Nummer: 2104 Erschienen: 18.12.2001   Kalenderwoche: 51 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: 3,20 DM Preis seit 2001 in €: 1,64 €

Durch das Sternenfenster
Der große Flug der LEIF ERIKSSON - ein Emotionaut muss sich beweisen
Uwe Anton

Zyklus:  

32 - Das Reich Tradom - Hefte: 2100 - 2199 - Handlungszeit: 1311 - 1312 NGZ (4898 - 4899 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Tradom               
Zeitraum: 1311 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603201
EAN 2: 12104
Ausstattung:  Report Nr.335 mit Datenblatt
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Auf den von Menschen besiedelten Planeten der Milchstraße schreibt man das Jahr 1306 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, dies entspricht dem Jahr 4893 alter Zeit. Eigentlich weisen alle Anzeichen auf eine friedliche Entwicklung der Erde und der gesamten Liga Freier Terraner hin.
Perry Rhodan konnte mit aktiver Hilfe der anderen »Unsterblichen« die letzten Gefahren beseitigen, wenngleich unter hohen Verlusten. Die negative Superintelligenz SEELENQUELL, ein vergleichsweise junges Geisteswesen mit überraschender Macht, wurde besiegt, die unterjochten Völker der Menschheitsgalaxis bekamen ihre Freiheit zurück. Geschwunden sind jedoch nicht die Spannungen zwischen den Großmächten der Milchstraße, vor allem zwischen der Liga und dem Imperium der Arkoniden.
In dieser Situation kommt unverhoffter Besuch in die Milchstraße - durch das Sternenfenster im Raumsektor Hayok. Es wurde mit Hilfe einer unglaublichen Technik errichtet und erlaubt eine Verbindung zum Reich Tradom erlaubt, fast vierhundert Millionen Lichtjahre von der Menschheitsgalaxis entfernt.
Die Fremden verfügen über Waffen und Schutzschirme, die den galaktischen Schiffen überlegen sind. Und sie haben auf der anderen Seite des Sternenfensters 22.000 Raumschiffe stationiert, die alle Flotten der Milchstraße sofort überrollen könnten.
Perry Rhodan geht in die Offensive - er will DURCH DAS STERNENFENSTER...

 
Die Hauptpersonen
Zim November Der junge Emotionaut möchte den Flug der LEIF ERIKSSON mitmachen
Perry Rhodan Der Terraner wagt den Sprung ins Reich Tradom
Ascari da Vivo Die arkonidische Admiralin befiehlt die KARRIBO
Rock Mozun Der Ertruser fühlt sich seinem "Schützling" verpflichtet
Pearl TenWafer Die Epsalerin führt die LEIF ERIKKSON auf die bislang größte Reise

Allgemein
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenilluszeichner: Michael Wittmann   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Sert-Steuerung
PR-Kommunikation: Das Fantastic-Portal im Internet
Statistiken: Die Welt von PR - Einstiegshilfe / PR - 5.Auflage Heft 1002 / 1003
Witzrakete: Harry M.: Kontakt-Knilch - Nur Äusserlichkeiten (im Report)
Leserbriefe: Frank Hartung / Dieter Schmitt / Christoph Dittert / Roland B.Seitz / Eric Feldges
LKSgrafik: Hermann Zink: Zu Spät !
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Báalols    Eltanen     Epsaler    LEIF ERIKSSON - Zentrale    Mozun, Rock    Trakarat                                               
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Journal

Journaldaten: Nummer: / Seite:
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Titelbild:


Reportdaten: Nummer: 335 - Seiten: 11
Cartoon : Rüsselmops, der Außerirdische (Folge 207) (Reinhard Habeck) /Harry M.: Kontakt-Knilch - Nur Äusserlichkeiten (im Report)
Reporttitel: Wolfgang Zenker & Roman Schleifer: 40 Jahre Perry Rhodan - der Con / Uwe Anton: Der Millennium Philcon
Reportgrafik: Michel Van: 11.September 2001
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau: Verlagspublikationen Dezember 2001
Reportriss: Peter Sztandera : Leichter Aufklärer

Innenillustrationen

LEIF ERIKSSON - Zim November (Emotionaut)
Zeichner:  Michael Wittmann  
Seite:39
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


75 Sekunden...
Ein Gedankenbefehl und ich war einen Sekundenbruchteil lang blind.
Sämtliche syntronischen Funktionen des riesenhaften Schiffes waren definitiv gestört, und es dauerte schier eine Ewigkeit, bis die positronischen die nötigen Daten einspielten.
Der siebente Treffer erschütterte die LEIF ERIKSSON, bevor ich die Kontrolle über das Schiff hatte. Nur langsam stellte sie sich ein, unendlich langsam...


Zeichner:  
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Inhaltsangabe

Zim November, gerade 18 Jahre alt und Emotionaut in Ausbildung, befindet sich gerade zu der Zeit an Bord der LEIF ERIKSSON, als die Schiffsführung beschließt, durch das Sternenfenster in die Galaxis Tradom vorzustoßen. Das Ziel ist, den durch die Jankaron überbrachten Treffpunkt anzufliegen, um mit den Eltanen eine Allianz gegen das Reich zu schmieden. Die Startbedingungen für dieses Unternehmen stehen allerdings denkbar schlecht, den jenseits des Sternenfensters, das durch die Manipulation der Eltanen derzeit nur in eine Richtung zu durchfliegen ist, warten über 20.000 Katamar Kampschiffe des Reiches. Jedes einzelne dieser Schiffe, ist der versammelten Flotte aus arkonidischen und terranischen Verbänden hoch überlegen. Da man das Sternenfenster nur mit 5 Prozent der Lichtgeschwindigkeit durchfliegen kann, ist die Fahrt beim Austritt auf der anderen Seite entsprechend. Jedes Schiff, das auf diese Weise das Sternenfenster passiert, würde für die Kriegskatamare eine leichte Beute sein. Dennoch bleibt Rhodan keine andere Wahl als es zu versuchen. Denn zu warten, bis die Techniker von Tradom das Sternenfenster erneut umgepolt haben und sich ihre Kriegsflotte über die Milchstraße ergießt, wäre fatal.
 
Rock Mozun, Erster Emotionaut der LEIF ERIKSSON und Ausbilder von Zim November, weiß über die tödlichen Gefahren dieser Mission bestens bescheid. Aus diesem Grund erteilt er Zim November die Anweisung, das Schiff zu verlassen. Doch Zim ist mit der Entscheidung seines Ausbilders nicht einverstanden. Er will unbedingt Emotionaut werden, als vollwertiges Besatzungsmitglied anerkannt werden und das terranische Flaggschiff fliegen. Rock Mozun nimmt das Aufbegehren seines jungen Schülers zwar zur Kenntnis, ändert aber nicht seinen Entschluss. Erst als Zim bei der Kommandantin Pearl TenWafer vorspricht und sie überzeugen kann, darf der junge Emotionaut an Bord bleiben. Rock Mozun straft ihn fortan mit Schweigen, da er über das eigenmächtige Vorgehen Zims alles andere als begeistert ist. Zim, der oft in der Zentrale der LEIF ERIKSSON seinen Dienst tut, nimmt an den Vorbereitungen und Besprechungen der Schiffsführung Teil. Da sich der junge Zim stets in der Nähe der Schiffsführung aufhält, entgeht es Zim auch nicht, das zwischen Rhodan und der Mascantin eine permanente Spannung herrscht. Psychospielchen scheinen an der Tagesordnung zu sein.
 
So verschweigt Rhodan zum Beispiel die Ankunft einer POSBI Schutzflotte. Die Mascantin, die das Hayok-Sternenarchipel und somit den Bereich um das Sternenfenster als ihr Hoheitsgebiet betrachtet, wird von der Ankunft der 100.000, großen POSBI Raumern überrascht. Terraner, Arkoniden und POSBIS riegeln fortan das Sternenfenster ab. Trotzdem ist jedem an Bord der LEIF ERIKSSON klar, das selbst diese gewaltige Streitmacht den Vormarsch der Katamar-Flotte nicht aufhalten könnte. Nach und nach werden die Vorbereitungen abgeschlossen. An Bord der LEIF ERIKSSON treffen weitere wichtige Persönlichkeiten ein, wie etwa der Mausbiber Gucky, der Zero-Träumer Benjameen von Jacinta oder Tess Qumisha. Auch die Jankaron befinden sich an Bord des terranischen Flaggschiffes und werden den Vorstoß mitmachen. Um die Chancen der beiden Schiffe zu erhöhen, werden die KARRIBO und die LEIF ERIKSSON mit zusätzlichen Paratron Schirmstaffeln ausgerüstet. Außerdem sollen 2000 schrottreife Schiffe den Durchgang mitmachen und die Katamarflotte verwirren und ablenken. Zuletzt spielt Ascari da Vivo ihren Überraschungstrumpf aus und beordert je 30 Antis auf jedes Schiff.
 
Die Báalols sollen die Paratron Schirmstaffeln durch ihre Paragaben zusätzlich aufladen und verstärken. Schließlich sind alle Vorbereitungen abgeschlossen und der Einsatz beginnt. Planmäßig stoßen beide Schiffe, gefolgt von der Ablenkungsflotte, durch das Sternenfenster vor. Sofort eröffnen die Katamare das Feuer mit ihren Paradimstrahlern und die beiden Flaggschiffe müssen schwere Treffer hinnehmen. Äußerst gefährlich wird es, als Rock Muzon, der Emotionaut der LEIF ERIKSSON, durch einen mentalen Schock ausfällt und das Schiff nicht mehr lenken kann. Sofort springt Zim November ein und hat seine erste, große Bewährungsprobe. In letzter Sekunde kann der junge Emotionaut das Schiff aus der Gefahrenzone lenken und erntet so von allen Seiten Anerkennung. Selbst der strenge Rock Muzon hat später nur positive Worte für seinen Schützling übrig. Als die beiden Schiffe den vereinbarten Treffpunkt erreichen, fehlt von den Eltanen jede Spur. Rhodans Spezialisten können jedoch die Überreste einer Explosionswolke ausmachen, die später eindeutig dem Schiff der Eltanen zugeordnet werden kann. Die Lage hat sich von einer Minute auf die andere gravierend verschlechtert. Allein auf sich gestellt, in einer fremden Galaxis und von allen gejagt, gibt es nur wenige Optionen für die beiden galaktischen Schiffe. Wenig später wird auch der Grund für die Vernichtung des Eltanen Schiffes deutlich. Es waren zwei Kriegskatamare, die sich noch immer im System aufhalten. Und sie greifen sofort an.
 
Wieder ist es der junge Emotionaut Zim November, der die LEIF ERIKSSON steuert und das Schiff vor der Vernichtung bewahrt. Erneut können die beiden galaktischen Schiffe den Angreifern in letzter Sekunde entkommen, doch wohin soll man sich wenden? Die Jankaron bestätigen, das die Kampfschiffe des Reiches die Eltanen seit vielen hundert Jahren suchen. Wie sollte es dann den beiden galaktischen Schiffen gelingen, den Kontakt zu jenem geheimnisvollen Volk herzustellen? Die Jankaron schlagen vor, zunächst ihr Heimatsystem im Viginox-Kugelsternhaufen anzufliegen.  Dort könnte man vorläufig untertauchen und neue Pläne schmieden. Rhodan und Ascari da Vivo nehmen den Vorschlag an und die beiden Schiffe brechen zu dem 95.000 Lichtjahre entfernten Kugelsternhaufen auf.

 
Rezension

Der Roman wird aus der Sicht des Emontionauten-Azubis geschildert, ist spannend und flott zu lesen. Nur Ascari da Vivo nervt einmal mehr. Was soll dieser sinnlose Befehl an ihre in der Milchstraße verbliebene Flotte? Offenbar ist der Mascantin das Schicksal von Tausenden Raumfahrern völlig gleichgültig, wenn sie nur eine bestimmte Wirkung auf Rhodan erzielen kann!

Johannes Kreis  

   
Inhaltsangabe 2

Der Emotionaut in Ausbildung, Zim November, will den großen Flug der LEIF ERIKSSON mitmachen. Er ist der Beste seines Jahrgangs, ein Ausnahmetalent. Doch sein Vorgesetzter, der Emotionaut der LEIF ERIKSSON, der Ertruser Rock Mozun, möchte ihn nicht dabei haben, weil das Unternehmen sowieso ein Himmelfahrtskommando sei. Da das Fenster zur 388 Millionen Lichtjahre entfernten Galaxie Tradom noch einseitig gepolt ist, können die Truppen des Reiches Tradom nicht in die Milchstraße eindringen, jedoch weiß niemand, wie lange das so sein wird. Daher wollen die LEIF ERIKSSON und die KARRIBO in einem Kommandounternehmen nach Tradom vorstoßen, um zu sehen, was sie im Rücken des Feindes erreichen können. Doch das Unternehmen ist gefährlich. Da das Sternenfenster nur mit einer Geschwindigkeit von maximal fünf Prozent der Lichtgeschwindigkeit durchflogen werden kann, würden die beiden Schiffe über zwei Minuten in Feuerreichweite der Katamare bleiben. Die Wahrscheinlichkeit, so etwas zu überstehen, ist mehr als gering. Doch da der Durchbruch beschlossene Sache ist, überlegen alle Beteiligten fieberhaft, wie sich die Chancen verbessern lassen. Beide Schiffe werden nochmals überholt und zusätzliche Paratronprojektoren und Energiesysteme installiert, die es erlauben, einen zehnfach gestaffelten Paratronschirm zu erzeugen und vier Treffer aus den Katamar-Strahlenwaffen zu überstehen. Zu diesem Zweck schicken die Arkoniden eine Gruppe Antis an Bord, um die Schutzschirme zu verstärken. Damit lassen sich zehn bis zwölf Treffer der Katamare überstehen. Jeweils dreißig Baalols sollten an Bord der KARRIBO und der LEIF ERIKSSON gehen.
 
Zim November ist auf dem entscheidenden Flug doch dabei; die LEIF ERIKSSON braucht einfach einen zweiten Emotionauten, falls Rock Mozun ausfallen sollte. Zur weiteren Vorbereitung des Einsatzes werden 2000 schrottreife Raumschiffe mit Konstantriss-Nadelpunkt-Kanonen (KNK) ausgerüstet und sollen zusammen mit der LEIF ERIKSSON und der KARRIBO das Sternenfenster durchstoßen und beiden Schiffen die Flucht ermöglichen. An Bord der LEIF ERIKSSON gehen noch die Kosmopsychologin Bré Tsinga, die Hyperphysikerin Tess Qumisha und der Zeroträumer Benjameen da Jacinta. Von der Neuen USO kommen die beiden siganesengesteuerten, Katsugos nachempfundenen, Kampfroboter TOMCAT und SHECAT an Bord. Dann sind alle Vorbereitungen getroffen und der Einsatz beginnt.
 
Ascari da Vivo gibt noch ihren 50.000 am Sternenfenster verbleibenden Schiffen den Befehl, ihr durch das Sternenfenster zu folgen, wenn bis zum 10. Dezember 1311 NGZ keine Nachricht von ihr eintreffen sollte. Die 2002 Raumer setzen sich in Bewegung und durchstoßen das Sternenfenster. Die 22.000 auf der anderen Seite wartenden Katamare eröffnen sofort das Feuer. Schon in den ersten zehn Sekunden wird die LEIF ERIKSSON zweimal getroffen. Doch dann eröffnen die Schrottraumer das Feuer und schaffen einen Vorhang aus Energie zwischen den beiden fliehenden Schiffen und den Katamaren. Außerdem erzeugen in jedem Schiff installierte Virtuellbildner den Anschein, als ob 20.000 Schiffe angreifen würden.
 
In der LEIF ERIKSSON fällt unterdessen der Emotionaut Rock Mozun aus und Zim November muss für ihn übernehmen, denn mit einem Schlag deaktivieren sich alle Syntroniken und das Schiff wird nur noch von den Positroniken geflogen – eine Wirkung wie bei KorraVir. Zim wird klar, dass er sich möglicherweise überschätzt hat, als er sich für bereit hielt. Der neunte Treffer erschüttert das Schiff, dann schnell hintereinander zwei Treffer. Doch es ist fast geschafft. Nur Sekundenbruchteile vor dem zwölften Treffer, der die Schutzschirme zusammenbrechen ließe, steuert Zim die LEIF ERIKSSON in den Hyperraum und bricht bewusstlos zusammen.
 
Natürlich ist die Flucht der beiden Schiffe aus der Milchstraße aufgezeichnet worden und sicher schon als Steckbrief überall in Tradom verteilt worden. Rhodan und Ascari überlegen nun, wohin sie sich wenden sollen, und vor allem, wo sie die Schäden des Durchbruchs in Ruhe beheben können, denn zumindest die KARRIBO bedarf dringend einer Reparatur. Doch zuerst soll der Treffpunkt mit dem Eltanen angeflogen werden, der mit den Jankaron verabredet wurde, als denen der CoJito-Planetenjäger übergeben wurde. Dort angekommen, finden sie nur noch Trümmer des Schiffes vor. Das Schiff der Eltanen ist vernichtet und es ist auch eine Falle. Zwei Katamare treten plötzlich aus dem Sonnen Orbit aus und sind nach einer kurzen Hyperraumetappe fast in Waffenreichweite. Zim November übernimmt die Kontrolle über die LEIF ERIKSSON und steuert das Schiff in einem Angriffskurs auf den Katamar, um der KARRIBO und dem ausgeschleusten Kreuzer PHÖNIX die Flucht zu ermöglichen. Doch auch die geballte Feuerkraft der LEIF ERIKSSON kann einen Katamar nicht in Bedrängnis bringen, da das Reflektorfeld den Wirkungsgrad der Transformkanonen dramatisch reduziert. Doch hofft er auf den psychologischen Effekt, den ein 1800 Meter durchmessender Raumriese auslöst, der in ihrer eigenen Galaxie zwei Katamare frontal angreift, so als ob er sich echte Chancen ausrechnen würde, beide zu besiegen. Zim kann die LEIF ERIKSSON deshalb in letzter Sekunde in den Hyperraum retten.
 
Nun, da die Eltanen als Kontakt nicht mehr zur Verfügung stehen, bieten die Jankaron an, beide Schiffe auf ihrer Heimatwelt zu verstecken und ihre Schäden zu reparieren. Dorthin brechen die LEIF ERIKSSON und die KARRIBO auf.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Sert-Steuerung

SERT steht für Simultane Emotio- und Reflex-Transmission. Das Prinzip datiert aus der ersten Hälfte des 25. Jahrhunderts alter Zeitrechnung und wurde seinerzeit erstmals beim PALADIN-Roboter praktisch eingesetzt. Der Siganese Harl Dephin war der einzige Mensch seines Volkes, der über die parapsychische Fähigkeit eines »Gefühlsingenieurs« verfügte und somit als Emotionaut eingestuft wurde. Aufgrund ihrer halbmutantischen Einstufung waren damals Emotionauten Mangelware. Erst in den nachfolgenden Jahrhunderten konnten deshalb ihre Fähigkeiten mehr und mehr zum Einsatz kommen und die Anwendungsgebiete bis hin zur Steuerung von Raumschiffen durch »reine Gedankenkraft« umgesetzt werden. Nicht nur die besondere Schulung der Begabung war damit verbunden, sondern auch eine Vielzahl chirurgischer Gehirneingriffe, biologischer Zwangsveränderungen und chemischer Aktivierungsprozesse. Emotionauten waren etwas Besonderes; ihr Symbol stellte Gesicht und Schädel eines Mannes dar, dessen Hirnschale von einer leuchtenden Metallhaube umschlossen wurde. Ein Emotionaut hatte die Fähigkeit, seine Gedanken- und Vorstellungsmuster über Schaltvorgänge aller Art unter Umgehung der befehlsleitenden Nervenbahnen und der ausführenden Motorik beispielsweise der Hände direkt auf eine Spezialpositronik übertragen zu können. Diese setzte die Befehlsimpulse mit Lichtgeschwindigkeit um und nahm all jene Schaltvorgänge vor, die von dem Emotionauten lediglich gedacht, nicht jedoch mechanisch durchgeführt wurden.
 
Genau dieses kennzeichnete die Besonderheit ebenso wie die zu überwindenden Schwierigkeiten. Zwar waren in jener Zeit viele Möglichkeiten, die sich aus der UHF-Technik ergeben, noch unbekannt. Gedankenzeichner und die direkte Informationsübertragung von Gehirn oder Bewusstsein auf Geräte gab es jedoch bereits früher. Schon eine rein elektronische Abtastung von Hirnimpulsen war keine Besonderheit, und die paramechanische Technik der arkonidischen Simultan- und Fiktivprojektoren konnte lange vor der SERT-Haube als ausgereift betrachtet werden. Aber nicht die Aufnahme, Übertragung und Rückkopplung war das Problem, sondern die besondere Kombination, als Emotionaut ohne körperliche Reaktion eine direkte Befehlsgebung zu bewirken, verbunden mit der positronischen Auswertung und Umsetzung über die Aufspaltung einer Vielfach-Weichenschaltung hin zu direkten Steuerimpulsen. Schließlich musste ein Einzelner das komplett übernehmen, das sonst mit extrem hohem Personalbedarf zu erledigen war! Die Simultane Emotio- und Reflex-Transmission der Haube übermittelte die Gedanken so, als sei der Emotionaut selbst die SERT-gesteuerte Anlage. Im Gegensatz zur herkömmlichen Reiz-Reaktions-Ablauffolge - Wahrnehmung, Interpretation der Wahrnehmung, dann gedankliche und erst zum Schluss körperliche Reaktion, die wiederum zur Aktion einer Maschine führte - entfiel die zeitraubende motorische Umsetzung eines Gedankens. Ein Emotionaut sah, dachte und handelte in ein und demselben Augenblick über die SERT-gesteuerte Apparatur - ein ebenso informeller wie interaktiver Vorgang. Für lange Zeit war die Schiffssteuerung durch Emotionauten das Beste, was auf diesem Sektor geleistet werden konnte.
 
Das änderte sich erst, als Rechnersysteme und -netzwerke zum Einsatz kamen, die noch eine Tick schneller und besser waren. Mit ihnen und der Vervollkommnung des Logik-Programm-Verbunds wurden die Vorteile der SERT-Steuerung übertroffen, denn mit der Schnelligkeit eines syntronischen Rechnerverbunds konnte auch kein Emotionaut konkurrieren. Erst in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts NGZ gab es beispielsweise beim Terranischen Liga-Dienst wieder erste Experimente hinsichtlich der SERT-Steuerung - so wurde Roman Muel-Chen im TLD-Tower ausgebildet und galt 1290 NGZ als der einzige Emotionaut der Menschheit, imstande, mit einer SERT-Haube die SOL zu manövrieren. Da Ertruser seit jeher dank ihrer unglaublichen Reflexe zu den besten Raumfahrern der bekannten Milchstraße zählten, gewann in einer Zeit, da von einem Ende der syntronischen Epoche gesprochen wurde, das »menschliche Element« wieder sehr an Bedeutung. Mit Aufkommen der KorraVir-Gefahr und der Umstellung auf rein positronische oder positronisch-syntronische Hybridsysteme erfuhr auch das SERT-Prinzip eine Renaissance. Begünstigt wurde diese Entwicklung dadurch, dass auch die positronische Entwicklung nicht stehen geblieben war. Schon die Hardware ließ sich schwerlich mit jener vergleichen, die beispielsweise zur Zeit Epetrans beim Endausbau des späteren Robotregenten Verwendung fand.
 
Hinzu kam dann noch die Software - bessere Programme, komplexe Algorithmen und was der Dinge mehr sind. Dem hatte die mit der LFT assoziierte Kreit-Koalition Rechnung getragen und nahe der Hauptstadt Baretus auf Ertrus die Emotionautenakademie Ertrukar eingerichtet, deren erste Absolventen im September 1303 NGZ zur Verfügung standen. Wurden verbesserte Soft- und Hardware berücksichtigt und mit ertrusischen Reflexen und ihrer Reaktionsschnelligkeit verbunden, überdies besondere Schulungsprogramme absolviert - beispielsweise zur Konzentrationssteigerung auf der Basis diverser Meditationstechniken wie dem Dagor - war klar, dass die Ertruser mit ihrer Emotionautenschule eine neue Epoche eingeleitet hatten. Die SERT-Steuerung wurde nicht nur von ihnen verbessert, sondern es gab auch eine Anpassung an die ohnehin reaktionsschnellen Mitglieder ihres Volkes. Inzwischen bedarf es keiner halbmutantischen Begabung mehr wie noch zur Anfangszeit der Emotionauten. Auf Terra nahm folglich zum 1. Januar 1307 NGZ die Emotionautenakademie Terrania ihren Ausbildungsbetrieb auf, so dass auch die LFT wieder in geringem Umfang Emotionauten schult. Zim November ist einer von ihnen !
 

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Sie sind durch! Ein Raumschiff der Terraner und ein Raumschiff der Arkoniden - eine kleine Streitmacht angesichts einer Galaxis voller Feinde, in der sich die Verbündeten aus der Milchstraße nur mit größter
Vorsicht bewegen können. Die einzige Chance, die Perry Rhodan und seine Begleiter haben, ist die, auf ortsansässige Freunde zu hoffen: auf die Jankaron.
Die weiteren Ereignisse im Reich Tradom und dem vorgelagerten Kugelsternhaufen schildert Arndt Ellmer.
Sein PERRY RHODAN-Roman erscheint in der nächsten Woche und trägt den folgenden Titel:
 
ZUFLUCHT AUF JANKAR

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