehen. Somit kann Atlan es sich erlauben, einen Teil der eigenen Streitkräfte abzuziehen, um die Hades-Dunkelwolke zu erforschen. Zuvor erhält er einen A-Controller mit besten Grüßen von Blo Rakane. Mit der JULES VERNE, 1500 Posbi-Fragmentraumern, 100 LFT-BOXEN, zwei PONTON-Tendern, zwei LFT-Explorerschiffen und zehn Ultrariesen fliegt Atlan zunächst zum Planeten Multika, wo der Stützpunkt Multika-Alpha aufgebaut wird. Die JULES VERNE fliegt von dort aus allein weiter via Coffoy und Atrun-System Richtung Hades.
 
Mit an Bord ist die Wissenschaftlerin Iris Shettle aus der Charon-Wolke. Atlan wollte sie dabei haben, da von ihr eine Theorie stammt, der zufolge die CREST III sich seinerzeit nur mit 10% der Lichtgeschwindigkeit im Bereich Hades fortbewegen konnte, weil mikroskopisch kleine Hyperkristalle in die Staubmassen der Dunkelwolke eingebettet sind, wodurch die Struktur des Hyperraums beeinflusst wird. Außerdem soll sie auf Gucky aufpassen, den Atlan seit der Sache mit den Sternenhorchern von Thirdal für psi-labil hält. Der Mausbiber ist jedoch wieder ganz der Alte und braucht keine Aufpasserin.
 
Wie sich herausstellt, wurde Coffoy (wo sich ein Maahk-Stützpunkt befinden sollte) hastig geräumt. Im von den Tefrodern besiedelten Atrun-System haben die Galaktiker mehr Glück. Dort wurde vor kurzem erst ein Angriff der Gaids zurückgeschlagen. Atlan und Gucky werden von Admiral Meruv Tatur zum Gastmahl gebeten. Der Arkonide und der Mausbiber erhalten nicht nur einige Kisten mit tefrodischen Köstlichkeiten, sondern auch Informationen. Das tefrodische Reich wurde nach Taturs Meinung durch Fragmentierung geschwächt, Virth Jarron Thabaron reagiert nur zögerlich auf die Angriffe der Frequenz-Monarchie und der Gaids. Die Maahks haben sich wegen interner Probleme schon vor Jahrzehnten ganz von der galaktischen Bühne Andromedas zurückgezogen. Im Machtbereich der Gaids sollen innerhalb kürzester Zeit neue Sonnen entstanden und wieder vergangen sein.
 
Am 26. Februar trifft die JULES VERNE bei der Hades-Dunkelwolke ein. Überall sind feindliche Raumer unterwegs. Iris Shettles Theorie bestätigt sich, aber die JULES VERNE erreicht trotzdem eine Geschwindigkeit von 25% Licht, so dass sie Überlichtetappen zurücklegen kann. Ziel ist ein Bereich besonders starker Hyperaktivitäten, um den die hyperenergetisch aufgeladenen Staubmassen der Dunkelwolke kreisen. Als die JULES VERNE am 4. März in der Nähe dieses Bereichs erscheint, stößt sie in ein Wespennest. Mindestens 5000 Schlachtlichter schützen einen Planeten, den die JULES VERNE nicht einmal im Tsunami-Modus erreichen kann: Der Feind kann die "Heckwelle" verwirbelter Hyperkristalle orten, die der Hantelraumer hinter sich herzieht. Mit Hilfe der Metaläufer-Technik kann die JULES VERNE ihre Verfolger abschütteln.
 
Nun fliegen die Galaktiker zu einer 373 Lichtjahre weit entfernten Hyperaktivitäts-Anomalie, die offenbar von der Frequenz-Monarchie ignoriert wird oder noch nicht entdeckt wurde - auch die Wissenschaftler der JULES VERNE sind erst durch den Einsatz des Meta-Orters auf diese Zone aufmerksam geworden. Die Werte lassen vermuten, dass es dort große Mengen Salkrit-ähnlicher Hyperkristalle gibt, die für die Galaktiker von unschätzbarem Wert wären. Iris Shettle entdeckt am Ziel einen von heftigen Stürmen umtosten, entfernt erdähnlichen Planeten, den sie auf den Namen Eurydike tauft. Gucky espert primitive Intelligenzwesen, die die Stürme zur Fortbewegung verwenden und deren Religion ihnen eine Wallfahrt zu einem bestimmten Ort aufzwingt.
 
Genau dort landen die Galaktiker. Sie finden hunderte Meter große Ruinen und unzählige Pflanzenwesen vor, die rollenden Büschen ähneln. Diese Wesen, die Gurmaer, bestehen quasi aus psi-materiell gesättigter Luft und ernähren sich von kristallisierter Psi-Materie (vergleichbar mit Salkrit oder Altrit) in der Atmosphäre Eurydikes. Ihr Wallfahrtsziel ist die Mumie eines Wesens, von dem sie alle abzustammen glauben. Dieses Wesen hat die Gestalt eines 50 Meter großen, aufrecht gehenden Wals. Die Wissenschaftler entnehmen der Mumie eine Probe. Dann muss die JULES VERNE fliehen, denn Schiffe der Gaids erscheinen bei Eurydike. Sie verfolgen den Hantelraumer nicht.
 
Am 11. März, beim ersten Orientierungsstopp außerhalb von Hades, präsentieren die Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse. Demnach ist die Wal-Mumie etwa zehn Millionen Jahre alt, und psionisch aufgeladene Goldmoleküle sind Bestandteil der Grundstruktur dieses Wesens - ähnlich wie bei den Inyodur aus dem Goldenen System von Charon, deren Überreste die einzige bekannte Salkrit-Quelle sind.
 
Plötzlich wird Alarm gegeben: 18 riesige Gaid-Walzen sind aufgetaucht und haben die JULES VERNE eingekesselt, halten sich aber noch zurück
 

Johannes Kreis

 
Rezension

Dieser Roman ist zwar aufgrund der vermittelten Informationen interessant und wegen des Kunstgriffs, die Ereignisse mal aus Atlans Blickwinkel und mal aus dem von Iris Shettle zu beleuchten, sogar unterhaltsam. Wegen verschiedener kleiner humorvoller Episoden, die aber nicht zu albern werden, ist er auch amüsant. Aber er enthält recht viele Passagen, die so wirken, als habe Leo Lukas sie von Datenblättern abgeschrieben und die deshalb unangenehme Erinnerungen an die technokratisch-kalten "Romane" Rainer Castors wecken. Deshalb kann ich das Heft weder als hundertprozentig gelungen noch als schlecht bezeichnen. Leo Lukas kann es besser, aber vielleicht hat ihm das Thema nicht so behagt - in obiger Zusammenfassung kommt nicht umsonst ziemlich oft das Wort "Hyper" vor...
 
Konzentrieren wir uns also auf die Neuigkeiten. Zunächst mal ein Informationssplitter, den ich in der Zusammenfassung nicht berücksichtigt habe: Quasi im Nebensatz wird eine "Tragödie um Dr. Indica" erwähnt, die Atlans Extrasinn dazu veranlasst hat, jedem weiblichen Wesen in Atlans Umfeld mit Argwohn zu begegnen. So auch Oberst Vashari Ollaron, die der alte Schwerenöter schon 1449 NGZ in der Kharag-Stahlwelt kennen gelernt hat und auf der seine Augen jetzt mit Wohlgefallen ruhen. Sie kommandiert die Galaktikumsflotte in seiner Abwesenheit. Aha. Atlan hat also vielleicht bald eine neue Liebschaft und seine alte Flamme Indica hat möglicherweise ein unschönes Ende gefunden. Ich weiß gar nicht, der wievielte Schnipsel dieser Art das jetzt ist. Ärgerlich dabei: Es folgen keine weiteren Infos. Man wüsste doch gern, was da passiert ist.
 
Dann die Sache mit den Maahks und den neuen Sonnen im Machtbereich der Gaids. Ersteres ist recht klar: Das Volk der Maahks macht eine Entwicklung durch, die es spalten wird. Die Schattenmaahks entstehen. Was es mit den neuen Sonnen auf sich hat, kann ich noch nicht einschätzen. Versuchen die Gaids vielleicht, im Auftrag der Frequenz-Monarchie neue Sonnentransmitter herzustellen? Was die Frequenz-Monarchie in Andromeda sucht, ist bekannt: Neue Polyport-Höfe und letztlich das PARALOX-ARSENAL.
 
Dann zu Eurydike. Dort haben also irgendwann jene riesigen Wal-Wesen gelebt, deren Hinterlassenschaften man auch im Sternhaufen Far Away entdeckt hat. Und lässt das Erscheinungsbild der Gurmaer nicht auch den Gedanken an Parallelen mit diesen merkwürdigen psi-materiellen "Schneekristallstrukturen" zu, die ebenfalls in Far Away gefunden wurden? Man beachte: Über eine dieser Strukturen war etwas erreichbar, das dem Inneren eines Polyport-Hofes gleicht. Oder war das etwa was ganz anderes, zum Beispiel das PARALOX-ARSENAL? Könnten die Riesenwale etwas mit dem Diebstahl dieser ultimativen Waffe zu tun haben? Dass sie in gewisser Weise den Inyodur ähneln (vgl. PR-Extra Nr. 3), muss nichts zu bedeuten haben. Einer Legende der Inyodur zufolge wurden sie durch kosmischen Goldstaub verändert, der in der Nähe einer Materiequelle psionisch aufgeladen worden war und dann auf ihren Planeten herabgeregnet ist. Das muss aber hunderte Millionen Jahre in der Vergangenheit geschehen sein und so alt sind die Riesenwale wohl nicht. Sie müssen anders entstanden sein.
 
Was es mit all dem auf sich hat, werden wir zweifellos bald erfahren, höchstwahrscheinlich in Form einer "Lebensgeschichte". Dabei fällt mir ein, dass es eine solche im neuen Zyklus noch gar nicht gegeben hat...
 
Doch genug davon. Ich wünsche all meinen Lesern ein gutes neues Jahr - möge 2010 nur angenehme Überraschungen für euch bereithalten!
   

Johannes Kreis  31.12.2009

   
Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer

Erste Antworten? (1)

Der nicht so ganz freiwillige Abstecher von Rhodan & Co. via Talanis zur Kunstwelt Wanderer lieferte zwar bei Weitem nicht alle Antworten, die dem Terranischen Residenten auf der Seele brennen, aber zumindest einige Aspekte erscheinen nun in neuem Licht. Inwieweit die wenigen konkreten Antworten tatsächlich brauchbar sind, wird die Zukunft zeigen müssen. Allerdings haben auch die nicht oder nur orakelhaft beantworteten Fragen ihren eigenen Stellenwert, obwohl in diesem Fall das »zwischen den Zeilen lesen« deutlich schwieriger ist. So blieb beispielsweise die Frage, was mit Lotho Keraete geschehen ist, ohne Antwort. Und Homunks Antwort zur Frage nach Mondras und Perrys Sohn Delorian dürfte dem legendären Orakel von Delphi ziemlich Konkurrenz machen. Aber ich kann euch mit dem Gedanken trösten, dass jeder Chronist ein Teil von ES ist und hier auf Wanderer seine Erfüllung gefunden hat. Ein Chronist hat Dinge geschaut, die kaum ein anderer Mensch je gesehen hat oder sehen wird - und das gilt auch für dich, Perry Rhodan. Ein Chronist weiß, was den Kosmos ausmacht. Sein Amt ist eine erfüllende, eine lohnende Aufgabe. (PR 2522) Zumal später dann ES selbst, ehe die Superintelligenz wieder in eine Art Koma fiel, dem Ganzen durch die erstaunte Gegenfrage noch eins draufsetzte. Delori-an? Wer ist Delorian?
 
Kaum weniger unbefriedigend blieben die Aussagen von ES zur verlorenen Ritteraura Rhodans. Du wirst mit einer Reaktion der Kosmokraten rechnen müssen. Sie wird kommen. Irgendwann. Nicht unbedingt morgen, nicht im nächsten Jahr, aber sie wird kommen (...) Du hast deine Aura aus einem guten Grund aufgegeben. TRAITOR ist auch für die Kosmokraten kein kleines Kaliber. Bringe sie dazu, das zu berücksichtigen.
 
Unter dem Strich durchaus einsichtig fiel die Begründung zur »ominösen Informationspolitik« aus, verdeutlicht an Rhodans eigenem Handeln im Kampf gegen die negative Superintelligenz KOLTOROC und dem Vergleich mit einem Haifischbecken, in welchem sich auch Superintelligenzen - ob mit oder ohne eigene Mächtigkeitsballung, ob positiv und symbiotisch oder negativ und parasitär - bewegen und gegeneinander kämpfen. Das simple Stichwort Geheimhaltung mag zwar unbefriedigend sein, hat aber seine Berechtigung. Oder mit den Worten von ES. Ich habe diese Vorsichtsmaßnahme schon immer getroffen, treffen müssen. Deshalb immer wieder mehr oder weniger geheimnisvolle Andeutungen, die dich auf den richtigen Weg bringen sollen, aber keine genauen Detailinformationen, die dem Feind in die Hand fallen könnten. Deshalb das geheimnisvolle Orakel, der Meister des Doppelsinns, der sich so gut wie nie konkret äußert. Was man nicht weiß, kann man nicht verraten!
 
Zur eigenen Lage und der weiteren Entwicklung wurde ES sogar etwas konkreter. Du weißt, dass meine Mächtigkeitsballung nicht nur die Lokale Gruppe, sondern auch die Fernen Stätten umfasst. (...) Ich bin nicht imstande, beide Bereiche zu halten. Sie sind extrem weit voneinander entfernt. Ich muss mich quasi aufteilen. Das droht mich zu zerreißen. Ich werde es eventuell nicht überleben. Und deshalb benötige ich deine Hilfe, Perry Rhodan. Ich brauche als Stärkung in absehbarer Zukunft Bewusstseinssubstanz - und zwar in großer Menge!
 
Warum überhaupt diese Aufteilung auf zwei ferne Bereiche? Was hat es mit den Fernen Stätten wirklich auf sich? Auf diese Fragen gab es keine direkte Antwort - indirekt lässt sich aber eine ableiten. Die Stardust-Galaxis, welcher der Kugelsternhaufen Far Away mit dem Stardust-System vorgelagert ist, trägt den Eigennamen Anthuresta und ist der Ursprung des Polyport-Systems. Vor diesem Hintergrund braucht es dann nicht zu verwundern, dass Homunk einen Controller überreicht und dass sich auf Wanderer die Kernanlage eines Polyport-Hofes befi ndet, verbunden mit Homunks lapidarer Aussage. ES hat ihn besorgen lassen. Schon vor langer Zeit. Laut ES ist es unerlässlich, dass die Menschheit uneingeschränkten Zugang zum Polyport-Netz bekommt. (...) Es war zwar wichtig, dass du das Tor zum Stardust-System geöffnet hast. Das war erst nach der Entdeckung des Polyport-Systems durch die Terraner möglich ... genauer gesagt, durch dich. Bis dahin habe ich den Kugelsternhaufen Far Away durch einen Schleier vor allen Neugierigen und Angreifern geschützt. Dieser Schleier fiel in dem Augenblick, in dem du den Polyport-Hof NEU-OLYMP erreichen konntest und angewählt hast. (...) Far Away wird sich zu einem Brennpunkt des Geschehens entwickeln, aber dein Hauptaugenmerk muss zuerst der Andromeda-Galaxis gelten

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Atlan ist eingekesselt – und der Feind ist so alt wie gut bekannt. Aber: Ist er das wirklich? Welche Entwicklung nahmen die Gaids in den letzten Jahren und inwiefern ist die Frequenz-Monarchie darin verwickelt ?
Antworten liefert Band 2525, der das erste Viertel des laufenden Zyklus abschließt und von Wim Vandemaan verfasst wurde. Sein Roman erscheint nächste Woche überall im Zeitschriftenhandel unter dem Titel:
 
MIT DEN AUGEN DER GAIDS

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