Nummer: 2285 Erschienen: 03.06.2005   Kalenderwoche: 22 Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,75 €

Tag der Verkündung
Der Vesuv als Brennpunkt der Ereignisse - ein Gott hält Gericht über die Menschen
Leo Lukas

Zyklus:  

33 - Der Sternenozean - Hefte: 2200 - 2299 - Handlungszeit: 1331 - 1333 NGZ (4918 - 4920 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  09 - Die Friedensfahrer / Hefte: 2200 - 2499 / Zyklen: 33 - 35 / Handlungszeit: 1331 NGZ (4918 n.Chr.) - 1347 NGZ (4934 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Terra – Wien   Neapel            
Zeitraum: 15. April 1333 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4199124601753
EAN 2: 52285
Ausstattung:  Clubnachrichten Nr.380
Anmerkungen: 
Hörspiel »Sternenozean« Teil 32
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Der Sternenozean von Jamondi und der Arphonie-Sternhaufen sind in den Normalraum zurückgekehrt. Anders, als es die von Perry Rhodan angeführte Allianz der Moral angenommen hatte, stellen sich die Kräfte des Feindes aber nicht zum Entscheidungskampf. Stattdessen flieht Tagg Kharzani mit seinen Kybb-Titanen aus dem Sternhaufen und reist auf direktem Kurs zur Erde. Dort befindet sich mittlerweile am Vesuv der »Tempel der Degression«, das Zentrum jener Macht,
die mit dem selbst ernannten Gott Gon-O identisch ist. Tagg Kharzani hat sich mit Gon-Orbhon verbündet - um die Unsterblichkeit zu erlangen, die ihm versprochen wurde. Während der erst vor kurzem erwachte »Gott« versucht, sich des Psi-Potenzials zu bemächtigen, das im Inneren der Sonne schlummert, weitet er seinen Einfluss auf die Erde und ihre Bewohner aus. Noch weiß keiner, welche Verwendung er für die Menschheit haben wird. Irgendwann wird es sich entscheiden, ob die Terraner ein »auserwähltes Volk« sein können. Es droht der TAG DER VERKÜNDUNG ...

PR-Redaktion

 
Die Hauptpersonen
Mondra Diamond Die ehemalige Agentin überzeugt als Zirkusprinzessin
Homer G.Adams Das Finanzgenie verkalkuliert sich ganz gewaltig
Matti di Rochette Der Chef der »Fliegenden Rochettes« liefert die Show seines Lebens
Gon-Orbhon Der selbst ernannte Gott hat seltsame Pläne mit den Terranern
Babett Bündchen Die Hochseilartistin engagiert sich intensiv

Allgemein
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenilluszeichner: Michael Wittmann   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Kontrolle der Naturkräfte?
PR-Kommunikation: Exklusives Angebot für alle Sammler
Statistiken: Diese Woche am Kiosk: Das neue Atlan-Heft / PR - 3.Auflage Heft 1688 - 1689
Witzrakete:
Leserbriefe: Micha Wicha / Ilja Schwarz / Martin Raule / Thomas Gruber / Marcus Furtmay
LKSgrafik: Marco Scheloske: Das Schutzherren-Siegel / Helmut Jannach: Shift
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Adams, Homer G.    Imberlock, Carlosch     Stock-Relais    Vesuv                                                       
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Journal
Journaldaten: Nr.: / Seite:
Journalgrafik:
Journaltitel:
Journalnews:

Clubnachrichten
Clubdaten: Nr.: 380/ Seiten: 4
Clubgrafik: Andy Bleck: Cover zu Plop 72
Nachrichten: Vorwort: Hermann Ritter
Fanzines: Basis N° 21 - www.atlan-fr.st / Plop 72 - Andreas Alt / Fandam-Observer 189/190 - Martin Kempf / Flieger 41 - Dieter Steinseifer / Intravenös 148 - Rüdiger Schäfer - kontakter@atlan-club-deutschland.de / Solar-x 170 - Wilko Müller jr. - wilkomueller@web.de / Star Trek World 93 - ? / Der Barde 7 - Eva Kalvoda - kills-first@utanet.at
Magazine: SF Personality 16 - Shayol Verlag / Pax et gaudium 18 - Ludwig Fischer Verlag - www.spassangeschichte.de
Fan-Romane: Anno 2222 - Dieter von Reeken - dieter.reeken-lg.t-online.de
Internet:
Veranstaltungen:
Sonstiges: Kriegervölker - Wolfganh Höfs - www.sfcu.de / Neues von Hary-Production - www.HaryPro.de

Report

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Innenillustrationen

Abschied von Wien (Matti u. Sirene mit Zirkus)
Zeichner:  Michael Wittmann  
Seite:17
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Der Tag, an dem der Zirkus buchstäblich seine Zelte abbrach, war immer ein ganz besonderer. Manchmal, wenn eine Spielserie außerordentlich befriedigend gelaufen war, man nette Leute kennen gelernt oder das Flair einer bestimmten Stadt besonders genossen hatte, fiel der Abschied schwer. Um nicht zu viel Wehmut aufkommen zu lassen, hatten die »Fliegenden Rochettes« ein spezielles Ritual entwickelt, das diesen Tag zu einem Festtag machte.


Zeichner:  
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© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Inhaltsangabe

Mondra Diamond kann aufatmen: Der Polizeigleiter, der Homers Stelldichein mit seinem Kontaktmann zu stören scheint, gehört zum „Geschäft“: Die Positronikchips werden von korrupten Polizisten geliefert. Jetzt kann der Zirkus Rochette seine Zelte in Wien abbrechen und nach Neapel ziehen, wo erst einmal ein Kontrollpunkt überwunden werden muss. Nachdem der Zirkus wieder aufgebaut ist, verschaffen Homer, Mondra und die Zirkusleute sich durch einige Tricks und den Einsatz ihrer artistischen Fähigkeiten nicht nur die Erlaubnis, bei der Eröffnungsveranstaltung am „Tag der Verkündung“ aufzutreten - sie brechen auch in ein Lager der Camorra ein und besorgen sich dort den Sprengstoff, der für Homers Plan benötigt wird. Nebenbei sorgen sie noch für etwas Verwirrung bei den Camorristas und Homer erleichtert Don Carreras um eine erhebliche Geldsumme, die er dem immer noch unter schweren finanziellen Sorgen leidenden Zirkusdirektor zukommen lässt.
 
Gon-Orbhon weitet derweil sein Terror-Regime auf Terra aus. Seine Macht stützt sich aber nicht nur auf mentale Beeinflussung und nackte Gewalt - es gibt auch mehr als genug Mitläufer, die sich ihm freiwillig anschließen. Am 15.04.1333 NGZ, dem „Tag der Verkündung“, tritt Gon-Orbhon persönlich auf und erklärt, die Terraner seien würdig, „sein“ Volk zu werden. Er braucht die Terraner aber nur solange, bis seine wahren Pläne verwirklicht sind. Er will ARCHETIMS Korpus aus Sol bergen und nach Parrakh, zum Standort Satrugars, transportieren. Das ist auch der eigentliche Grund dafür, warum er alle Kybb-Titanen im Solsystem zusammengezogen hat. Wie lange die Bergung ARCHETIMS dauern wird, ist noch völlig unklar. Und bis es soweit ist, sollen die Terraner ihm als Wachvolk dienen.
 
Die Show des Zirkus Rochette am „Tag der Verkündung“, bei der ausgerechnet ein Vulkanausbruch mit Lava-Surfing simuliert wird, ist ein voller Erfolg. Und zwar auch für Homer, denn mit dem Hoverboard, das Mondra während der Show ergattert, hat er das letzte Hilfsmittel zur Verwirklichung seines Plans erhalten, von dem er sich auch nicht durch die Tatsache abbringen lässt, dass Reginald Bull sich bei Gon-Orbhon befindet, wie er bei der Show sehen konnte. Die mit Sprengstoff bestückten subterranischen Sonden werden mit Hilfe des Boards im Schacht einer alten Probebohrung unweit von Neapel versenkt, von wo aus sie sich, gesteuert durch die von Matti di Rochette programmierten Positroniken, auf den Weg zum Vesuv machen. Ihr Ziel werden sie aber erst Ende Mai erreichen. Babett Bündchen, eine Artistin des Zirkus Rochette, sorgt für kurze Aufregung: Die Kleine hat sich in Homer G. Adams verliebt. Als er sie zurückweist, öffnet sie enttäuscht ihren Geist für den Einfluss Gon-Orbhons und erliegt diesem. Norman erkennt, dass sie beeinflusst ist, und schubst sie in den Schacht, wo sie vermutlich in den Tod stürzt…

Johannes Kreis

 
Rezension

Fangen wir wieder mit dem Positiven an… Zweierlei hat mir an diesem Roman richtig gut gefallen: Einmal die Schilderung des direkt über Neapel hängenden Kybb-Titans. Leo Lukas stellt das so plastisch und anschaulich dar, dass ich mir die Szenerie genau vorstellen konnte. Zum anderen finde ich den inneren Monolog Millitrons (Gon-Orbhons robotischer Leibwächter trägt diesen eigenartigen Namen) sehr gut gelungen. Millitrons Rationalisierungsversuche für Gon-Orbhons seltsames Verhalten zeigen erst so richtig, wie durchgedreht der „Gott“ tatsächlich sein muss.
 
Allerdings hat der Roman genau die gleichen Schwächen wie PR 2284, und um mich nicht zu wiederholen, verweise ich auf meinen Kommentar zu diesem Roman. In einer anderen Geschichte, in einem anderen Kontext, hätte ich den Humor vielleicht sogar amüsant gefunden. Aber nicht so! Da werden Logik und Glaubwürdigkeit mit Füßen getreten, es wird alles so zurechtgebogen, damit eine an den Clownshaaren herbeigezogene Possengeschichte erzählt werden kann. Die Kontinuität innerhalb der PR-Serie scheint nicht mehr viel wert zu sein, denn keinen Redakteur oder Lektor scheint das zu interessieren.
 
Ich hoffe, dass ich nicht so bald wieder etwas über „Terra-Nostalgiker“ lesen muss…

Johannes Kreis  

   
Inhaltsangabe 2

Kurzzusammenfassung:
Das Treffen von Homer G. Adams mit seinen Kontaktleuten aus der Unterwelt Wiens auf dem Prater verläuft erfolgreich. Zwei korrupte Polizisten verkaufen ihm die benötigten Positronikchips.
 
Der Circus Rochette verlagert seinen Standort von Wien nach Neapel. Direktor Matti di Rochette erhält die Erlaubnis, aus Anlass des Tags der Verkündung eine Zirkusnummer auf dem Vesuv zu präsentieren. Am 15. April 1333 NGZ verkündet Gon-Orbhon, die Terraner seien würdig, sein Volk zu sein. In Wirklichkeit braucht er sie nur vorübergehend als Wachvolk, bis er mit den Kybb-Titanen ARCHETIMS Korpus aus Sol bergen und nach Parrakh bringen kann.
 
Die Artisten des Circus Rochette und Mondra Diamond verschaffen sich Zutritt zu einem Lager der Camorra und erbeuten dort Sprengstoff für die Krakatoa-Sonden. Homer G. Adams zweigt eine erhebliche Geldsumme vom Konto des Don Carreras ab und stellt diese Matti di Rochette zur Verfügung.
 
Die mit Sprengstoff bestückten Krakatoa-Sonden werden im Schacht einer alten Probebohrung unweit von Neapel abgesetzt. Sie werden den Vesuv Ende Mai erreichen. Babett Bündchen, die sich in Homer G. Adams verliebt hat, von diesem jedoch zurückgewiesen wird, öffnet ihren Geist für Gon-Orbhon und wird von ihm beeinflusst. Norman erkennt das und stößt sie in den Bohrschacht, wo sie vermutlich in den Tod stürzt.
 
Handlung:
Im Splitter des Nocturnenstocks Satrugar: Gon-Orbhon ruft Reginald Bull zu einer Unterredung. Der selbsternannte »Gott« möchte sich an der Niederlage seines Gegners weiden. Doch Bull kriecht nicht zu seinem Fuße, im Gegenteil, er macht den »Gott« auf eine seiner Schwächen aufmerksam: Je mehr Terraner er kontrolliert, desto schwächer wird seine Kontrolle über den Einzelnen.
 
Am Wiener Prater klärt sich die Situation derweil auf. Die Polizeigleiter sind keineswegs erschienen, um Homer G. Adams zu verhaften. Bei den Polizisten handelt es sich um die Händler, die Homer die Steuerpositroniken verkaufen. Mondra ist einerseits froh, dass sich die Situation aufklärt, andererseits verärgert, dass sie umsonst das Riesenrad hochgeklettert ist.
 
Homer begibt sich zurück zum Circus Rochette, Mondra und Picco Lendlivié folgen ihm unauffällig – wie sich herausstellt, eine durchaus notwendige Vorsichtsmaßnahme. Homer wird von einer Bande Kleinkrimineller angegriffen. Mondra und Picco müssen eingreifen, jedoch ist die Überzahl der Gegner erdrückend. Zum Glück hat Picco einige Mitarbeiter des Zirkus Rochette gebeten, sich als stille Reserve zurückzuhalten. Gertraudis Rubor und Sirene di Rochette greifen auf einem altertümlichen Motorrad ein, und so können sowohl die Steuerpositroniken als auch Homer G. Adams gerettet werden. Der Unsterbliche trägt allerdings eine schwere Gehirnerschütterung davon, was im »heimischen« Zirkus Rochette Babett Bündchen auf den Plan ruft, die sich fortan als Homers Krankenschwester betätigt.
 
Die Zeit der Rochettes in Wien ist vorüber, man bricht die Zelte ab und macht sich auf den Weg nach Neapel. Auf dem Weg über die Alpen werden die Artisten gefilzt, die Sonden werden zum Glück nicht gefunden. Wermutstropfen auf dieser guten Nachricht ist, dass Picco aufgrund seiner Zugehörigkeit zur Gruppe Sanfter Rebell eine Fußfessel tragen muss und sich alle zwei Tage in Neapel bei der zuständigen Stelle melden muss.
 
Gon-Orbhon teilt derweil seinem Dienstroboter Millitron seine Pläne mit: Er möchte ARCHETIMS Korpus aus der Sonne extrahieren, ihn nach Parrakh bringen und das Psi-Potenzial der toten Superintelligenz nutzen, um zusammen mit dem Nocturnenstock Satrugar selbst den Schritt zur Superintelligenz zu vollziehen. Millitron vermerkt in seinen Notizen, dass es dem ehemaligen Schutzherren unmöglich ist, den Nocturnenstock zu verlassen, da die Verbindung zu Satrugar abreißen würde, wenn er sich zu weit von ihm entferne.
 
Der Circus Rochette erreicht Neapel und muss gleich den ersten Schock verkraften: Die Artisten werden rekrutiert, um bei den Feiern anlässlich des Tages der Verkündung eine Vorführung im Magma-Surfen zu geben. Die Alternative zur Annahme des »Angebots« ist wenig verlockend: die Hinrichtung. In den drei Tagen bis zur Vorstellung machen Sirene und Matti Werbung, während der Rest des Teams sich in der Stadt umhört, um einen Überblick über die hiesigen Verhältnisse zu bekommen. Da auch Homers Geldquellen irgendwann versiegt sind, fasst man einen Plan, um die eigene Liquidität wiederherzustellen.
 
Bei einem Kostümmacher bestellen die Mitglieder des Zirkus Kybb- und Carlosch-Imberlock-Kostüme. Matti verkleidet sich als Carlosch Imberlock, die anderen Mitarbeiter des Zirkus als Kybb. In diesem Aufzug zwingt man Mario Modesto, einen hochrangigen Kriminellen aus den Reihen der Camorra, Interna über seine Organisation auszuplaudern.
 
Gon-Orbhon hält wieder einmal Zwiesprache mit Millitron. Er sinniert über Tagg Kharzani und dessen Schicksal. Einen Rückflug in die GMW würde der gefallene Schutzherr nicht überleben. Eine Tatsache, die Gon-Orbhon weniger interessiert, viel wichtiger ist für ihn die Frage, ob ihm die Kybb auch nach dem Tod ihres Herren treu ergeben sein werden.
 
Es ist der 15. April, der Tag der Verkündung. Beim Lava-Surfen erbeutet Mondra bei einem inszenierten Unfall ein Surfbrett. Sie bittet, dieses »als Andenken« behalten zu dürfen. Der Wunsch wird ihr gewährt. Gon-Orbhon erklärt die Terraner zu seinem Hilfsvolk. Bei den Feierlichkeiten entdeckt Homer Reginald Bull im Nocturnenstock. Nun steht über dem Plan, den Nocturnenstock zu pulverisieren, ein großes moralisches Fragezeichen. Darf man einen eventuellen Tod Reginald Bulls in Kauf nehmen? Mondra bringt diese Frage in einen ernsthaften Zwiespalt, Homer trifft schließlich eine Entscheidung: Die Sonden werden erst einmal auf den Weg gebracht, da man nicht weiß, was in den nächsten Tagen alles passiert. Die endgültige Entscheidung wird er sowieso treffen; er wird sie sich gut überlegen und sie später mit allen Konsequenzen verantworten.
 
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion der Artisten des Circus Rochette gelingt es, der Camorra eine größere Menge Geld zu entwenden. Dabei gibt es gewisse Kollateralschäden: Eine Lagerhalle der Camorra fliegt in die Luft. Homer spendet das erbeutete Geld dem Circus Rochette, sozusagen als Dank für die geleisteten Dienste. Matti möchte das Geld erst nicht annehmen, lässt sich aber schließlich doch überzeugen. Mit gefüllten Kassen verlässt der Circus Rochette Neapel. Man passiert die Kontrolle ohne Probleme, und auch Picco wird seine Fußfessel abgenommen.
 
In einer Pause kurz nach Neapel kommt es zu einem tragischen Zwischenfall: Homer G. Adams erklärt Babett, dass ihre Beziehung keine Chance habe. Die junge Artistin ist so enttäuscht, dass sie Zuflucht bei Gon-Orbhon sucht. Sie öffnet ihren Geist für den »Gott« und wird von ihm übernommen. Der Klonelefant Norman bemerkt ihre Veränderung und greift sie an, die beiden stürzen in einen Schacht. Mondra erwischt sie mit ihrer Seilpistole, ist jedoch zu schwach, um beide hinaufzuziehen. Sie ruft Babett zu, sie solle Norman fallen lassen, er sei ja nur ein Tier. Man hört einen Aufprall und das Gewicht am Seil lässt nach. Mondra geht davon aus, dass die Artistin der Anweisung Folge geleistet hat, doch als sie das Seil hochzieht, findet sie Norman an diesem festgebunden. Babett Bündchen hat im Schacht Suizid begangen. Im Angesicht dieser traurigen Tatsache hat kaum jemand Freude an der guten Nachricht des Tages: Die Sonden wurden auf den Weg gebracht; in knapp 40 Tagen, etwa am 27. Mai 1333 NGZ, werden sie ihr Ziel erreichen. Mondra und Homer verabschieden sich von den fliegenden Rochettes, es ist sicherer, wenn man getrennte Wege geht.
 
Gon-Orbhon lässt wieder Reginald Bull zu sich rufen. Er teilt dem sichtlich entsetzten Terraner mit, dass er einen Weg gefunden habe, ARCHETIMS Korpus zu isolieren, nur die Dauer des Vorganges ist offen. Eines kann der selbsternannte Gott Bull jedoch sagen: Sollte der Vorgang abgeschlossen sein, hat er keine Verwendung mehr für die Menschheit …

Perrypedia


Kommentar / Computer

Kontrolle der Naturkräfte?

Bereits vor der Erhöhung der Hyperimpedanz zeigte sich wiederholt, dass selbst eine weit fortgeschrittene Technik einschließlich ihrer hyperphysikalischen Anwendungen alles andere als perfekt ist. Ob die Hyperraum-Parese anno 1200 NGZ, die immensen Hyperstürme der Archaischen Perioden oder nun die Auswirkungen nach dem Hyperimpedanz-Schock - es gab und gibt Einflüsse, die Grenzen aufzeigen. Einflüsse künstlicher Art lassen sich mit entsprechenden Kenntnissen unter Umständen überwinden, die gewaltigen Kräfte der Natur erweisen sich in vielen Fällen letztlich doch als stärker. Und da brauchen wir nicht einmal an Extreme wie Novae oder Supernovae, das überdimensionierte Schwarze Loch des Dengejaa Uveso im galaktischen Zentrum oder dergleichen zu denken. Schon eine normale Sonne oder die Naturkräfte eines Planeten wie die Erde haben es in sich. Dabei fing mit der Übernahme der arkonidischen Technologie doch scheinbar alles »so gut an«. Plötzlich standen Kraftfelder zur Verfügung, die gravomechanisch Objekte in gleicher Weise manipulieren konnten wie Magnetfelder Eisenspäne; es gab Roboter und positronische Rechner mit einem bis dato nicht gekannten Leistungsvermögen; Fusionsreaktoren schienen alle Energieprobleme zu überwinden, und gewaltige Raumschiffe stießen in die Tiefen des Alls vor.
Kein Wunder, dass bald auch versucht wurde, die Naturkräfte der Heimatwelt unter Kontrolle zu bekommen. Einige der damaligen Zeitgenossen mögen angesichts der Vorhaben durchaus an Hybris gedacht haben - andere folgten eher dem »biblischen Auftrag«, sich die »Erde untertan zu machen«. Dass es mit der »Kontrolle« letztlich doch nicht so einfach war und es vor allem nicht so schnell ging, zeigte sich bei den ersten Umsetzungen Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts.
 
Wenn beispielsweise von einer Wetter- und Klimakontrolle gesprochen wurde, bedeutete dies keineswegs - so die eher ernüchternde Beobachtung -, dass Lieschen Müller aus Hintertupfingen für 10.30 Uhr einen Regenguss bestellen konnte, damit ihr leicht gelblicher Rasen nicht in der Mittagshitze weiter geschädigt wurde. Die diversen Mittel zur Kontrolle und Manipulation dienten vielmehr dazu, großräumige Extreme in den Griff zu bekommen und auf ein ungefährliches Mittel zu drücken. Auf diese Weise gelang es im Verlauf der Jahrzehnte und Jahrhunderte, die Gewalt von Naturka Strophen zumindest einzuschränken einerseits durch verbesserte Sensoren einschließlich jener aus dem Bereich der Hyperortung und -tastung samt den Möglichkeiten der positronischen Analyse, Auswertung und Simulationsrechnung, andererseits durch Einsatz der unterschiedlichsten Kraftfelder und Hyperwirkungen. Zwar gab es weiterhin Hurrikane, Taifune und Tornados, doch diese überschritten fortan bestimmte Grenzwerte nicht oder wurden so umgelenkt, dass sie sich über Gebieten austobten, wo dies weitgehend gefahrlos möglich war. Vergleichbares galt für andere Wetter- und Klimaextreme wie Sintflutregen, Dürreperioden und was der Dinge mehr waren.
 
Und auch in anderer Hinsicht wurde damit begonnen, die Naturkräfte »zu kanalisieren« sei es auf dem Gebiet der detaillierten Überwachung und gezielten Entlastung beim Spannungsaufbau der Plattentektonik, um zu starke Erdbeben und Folgereaktionen wie Tsunamis wenn nicht zu verhindern, so doch zumindest abzuschwächen, sei es bei der Einwirkung auf erloschene und aktive Vulkane oder bergsturzgefährdete Gebiete, die vielleicht Mega-Tsunamis von mehreren hundert Metern Höhe erzeugen konnten. Neben diesen terrestrischen Kontrollen und Einflussnahmen kamen bald auch die nicht auf die Erde beschränkten Dinge hinzu, die von abschirmenden Feldern bei verstärkten Sonnenaktivitäten bis hin zur gezielten Meteoritenabwehr mit unbemannten Patrouillenschiffen reichten. Selbst interstellare Einflüsse wie das Passieren von galaktischen Staubwolken durch das Sonnensystem oder die Abwehr schädigender Strahlung bei einem etwaigen nahen Supernova-Ausbruch schienen spätestens mit der Errichtung des systemumspannenden Paratronschirms beherrschbar geworden zu sein.
 
Doch dann kam zum Beispiel der Schwarm mit seiner Verdummung und zeigte die Grenzen auf. Auch die Versetzung der Erde in den Mahlstrom wurde nicht so einfach weggesteckt, als die Wetter- und Klimakontrolle ausfiel. Und der Ausfall der Hypertechnik in der Toten Zone zeigte abermals die Gefahren auf. Genauer gesagt. Sie verdeutlichte die Grenzen und führte vor Augen, dass es hundertprozentige Sicherheit niemals geben wird

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Ein wagemutiger Einsatz ist zu Ende gegangen. Ob er irgendwann in naher Zukunft zu einem Erfolg führen wird, weiß bislang keiner - aber die grundlegende Arbeit ist fürs Erste getan.
Auch der PERRY RHODAN-Roman der nächsten Woche spielt im Sonnensystem. Es ist der erste Teil eines Doppelbandes, der von Uwe Anton geschrieben wurde und kosmische Ereignisse widerspiegelt.
Der PERRY RHODAN-Roman erscheint in der nächsten Woche unter folgendem Titel:
 
TRIPTYCHON

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