Nummer: 1990 Erschienen: 01.10.1999   Kalenderwoche: 41 Seiten: 63 Innenillus: Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Der Silberwolf
Brennpunkt Lynkor - ein Prototyp geht in die Einsatz
Arndt Ellmer

Zyklus:  

30 - MATERIA - Hefte: 1950 - 1999 - Handlungszeit: August 1290 - Mai 1291 NGZ (4877 - 4878 n.Chr.)

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Chearth               
Zeitraum: Dezember 1290 NGZ bis April 1291 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 91990
Ausstattung: 
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Seite 3"

In zwei Galaxien stehen im Frühjahr des Jahres 1291 Neuer Galaktischer Zeitrechnung große Entscheidungen bevor - und beidemal sind Menschen aus der Milchstraße aktiv beteiligt.
So gelang es in der Milchstraße den vereinigten galaktischen Flotten unter tatkräftiger Mithilfe der Superintelligenz ES, die Kosmische Fabrik MATERIA zu vernichten. Mit seinem Kunstplaneten Wanderer sowie der SOL brach ES danach auf, während Perry Rhodan vorerst in der Menschheitsgalaxis zurückblieb.
Ganz anders sieht die Situation in Chearth aus. Nach wie vor halten die Invasoren aus der Galaxis Algion große Teile der Galaxis besetzt, die - ebenso wie die Milchstraße - zur Koalition Thoregon gehört. Seit einigen Monaten hat Hilfe aus der Milchstraße und Andromeda unter dem Kommando von Atlan in die Auseinandersetzungen mit den Besatzern eingegriffen.
Doch die Manipulationen der Algioten hatten gefährliche Folgen. Längst ist das hyperphysikalische Gleichgewicht im sogenannten Sonnentresor aufs höchste gefährdet; die Guan a Var, die Sonnenwürmer, könnten freigesetzt werden. Dann wäre das Ende der Galaxis Chearth nahe.
Neue Hilfe aus der Milchstraße könnte die Entscheidung bringen: 100.000 Haluter sind in Chearth eingetroffen. Eine große militärische Auseinandersetzung steht bevor - wenn es keinen anderen Weg gibt. Ganz aufs Militär setzt DER SILBERWOLF ...

 
Die Hauptpersonen
Ganzetta Der Silberwolf freut sich schon auf die "Schlacht der Schlachten"
Atlan Der Arkonide begleitet die Wlatschiden bei ihren Einsätzen in Chearth
Rudyr Pinkor Der junge Siganese forscht im Bereich der Netz-Neutralisatoren
Vincent Garron Der Mutant weiß den Kontakt zu Sirku nicht richtig einzuschätzen
Kirk Albado Der Siganese leitet die Forschungsgruppe bei den Netz-Neutralisatoren

Allgemein
Titelbildzeichner: Ralph Voltz
Innenilluszeichner: Alfred Kelsner   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Der Hyperraum und die Tiefe
PR-Kommunikation: PR-Autoren auf der Frankfurter Buchmesse 1999
Statistiken:
Witzrakete:
Leserbriefe: Lothar Gilch / Stephan Schmidt / Teddy Estelmann / Franz Aistleitner / Tobias Funke / Markus Graf / Holger Litzinger / Stefan Koch / Thomas Lang / Peter Schäfer / Christian Matz / Udo Schuppenhauer / Ulf Pötzl
Lesergrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Aras    Atlan      Avataras     Hinterkopfaugen     Elgor Rizz     Somnaro                                               
Computerecke:
Preisauschreiben:
: -

Journal
Journaldaten: Nr.: 19 / Seite: 10
Journalgrafik: Abbildung: JPL/NASA
Journaltitel: Patrick Achenbach: Wie Geisterteilchen das Schicksal des Universums verändern / Rüdiger Vaas: Abschied vom Riesenkometen / Klaus Bollhöfener: Nachrichten aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt / Matthias Pätzhold: Frage und Antwort
Journalnews: Rüdiger Vaas: Spanien beteiligt sich an der Astrobiologie / Turbulente Sterngeburt / Paint it Black

Clubnachrichten
Clubdaten: Nr.: / Seiten:
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Report
Reportdaten: Nr.: - Seiten: - Cartoon:
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Innenillustrationen

GANIRANA - Ganzetta
Zeichner:  Alfred Kelsner  
Seite:
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


Der Wlatschide richtete seine Aufmerksamkeit auf die Bildschirme. Auf Lynkor explodierten Kraftwerke. Vermutlich lag es an Bedienungsfehlern. Die Algioten hatten nach der Eroberung des Planeten die Hypertroniken ausgebaut und zerstört, und der manuelle Betrieb erforderte Personal mit Sachverstand. Diesen gab es offenbar im Augenblick nicht mehr.


Zeichner:  
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Zeicher:
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Inhaltsangabe

Der junge Siganese Rudyr Pinkor forscht im Bereich der Netz-Neutralisatoren. Die Abschirmnetze der Algioten verhindern noch immer die Anwendung der Psi-Reflektion, mit der die Gharrer die Invasoren befrieden könnten. Rudyrs fast spielerisch anmutende Untersuchungen werden zunächst nicht besonders ernst genommen, eröffnen aber den Wissenschaftlern gänzlich neue Perspektiven, die das Projekt entschieden vorwärts bringen. Es gelingt den Siganesen einen Sender zu konstruieren, der die Funktion der algiotischen Abschirmnetze gravierend stört. Beim ersten Einsatz des Prototypen kommt es jedoch zu einem Desaster. Die Abschirmnetze scheinen unter Einfluss einer Störstrahlung eine Sicherheitsschaltung zu besitzen, die den Träger tötet, zumindest aber schwere Verletzungen zufügen kann. Die Bilder der getöteten Algioten setzen Rudyr Pinkor schwer zu als ihm bewusst wird, was seine Erfindung auslösen kann.
Bereits vor diesen Ereignissen kommt es an Bord der GILGAMESCH zu einer seltsamen Begegnung. Ein Energiewesen, das sich Sirku nennt erscheint ohne Ankündigung und nimmt mit Vincent Garron Verbindung auf, dessen Avatara-Körper auf die Anwesenheit des Wesens völlig unkontrolliert reagiert. Nachdem das Energiewesen trotz zahlreicher Versuche es mit Energieschirmen festzuhalten wieder entschwindet, beschreibt Garron die Erscheinung als Wesen mit hohem Psi-Potential. Mit der immer wiederkehrenden Botschaft Sirkus, "Gan Grango Ranka", können zunächst nicht einmal die besten Linguistiker etwas anfangen. Nach dem ersten Fehlschlag der Netzneutralisationstechnik, besinnen sich die Siganesen und führen ihre Forschungen fort. Schließlich gelingt es ihnen den Fehler im Störsender zu beseitigen und ihre neue Waffe erfolgreich zur Anwendung zu bringen. Während die Haluter nach anfänglichem Widerstand Mhogenas die Erlaubnis erhalten die Gomrabianischen Hyperraumhügel zu erforschen, bringen die Galaktiker die verbesserten Netzneutralisatoren zur Anwendung. Die Waffe wird im Vhaust-System erprobt, dessen Planet Lynkor, eine wichtige Hauptwelt der Wlatschiden, von den Tazolen besetzt ist. Als die Störsender ihre Arbeit aufnehmen und die Gharrer mit Hilfe der Psi-Reflektion auf die Besatzer einwirken zeigen sich erste Erfolge. Als Ganzetta schließlich auf Lynkor landet, bietet sich ihm ein Bild des Schreckens. Den allerorts ziellos umherlaufenden, fast schon apathisch wirkende Algioten stehen amoklaufende Wlatschiden gegenüber. Der Planet bietet ein Bild der Anarchie, überall gibt es Tote. Der Hass Ganzettas gegen die Algioten wird durch den Verlust seines Freundes Geranet nochmals gestärkt.
Als Atlan den gefangenen, ehemaligen Scoctoren  Vil an Desch nach Lynkor bringt um mit seinen Artgenossen zu reden, kann sich Ganzetta nur mühevoll beherrschen den Tazolen nicht zu töten. Der Haß des Wlatschiden, der noch immer an die entscheidende Schlacht der Schlachten gegen die Invasoren glaubt, ist fast übermächtig. Atlan kann Ganzetta noch einmal davon überzeugen, das es taktisch Klüger ist Vil an Desch für die Galaktiker arbeiten zu lassen um möglichst viele Tazolen auf die Seite der Galaktiker zu ziehen. Erste Erfolge dieser Strategie sind bereits auf Lynkor sichtbar.

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2


Kommentar / Computer

Der Hyperraum und die Tiefe

Wir wissen, daß die Gomrabianischen Hyperraumhügel das eigentliche Tor zum »Tiefen Tal« umgeben. Dieses ist ein schüsselförmiges Gebilde von 12.000 Kilometern Durchmesser und 6000 Kilometern Höhe, bei dem es sich um einen unsachgemäß manipulierten »Bahnhof in die Tiefe« und gleichzeitig Ausgangspunkt einer die Raum-Zeit-Struktur verzerrenden, n-dimensionalen Strahlungsquelle handelt. Wie schlagen nun die damit verbundenen hyperphysikalischen Phänomene den Bogen zur Tiefe als »interdimensionale Grenzschicht zwischen den Raum-Zeit-Kontinua des Multiversums« - in die die psionischen Felder des Moralischen Kodes, sprich die Kosmonukleotiden, in Form der »Doppelhelix« eingebettet sind? Bezogen auf die normale Wahrnehmung dominiert für uns das konventionelle Weltbild; wir erkennen die Zeitmodi von faktischer Vergangenheit, fortlaufend fließender Gegenwart und offener Zukunft und folgen linear-kausalen, lokalen Grundsätzen. Doch schon die Erweiterung in relativistische oder quantenmechanische Bereiche bringt dieses Weltbild ins wanken, und es bricht endgültig zusammen, sobald hyperphysikalische Kräfte einbezogen werden müssen. Physikalisch wird Kraft als Fähigkeit definiert, Arbeit leisten zu können.
 
Ihrem Wesen nach ist Kraft an sich aber unanschaulich - wir erkennen sie an der Wirkung, die sie bei bestimmten Voraussetzungen erzeugt. Dieses Potentielle der Kraft transzendiert bei hyperphysikalischen Phänomenen: Im n-dimensionalen Kontinuum gibt es keinen begrenzten Raum, keine Zeit, keine Materie - es ist überall gleichzeitig, immerwährend, Omnipräsenz, ein Nichts - und doch alles! Gemäß dem hyperphysikalischen Basisaxiom gilt nämlich, daß c im Hyperraum keine Konstante ist und Prozesse zeitverlustfrei ablaufen; daß die Anwendung höherdimensionaler Geometrie gilt, sprich Materie entmaterialisiert beim Übergang zum Hyperraum; und dem Hyperraum ist eine grundsätzliche Akausalität zuzuschreiben. Das Transzendentale des Hyperkontinuums ist deshalb die grundlegende Kraft, gekennzeichnet durch die Wechselwirkungen des hyperenergetischen Spektrums, und mit dem Hyperraum wird gemeinhin jenes Ewige Jetzt verbunden, in das als Teil-Kontinua die Einzeluniversen des Multiversums eingebettet sind. Bezogen auf den Gesamtkosmos leitet sich hieraus die These ab, daß alles durch unmittelbare, nicht-lokale Zusammenhänge miteinander verbunden und demnach ein unteilbares Ganzes im durchaus holistischen Sinne ist. Häufig werden die Einzeluniversen als »quallenhafte Gebilde in einer roten Emulsion« beschrieben, die sich als Kugeln, die gleich Riesenmolekülen ineinander verwoben sind, gegenseitig zu größeren Sphären ergänzen, in unendlichen Reihen angeordnet scheinen und jede - analog der buddhistischen Allegorie von Indras Netz - nicht nur das »Licht« jeder anderen, sondern auch jede Spiegelung jeder Spiegelung widerspiegeln ... Wir selbst haben es hierbei stets mit Universal-Sequenzen zu tun, die einer hyperphysikalischen Unschärferelation unterliegen; eben jene einander durchdringenden und überlagernden Parallel- und Komplementärstrukturen, die überdies verschiedene Kausalverläufe widerspiegeln können, weil uns die eigentliche Natur des Übergeordneten und seiner Teil-Kontinua verborgen bleibt.
 
Auf die Einzeluniversen bezogen, läßt sich als anschaulicher Vergleich das Modell eines Wassertropfens in der Luft heranziehen: Seine Oberfläche ist ein in verschiedener Hinsicht bemerkenswertes Gebilde, das sich in der Natur über die Tiefe von mehreren Atom- bis Moleküldurchmessern erstrecken kann. Deshalb spricht man auch von einer Phasengrenzschicht, in der sich die Eigenschaften der Materie ändern. Teilchen unterliegen hier nämlich nicht allseitig gleichmäßigen Kraftwirkungen wie im Phaseninneren der Flüssigkeit - was dort ein Minimum der potentiellen Wechselwirkungsenergie zur Folge hat -, sondern bei Phasengrenzen handelt es sich um grundsätzlich energiereichere Gebilde, wobei die Grenzschichterscheinungen das Wirken von Oberflächenkräften widerspiegeln. Die Oberflächenspannung einer Flüssigkeit ist die bekannteste Auswirkung dieser Gesetzmäßigkeit. Ohne stofflich gesehen etwas anderes zu sein, ist die Phasengrenzschicht der deutlich markierte Flüssigkeitsrand. Im übertragenen Sinne kann deshalb von der raumzeitlichen »Grenze« eines Universums zur akausalen Offenheit des Hyperraums gesprochen werden. Der höhere Energiereichtum der Phasengrenze entspricht demnach der Raum-Zeit-Krümmung und vergleichbaren Effekten - und ihre geringe »Dicke« der mit der Tiefe verbundenen Tiefenkonstante von exakt 2312 Metern. Mit anderen Worten: Die Tiefe als »Raum unter dem Raum« ist genau betrachtet ebenfalls Teil des jeweiligen Teil-Universums und unterliegt im Kern raumzeitlichen Konventionen - der Unterschied ergibt sich durch die Grenzschichtstruktur. Und weil für uns beim Standarduniversum respektive den zum Standard verwobenen Sequenzen weder ein Zentrum noch ein Rand im eigentlichen Sinne definiert werden kann, ist die Tiefe als »Übergang« zum Hyperraum auch von jedem Punkt im Raum-Zeit-Kontinuum aus zugänglich - nicht zuletzt vom manipulierten Tiefen-Bahnhof in Chearth ...
 
Apropos 1990:
Am 3. Oktober endet in Deutschland die seit Ende des Zweiten Weltkriegs bestehende Spaltung, Helmut Kohl wird erster von allen Deutschen gewählter Bundeskanzler; Deutschland wird zum dritten Mal Fußballweltmeister; nach 27jähriger Haft wird der Anti-Apartheit-Kämpfer Nelson Mandela entlassen; Boris Jelzin wird Präsident des nun für souverän erklärten Rußland; es sterben: Herbert Wehner, Louis Trenker, Leonard Bernstein und Greta Garbo; Buch des Jahres ist »Das Foucaultsche Pendel«; Film des Jahres »Der mit dem Wolf tanzt«

Rainer Castor

   
NATHAN

    
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