Nummer: 2350 Erschienen: 01.09.2006   Kalenderwoche: 35 Seiten: 63 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,75 €

Das schreiende Schiff
In der Halle der Mächtigen - sie sind in der Endlosschleife gefangen
Uwe Anton     

Zyklus:  

34 - TERRANOVA - Hefte: 2300 - 2399 - Handlungszeit: 1344 - 1346 NGZ (4931 - 4933 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  09 - Die Friedensfahrer / Hefte: 2200 - 2499 / Zyklen: 33 - 35 / Handlungszeit: 1331 NGZ (4918 n.Chr.) - 1347 NGZ (4934 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Solsystem   unbekanntes Universum            
Zeitraum: 23.Mai bis 7.Juni 1345 NGZ
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4199124601753
EAN 2: 62350
Ausstattung:  NATHAN: Wichtige Ereignisse vom 1. bis 7. September in der Realwelt und im Perryversum.
Anmerkungen: 
In PR-Kompakt 7 enthalten
Besonderheiten: 
  • Posterbeilage und Vorstellung (Seite 17) von Josef Taucher
  • Willi Diwo unter Mitarbeit von Michael Thiesen: »45 Jahre Perry Rhodan in der Presse«
"Seite 3"

Man schreibt das Jahr 1345 Neuer Galaktischer Zeitrechnung - dies entspricht dem Jahr 4932 alter Zeitrechnung. Die Milchstraße ist von der Terminalen Kolonne TRAITOR besetzt, einem gigantischen Machtinstrument der Chaotarchen. Die aus der Galaxis gewonnenen »Ressourcen« sollen für Zwecke eingesetzt werden, die dem Entstehen einer Negasphäre in der Nachbargalaxis Hangay dienen sollen. Eine Negasphäre wiederum ist eine Brutstätte des Chaos, die normale Lebewesen als absolut lebensfeindlich empfinden.
Perry Rhodan und seine Weggefährten erhalten mit den so genannten Friedensfahrern eine Organisation als Verbündete, die erst vergleichsweise kurz besteht, aber von vielen Geheimnissen umrankt ist. Ihr gehören unter anderem Alaska Saedelaere an, der schon oft in kosmische Ereignisse verstrickt war, und Kantiran, Rhodans Sohn, der das Leben eines Sternenvagabunden führt.
Als TRAITOR wieder einmal mit Trommelfeuer versucht, den TERRANOVA-Schutzschirm um das Solsystem zu knacken, ergeben sich seltsame Effekte: Ein Tunnel in ein anderes Universum öffnet sich - und an seinem Ende wartet DAS SCHREIENDE SCHIFF ...

PR-Redaktion

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Unsterbliche wagt den Vorstoß durch einen Tunnel in das Universum der Doppelsonne
Gucky Der Mausbiber stürzt sich an der Seite seines alten Freundes in einen gefährlichen Strangeness-Strudel
Aquinas Ein Diener behandelt Rhodan wie Luft
Captain John Der skurrile Strangeness-Scout steht vor einer gefährlichen Expedition

Allgemein
Titelbildzeichner: Dirk Schulz
Innenilluszeichner: Dirk Schulz   Horst Gotta
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Zur Lage
PR-Kommunikation: edition DORIFER - Was machen eigentlich …die Topsider ?
Statistiken: Die Welt von PR - Einstiegshilfe / PR - 5.Auflage Heft 1248 / 1249
Witzrakete:
Leserbriefe: Norbert Mertens / Jörg Hardt / Sabine Haider / Juerg Schmidt / Andreas Lamprecht / Barometer zu PR 2335 / 2336 (E-Mails)
LKSgrafik: Marc Schneider: Invasion
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Cairol - Roboter   Hohe Mächte des Kosmos    Sieben Mächtige    Ritter der Tiefe                                                       
Computerecke:
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Innenillustrationen

Aquinas - Roboter der Kosmokraten (diskutiert mit Perry Rhodan)
Zeichner:  Dirk Schulz   Horst Gotta
Seite:57
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


»Nein«, sagte Rhodan. »Das ist es nicht. Immerhin haben wir den Durchbruch zur SEOSAMH geschafft.«
Der Roboter musterte ihn mit facettierten gelblichen Kristallaugen. »Ich habe mehrfach SAMH-Boote mit störungsarmen Robotern in den Tunnel geschickt«, sagte er, Rhodans Worte ignorierend, »um Kontakt aufzunehmen, um Hilfe zu holen. Aber keines davon ist zurückgekehrt. Nun endlich ist anscheinend Hilfe da, aber vermutlich seid ihr zu spät gekommen. Die Zustände in SEOSAMH-Werkstatt nähern sich unaufhaltsam der Auflösung. Ich bin nicht mehr in der Lage, die Anlagen des Werkstatt-Quaders abzuschalten. Und selbst wenn es mir gelänge ... Im Verlauf der Versuche, eine sichere Verbindung herzustellen, hat SEOSAMH-Werkstatt zahlreiche Schäden davongetragen. Der Verbund wird technisch nicht mehr in der Lage sein, an anderer Stelle einen neuen Durchbruch in das Zieluniversum herzustellen. Oder erst nach einer aufwändigen Reparatur, die sehr lange dauern wird ...«
»Wie lange?«
»Unter Umständen Hunderte von Jahren.«


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Inhaltsangabe

Ein über die noch in Ausbau befindliche Linie 2 der BACKDOOR-Transmitterstrecke eintreffender Kurier überbringt Perry Rhodan am 27. Mai 1345 NGZ die Nachricht über das grausige Schicksal seines Sohnes Roi Danton. Der Kurier nutzt für seine Reise die so genannten MOTRANS-Plattformen: Aus LFT-BOXEN zusammengesetzte Transmitter-Relaisstationen, die die Ausmaße eines PRAETORIA-Segments haben und sogar Schiffe bis zur Größe eines Schweren Kreuzers transportieren können. Die schlimme Nachricht setzt Rhodan schwer zu, aber er gibt die Hoffnung nicht auf. In der Nacht zum 1. Juni veranlasst er die Zündung der „Laternen-Matrix“. 2000 Kunstsonnen, die Sol auf der Uranusbahn umkreisen, simulieren künftig einen Sternenhimmel. Das soll den Menschen, die bisher nur das diffuse Schimmern des TERRANOVA-Schirms sehen konnten, etwas vom bedrückenden Gefühl des Eingeschlossenseins nehmen. Gleichzeitig wird das Netz der TERRANOVA-Tankstellen weiter ausgebaut. Zu diesem Zweck werden spezielle Versammlungsstätten aus dem Boden gestampft.
 
Am 4. Juni unternimmt Perry Rhodan, der von Gucky und einigen besonders Strangeness-resistenten Terranern begleitet wird, eine weitere Expedition mit dem SKARABÄUS-Schiff DÄDALUS durch das Wurmloch. Es öffnet sich immer bei schwerem Beschuss des TERRANOVA-Schirms und führt in ein anderes Universum. Kaum ist das Schiff auf der anderen Seite angekommen, da bricht das Wurmloch zusammen. Die DÄDALUS sitzt in dem fremden Universum fest. Ein 8080 Meter langes, aus vier quaderförmigen Elementen bestehendes Raumschiff wird entdeckt. Gucky, der besonders stark von den Strangeness-Effekten betroffen ist, nimmt die mentalen Impulse extremer Qual auf - irgendjemand an Bord des fremden Schiffes scheint entsetzlich zu leiden. Rhodan und Gucky betreten das Schiff und stellen fest, dass die dort arbeitenden Roboter durch die Strangeness beschädigt worden sein müssen, denn sie verrichten sinnlose Tätigkeiten. Die mentalen Schreie führen Gucky zu einer riesigen Halle, in der sieben Kristallsärge stehen. Darin befinden sich die konservierten Körper von zweieinhalb Meter großen Wasserstoffatmern mit zwei stämmigen Beinen, zwei gewaltigen Schulterarmen und zwei filigranen Brustarmen. Die Schädel dieser Wesen erinnern an den Kopf eines Tapirs.
 
Gucky erhält Kontakt zu einem der Wesen und erfährt, dass es sich um die für dieses Universum zuständigen sieben Mächtigen handelt. Ihr Anführer trägt den Namen Nuskoginus, und sie wurden zur Strafe für einen Verrat an den Kosmokraten in die Kristallsärge gesperrt, die ihnen endlose Schmerzen zufügen. Angeblich können die Mächtigen sich nur rehabilitieren, wenn sie den Terranern gegen TRAITOR beistehen. Aquinas, ein Kosmokratenroboter, hat den Befehl erhalten, die Mächtigen ins Solsystem zu bringen. Der Körper des Roboters gleicht dem der Mächtigen, aber er wirkt deformiert. Er informiert Rhodan und Gucky darüber, dass sein Raumschiff, die SEOSAMH, Schwierigkeiten hat, eine Verbindung zum Zieluniversum herzustellen. Offensichtlich ist der TERRANOVA-Schirm der Grund dafür, dass störende veränderliche Strangeness-Effekte auftreten. Diese Effekte drohen inzwischen auch die SEOSAMH zu vernichten, aber Aquinas kann die entsprechenden Aggregate nicht mehr abschalten.
 
Rhodan nutzt das nächste sich öffnende Wurmloch, um am 7. Juni ins Solsystem zurückzukehren. Er holt weitere SKARABÄUS-Schiffe auf die andere Seite, die drei Segmente der SEOSAMH ins Solsystem ziehen können. Der vierte Teil muss zurückgelassen werden, denn er hält die Hyperperforation offen. Dummerweise befinden sich auf diesem Segment die mächtigsten Werkzeuge, die Nuskoginus und seinen Gefährten zur Verfügung stehen. Das Segment ist verloren, denn kurz nach dem Durchbruch schließt sich das Wurmloch für immer.

Johannes Kreis

 
Rezension

Perrys Reaktion auf die Nachricht über das Schicksal seines Sohnes hat mir gut gefallen. Er verliert kurz die Fassung, aber seine vieltausendjährige Lebenserfahrung verhindert, dass er völlig zusammenbricht. Er verliert nicht die Hoffnung, aber seine Trauer verwandelt sich allmählich in Zorn und Hass. All diese nur zu menschlichen Gefühle kann man gut nachvollziehen. Weniger gut gefällt mir, dass er sich wieder in höchste Gefahr bringt, ohne sich mit irgendjemandem abzusprechen. Das wäre ungefähr so, wie wenn die Bundeskanzlerin mal eben in einen Kommandoeinsatz gehen würde, um sich im Irak an einer Geiselbefreiung zu beteiligen. O-wohl - das sollte man sich vielleicht lieber doch nicht vorstellen.
 
Wie ungemein praktisch, dass die Sieben Mächtigen des fremden Universums ausgerechnet jetzt auftauchen, als das Erscheinen der zweiten Welle TRAITORS bevorsteht, nicht? Natürlich müssen sie aber auch gleich wieder auf ihre besten Waffen verzichten, denn sonst würde es ja wiederum zu einfach werden. Das sind wieder mal „Zufälle“ jener Art, die ich überhaupt nicht leiden kann. Immer dann, wenn die Situation aussichtslos ist, erscheinen irgendwelche Leutchen (von denen man natürlich noch nie zuvor gehört hat) wie das sprichwörtliche Kaninchen aus dem Zylinderhut, die das Blatt dann doch noch wenden können. Allerdings muss man erst einmal abwarten, welche Absichten diese Mächtigen wirklich haben. Dass es sie überhaupt gibt, kann man allerdings durchaus akzeptieren. Ähnliche Organisationen gab es schließlich auch im Universum Tarkan und sogar im Arresum.
 
Der Roman enthält übrigens einen kleinen Fehler oder zumindest eine nicht ganz richtige Formulierung. Es wird behauptet, die Terraner hätten ein komplettes durch den Kristallschirm gebrochenes Chaos-Geschwader vernichtet. Nein, so gut sind die VRITRA-Geschütze dann doch nicht: Das Geschwader ist im gerade noch rechtzeitig verstärkten Schutzschirm verloren gegangen.
 

Johannes Kreis  03.09.2006

   
Inhaltsangabe 2

Seit dem 23. Mai 1345 NGZ treibt Perry Rhodan die Geschichte mit den SKARABÄEN voran, der Durchbruch soll gelingen. Dafür wurden 48 der Schiffe mit Besatzungen ausgestattet, die besonders resistent gegen Strangenesseffekte sind. Am 25. Mai dringt dann Rhodan zusammen mit Gucky in ein entstehendes Wurmloch vor, doch der Durchbruch gelingt nicht ganz, da das Tor in ein fremdes Universum zu früh zusammenbricht.
 
Am 27. Mai erhält Perry Rhodan dann durch einen Boten die Nachricht von Roi Dantons Schicksal. Diese Botschaft, die über eine neu eingerichtete LINIE 2 des Projekts BACKDOOR auf dem Merkur eintrifft, lässt aber seine Hoffnung nicht vergehen. Es gibt immer Hoffnung! Abgewickelt wird der Transport über sogenannte MOTRANS-Plattformen, die aus 17 LFT-BOXEN zusammengefügt sind und mobile, fernflugtaugliche Giganttransmitter darstellen, die Raumschiffe bis zur Größe von Schweren Kreuzern transmittieren können. Als Energiequelle dienen dabei Sonnen.
 
Um Mitternacht zum 1. Juni hin erscheint der Sternenhimmel neu über den Welten des Solsystems. Zu diesem Zweck wurden auf der Uranusbahn 2000 Kunstsonnen ausgesetzt und gezündet. Die »Sternenformationen« sind frei erfunden, eines zeigt das neue Logo der LFT, das zum 50. Jahrestag der Solaren Residenz eingeführt wurde. Die Bevölkerung der Erde ist begeistert. Ebenfalls am 1. Juni 1345 NGZ erreicht Perry die Nachricht, dass 85 TANKSTELLEN in Betrieb sind, das Ziel des Nukleus und Homer G. Adams' aber bei 4000 TANKSTELLEN liegt. Dafür werden für einen Dauerbetrieb 1,43 Milliarden Personen benötigt. Auch angesichts dieser Zahl zweifelt Rhodan nicht daran, dass seine Terraner es schaffen.
 
Von Malcolm S. Daellian kommt der Report, dass er bei der nächsten Welle TRAITORS mit 2304 Kolonnen-Forts mit mindestens 1.115.136 Traitanks rechnet. Dies hat er aufgrund der »Verdrehung« der Forts von 7,5 Grad ermittelt.
 
Am 4. Juni ist wieder die DÄDALUS am Zug, der SKARABÄUS, den Rhodan verwendet. Diesmal gelingt der Durchbruch, das Wurmloch verschwindet, und das Schiff ist in einem fremden Universum gefangen, umgeben von einer »pulsierenden« Strangeness. Irgendetwas läuft verkehrt, dies ist Rhodan klar. Er steuert die DÄDALUS auf das Schiff zu, das er schon einmal durch die Öffnung des Wurmloches gesehen hat. Es entpuppt sich als 8080 Meter lange, viergegliederte Einheit. Auch dieses Schiff, von dem Gucky sehr starke, qualvoll »schreiende« telepathische Impulse empfängt und so den Namen »Schreiendes Schiff« prägt, scheint unter der wechselnden Strangeness zu leiden. Doch dem SKARABÄUS gelingt eine Landung, und die beiden Unsterblichen dringen in das fremde Schiff ein. Gucky lokalisiert die Mentalquelle und teleportiert mit Rhodan dorthin. In einer 100 Meter hohen und ebenso viele Meter durchmessenden »Glocke«, der »Halle der Mächtigen«, die sie über ein Portal betreten können, treffen sie auf Sieben Mächtige. Es sind Methan-Ammoniak-Atmer, wie sich aus der Atmosphäre des Schiffes ableiten lässt.
 
Diese Mächtigen, Deltoro, Unscrow, Dumgard, Karrillo, Kafug, Konferge und Nuskoginus, sind gefangen in »Särgen«, konserviert in Ysalin Afagour. Perry Rhodan erinnert sich sofort an das Ysalin Magran, in dem die beiden Algorrian Le Anyante und Curcaryen Varantir 10.700 Jahre konserviert waren. Bei Ysalin Afagour scheint es aber eine Komponente zu geben, die den Konservierten Qualen bereitet.
 
Über telepathischen Kontakt stellt sich heraus, dass die Sieben Mächtigen in ihrem Universum einen Verrat an den Ordnungsmächten begangen haben und dafür mit dieser Gefangenschaft in einer Endlosschleife zahlen müssen. Diese Strafe kann eventuell abgegolten werden, wenn die Mächtigen den Terranern gegen die Terminale Kolonne beistehen, mit der sie auch schon in ihrem Universum in Kontakt waren. Aus diesem Grund beauftragten die Sieben ihren Diener, den Roboter Aquinas, eine Verbindung in das Solsystem zu schaffen, dessen Koordinaten sie erhalten hatten. Gucky und Rhodan suchen diesen Roboter auf. Er erklärt ihnen, dass ein Hindernis den dauerhaften Aufbau eines Wurmlochs verhindert. Rhodan erkennt sofort, dass es sich dabei um den TERRANOVA-Schirm handeln muss. Durch Nebeneffekte der Wurmlochgenerierung kam es dann zu den dauerhaften Strangenesseffekten, die die SEOSAMH – so heißen die vier Teile des Schiffes – in immer größere Mitleidenschaft ziehen. Auf die Frage, ob die SEOSAMH ein Schiff der Mächtigen sei, bescheidet ihm der Roboter eine negative Antwort. Die SEOSAMH ist kein QUELLTRÄGER – das sind Kugelschiffe mit einem Durchmesser von 1126 km (was dem Durchmesser eines Sporenschiffes entspricht) – sondern nur ein mächtiges Schiff, das Nuskoginus einst von einem Volk geschenkt bekam, dem er Hilfe leistete. Perry Rhodan hat dann den rettenden Plan: Mit dem nächsten Wurmloch kehrt er in das Solsystem zurück und lässt sofort alle 48 SKARABÄEN durch das Wurmloch gehen. Der Durchbruch gelingt 31 Schiffen. Sie nehmen drei Teile der SEOSAMH, nämlich SEOSAMH-Schütze, SEOSAMH-Quartier und SEOSAMH-Speicher mit Traktorstrahlen in Schlepptau und ziehen sie durch das Wurmloch, während der vierte Teil, SEOSAMH-Werkstatt, das Wurmloch stabil hält.
 
So gelangen am 7. Juni die drei Teile in das Solsystem, zusammen mit den Sieben Mächtigen und Aquinas, dem Roboter. Dieser kündigt an, über die Geschichte der Mächtigen berichten zu wollen, bis sich die Mächtigen an die neue Umgebung und Strangeness gewöhnt haben und sich bei Rhodan melden.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Zur Lage

Die Verteidigung des Solsystems gegen die Terminale Kolonne TRAITOR basiert derzeit auf drei Säulen. den 108 LORETTA-Tendern, die den Kristallschirm erzeugen; dem Nukleus der Monochrom-Mutanten, der den Schirm von Galapagos aus bei Bedarf in der Art eines Individualaufladers verstärkt; den Mitgliedern des TERRANOVA-Globus, die in den TANKSTEL LEN psychische Energie zur weiteren Aufladung liefern - »eingesammelt« von den Kollektor-Körnern des Nukleus und in den Schirm umgeleitet. An allen drei Säulen wird permanent gearbeitet. Beispielsweise befinden sich weitere LORETTA-Tender im Bau, um endlich eine vernünftige Redundanz bei den unersetzlichen Einheiten zu schaffen; durch Salkrit werden überdies Wirkungsgrad und Stärke des Schirms weiter verbessert. Der Nukleus wächst derweil auf Terra und baut mit Hilfe von ARCHETIMS in der Sonne »lagernden« Psi-Korpus seine Kräfte aus. Und schließlich nimmt auch die Zahl der Globisten, die in den TANKSTELLEN Dienst tun, täglich um Zig-tausende Personen zu. Zum Stichtag des 1.Juni 1345 NGZ sind 85 TANKSTELLEN in Betrieb, die meisten auf Terra, viele allerdings auch auf den anderen Planeten des Sonnensystems und auf dem Mond. Aus den bisherigen Erfahrungen ist bekannt, dass eine TANKSTELLEN-»Schicht« rund fünf Stunden nicht überschreiten sollte - aus Fürsorgegründen wird die Schichtdauer deshalb auf vier Stunden pro Person und Tag begrenzt. Heißt also, dass pro Tag die sechsfache Anzahl Teilnehmerzur Verfügung stehen muss - plus die darüber hinaus notwendige Ausfallreserve aus diversen Gründen wie Krankheit, Urlaub oder sonstiger Erholung. Um eine 24-stündige »Dauerbereitschaft« von etwa 4,5 Millionen bei Vollalarm aktiven Globisten sicherzustellen, sind somit rund 32 Millionen notwendig.
 
Doch die LFT-Verantwortlichen und der Nukleus streben längerfristig einen Wert von 200 Millionen Globisten in viertausend TANKSTELLEN an, die zeitgleich tätig sein können. Was wiederum bedeutet, dass die Menschheit inklusive Reserven, Bereitschaft und dergleichen ein Reservoir von etwa 1,43 Milliarden Globisten benötigt - rund zehn Prozent der insgesamt im Solsystem lebenden etwa 15 Milliarden! Leider klingen diese Zahlen nur auf den ersten Blick größenwahnsinnig - berücksichtigen wir jedoch die in naher Zukunft bevorstehende Ankunft der zweiten Welle und die damit verbundenen Mittel, erweist sich die Planung sogar als zwingend notwendig, um den Kristallschirm ausreichend zu stärken. Denn bislang ist nur die Vorhut der Kolonne in der Milchstraße eingetroffen.
Momentan hat TRAITOR mit einem gewissen Mangel an Personal und Material zu kämpfen, doch diese Phase wird bald vorbei sein. Eine Vorabsimulation von Malcolm S.Daellian hat ergeben, dass wegen der vorhandenen Kopplungsmöglichkeiten und der 7,5 Grad-Drehung zwischen Unter- und Oberseite eines Kolonnen-Forts 48 benötigt werden, um mit einer »Gesamthöhe« von 432 Kilometern eine volle 360 Grad-Drehung in »Doppelhelix-Form« zu erreichen - wozu diese Kopplung auch immer nötig sein mag. Da für die zweite Welle »über zweitausend« Kolonnen-Forts angekündigt sind, berechnete der Chefwissenschaftler der LFT, dass es letztlich auf 48 mal 48 gleich 2304 hinauslaufen müsse - mit einer Gesamthöhe oder -länge von dann 20.736 Kilometern.
 
Und in ihrem Gefolge werden es dann zweifellos auch 2304 Chaos-Geschwader mit je 484 Traitanks sein - was einer Gesamtzahl von 1.115.136 Traitanks entspricht, als rechnerisches Minimum. Voraussichtlich wird aber mit einer Ausstattung von mehreren Chaos-Geschwadern pro Kolonnen-Fort gerechnet werden müssen. Es können aber auch Traitanks mit Hunderten oder gar Tausenden Kolonnen-Fähren oder sonstigen »Riesenträgern« wie den Kolonnen-Fabriken und -Docks eintreffen. Entsprechend höher fiele dann selbstverständlich die Gesamtzahl - und wer weiß, was sonst noch alles »an Gerät« die Milchstraße erreichen wird.
 
Einziger Vorteil der jetzigen Situation - auch und vor allem für den »Rest« der als Ressourcen-Galaxis bezeichneten Milchstraße! -, ist die Bindung derart vieler Traitanks an einem Ort. Momentan kommt es bestenfalls punktuell zu einer Durchsetzung der TRAITOR-Direktive, so dass die Galaktiker (noch ...) relativ unbeschadet nach eigenem Gutdünken agieren können und viele Völker - wie beispielsweise die LFT mit der Operation Bermuda - damit beschäftigt sind, Flotten, Material und dergleichen dem Zugriff TRAITORS »zu entziehen« - wie wirkungsvoll und ob auf Dauer, sei einmal dahingestellt ...

Rainer Castor

   
NATHAN

NATHAN 2350

Das Wissen der Menschheit - Quelle: PR 2350          NATHAN - Historienspeicher - Übersicht


Folge 51 - Thema:

Wichtige Ereignisse vom 01.bis07.September


Realwelt:

 

Am 5.September 1978 startet die PERRY RHODAN-Buchausgabe mit dem Band »Die Dritte Macht«.

 


 

 

Perryversum:


Auf dem Flug zur Großen Leere erreicht die BASIS am 3.9.1205 NGZ die Galaxis NGC 4712 und errichtet auf einer Saurier-Welt den Stützpunkt COMA-10. Spezialist Robert Gruener siedelt zwei Stämme Androgynen-Roboter an.


(Zyklus »Die Große Leere«, PERRY RHODAN-Band 1650 »Flugziel Große Leere«

 

Am 4.9.1280 NGZ ernennt die frischgebackene Erste Terranerin Paola Daschmagan den Spezialisten Cistolo Khan zum LFT-Kommissar.

(Zyklus »Die Tolkander«, PERRY RHODAN-Band 1800 »Zeitraffer«)

Seite © Schroty's PR-Materiequelle 2006

 

    
Vorschau

Drei Viertel der SEOSAMH konnten zumindest zu groen Teilen gerettet werden; wie viel ihrer Einrichtung noch nutzbar ist, wird die Zukunft weisen. Viel wichtiger scheint es jedoch zu sein, sich mehr Klarheit ber die Besatzung des merkwrdigen Schiffszuges zu verschaffen. Sind die sieben Fremdweltler berhaupt, was sie zu sein vorgeben? Uwe Anton verrt mehr darber im PERRY RHODAN-Roman der nchsten Woche:
 
DIE GEFALLENEN MÄCHTIGEN

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