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Venus
Alias
Venus

Beschreibung - Autor:

Der zweite Planet unseres Sonnensystems (Solsystem*). Die Venus umläuft die Sonne einmal in 224,7 Tagen bei einem mittleren Abstand von 108 Millionen km. Der Äquatordurchmesser beträgt 12.228km, die Dauer der Eigenrotation 243 Tage, wobei die Drehung um die eigene Achse in umgekehrter Richtung zu der der Erde erfolgt. Die Länge eines Venustages ergibt sich daraus mit 116,8 Erdtagen (Zeitspanne von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang in der Äquatorgegend -ca. 58 Erdtage). An der Oberfläche herrscht ein 90mal so hoher atmosphärischer Druck wie auf Terra. Die Zusammensetzung der Atmosphäre wurde von den am 5. Dezember 1978 weich gelandeten amerikanischen Pionier-Sonden mit einem Gehalt an Kohlendioxid von 94,4 %, molekularem Sauerstoff 3,4 %, Wasser 0,14 % festgestellt, dazu 0,02 % Schwefeldioxid. Unter der in etwa 35 km Höhe beginnenden Wolkendecke aus Sauerstoff, Wasserdampf und Schwefelverbindungen ist die Sicht relativ klar. Von Radarmessungen wissen wir inzwischen, daß es auf der Venus-Oberfläche gewaltige Schluchten, Bergzüge und Krater von über 600 km Durchmesser gibt. Das bisher größte entdeckte Gebirge, die Maxwell-Montes im Hochland Ishtar Terra, ragt 9000 m über seine Umgebung hinaus. Die Temperaturen an der Oberfläche wurden mit bis zu + 475° Celsius ermittelt, was auf den Treibhauseffekt der kohlendioxidgeladenen Atmosphäre zurückzuführen ist. Seit den Pionier-Messungen ist bekannt, daß sogar auf der jeweiligen Nachtseite des Planeten die Felsen noch rot glühen. Die ungeheure Hitze kann nur in geringem Maß in den Weltraum entweichen. Die Masse der Venus wurde mit 0,81 Erdmassen ermittelt. Die Venus in der Perry-Rhodan-Serie: Hier wird (aufgrund des Kenntnisstandes um 1960) eine mittlere Temperatur von + 50° Celsius angenommen und gleichzeitig eine Schwerkraft von 0,85 g unterstellt. In den Romanen wird eine junge, urzeitliche Welt mit sehr viel Wasser, hoher Luftfeuchtigkeit, zahllosen tätigen Vulkanen und einer trotz des hohen Kohlendioxidgehalts atembaren Atmosphäre geschildert. Es gibt gigantische Pflanzen und Urwälder. In der noch jungen Fauna dominieren eben erst ans Land gekommene Echsen. Nur in den Urmeeren haben sich bereits halbintelligente, robbenartige Wesen entwickelt. Etwa auf 30° nördlicher Breite existiert eine rund 10000 Jahre alte Festung und ein Positronengehirn der Arkoniden.           Die Venus in der Realität:
Die dichte Atmosphäre, die ständig durch die nahe Sonne aufgeheizt wird, verhindert die Wärmeabstrahlung. Sie ist so dicht und hat einen so hohen Druck wie auf der Erde das Wasser in 1000 Meter Tiefe. Die Atmosphäre besteht zu 95 % aus Kohlendioxid sowie molekularem Sauerstoff, Wasser und Schwefeldioxid. Ein Venusjahr (Umlaufzeit um die Sonne) dauert 225 Tage. Die Länge eines Venustages beträgt etwa 116,8 Erdtage, bedingt durch die Dauer der Eigenrotation von 243 Tagen. Die mittlere Sonnenentfernung beträgt 108 Millionen Kilometer. Die relativ dünne Kruste des Planeten besteht aus nur einer Platte, im Innern befindet sich ein flüssiger Eisen-Nickel-Kern. Auch noch jetzt deuten riesige erkaltete Lavaströme auf regen Vulkanismus hin, der aber sicher vor einigen hundert Millionen von Jahren noch ausgeprägter gewesen sein dürfte. Die Temperatur beträgt ca. 475°C. Die Oberfläche besteht vorwiegend aus heißen Wüsten und Ebenen (ca. 70 % der Oberfläche) mit einigen wenigen Gebirgen. Nur ca. 10 % der Oberfläche sind Gebirge. Das größte davon, das man auf Grund der Größe eigentlich als Hochplateau bezeichnen sollte, liegt in Höhe des planetaren Äquators, hat etwa die Größe des afrikanischen Kontinents, und wird als "Aphrodite Terra" bezeichnet. Einige Erhebungen erreichen bis zu elf Kilometer Höhe ("Maxwell Montes"). Krater auf der Venusoberfläche, die durch erheblich geringere Erosion erhalten bleiben, deuten darauf hin, daß trotz der sehr dichten Atmosphäre zumindest große Gesteinsbrocken auch heute noch die Oberfläche erreichen.
 
Die Venus in der Perry Rhodan-Serie:
Die Venus kreist in einer Entfernung von nur 108 Millionen Kilometern um die Sonne. Dementsprechend ist die Oberfläche ein dampfender Dschungel; so könnte die Erde vor 100 Millionen Jahren einmal ausgesehen haben. Die höchsten Gebirge ragen bis in 13.000 Meter, der Ozean reicht mindestens bis 3.460 Meter. Die dichte Wolkendecke reflektiert das Sonnenlicht mit solcher Intensität, daß es fast unmöglich ist, mit bloßem Auge auf den Planeten zu blicken. Die Atmosphäre mildert zwar den Einfluß der nahen Sonne, aber die durchschnittliche Tagestemperatur beträgt dennoch 55°C - und zugleich herrscht eine mörderische Luftfeuchtigkeit. Außerdem besitzt die Atmosphäre einen hohen Gehalt an Kohlendioxyd, obwohl sie für Menschen noch atembar ist. In höheren Schichten nehmen die vulkanischen Verunreinigungen und Edelgase aber erheblich zu. Wenn es auf der Venus regnet, dann wie aus Badewannen; wer sich nicht rasch in Sicherheit bringt, riskiert in den herabschießenden Fluten zu ertrinken. Zwischen der Tag- und Nachtseite herrschen starke Temperaturunterschiede, was zu Stürmen führt, die Geschwindigkeiten von bis zu 500 km/h erreichen. Nachts sorgt die stets geschlossene Wolkendecke für ein düsteres Dämmerlicht-- obwohl es auch tagsüber niemals richtig hell wird. Die Rotation der Venus beträgt 240 Stunden (wobei die Drehung um die eigene Achse in umgekehrter Richtung zu der der Erde erfolgt), ein planetarisches Jahr dauert 224,7 Erdjahre, aber eine Venus-Stunde unterscheidet sich nur um etwa 15 Sekunden von einer irdischen. Der Durchmesser des zweiten Solplaneten beträgt 12.228 km, die Schwerkraft liegt bei 0,85 g. Der Äquatorialkontinent ist etwa so groß wie Südamerika. Seine östliche Landspitze hat die Form eines Hundekopfes, weshalb sie nur "Hundekopf-Kap" genannt wird. Ein weiteres Schauspiel ist der Tausend-Bogen-Fluß, der seinen Namen erhielt, weil er unaufhörlich mäandrierend eine Unzahl von Schleifen und Windungen beschreibt. Bis in die höchsten Bergspitzen ist der Kontinent mit undurchdringlichem grünen Dschungel bedeckt. Auch Sümpfe und einzelne Vulkane existieren, und diese gesamte Gegend ist die Heimat riesiger, urwelthafter Tierarten, deren Leben sich in vier Etagen abspielt.
 
Flora und Fauna:
Die unterste Etage ist die Welt der Polypenfallen und der Zweigfüßler, die mit großen weißen Würmern in einer Symbiose leben. Die auf dem Land lebenden Polypen besitzen einen etwa 1,5 Meter hohen, schwammigen Hauptkörper mit mehr als drei Meter langen Tentakeln, die nach allen Richtungen gestreckt werden können. Die Körperoberfläche ist zum größten Teil mit einer lederartigen Haut bedeckt. Sie bauen vorzugsweise höhlenartige Fallen, jagen aber auch ohne dieses Hilfsmittel, wenn die Beute der Fallen zu gering ausfällt. Die Zweigfüßler sind bizarre, vielgliedrige Wesen, die einem schimmernden, dünnen Ast mit vielen Seitenzweigen gleichen. Sie leben vermutlich im Boden, sind etwa zwei Meter lang und auf den spindeldürren Zweigbeinen aufgerichtet etwa drei Handspannen hoch. Sie bestehen durch und durch aus hornartiger Substanz, besitzen nur ein Minimum an Organen und sind selbst überall dort aus Horn, wo es die Funktion der Organe nicht stört. Die Würmer scheinen weder Anfang noch Ende zu besitzen; es ist ein sich windendes Stück oberschenkeldicken weißen Fleisches mit einem schleimigen Überzug. Die Würmer scheinen aus der Erde hervorzukriechen, ihr Fleisch weist außer einer unregelmäßigen Reihe sanft eingedrückter Ringe keine Gliederung auf. Wenn man diese Würmer zerteilt, bildet das Hinterteil eine kopfähnliche Spitze ohne Augen (wie das eigentliche Vorderteil) und lebt normal weiter. Bisher beobachtete Würmer erreichten eine Länge von bis zu 100 Metern und einen Durchmesser von immerhin 120 Zentimetern. Die Symbiose der Zweigfüßler und der Hornwühler, wie sie auch genannt werden, dreht sich um den Schleim, den die Würmer bei ihrer kriechenden Fortbewegung hinterlassen. Er enthält eine ungeheure Vielfalt verschiedener Proteine und anderer Nährstoffe. Im Gegensatz zu auf der Erde heimischen Würmern ist er ein typischer Fleischfresser, der sich von den Innereien tierischer Lebewesen ernährt. Die Zweigfüßler hingegen leben von dem, was der fremde Tierkörper hornartiges enthält. Sie sind jedoch nicht in der Lage, sich selbst mit Nahrung zu versorgen. Andererseits hat der Wurm vermutlich keine Beißwerkzeuge, mit denen er die Haut seiner Opfer durchdringen kann. Daher kam es zur Symbiose: Der Wurm schleppt das Opfer an, die Zweigfüßler ziehen ihm die Haut ab und überlassen dem Wurm das übrigbleibende Innere. Diese Etage reicht durchschnittlich bis fünf Meter unter die Oberfläche des Planeten, und man könnte dazu auch noch die sechsfüßigen Schlangen, die Schraubenwürmer, und die fünf Zentimeter großen, hellbraunen Ameisen rechnen, deren kräftigere Artgenossen die Größe einer ausgewachsenen Männerhand erreichen. Die zweite Etage ist der Boden selbst mit all seinen gefährlichen Tiere- - allen voran die Dinosaurier und bärenähnliche Bestien, die in Wirklichkeit ebenfalls Saurie- - jedoch solche einer anderer Ar- - sind. Sie besitzen eine breite, zottige Brust, sind aber mindestens dreimal so groß wie irdische Bären. Von den Sauriern ist beispielsweise der Stegosaurier bekannt; er ist knapp zehn Meter lang, gleicht einem Drachen aus grauer Vorzeit, geht auf allen Vieren und besitzt auf dem Rücken einen gezackten Kamm aus Hornplatten, und auch der Schwanz ist gepanzert. Der Kopf ist klein, das Echsenmaul breit. Die Stegosaurier sind Pflanzenfresser, und terranische Telepathen haben festgestellt, daß sie sogar klare Gedanken vollziehen können. Daneben gibt es noch einen trägen Typ mit grauer, schuppiger Haut, dessen vier Beine allein schon eine Höhe von vier bis fünf Metern erreichen. Wesentlich beeindruckender sind jedoch die Tyrannen, auch Springerechsen genannt; sie sind die einzigen bekannten Fleischfresser unter den Sauriern, und greifen gelegentlich sogar Saurier anderer Arten an, obwohl diese teilweise größer sind. Der Tyrann erreicht eine Geschwindigkeit von 20 km/h und geh- - ebenfalls als einziger Saurier der Venu- - aufrecht. Die Vorderbeine dienen nur dazu, das jeweilige Opfer zu fassen. Die kräftigen Hinterläufe sind 15 Meter lang, der Schwanz ist ein Hornschweif, der Hals stiernackig und im Ansatz von Schuppen bedeckt und nochmals mindestens zehn Meter lang. Die Gesamthöhe eines Tyrannen beträgt über 30 Meter. Ihr Geruchssinn ist hervorragend entwickelt; selbst in 150 Metern Entfernung können sie noch einen Menschen riechen. Die beiden kreisrunden, irisierenden Augen in dem mächtigen, breitmauligen Kopf sind fast die einzige verwundbare Stelle. Das Maul enthält zwei Doppelreihen scharfer Zähle und ist in geöffnetem Zustand etwa zwei Meter hoch. Oft treten die Tyrannen in Gruppen auf. Ebenfalls in diese zweite Etage gehört der Schneckenwurm. Er lebt verborgen in den Tiefen der Urwälder, verkriecht sich bei Tag in die Höhlungen faulender Baumriesen und wagt sich nur bei Nacht hervor. Seine Nahrung sind alle organischen Stoff- - Pflanzen, weiches Holz und Fleisch. Alles, was selbst langsam oder gar unbeweglich ist, fällt ihm zum Opfer. Der Kopf erinnert an eine Schnecke, lange Fühler strecken sich vibrierend vor und suchen sich ein Hindernis. Auf den Fühlern sitzen die kleinen Augen. Der Körper ist von gelblicher Färbung, wenigstens fünf Meter lang und biegsam; Beine sind nicht zu erkennen, stattdessen dienen Ringglieder der Fortbewegung, die den Schneckenwurm langsam vorangleiten lassen. Das gefräßige Maul wird von drei hintereinander liegenden, sehr spitzen Zahnreihen geprägt. Eines der interessantesten Tiere der zweiten Etage ist zweifellos der Carata-Vampir; er steht in der Regel tagelang bewegungslos da und tarnt sich als Pflanze. Wird er angegriffen, reagiert er aber blitzartig mit seiner zweiten Waffe, die noch viel gefährlicher ist, als seine Verstellungskunst. Seine "Blätter", die an die Palmwedel der südamerikanischen Carata-Palme erinnern, sind auf der Unterseite mit tausenden kleiner Giftporen übersät. Damit packt er zu; Widerhaken kratzen das Fleisch des Opfers blutig, und schließlich strömt sein Gift in den Körper des Opfers. Als sehr bekömmlich (in gegrilltem Zustand) erwies sich das Dackelschwein; es handelt sich dabei um ein Wesen mit vier kurzen Beinen (wie bei einem Dackel), einer schmalen, spitzen Schnauze, aufgestellten Ohren, glatter, schlüpfriger Haut und ohne Schwanz. Weniger schmackhaft, aber genauso ungefährlich für Menschen ist die dreibeinige Rüsselschabe, die mit ihrem fürchterlichen Gekrächze ihr potentielles Opfer veranlaßt, sich tot zu stellen, es danach aufspürt und frißt. Die dritte Etage liegt auf der Höhe der Baumkronen, der niederen Baumgalerie, etwa zehn Meter über dem Boden. Dies ist das Reich der Spinnen, von denen es sehr viele gibt. Daß man dies nicht ohne weiteres bemerkt, liegt daran, daß sie ihre Netze auf raffinierte Weise zu verstecken wissen, obwohl diese Netze aus fingerdicken Fäden konstruiert werden. Wer nichts von ihrer Anwesenheit ahnt, findet sie meist erst, wenn er sich bereits darin verfangen hat. Ebenfalls auf dieser Etage in den Bäumen lebt die Baumechse. Ihr Markenzeichen ist eine Greifschwanz-Flosse, die etwa viermal so lang ist wie der eigentliche Körper. Als Werkzeug ist diese Flosse ebenso wichtig, wie bei einigen terranischen Affenarten. Dennoch handelt es sich um eine Echse, die gewisse Ähnlichkeit mit einem Alligator besitzt; sie ist glatt, kurz behaart, und baut sogar Nester. Die vierte Etage schließlich, zwischen 20 und 40 Metern Höhe, ist die der oberen Baumkronen mit einem Minimum an Bevölkerung. Hier leben kleine Flugechsen zwischen Sperlings- und Taubengröße, und ein paar seltsame, ebenfalls ungefährliche Wesen, die eine Zwischenstufe zwischen Echsen und Warmblütern zu sein scheinen. Über den höchsten Bäumen, in der oberen Blattgrenze, beginnt dann etwas, was man die fünfte Etage nennen könnt- - die Region der großen Flugechsen. Dabei handelt es sich um einen kahlhäutigen, häßlichen, zweibeinigen Venusbewohner mit der Größe eines halben Wohnhauses. Kennzeichnend sind die beiden handtellergroßen, rot leuchtenden Augen und der wenigstens zwei Meter lange, spitze Schnabel des vogelähnlichen Kopfes. Die Flugechse besitzt mehrzehige Klauen, eine lederne Haut und lange Beine, die um so länger zu werden scheinen, je schneller sie laufen. Hautlappen auf dem Rücken belegen aber ihre bevorzugte Fortbewegungsart; sie können zu Flügeln von großer Spannweite entfaltet werden, und mit ihrer Hilfe erreicht die Flugechse Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Auch die Gewässer der Venus bieten vielen Arten Lebensraum. Das Wasser ist dicker als von der Erde gewohnt; Algen, Einzeller und Kleinstlebewesen füllen es und machen eine fast zähe Flüssigkeit daraus. Neben Fischen leben hier auch Kreaturen, die wie ein bunter, dünner Teppich auf dem Wasser liegen. Erst wenn man sie berührt, kommen sie in Bewegung und umschließen ihr Opfer, um anschließend mit ihm in der Tiefe zu verschwinden. Im Wasser lebt auch eine Art Rhesusäffchen, deren Augäpfel durch zusätzliche Hornhautkapseln gegen das Eindringen von Wasser geschützt werden, so daß sie wie leblose weiße Glaskugeln aussehen. Statt eines Pelzes tragen sie einen Überzug kleiner, geschmeidiger Schuppen. Der Schwanz endet in einem Paar kurzer, aber spitzer Stacheln. Eine herausragende Bedeutung unter den Wasserbewohnern nehmen seehundähnliche Robben ein. Sie sind eigentlich fischartige Wesen, die durch Kiemen atmen und im Wasser zu Hause sind, doch sie können sich auch an Land mit Sprüngen auf Schwanz- und Seitenflossen vorwärtsbewegen. Für diese Landausflüge verfügen sich außerdem auch über eine Lunge, die allerdings noch nicht voll entwickelt ist; die Landaufenthalte sind damit zeitlich begrenzt. Im Wasser erreichen die Robben mit ihren starken Flossen immerhin eine Leistung von vier bis fünf PS. Sie leben in halb unter Wasser stehenden Höhlen am Meeresufer. Als Perry Rhodan im Jahr 1972 mit der GOOD HOPE auf der Suche nach einer Ausweichbasis für die Dritte Macht auf der Venus landet, entdeckt er, daß diese Robben intelligent sind. Sie sind nur etwa einen Meter groß, haben große, kluge Augen und kommunizieren im Ultraschallbereich. Die Robben dienen dem positronischen Kommandanten der Venusbasis der alten Arkoniden als primitive, unauffällige Kundschafter (weitere Informationen zur Venusbasis unter "Sonstiges"). Wenn man zu Fuß in dieser Wildnis unterwegs ist, könnte man glauben, in einen schlechten Horrorfilm geraten zu sei- - nur daß es schreckliche Realität ist. Und auch die Vegetation wuchert auf der Venus üppig; die fast ständig in großer Höhe lagernde Wolkenschicht macht den Planeten zu einem riesigen Treibhaus. Schlägt man eine Bresche in den Dschungel, wird diese innerhalb von nur einer Stunde wieder von den Pflanzen geschlossen. Daneben existieren Urbäume, deren Stämme bis zu 15 Meter Durchmesser haben, und die eine Höhe von bis zu 150 Metern erreichen.
 
Die Venus in der Neuzeit:
Am 7.6.1971 zerstört die Positronik des Arkonidenstützpunkts ein tefrodisches Raumschiff, verhindert dadurch das von den MdI geplante Zeitparadoxon. Die Menschen der Erde erfahren davon nichts (PR-297). Der im Jahr 1972 entdeckte alte Arkonidenstützpunkt auf dem zweiten Planeten des Solsystems erweist sich rasch als ungemein wertvoll für die Dritte Macht. Die Anlage, gelegen etwa bei 30° nördlicher Breite, verfügt über ein großes Positronengehirn, das seinesgleichen in diesen Teilen der Milchstraße sucht. Mit seiner Hilfe lassen sich viele Probleme lösen. Gleichzeitig fungiert die Anlage als Ausbildungszentrum für das entstandene Mutantenkorps. Viele Mutanten und auch andere Mitglieder der Dritten Macht erhalten dort ihre Hypnoschulungen. Die Venus ist darüber hinaus ein wichtiger Ausweichstützpunkt für den Fall einer Invasion auf der Erde. Während die Raumschiffsfertigung auf dem Gebiet der Dritten Macht stattfindet, dient die Venusbasis lange Jahre als Produktionsstätte für Roboter verschiedenster Art, vor allem Arbeits- und Kampfroboter. Tausende Maschinen verlassen ab 1972 jedes Jahr die dortige Fabrik. Im Jahr 1980 wird vom Ostblock der Erde auf der Venus der Grundstein für die erste menschliche Siedlung auf einem anderen Planeten gelegt. Als damals mehrere Flotten altertümlicher Raketenschiffe auf der Venus landeten, hatten sie zunächst ein ganz anderes Zi-l - nämlich die Besetzung der Venusbasis. Rhodan galt mit der STARDUST II als verschollen, die Dritte Macht zeigte wenig internationale Aktivität, und ein Putsch der Regierung der Sowjetunion führte schließlich zur Umsetzung dieses Planes. Man wollte die Gunst der Stunde nutzen, um das Monopol der Dritten Macht auf die arkonidische Technik brechen. Doch die Regierung des Ostblock dachte noch weiter. Ohne die Besatzungen der Schiffe darüber zu informieren, plante sie bereits eine Siedlung. Zu diesem Zweck bestand die Besatzung einer Nachschubflotte zum größten Teil aus Frauen. Nicht einplanen konnte der Ostblock jedoch die plötzliche Rückkehr Perry Rhodans, der kurze Zeit später die Regierung absetzte. Die Überlebenden der Ostblockflotten blieben jedoch auf der Venus und entschlossen sich danach selbst, zu bleiben. So entstand die erste Kolonie der Terran-r - die sich mit diesem Begriff selbst erst noch anfreunden mußten. Im Jahr 1996 ist diese Kolonie voll etabliert. Im Jahr 2030 existiert eine Reihe von Minen, in denen das von der Raumfahrtindustrie so dringend benötigte Silber gefördert wird. Im Jahr 2040 lebt bereits die erste Generation gebürtiger Venusier auf dem zweiten Solplaneten, und fast täglich brechen 200 bis 250 neue Siedler auf, um die Venus für die Menschen zu erobern. Tatsächlich ist das Leben hier ein nicht enden wollender Kampf gegen die Natur. Daran konnten auch die unübersehbaren Anstrengungen der Terranormung nur wenig ändern. Obwohl Flora und Fauna durch Importe von der Erde zumindest in den Siedlungsgebieten einiges von ihrer Aggressivität verloren haben, ist die Venus nur mit derben Charakteren zu erobe-n - und das prägt die Venusier. Das Solare Imperium überläßt jedem Venussiedler kostenlos ein Landgebiet von 50 Hektar mitsamt den zur Rodung und späteren Bebauung erforderlichen Spezialmaschinen; ein praktisches Sozialprogramm, das Perry Rhodan selbst aufgestellt hat. Die Errichtung einer neuen Venusfarm durch einen terranischen Auswanderer kostet den Staat etwa 150.000 Solar. Man rüstet die Venuskolonisten gut aus, aber man legt dabei keinen Wert auf besondere Eleganz. Doch trotz aller gegenteiligen Belehrungen sehen viele Siedler den Dschungelplaneten nach wie vor als Paradies an. In Wirklichkeit ist die Venus eher das Gegenteil. Bedingt durch das mörderische Klima liegen fast alle Siedlungen auf einer Höhe von mindestens 850 Metern. Der darunter liegende, dampfende Urwald wird noch immer von gefährlicher Flora und Fauna beherrscht und ist fieberverseucht. Obwohl die Siedler vor ihrer Abreise von der Erde mehr als 30 Impfungen erhalten, ist das Institut für kosmische Infektionskrankheiten in der Hauptstadt Port Venus deshalb der größte und bedeutendste Bau am Ort. Noch Mitte des 21. Jahrhunderts wird hier fast jede Woche eine neue, bisher unbekannte Krankheit entdeckt, die außerdem meist ansteckend ist. Port Venus ist nicht weit von der Venusbasis entfernt und stellt eine supermoderne Stadt dar, deren architektonische Gestaltung auf die besonderen Erfordernisse der glühendheißen Sturmwelt abgestimmt ist. Wenn die Siedlungen der Venusier in die Sturmzone zwischen Tag und Nacht hineingeraten, werden die Straßen zu engen Staurohren, in denen die Naturgewalten ein höllisches Pfeifkonzert veranstalten. Der rasche Klimawechsel in der Zwielichtzone macht außerdem aus den auf der Venus heimischen Sauriern reißende Bestien. Sie greifen dann gern die Farmen der Siedler an, die aus diesem Grund teilweise mit stationären Geschützen ausgestattet si-d - regelmäßig werden die Anlagen von Beamten aus Port Venus kontrolliert. Daneben ist jeder Siedler berechtigt, eine Waffe zu trag-n - das Leben ist hier wirklich gefährlich. Die Einschienen-Triebwagen verbinden das Zentrum von Port Venus mit dem oberen Verwaltungsbezirk des Raumhafens. Dort werden auch Schiffe abgefertigt, die in andere Sonnensysteme aufbrechen. Der Raumhafen Nord dagegen ist allein der Solaren Flotte vorbehalt-n - in den nördlich davon gelegenen Bergen liegt die Venusbasis. Der tägliche Ablauf der Städte ist dem irdischen 24-Stunden-Tag angepaßt. Wie schon vor tausenden von Jahren die Arkoniden, so muß auch die Regierung des Solaren Imperiums die Erfahrung machen, daß die erste Generation einer neuen Siedlungswelt der Meinung ist, daß der junge Staat aufbautechnisch vernachlässigt worden s-i - was im Falle der Venus natürlich unsinnig ist. Doch der absolut zufriedene Pionier ist einfach eine undenkbare Erscheinung. Und so kommt es Anfang des Jahres 2040 durch die auf dem fruchtbaren Hochplateau, südlich von Venus-City lebenden Siedler zu einer "Revolte" gegen die terranische Bevormundung. Man ist nicht mehr bereit, die ohnehin niedrig gehaltenen Abgaben an die Erde abzuführen, und ist sich sicher, daß die Erde niemals eine Strafexpedition nach Art der alten Arkoniden schicken wird, um die Ordnung wiederherzustellen. Dies stimmt natürlich, doch ist ein derartiges Vorgehen auch überhaupt nicht notwendig. Man schickt einige Angehörige des Mutantenkorps, darunter vor allem den Mausbiber Gucky, und als dieser seine parapsychischen Kräfte entfesselt, sind wortreiche Entschuldigungen die Fol-e - und pünktliche Zahlungen. Dennoch bleibt eine gewisse Spannung zwischen den Venusiern und der Administration auf der Erde weiterhin bestehen; man strebt die Selbstverwaltung an. In einem persönlichen Gespräch bittet Mitte des Jahres 2041 schließlich der Administrator der Venus Perry Rhodan um mehr Freiheiten, und Rhodan sieht keinen Grund mehr, diese zu verweigern. Im 21. Jahrhundert gewinnt die Venus auch durch die hier entstehenden Sanatorien Bedeutung. Solche Bauten werden meist in einer Höhe von 2.000 Metern errichtet, weil sich für erholungsbedürftige Terraner diese Höhe als ideal erwiesen hat. Der leichtere Wasserstoff macht die Atmosphäre in noch höheren Regionen aber für Menschen unbrauchbar


Quellen:
Beschreibung 2 - Autor:

Die Venus wurde von den Lemurern Lahamu (»Herrin der Schlachten«) und von den Arkoniden Larsa genannt. Der Planet umkreist die Sonne in einem mittleren Sonnenabstand von 108,2 Millionen Kilometern auf einer nahezu kreisförmigen Umlaufbahn. Der Äquatordurchmesser beträgt 12.103 Kilometer, die Schwerkraft liegt bei 0,88 Gravos. Die Umlaufzeit liegt bei 224,7 Erdtagen, die Eigenrotation bei 240 Stunden. Die Venus ist eine Urwelt mit Tagestemperaturen bis 65 Grad Celsius und Nachttemperaturen von rund 13 Grad Celsius. Auf den ersten Blick ist sie kein einladender Planet: Weite Teile der unter einem dauerhaften Nebel verborgenen Oberfläche sind von Dschungeln und Meeren bedeckt, durch die geschlossene Wolkendecke herrscht während der Helligkeits- phase des zweihundertvierzigstündigen Tages düsteres Dämmerlicht. In den Niederungen findet sich Sauerstoff, während die obere Atmosphäre aus Wasser- stoff und Kohlendioxid besteht


Quellen: Glossareintrag in PR 2730
Beschreibung 3 - Autor:


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Beschreibung 4 - Autor:


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