Nummer: 1985 Erschienen: 07.09.1999   Kalenderwoche: 36 Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: 3,00 DM Preis seit 2001 in €:

Ein Köder für MATERIA
Perry Rhodan plant einen Bluff - und das Kristallimperium macht mobil
Arndt Ellmer

Zyklus:  

30 - MATERIA - Hefte: 1950 - 1999 - Handlungszeit: August 1290 - Mai 1291 NGZ (4877 - 4878 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  08 - Thoregon / Hefte: 1800 - 2199 / Zyklen: 27 - 32 / Handlungszeit: 1288 NGZ (4875 n.Chr.) - 1312 NGZ (4899 n.Chr.)
Örtlichkeiten: M 30   Topas-System   Sol-System    Herriau-System    Zentrumssektor   
Zeitraum: Februar/März 1291 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4399124603003
EAN 2: 91985
Ausstattung:  Clubnachrichten Nr.308
Anmerkungen: 
Der Autor schreibt auf Seite 16, dass für die Konstruktion der SOL-Zellen SZ-1 und SZ-2 zwei Ultraschlachtschiffe der GALAXIS-Klasse verwendet wurden. Dies ist falsch. Tatsächlich wurden zwei Zellen der UNIVERSUM-Klasse verwendet, die ebenfalls einen Durchmessser von 2500 Metern aufweisen.
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Nach wie vor stehen sich im Frühjahr des Jahres 1291 Neuer Galaktischer Zeitrechnung im Zentrum der Milchstraße zwei Mächte gegenüber. In Dengejaa Uveso, dem riesigen Schwarzen Loch, verbirgt sich die Superintelligenz ES, der uralte Freund der Menschheit, vor den Zugriffen der Kosmischen Fabrik MATERIA.
Von Bord der SOL aus versuchen Perry Rhodan und seine Begleiter, der Superintelligenz zu helfen, um damit größere Bedrohungen von den Völkern der Galaxis abzuwenden. Rhodan weiß, daß die mächtigen Wesen in MATERIA die Koalition Thoregon vernichten wollen - und damit auch jene Völker, die zu der Koalition gezählt werden.
Die genauen Motive der Thoregon-Feinde sind dem Terraner nach wie vor nicht bekannt. Er kennt nur die grundlegenden Aussagen, die für die Koalition und ihr Ziel sprechen, den Frieden in einigen Bereichen des Kosmos durchzusetzen. Um Erfolg zu haben, müssen Rhodan und seine Freunde erst einmal ES helfen.
Immerhin gelang es einem Kommando aus drei Galaktikern, an Bord von MATERIA grundlegende Informationen zu erhalten und den Gestalter Shabazza zu entführen. Mittlerweile ist dieser Feind der Menschheit tot, dessen Aktivitäten Tod und Verderben über mehrere Galaxien brachten.
Mittlerweile steht im Zentrum der Milchstraße die nächste Etappe im großen Kampf zwischen Thoregon und MATERIA bevor - und Perry Rhodan setzt seine Geheimwaffe ein: Es ist EIN KÖDER FÜR MATERIA...

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Sechste Bote von Thoregon bereitet den großen Showdown am Schwarzen Loch vor
Reginald Bull Rhodans ältester Freund ist in geheimen Auftrag unterwegs
Bostich Der Imperator des Kristallimperiums spielt sein ganz persönliches Machtspiel
Tautmo Aagenfelt Der Hyperphysiker macht Experimente mit ungewissem Ausgang
Monkey Der Oxtorner hat eine merkwürdige Begegnung

Allgemein
Titelbildzeichner: Oliver Johanndrees
Innenilluszeichner: Udo Linke   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Machtschacher
PR-Kommunikation: 4.Hamburger ZellaktivatorCon
Statistiken: PR-Weltcon 2000
Witzrakete:
Leserbriefe: Christian Matz / Ottfried Schmidt / Guenter Hinkes / Andreas Sigrist / Roman Weber / Michael Deutsch / Michael Rossmann / Michael Holtz / Dirk Hesse / Florian Doerschug / K.Borkert / Michael Hunger
LKSgrafik:
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: K'Renzer, Rudo    2.LFT-Experimentalflotte     Monkey    PICCOLO    Punkorientierte Selektiv-Defensive    Ryschantal    Sammelpunkt Gevari    Schwarzlicht-Zapfen                                       
Computerecke:
Preisauschreiben:
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Journal
Journaldaten: Nummer: / Seite:
Journalgrafik:
Journaltitel:
Journalnews:

Clubnachrichten
Clubdaten: Nummer: 308/ Seiten: 3
Clubgrafik: Gregor Beckmann: Titelbild von Irrlichter 3
Nachrichten: PR-Stammtisch Ernst Ellert München - Erich Herbst / SFC Black Hole Galaxie - Sandra Schaefer
Fanzines: Kometen 5 - Dr.Holger Eckhardt / Raumpatrouille Orion-Nachrichtekurier 14 - Ralf Kramer / PRC FandomInfo - PRC Arge Festak - Dieter Reich / Andromeda 142 - Andreas Kuschke / Irrlichter 3 - Armin Möhle
Magazine: Wunderwelten 50 - Fantasy Productions
Fan-Romane:
Internet: Solar-X 114 - http://apple.rz.uni-leipzig.de/asfc/
Veranstaltungen: 4.Hamburger ZellaktivatorCon - Martin Marheinecke / PentaCon 99 - Urania SF-Club TERRAsse / Frankfurter Buchmesse - Svendrun Schaub
Sonstiges:

Report

Titelbild:


Reportdaten: Nummer: - Seiten:
Cartoon :
Reporttitel:
Reportgrafik:
Reportfanzines:

Reportriss:


Reportclubnachrichten:
Reportnews:
Reportvorschau:
Reportriss: :

Innenillustrationen

Impressionen - Verfolgungsjagd
Zeichner:  Udo Linke  
Seite:50 - 51
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


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Zeichner:  
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© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt



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Zeicher:
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Inhaltsangabe

Handlungsort Milchstraße, Rückblick: Die Cameloter erhalten von einem Überläufer der Galaktic-Guardians wichtige Informationen, die für Rhodan und seinen Kampf gegen MATERIA von enormer Wichtigkeit sind. Der Sechste Bote entsendet Gucky, Bully, Monkey und Trabzon Karrett nach Terra, um Cistolo Khan seinen neusten Plan gegen die Kosmische Fabrik und deren Mächte im Hintergrund vorzustellen. Da MATERIA durch seine Cartit-Panzerung unangreifbar scheint, ersinnt Rhodan einen anderen Weg der Kosmischen Fabrik zu Leibe zu rücken. Gucky unterbreitet Khan die Idee, eine originalgetreue Kopie der SOL anzufertigen, die vollgeladen mit Bomben von enormer Sprengkraft von MATERIA eingefangen und nach der Einschleusung gezündet werden soll. Voraussetzung das die Kosmische Fabrik den Köder ohne große Prüfung "schluckt", ist ein massives Auftreten einer vereinten, galaktischen Flotte, die MATERIA mit geballter Kraft angreift und den Widerstand des Galaktikums verdeutlicht. Rhodan plant mit etwa 10000 Kampfschiffen die nötig sind um MATERIA und seinen Kommandanten Torr Samaho ernsthaft zu beeindrucken.
 
Cistolo Khan hat keine Zuversicht, das die Völker der Galaxis solch eine Flotte unter einem Kommando aufzubieten bereit sind. Die zweite Schwierigkeit sieht Khan im Nachbau der SOL, dem eigentlichen Köder für MATERIA. Schiffszellen vom Typ der Ultraschlachtschiffe, von denen immerhin 2 benötigt werden, werden seit langem nicht mehr gefertigt. Um eine glaubhafte Kopie der SOL herzustellen, sind aber mindestens 2 flugfähige Schiffe dieses Typs notwendig. Der Mittelteil des Hantelschiffes stellt hingegen kein größeres Problem dar und kann als statische Konstruktion relativ schnell von Nathan realisiert werden. Gucky und Bully können jedoch mit Informationen aufwarten, die dem LFT Kommissar offensichtlich nicht zur Verfügung stehen. Demnach gibt es ein flugfähiges Museumsschiff der "Ultraschlachtschiff-Trägerklasse" auf Olymp, die ISTANBUL. Das zweite Trägerschlachtschiff, und hier kommen die Geheiminformationen des Überläufers der Galaktic-Guardians ins Spiel, befindet sich im Besitz der Verbrecherorganisation und trägt den Namen PANTANI. Während Khan Rhodans Bitte entspricht und die ISTANBUL herbeischaffen, sowie die Mittelteil-Replik der SOL anfertigen lässt, bringt ein Kommando von Camelot die PANTANI in seinen Besitz.
 
Gegenwart: Tautmo Aagenfelt und Blo Rakane setzen ihre Versuche an dem von MATERIA  erbeuteten Transdimensionalen Zustandswandler fort. Mit Hilfe von zwei Hyperdim-Resonatoren stellen die beiden Wissenschaftler ein riesiges Gebilde fest, das zum größten Teil im Hyperraum verborgen liegt. Der nur fingerhutgroße Transdimensionalen Zustandswandler ist offensichtlich nur ein kleiner Teil, eines viel größeren Ganzen, von dem nur ein geringer Teil in das Standarduniversum ragt. Rhodan zieht Vergleiche mit dem Sporenschiff PAN-THAU-RA, das auch zum Teil im Hyperraum eingebettet war.
Am 23. März 1291 NGZ meldet sich das arkonidische Diplomatenschiff DYIRBAL bei der SOL an. An Bord ist Sargor von Progeron, der Geheimdienstchef des Kristallimperiums und engster Vertrauter Imperator Bostichs. Neuste Meldungen besagten, das im engen Umfeld des Imperators seltsame Dinge vor sich gingen. Einige enge Berater des Imperators hatten in den letzten Tagen "Selbstmord" begangen. Rhodan vermutet das nicht zuletzt Sargor von Progeron derjenige war, der all die Intrigen schürte und dabei stets die Fäden in der Hand behält. Sargor von Progeron trifft Rhodan an Bord der SOL und spricht eine Einladung zu einem geheimen Treffen mit Imperator Bostich aus. Offensichtlich signalisieren die Arkoniden jetzt doch Interesse an einer galaktischen Allianz gegen MATERIA, Blo Rakane hält das ganze jedoch für eine Falle.
 
Trotz dieser Bedenken stimmt Rhodan einem Treffen zu. Rhodan begibt sich an Bord der DYIRBAL und fliegt den Treffpunkt mit Bostich direkt an. Am Ziel geben die Arkoniden wie erwartet eine Demonstration ihrer neu erlangten Macht. Die DYIRBAL wird von einer Flotte moderner Schlachtkreuzer erwartet, die ein für die aktuelle Zeitrechnung gigantisches Schlachtschiff abschirmen. Das 1500 Meter durchmessende Schlachtschiff besitzt 12 in Dockingbuchten um den Äquator angebrachte kleinere Einheiten, sowie je eine Einheit an den Polen. Ein zweites Objekt im Zentrum der Wachflotte ist ein elliptisches, leicht gekrümmtes, 2000x900x280 Meter messendes Gebilde, mit Trichterbauten und Naturelementen wie echten Waldgebieten und Seen. Rhodan muss beim betrachten des Gebildes unwillkürlich an Wanderer denken. Die Summe aller Objekte stellt Sargor von Progeron ehrfürchtig als die ARK'IMPERION vor, die Thronflotte des Imperators.
 
Rhodan trifft allein mit Bostich zusammen und weiß sofort, das dieser Mann die Arkoniden zu neuen Höhen führen kann. Bostich eröffnet Rhodan, das eine gewaltige Unterstützungsflotte für den Kampf gegen MATERIA bereit steht. Der Imperator ist bereit, sie in den Kampf zu schicken, knüpft jedoch zwei Bedingung daran. Zum einen soll Camelot in Zukunft keine Großraumschiffe mehr bauen, zum Zweiten fordert Bostich die Übergabe der GILGAMESCH an das Kristallimperium. Da Rhodan die galaktische Unterstützung unbedingt benötigt, sagt er der ersten Bedingung zu. Die Übergabe der GILGAMESCH kann der Unsterbliche abmildern, indem er als Kompromiss vorschlägt, das Schiff als Wachschiff des neuen Galaktikums von Mirkandol über ARKON I zu verankern. Die zukünftige Besatzung soll aus Vertretern aller Völker der Galaxis bestehen. Bostich stimmt Rhodans Alternativvorschlag zu.
 
Kurz darauf treffen starke Verbände einer multinationalen Flotte bei der SOL ein. Schiffe der Akonen, Blues und anderer Völker der Milchstraße unterstellen sich Rhodans Befehl. Zum Schluss erscheint das Kontingent der LFT mit dem SOL-Replikat und die ARK'IMPERION der Arkoniden. Als dann plötzlich die Arkonidische Flotte erscheint, beginnen die Zähler zu rasen. Es sind Zehntausende von Kampfschiffen und alle unterstellen sich dem Befehl des Sechsten Boten von Thoregon!

 
Rezension

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Inhaltsangabe 2

Anfang Februar 1291 NGZ trifft auf Camelot eine Nachricht vom Camelot-Büro Olymp ein. Demnach will ein Mitglied der Galactic Guardians (GaGuas) überlaufen. Er trägt den Tarnnamen Jerome Pennsylvanier. Armin Assitar nimmt sich der Sache an. Mit dem Kreuzer THALASSA fliegt er zum angegebenen Treffpunkt Zephos, dem fünften Planeten des Topas-Systems. Der vormalige Camelot-Stützpunkt zählt zu den Basen der GaGuas und der Kreuzer nimmt am 18. Februar den Überläufer auf. Es ist der Terraner Yorgan Pittker, der seit drei Jahren zu den GaGuas gehört.
 
Zurück auf Camelot erfährt Assitar, dass Reginald Bull, Gucky, Trabzon Karett und Monkey mit der ZIRKA eingetroffen sind. Diese haben bei Homer G. Adams (Julian Tifflor weilt zurzeit auf Arkon) wegen einer Dublette der SOL vorgesprochen, mittels der Perry Rhodan MATERIA bezwingen will.
 
Nach einigen Vorbereitungen fliegt die ZIRKA am 23. Februar ins Solsystem, wo Bull und seine Begleiter mit Paola Daschmagan und Cistolo Khan zusammentreffen. Nach einigem Hin und Her sind sie bereit, das alte Ultraschlachtschiff (USS) ISTANBUL, das auf Olymp als Museumsschiff parkt, als Replik der SZ-1 zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren soll auf Luna eine Attrappe des Mittelteils der SOL gebaut werden. Die Unterstützung der LFT in Form von 10.000 Schiffen bezeichnet der LFT-Kommissar als illusorisch. Dabei weist er auf eine Krise im Kristallimperium hin, wo 26 Berater von Imperator Bostich I. getötet worden und verschwunden sein sollen.
 
Als Imitat der SZ-2 soll das ehemalige USS PANTANI dienen, das als Handelsraumer im Besitz der GaGuas ist. Entsprechend übernimmt die ZIRKA von der QUANTAS eine Gruppe Techniker, die von Camelot kommen. Aufgrund der Aussagen Pittkers wird der Planet Herriök angeflogen, eine Agrarwelt der Hanen-Blues im Herriau-System. Dort lassen die GaGuas Grundstoffe für Drogen erzeugen.
 
Die knapp 600 Cameloter landen heimlich auf dem Planeten und zielen auf die PANTANI. Dabei bekommt es Monkey mit seinem Artgenossen Arol Konnar zu tun, der zu den Kämpfern von Thor Schinnek zählt, dem Henker des Tizian Grannet. Konnar unterliegt in dem Duell und begeht Suizid. Anschließend kann die PANTANI geborgen werden und flieht an diesem 26. Februar vor sich nähernden Schiffen der Hanen.
 
Einige Wochen später, wieder auf Camelot, erfährt Bulls Gruppe am 20. März, dass die SOL in acht Tagen die Kosmische Fabrik an einen bestimmten Punkt über Dengejaa Uveso locken soll, Rendezvouspunkt Terminus genannt. Die Aufforderung stammt von ES.
 
Zurück auf der SOL leidet Rhodan unter den Untaten, die Shabazza in seinem Körper steckend begangen hat. Der Psychologe Vorman Kitissen Hondro, ein Nachfahre des ehemaligen Obmanns von Plophos, kann dem Terraner vorerst nicht helfen.
 
Am 23. März experimentieren Blo Rakane und Tautmo Aagenfelt immer noch mit dem Transdimensionalen Zustandswandler. In einer Entfernung von 20 Lichtjahren zur SOL setzt der weiße Haluter das »Fingerhut« genannte Aggregat, das von 30 Kreuzern umgeben ist, zwei interferierenden Hyperdim-Resonatoren aus. Im Bereich einer bestimmten Frequenz kommt es zu einer energetischen Entladung und ein drei Kilometer langer Dimensionsriss entsteht. In dessen Bereich wird eine Masse geortet, die einem Mond bzw. einem Sporenschiff entspricht. Die Analyse ergibt, dass der Transdimensionale Zustandswandler in den Hyperraum ragt und der Fingerhut quasi als Anker im Normalraum fungiert. Die Speicherkammer für den Ultimaten Stoff ist offenbar Bestandteil der fünften Dimension. Bei der Hülle wiederum handelt es sich um eine Strukturon-Materieprojektion, um strukturverdichtete und feldstabilisierte Energie im Sinne einer hyperenergetisch konfigurierten Matrix, deren ins raumzeitlich manifestierte Kontinuum eintretende dritte Ableitung die erkennbare Materie ergibt. Deren strukturimmanente Halbwertzeit beträgt einige hunderttausend Jahre.
 
Indessen fliegt Sargor da Progeron mit dem Diplomatenschiff DYIRBAL die SOL an, die 1050 Lichtjahre zum Zentrums-Black Hole am Sammelpunkt Gevari steht. Der Arkonide bittet zu einem Gespräch mit dem Tai Moas, der sich mit seiner Thronflotte ARK'IMPERION in nur 423 Lichtjahren Entfernung aufhält. Rhodan sagt zu und lernt so die Thronflotte kennen, die aus acht Schlachtkreuzern, einem Superschlachtschiff und einer 2000 Meter langen, 900 Meter breiten und 280 Meter dicken, elliptischen Plattform besteht, THEK-LAKTRAN genannt. Auf der Scheibe ist ein Teil der Kristallwelt nachgebildet und dort empfängt Bostich I. am 24. März den Terraner. Er bietet ihm im Kampf gegen MATERIA eine große galaktische Flotte an und macht deutlich, dass das Kristallimperium auf dem Weg zu früherer Stärke ist. Als Gegenleistung fordert Bostich den Verzicht Camelots auf neuere, modernere Kampfschiffe und die Übereignung der GILGAMESCH an Arkon. Rhodan erkennt, dass Bostich nicht mehr die Marionette ist, die er einmal war, und schlägt als Kompromiss vor, die GILGAMESCH dem Galaktikum zu übergeben und als Wachschiff über Mirkandol zu parken. Der Imperator akzeptiert.
 
Nach Rhodans Rückkehr tauchen nahe der THOREGON SECHS zunächst 200 akonische Schiffe unter Garon von Bass-Thet auf, die sich Rhodan unterstellen. Dann erscheinen 20.000 gatasische Raumer, 35.000 Schiffe der Apasos, Tentra, Latoser, Mantam und anderer Jülziish, die 59 NOVA-Raumer der LFT unter Khan sowie 1200 Schiffe anderer Sternenvölker, darunter Báalols, Aras und Mehandor. Auch die ZIRKA erscheint, begleitet von einigen LFT-Tendern, die die beiden alten USS sowie die Attrappe des SOL-Mittelteils flankieren. Zuletzt erscheint Bostich mit der Thronflotte, der diesen Aufmarsch sicherlich initiiert hat, gefolgt von zigtausend arkonidischen Kampfschiffen.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Machtschacher

In der bekannten Galaxis haben wir es im ausgehenden 13. Jahrhundert NGZ mit drei Großmächten zu tun, die im wesentlichen die galaktische Politik bestimmen. Es sind die Liga Freier Terraner, das Forum Raglund sowie das Kristallimperium. Die vielen Mittel- und Kleinmächte spielen vor diesem Hintergrund eine untergeordnete Rolle, obwohl sie, würden sie zu einer geeinten Allianz zusammenfinden, mit ihren Hunderten oder gar Tausenden Mitgliedern ein mehr als gewichtiges Wörtchen mitreden könnten. Der Versuch, dieses durch das Forum Raglund in die Wege zu leiten, muß eher als gescheitert betrachtet werden, seit die drei Führungspersönlichkeiten ausschließlich aus Blues bestehen und die Akonen und Báalols bemerkenswerte Zurückhaltung an den Tag legen. Ob die vielen Blues-Nationen untereinander Einigkeit erzielen können und damit eine das>Forum Raglund ersetzende wirkliche Großmacht in der galaktischen Eastside bilden, muß die Zukunft erweisen. Auf das Ergebnis darf man gespannt sein; Tatsache ist, daß Zehntausende Welten ausschließlich von Jülziish besiedelt sind - ein nicht zu unterschätzender Faktor.
 
Die LFT mit ihren 711 Systemen sowie den dazugehörenden assoziierten Systemen ist nicht zuletzt dank des hohen technologischen Niveaus und der damit verbundenen Wirtschaftskraft eine Großmacht von weitreichendem Einfluß, der sich vor allem auf die mehr als 5000 seinerzeit von Menschen primär und in den Jahrhunderten nach dem Dolan-Krieg auch sekundär besiedelten Welten erstreckt. Als Flotte direkter Kampf- und Wachschiffe gelten 16.000 Einheiten; die Planetenregierungen verfügen insgesamt noch mal über rund 90.000 bewaffnete Raumer. Schließlich das Kristallimperium: Rund 10.000 Welten des früheren Tai Ark'Tussan werden ihm zugerechnet; ein wachsender Einfluß auf die 40.000 übrigen Planeten, die im Laufe der Geschichte von den Arkoniden und ihren zwei- bis fünftausend Abkömmlings-Völkern besiedelt wurden, steht außer Zweifel. Und die Ereignisse auf Arkon I rings um die Galaktikum-Tagung in Mirkandol am 15. Januar 1291 NGZ belegten, daß die Arkoniden beachtlich aufgerüstet haben, zweifellos als Konsequenz der Geschehnisse um Tolkander und Goedda: Allein die Heimatflotte im Arkonsystem wird inzwischen mit 100.000 Einheiten angegeben! Über wie viele Raumer Seine Erhabenheit insgesamt verfügt, ist schwer abzuschätzen - das Zwei- oder Dreifache dürfte aber problemlos dabei herauskommen ... Und es ist gerade Bostich I., dessen Auftritt Perry Rhodan einige Gedanken macht. Bislang galt der Mann als Galionsfigur unbekannter Hintermänner.
 
Davon ist bei der Begegnung in der »fliegenden Residenz« THEK-LAKTRAN jedoch absolut nichts mehr zu bemerken. Bostich hat sich, wie es scheint, »freigeschwommen« - an die damit verbundene »Säuberungswelle« denkt man besser nicht ... Das Ziel des Imperators ist eindeutig; es will Macht und Einfluß des Kristallimperiums stärken, Glanz und Glorie des alten Großen Imperiums sollen zweifellos wiederhergestellt werden. Und hierbei ist Seiner Erhabenheit Camelot ein Dorn im Auge. Als Machtfaktor war das Projekt der Unsterblichen, bei allem technologischen »Vorsprung«, der zum Bau der GILGAMESCH führte, zu keiner Zeit wirklich relevant. Selbst die von Homer G. Adams geleitete und zur Kosmischen Hanse in Konkurrenz getretene Organisation Taxit konnte unter dem Strich nicht als wirkliche wirtschaftliche Bedrohung angesehen werden. Camelot aber war für Jahrzehnte ein Symbol, eine mystifizierte Legende, die für den Außenstehenden alles und nichts bedeutete, in die jedoch Wünsche und Hoffnungen projiziert wurden - und darin sieht Bostich vor allem die »Bedrohung«. Für einen machtbewußten Realpolitiker, als der er sich nun erweist, kann es kaum etwas Schlimmeres geben als ein überhöhtes Signal, das selbst nur schwer, wenn überhaupt zu greifen ist.
 
Inwieweit die Entscheidung Rhodans, Camelots Position bekanntzugeben, ein gravierender Fehler war, muß sich noch erweisen. Bostichs Machtschacher jedenfalls läßt nichts Gutes ahnen, denn Camelot wird weiter geschwächt, ja, zur Bedeutungslosigkeit herabgewürdigt - nicht zuletzt durch die vereinbarte Positionierung der GILGAMESCH über Mirkandol. Daß der Imperator im Gegenzug Unterstützung im Kampf gegen MATERIA verspricht, kann da eigentlich nur ein schwacher Trost sein. Andererseits sollte nicht vergessen werden, daß Rhodan natürlich kein »Newcomer« auf dem galaktopolitischen Parkett ist, sondern auf seine lange Erfahrung als Großadministrator des Solaren Imperiums zurückblicken kann. Seine strategischen Überlegungen sind vor diesem Hintergrund naturgemäß viel längerfristig ausgelegt. Er ist der Sechste Bote, und mit dieser Rolle und Funktion vereinbart sich ein isoliertes, von allen mißtrauisch bis skeptisch betrachtetes Projekt wie Camolet nicht sonderlich. Ziel muß die Bündelung aller Kräfte der gesamten Milchstraße sein, nicht nur die Terraner, sondern letztlich die Galaktiker insgesamt sind in Rhodans Augen das »sechste Thoregon-Mitglied«> Ob seine Strategie aufgeht, muß sich zeigen - zuerst steht nämlich der Kampf gegen MATERIA an, und hier einen Sieg davonzutragen wird schwer genug sein ...
 
Apropos 1985:
Nach dem Tod von Konstatin Tschernenko wird Michail Gorbatschow neuer Generalsekretär und beendet im Kreml die »Zeit der alten Männer«; im Brüsseler Heysel-Stadion kommt es zu einer Massenschlägerei - bei der Panik werden viele Besucher an einem Absperrgitter zu Tode gedrückt; Boris Becker gewinnt 17jährig als erster Deutscher das Tennisfinale von Wimbledon; es sterben: Marc Chagall, Axel Cäsar Springer und Heinrich Böll; nach dem Tod von Rock Hudson tritt die Aids-Gefahr ins Bewußtsein der Öffentlichkeit; Klaus von Klitzing erhält den Physiknobelpreis

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Die Situation am Schwarzen Loch im Zentrum der Menschheitsgalaxis strebt dem unaufhaltsamen Höhepunkt immer schneller entgegen: Jetzt droht die endgültige Konfrontation, bei der es eigentlich nur einen Sieger geben kann ...
 
Den Showdown bei Dengejaa Uveso schildert Rainer Castor in seinem PERRY RHODAN-Roman, der in der nächsten Woche unter folgendem Titel erscheint:
 
KAMPF DER GIGANTEN

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