Vorlage für das Etikett: PR 1013
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Rubrik:
Sonstiges
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Erstnennung in Zyklus:
05 - Die Meister der Insel
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Eintragsdatum:
15.05.2007
Letzte Änderung:
04.01.2018

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Vurguzz
Alias
Vurguzz

Beschreibung - Autor: PR-Redaktion

Vurguzz ist ein starkes alkoholisches Getränk, das als alkoholischer Extrakt aus der Vurga-Frucht gewonnen wird, die nur auf dem Planeten Vurga gedeiht. Die Werbung für den grünen Vurguzz verkündete jahrhundertelang erfolgreich: »160 Prozent Alkohol, davon 60 Prozent im Hyperraum!«
 
Die Vurga ist eine faustgroße Frucht, der eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt wird, was dem Absatz dieses Getränks sicherlich nicht geschadet hat.


Quellen: Glossareintrag in PR 2942
Beschreibung 2 - Autor: Perrypedia

Vurguzz ist ein alkoholisches Getränk.
 
Herstellung
Hergestellt wird er als alkoholischer Extrakt der Vurga-Frucht, die nur auf dem Planeten Vurga gedeiht. Er ist grün und äußerst hochprozentig (»160 % Alkohol, davon 60 % im Hyperraum«).
 
Die Vurga-Frucht, auch Vurga-Beere genannt, ist eine faustgroße, Kiwi-ähnliche Frucht, die nur auf dem Planeten Vurga wächst. Ihr wird eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt.
 
Wirkung
Vurguzz ist das Lieblingsgetränk vieler PR-Protagonisten. Es kursieren Gerüchte, dass der Konsument bei entsprechendem Genuss Gegenstände in dreifacher Ausfertigung bewundern konnte, und das ganz ohne Multiduplikator. Der Vorstandsvorsitzende des Regy Bullna-Verlages verweigerte hierzu allerdings jeden Kommentar.
 
Atlan findet offenbar keinen Gefallen an dem Getränk – er vergleicht den Geschmack mit dem von Desinfektionsmittel. (PR 2812, Kap. 8)
 
Geschichte
Bereits im Jahre 10.500 da Ark wurde Vurguzz seit einiger Zeit im Großen Imperium getrunken. Der Siegeszug über die bekannte Galaxis war ungewöhnlich. Den meisten Konsumenten war weder bekannt, woraus sich dieses Getränk zusammensetzte, noch woher es kam und die Bedeutung des seltsamen Namens. (Atlan 288)
 
Der Planet Vurga wurde von einem Schiff der Explorerflotte (EX-313) entdeckt, das dort abstürzte. Frank Sattros und Helen Mertens, zwei Besatzungsmitglieder des Schiffes, überlebten den Absturz und entdeckten die heilende Kraft der Vurga-Beeren. Da man kein Medikament daraus herstellen konnte, verarbeitete man sie zu wohlschmeckendem Likör. Der Name »Vurguzz« stammt angeblich von Gucky; in der Ilt-Terminologie bedeutet »Uzz« so viel wie Himmelstränen. Der Ilt bezeichnete den Likör übrigens als Raketentreibstoff. (PR 554)
 
Anmerkung: Da Vurguzz bereits im 9. Jahrtausend v. Chr. im Großen Imperium bekannt und beliebt war, ist der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte jedoch zweifelhaft. (Atlan 158, S.52, Atlan 164, S.62) Vermutlich handelt es sich um ein zum Zweck der Verkaufsförderung erdachtes Märchen der PR-Abteilung der Vurguzz Company.
 
Mit Reginald Bull ist eine prominente Person an der Vurguzz Company beteiligt. Seine aus einer Laune heraus getätigte Investition an dem mit Vurguzz - Himmelstränen aus der Milchstraße - beworbenen Getränk, macht sich im Laufe des 25. Jahrhunderts bezahlt. (Kosmos-Chroniken 1) Im Jahr 2435 liegt das Herstellungsmonopol immer noch in Händen der Familie Sattros. (PR-TB 412)
 
Reale Welt
Erfinder des fiktiven Vurguzz
In Fandomkreisen hält sich, wie es auch das Fan-Lexikon des SFCD von Jürgen Marzi (Jürgen Marzi: Das Fan-Lexikon des SFCD, Science Fiction Club Deutschland e.V., 1. Auflage, 1991) beweist, hartnäckig das Gerücht, der Erfinder des „literarischen“ Vurguzz sei der NASA-Pressesprecher und SF-Autor Jesco von Puttkamer gewesen, der das Getränk für einen seiner Romane erfand.
 
Dafür kämen lediglich zwei in Frage, wie Wolfgang Thadewald in „Die Geschichte des Vurguzz“ (Wolfgang Thadewald: Die Geschichte des Vurguzz, SFGH-Chroniken Nr. 181, Science Fiction Gruppe Hannover, Dezember 1997) auch schlüssig nachweist: „Der Unheimliche vom anderen Stern“ (1957) und „Galaxis ahoi!“ (1959, gemeinsam mit Clark Darlton), beide im Dörner-Verlag, Düsseldorf als Leihbücher erschienen. Spätere Romane können für genauere Recherchen außer Acht gelassen werden, da nur diese vor der tatsächlichen Herstellung des Getränks erschienen sind. Leider konnte ich beide Werke trotz intensiver Suche bisher nicht für meine Sammlung erwerben, um dies nachprüfen zu können. Es gibt aber auch eine weitere Spur, auf die auch Wolfgang Thadewald (s.o.) hinweist. In MUNICH ROUND UP, Nr. 8 vom Juni 1959, dem satirischen Mitteilungsblatt der SF-Gruppe München, veröffentlichte der MRU-Redakteur Waldemar Kumming eine „Anzeigenseite“, in der nach seiner Aussage erstmals der Begriff VURGUZZ erwähnt wird.
 
„VURGUZZ-Verschnitt, das Getränk, das garantiert jeden umhaut, 250 Vol.%“
 
Im Zuge eines Briefwechsels mit Willi Diwo seit Anfang 1996 erwähnte Kumming dazu folgendes: „Die Sache mit Vurguzz fing eigentlich auch in MRU an. Dazu muß ich vorausschicken, daß MRU im Gegensatz zu allen anderen damals erscheinenden Fanzines nicht tiefernst war. Unter anderem erfand ich damals den Planeten Monstros und weil das für irgendeine Story notwendig war, das Getränk VURGUZZ, das 250 % Alkoholgehalt aufweisen sollte (die über 100 % hinausgehenden Prozente waren im Hyperraum).“ Dies ließ nun Franz Ettl keine Ruhe, bis er ein Gesöff zusammengebraut hatte, das neben etwa 80% Alkoholgehalt auch noch einen Wirkungsbeschleuniger in sich hatte, sodaß Fans nach Genuß größerer Mengen sehr schnell besoffen wurden; die Wirkung hielt allerdings nicht lange an. Was dieser Zusatz war, kann ich leider nicht mehr feststellen, da Franz Ettl schon vor vielen Jahren gestorben ist.
 
Auf vielen Cons der damaligen Zeit wurde VURGUZZ ausgeschenkt und da auch einige PR-Autoren auf diesen Cons waren, kam er wohl auf diesem Weg auch in PR-Hefte.
 
Sehr viel später wurde auch von einem Getränkehersteller in Übersee (am Chiemsee) VURGUZZ verkauft. Er war aber lange nicht so stark wie das Original; ob er den Beschleuniger enthielt, weiß ich nicht. Auch ist mir nicht bekannt, ob der Hersteller noch besteht und ob er noch VURGUZZ herstellt.“
 
Die ersten, mit WK (= Waldemar Kumming) signierten Storys folgten denn auch bereits in den MRU-Ausgaben 9 und 10. Somit dürfte der literarische Erfinder des Vurguzz feststehen.
 
Erfinder des realen Vurguzz
Der Erfinder des realen (nach der obigen Schilderung aber hart an der Grenze des Genießbaren) Vurguzz aber war Franz Ettl, der den nach Pfefferminze schmeckenden Schnaps Mitte August 1960 aus neun verschiedenen Schnäpsen seiner Hausbar kreierte. Bei der Mixtur der ersten Flasche war auch der bereits genannte Wolfgang Thadewald zugegen, der das Etikett dieser Flasche gemalt hatte.
 
Eine mögliche Inspiration für Vurguzz könnte der italienische Kräuterlikör »Centerba72« sein, der nicht nur eine grünliche Färbung sondern auch stolze 70 Umdrehungen aufweist.
Eine weitere Erwähnung des Getränks findet man in "Wanderer zwischen drei Ewigkeiten" (1959) von Clark Darlton. Dort heißt es Ende des ersten Kapitels (Seiten 127 - 128):
 
In der Bar „Zu den dreieinhalb Planeten“ am Rand des Landefelds saßen einige Stunden später die fünf Offiziere der FORTUNA und nahmen Abschied. [...] „Routine!“ erklärte Maxwell und schüttete den vierten Vurguzz, einen starken Venusschnaps, in sich hinein. Er schüttelte sich und bestellte den nächsten. [...] Das scharfe Zeug erweckte den Eindruck, als wolle es Löcher durch die Magenwände brennen, war im Wesentlichen jedoch harmloser als Schwefelsäure. Immerhin warf es auf Dauer auch den stärksten Mann um.
 
Mitte der 1990er Jahre gab es Vurguzz unter der Bezeichnung »Vurguzz medium« als Likör in Flaschen zu 0.5 l oder 20×0,02 l zu kaufen. Zum Weltcon 2000 wurde eine Sonderabfüllung mit dem Titelbildmotiv von PR 1013 und dem Con-Logo auf dem Etikett vertrieben.
 
 


Quellen: PR-TB 412 / Atlan 288 / Vorbemerkungen von G. Schelwokat im Jubiläumsband 5, S. 8 / Clark Darlton - Wanderer zwischen drei Ewigkeiten (1959) / Clark Darlton Werkausgabe Band 4 / PR 2812
Beschreibung 3 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 4 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 5 - Autor:


Quellen:

Offene Vurguzz Box

Verweise:

Vurguzz-Flasche zu 2 cl und Aufstellkarte

Das Original VURGUZZ-Etikett von Wolfgang Thadewald






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