Schutzschirme


Kommentarnummer: 1129

Heftnummer: 2005

Erschienen: 01.01.1970

Betrifft die Begriffe:

Energieschutzschirm    

   

Autor:

Rainer Castor

Erster Teil:

2005

Weitere Teile:

            



Sie sind schon eine feine Sache, diese an Seifenblasen erinnernden Dinger, die für äußere Einflüsse mehr oder weniger undurchdringlich sind, eine ganze Reihe von Sonderfunktionen besitzen können und als Kraftfelder projiziert werden - vereinfachend Schutzfeld, Abwehrschild, Energieschirm und ähnlich genannt. Ihr Einsatzgebiet ist ebenso umfangreich wie die ihrer detaillierten Funktions- und Projektionsweise oder ihrer Form: Die Abwehr der verschiedensten Waffen gehört in gleicher Weise dazu wie der Schutz vor Reibungshitze beim Eintritt in Atmosphären, vor Meteoriten und kosmischer Mikromaterie oder Strahlung aller Art. Allgemein formuliert handelt es sich bei einem »Feld« um die Zuordnung von Größen zu den Punkten eines Raumes beziehungsweise eine mit einem besonderen physikalischen Zustand des Raumes verbundene Erscheinung: Jedem Punkt in einem Zimmer läßt sich zum Beispiel eine Temperatur zuordnen, als Ganzes ergibt sich dann ein »Temperaturfeld«.
 
Als »konventionell« werden von der terranischen Wissenschaft jene Kraftfelder umschrieben, deren Wirkung(en) sich auf konventionelle Dinge beziehen und für übergeordnete Wirkungen (wie Teleporter) kein Hindernis darstellen. Ihre Erzeugung und Projektion dagegen kann durchaus auf übergeordnete Prinzipien wie Hyperkristalle zurückgreifen - und im allgemeinen ist das auch der Fall. Sie können von Materie in energetischer, gasförmiger, flüssiger oder fester Form nicht durchdrungen werden; Luft wird hierbei unter Umständen ionisiert, Hitzestrahlung reflektiert, Mikromaterie des Alls abgewehrt (beispielsweise in Gestalt von Kalottenfeldern, deren Durchmesser etwa ein Drittel des Rumpfdurchmessers ausmacht und als zentralprojiziertes Feld im Abstand des Rumpfdurchmessers zur Grobablenkung dient). Im Gegensatz dazu stellen an fünf- oder n-dimensionale Gesetzmäßigkeiten gebundene höhergeordnete Kraftfelder - kurz Hyperfelder genannt - auch für Hyperwirkungen ein Hindernis dar. Je nach eingesetzter Hyperfrequenz (hyperstarke Wirkung, Hyperelektromagnetik, hyperschwache Wirkung, Hypergravitation und UHF-Bereich) unterscheiden sich die Wirkungen entsprechend dem jeweiligen Bereich des hyperenergetischen Spektrums. Weiteres Unterscheidungskriterium ist die Struktur der eingesetzten Hyperfelder, bei denen es sich um statische oder dynamische, unvollständig geschlossene und in sich geschlossene handeln kann - je nach spezifischer Anwendung meist auf vielfältige Weise kombiniert.
 
So ist mit der äußersten Hülle im allgemeinen eine dünne Zone konzentrischer, auswärtsweisender, hypermechanischer oder hypermechanisch-abstoßender Wirkung verbunden, die im technischen Sprachgebrauch als Gradientfeld oder als Gradientkomponente bezeichnet wird (Gradient: Gefälle oder Anstieg einer Größe auf einer bestimmten Strecke beziehungsweise Maß für die räumliche Veränderlichkeit von Größen). Zu den weiteren Sonderfunktionen gehören beliebig schaltbare Strukturlücken, einseitig wirksame Durchlaßfenster, permanente oder intermittierende Projektionsweisen, auf Energie und/oder Masse beschränkte Wirkung oder geometrische Formen, die von einer einfachen sphärischen Projektion abweichen. Neben dem lokal begrenzten, partiellen Verdichtungsmodus gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, gesonderte Schüssel- oder Parabol-Fangfelder zu errichten, die auftreffende Einflüsse und Kräfte abwehren, ehe die eigentliche Schirmfeldstruktur belastet wird.
 
Projektoren bestimmen Intensität und Richtung - also den Vektor - des vom Generator erzeugten Hyperfeldes und bedienen sich hierzu häufig selbst entsprechender Hyperfelder, oder sie nutzen die Möglichkeiten von hyperaktiven Kristallstrukturen: Ausgesandte multifrequente Strahlung des hyperenergetischen Spektrums wird so konfiguriert, daß sie sich in beliebiger Distanz vom Projektor durch Interferenz selbst auslöscht, annulliert oder ausreichend schwächt, so daß bis auf eine Ausnahme keine Wirkung in Erscheinung tritt; diese Ausnahme ist dann jener Bereich, an dem verstärkende Interferenz als gewünschte Schutzschirm-Wirkung in Erscheinung tritt. Als Basisniveau jeder Schutzfeld-Konfiguration eines Raumschiffes gilt das Strukturfeld der Semi-Manifestation: Es handelt sich hierbei um unvollständig geschlossene Hyperfelder, die konventionelle Außeneinflüsse bis zu einem gewissen Grad »verdrängen« (siehe PR-Computer 1972 und 1973).
 
Zum nächsten Schildniveau gehören die als konventionell geltenden Schutzschirme, die schon von den Arkoniden des Großen Imperiums eingesetzt wurden; zu nennen ist vor allem der (Ionisations-Abstoß-)Prallschirm mit seiner elektrostatisch abstoßenden Wirkung der zuvor ionisierten Luft, der jedoch nicht mit einem Prallfeld, wie es beispielsweise bei Gleitern zum Einsatz kommt, verwechselt werden darf. Der Hochenergie-Überladungs-(HÜ-)Schirm als Weiterentwicklung des Halbraumfeldes besitzt eine Feldstruktur mit einer instabilen Librations-Überladungszone; die Feldkomponenten wirken so aufeinander ein, daß außerhalb ihrer Krümmungszone eine Verbindung zum Halbraum geschaffen wird, sobald die Stabilität der Felder durch äußere Einwirkung geschwächt ist. Während die Schirmfelder selbst und das von ihnen umhüllte Objekt Bestandteil des normalen Raum-Zeit-Kontinuums bleiben, bewirken die Aufrisse - erkennbar als schwarze Schemen oder »Blitze« im ansonsten grünlich schimmernden Feldbereich - eine Abstrahlung des auftreffenden Objekts in den Halbraum.
 
Paratronschirme schließlich unterscheiden sich von den HÜ-Schirmen nicht im Wesen, sondern nur in ihrer Intensität beziehungsweise in ihrem Energiegehalt und verwenden Kalupfrequenzen, die etwa um den Faktor 109 höher liegen. Im Gegensatz zum HÜ-Schirm erfolgt die Abstrahlung überdies in den Hyperraum


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