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Medizin
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-
Letzte Änderung:
04.10.2017

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PR-Heft:
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Glossar in PR-Heft:
2044 / 2654 / 2863
Computer / Kommentar:
2039              
Lexikon I:
Lexikon II:
Lexikon III:
A-E 318
Atlan-Lexikon in HC:
1
Encyclopädia Terrania:
Extrasinn
Alias
Extrasinn

Beschreibung - Autor: PR-Redaktion

Auch "Logiksektor" ein brachliegender Gehirnteil der Arkoniden. Arkonidische Parawissenschaftler stellten schon vor mehr als 10.000 Jahren fest, daß das zusätzliche Hirnfragment in ihrer fernen Vergangenheit einmal selbständig "operieren" konnte, verantwortlich für solche Eigenschaften, die gemeinhin als tierische Instinkte und Begabungen angesehen werden. Wichtiger war die Fähigkeit des Gehirnsektors, Gegebenheitenaller Artlogisch zu erfassen und einzuordnen.
 
Die Reaktivierung des Extrasinns ist möglich durch Bestrahlung mit 5-D-Impulsen. Dieser Vorgang der Er-weckung des Logiksektors wird als ARK SUMMIA bezeichnet. In der Blütezeit des Großen Imperiums kamen nur ausgesuchte und besonders einflußreiche Arkoniden in den Genuß der ARK SUMMIA. Der damals achtzehnjährige Kristallprinz Atlan hat die Aktivierung seines Extrasinns der Hilfe treuer Freunde zu verdanken. Seitdem ist sein Extrasinn stetiger Mahner, Warner und Ratgeber vor allem in gefährlichen Situationen. Die Kommunikation erfolgt auf telepathischer Basis, Atlan vernimmt die "Einflüsterungen" des Extrasinns als stummes Wispern in seinem Bewußtsein.
 
Schon seit mehr als zehntausend Jahren beherrschen die Arkoniden die Technik, bei besonders fähigen Artgenossen ein brachliegendes Gehirnteil zu aktivieren. Nach diesem Vorgang, der sogenannten ARK SUMMIA, besitzen die Arkoniden einen Extrasinn, auch Logiksektor genannt. Atlan besitzt ihn seit seiner Jugend (diese Ereignisse sind nachzulesen im ATLAN-Buch 17); seitdem ist sein Extrasinn stetiger Mahner, Warner und Ratgeber vor allem in gefährlichen Situationen. Die Kommunikation erfolgt auf reiner Gedankenbasis: Atlan vernimmt die Aussagen seines Extrasinns als Wispern in seinem Bewußtsein. Besonders gerne regt der Extrasinn Atlan mit dem aufmunternden »Narr!« zu mehr Leistung an


Quellen: Glossareintrag in PR
Beschreibung 2 - Autor:

Der Extrasinn ist beheimatet in einem normalerweise brachliegenden Gehirnteil der Arkoniden, einem zusätzlichen Schläfenlappen, genannt Logiksektor, welcher durch eine mehrstündige hyperenergetische Aufladung mit fünfdimensionalen Impulsen in einem Faehrl-Institut aktiviert werden kann. Dieser Erweckungsvorgang wird nur bei Absolventen der dritten Stufe der ARK SUMMIA durchgeführt.
 
Übersicht
Aktivierung
Schon früh in der arkonidischen Geschichte stellten Parawissenschaftler fest, dass das zusätzliche Hirnfragment in ferner Vergangenheit schon einmal selbstständig agieren konnte. Damit waren unter anderem solche Eigenschaften gemeint, die in den Bereich der tierischen Instinkte und Begabungen fallen. Aber wichtiger war die Fähigkeit des Gehirnsektors, Gegebenheiten aller Art zu erfassen, logisch zu analysieren und einzuordnen. Insbesondere in den hektischen und unübersichtlichen Situationen eines Raumgefechtes ermöglicht es der Extrasinn, die vielfältigen Daten und Geschehnisse zu überblicken, folgerichtig einzuordnen und entsprechend zu handeln.
 
Anmerkung: In PR-Arkon 10 wird beschrieben, dass anhand von Untersuchung an arkonidischen Leichen festgestellt wurde, dass sich der zusätzliche Hirnsektor irgendwann zwischen 2000 da Ark und 3000 da Ark gebildet hatte. Bei Leichen vor der Zeit von 2000 da Ark ließ sich eine solche Hirnregion nicht nachweisen.
 
Vor Beginn der Archaischen Perioden forschte ein Wissenschaftler namens Sarro in einem Faehrl genannten Forschungszentrum auf Iprasa an dieser besonderen, bis dato inaktiven Hirnregion. Sarro versuchte diese Gehirnregion zu aktivieren, doch als die Archaischen Perioden begannen, musste er sich von Iprasa nach Arkon I zurückziehen. Auf Iprasa ließ Sarro in seinem Faehrl Informationen zurück, die es Forschern folgender Generation ermöglichen sollten, seine Forschungen wieder aufzunehmen. (PR-Arkon 10)
 
Gegen Ende der Archaischen Perioden, etwa um 3660 da Ark, entdeckte der Hirtenjunge Sidhar Sarros Faehrl auf Iprasa. Sidhar nahm Sarros Forschungen wieder auf, und es gelang ihm nach Jahren mühsamen Forschens und mit Unterstützung der Gijahthrakos, eine Maschine zu entwickeln, mit der die inaktive Hirnregion, die zunächst Sarro-Region oder Sarro-Sektor, später dann aber Extrasinn oder Logiksektor genannt wurde, aktiviert werden konnte. Da sich bei ersten Experimenten herausstellte, dass nicht alle Arkoniden für eine Aktivierung geeignet waren, und dass eine Aktivierung bei ungeeigneten Arkoniden zu schweren Hirnschäden führen konnte, entwickelte Sidhars Assistentin Laniri ein Auswahlverfahren, mit dem sich feststellen ließ, ob ein Arkonide für eine Aktivierung des Extrasinns geeignet war, und das später ARK SUMMIA genannt wurde. Nach dem Ende der Archaischen Perioden verbreiteten sich Sidhars und Laniris Methoden im gesamten arkonidischen Reich. (PR-Arkon 10)
 
In der Blütezeit des Großen Imperiums kamen nur ausgesuchte und einflussreiche Arkoniden in den Genuss der Aktivierung. Hierzu mussten sie eine Vielzahl von Prüfungen (die drei Stufen der ARK SUMMIA) durchstehen.
 
Auch im Kristallimperium wurde die ARK SUMMIA verliehen.
 
Im 15. Jahrhundert NGZ gelang nur bei zwei von drei Arkoniden die erfolgreiche Aktivierung des Extrasinns. (PR-Arkon 3, S. 5)
 
Funktionen
Nachdem der Extrasinn aktiviert wurde, ist er seinem Träger ein stetiger Mahner, Warner und Ratgeber. Die Kommunikation erfolgt dabei auf telepathischem Weg. Die Aussagen des Extrasinns werden als leises Wispern im Bewusstsein vernommen. Der Extrasinn kann jedoch auch völlig unabhängig und von seinem Träger unbemerkt denken und auf mentalem Weg mit anderen telepathisch begabten Wesen kommunizieren.
 
Nicht wenige Extrasinne bezeichnen ihren Wirt mit »Narr«. Besonders bekannt ist in diesem Zusammenhang der Extrasinn Atlans, der dies regelmäßig tut, möglicherweise aus jahrtausendelanger Gewohnheit. Hinzu kommen bei Atlan zuweilen ausgesuchte Gehässigkeiten. Allerdings plagen sich auch andere Arkoniden, wie etwa Joriega da Zogeen und Bostich I. mit ihrem eigensinnigen Extrasinn. Atlans Extrasinn spricht im Hinblick auf seine Aktivierung auch von einer Geburt. Es ist anzunehmen, dass er sich mit zunehmender Lebensdauer immer selbständiger fühlt.
 
Eine weitere Folge der Extrasinn-Aktivierung ist das fotografische Gedächtnis (PR 2), das bei längerer Lebensdauer zu Erinnerungsstaus führen kann. Es kommt dann bei bestimmten äußeren Reizen zu einem so genannten Erinnerungsschub, den Zwang, über Erlebnisse der Vergangenheit zu berichten.
 
Vereinzelt kann es zur Aktivierung latenter Paragaben kommen. Beispielsweise erhielt der Arkonide Crest da Zoltral durch die Aktivierung latente telepathische Fähigkeiten. (Blauband 14, S. 189)
 
Arkoniden mit aktiviertem Extrasinn sind ferner in der Lage, durch Willenskraft einen so genannten Monoschirm zu erzeugen. Dabei handelt es sich um eine Bewusstseinssperre, mit der ein Arkonide seine Gedanken vor einem Telepathen abschirmen kann; ein dumpfes Ziehen in der hinteren Schädelpartie warnt den Träger vor telepathischen »Angriffen«. (PR 50) Dagor-Meditationstechniken können die Errichtung eines Monoschirms erleichtern.
 
In extremen, bewusstseinsbeeinflussenden Situationen kann der Extrasinn unabhängig vom Wachbewusstsein agieren und so dem verwirrten Bewusstsein seines Wirtes einen festen Bezugspunkt bieten.
 
Der Extrasinn ist nicht so konzipiert, dass er seinen Träger anlügt oder ihn willentlich täuscht, sondern im Gegenteil ihm genau so die Wahrheit sagt, wie er sie sieht. Dies ist ein Grund, warum der Träger eines Extrasinns eine extrem robuste Psyche haben muss, denn er muss jederzeit die Wahrheit verkraften können, auch die unangenehme. (PR 966)
 
Arkoniden mit einem hohen Lerc-Grad können in Ausnahmefällen einen »multipel personalisierten Extrasinn« ausbilden. Bei diesen Personen entsteht eine Art gespaltene Persönlichkeit. Es ist jedoch noch niemals vorgekommen, dass der fehlgeleitete Extrasinn den gemeinsamen Körper dominiert hätte. (Monolith 1)
 
Eigenständige Entität
Zumindest Atlans Extrasinn konnte getrennt von seinem Träger existieren und muss als eigenständige (körperlose) Wesenheit betrachtet werden. Im Jahre 3600 entriss ANTI-ES Atlan den Extrasinn und schleuderte diesen in die Leere der Namenlosen Zone, um ihn zu vernichten. Der Extrasinn wurde von Wöbbeking gerettet und zur Basis des Ersten Zählers zurückgebracht. Dort vereinigten sich Teile Wöbbekings und des Extrasinns zur neuen Entität Chybrain. Der Extrasinn wurde vorübergehend von der Quelle der Jenseitsmaterie beherbergt und später wieder mit Atlan vereinigt. (Atlan 600)
 
Einige Zeit später konnte sich der Extrasinn erneut von Atlan lösen, nachdem er sich mit den Energien des Spinars aufgeladen hatte. Der Extrasinn konnte sich in den Körper des Lebewesens Kik versetzen. ANTI-ES hegte den Plan, den Extrasinn zum Steuergehirn eines seiner Manifeste zu machen, hierzu kam es jedoch nicht. Der Extrasinn vereinigte sich nach kurzer Zeit wieder mit Atlan. (Atlan 616)
 
Nebenwirkungen
Neben den erwähnten nervenzehrenden Nebenwirkungen kommt es auch zu körperlichen Auswirkungen. Beim verstärkten Ansprechen des Logiksektors bei Atlans Erzähl-Zwang vermindert sich die Durchblutung der Gesichtshaut, so dass es zu sichtbarer Blässe kommt. Zudem kann es zu allgemeiner Kreislaufschwäche kommen. Auch ist beim inneren Dialog ein geistesabwesender Blick, ein In-sich-hinein-Hören zu beobachten.
 
Bekannte Arkoniden mit aktiviertem Extrasinn
  • Atlan da Gonozal
  • Crest da Zoltral (PR 2)
  • Thora da Zoltral (PR 2)
  • Toitma da Merrit (Traversan 11)
  • Joriega da Zogeen – Zitat: »[...] Eigensinn solltest du heißen, denn das ist es, was du bist! [...]« (Joriega zu seinem Extrasinn) (Traversan 4)
  • Gaumarol da Bostich – Zitat: »[...] Narr, du hast dir viel Zeit gelassen [...]« (Bostichs Extrasinn direkt nach seinem Erwachen) Obwohl die Ärzte im Faehrl-Institut darauf beharrten, dass die Aktivierung von Gaumarols Extrasinn normal verlaufen sei, konnte der junge Mann die Stimme seines Extrasinns nicht hören. Imperator Bostich litt für viele Jahrzehnte unter einem »multipel personalisierten Extrasinn«, der nur während der Schlafphasen oder in Trance in Form eines »Rates der Imperatoren« mit ihm in Kontakt trat. Erst im Jahre 1303 NGZ, nachdem Bostich im Traum die toten Imperatoren eigenhändig in einem mentalen Exorzismus mit dem Schwert getötet hatte, meldete sich sein wahrer Extrasinn. (PR 2039)
  • Aktakul (PR 2039)
  • Jasmyne da Ariga (PR 2039)
  • Kentorol da Orbanaschol (PR 2039)
  • Athurn del Falkan (PR-Action 9)
 
Künstlicher Extrasinn
Auf Rudyn entwickelten der Humanmediker Vitali Vagansk und der Nanosensoriker Derius Manitzke aus einer fixen Idee heraus innerhalb von zehn Jahren einen Künstlichen Extrasinn mit dem Ziel, diesen allen Bewohnern der Zentralgalaktischen Union zur Verfügung stellen zu können und diese damit weit über den Stand der restlichen Sternenvölker zu heben.
 
Die Idee der Entwicklung des Künstlichen Extrasinns kam den beiden Männern, als sie im Jahre 3092 eine Rede Lordadmiral Atlans verfolgten, der durch seinen bei der ARK SUMMIA aktivierten Extrasinn große Erfolge feiern konnte.
 
Vitalis Spezialgebiet ermöglichte es, die Technologie der Balpirol-Halbleiter einzusetzen. Die Schwierigkeit lag darin, die Bioponblöcke so stark zu verkleinern, dass sie in subkutanen Regionen des Kopfes unter der Haut und im Gewebe des Trägers eingesetzt werden konnten. Die Hirnaktivität ersetzte die Bioplasma-Komponenten der Hypertoyktischen Verzahnung. Steuerprozesse wurden von hochauflösenden Nanokameras, Richt- und Breitbandmikrofonen, Wärmedetektoren, olfaktorischen Sensoren und kinesthetischen Berührungsarealen bewerkstelligt. Die Mikro-Biopositronik wertete die angelieferten Daten aus und übermittelte die Ergebnisse der Berechnungen direkt an das Trommelfell.
 
Als Träger des Künstlichen Extrasinns, der von Vitali auf den Eigennamen Cary getauft wurde, wurde Derius Manitzke ausersehen. Vitali Vagansk musste auf die Einflüsterungen verzichten, da nur er in der Lage war, eventuell auftretende Schwierigkeiten zu beseitigen.
 
Am 11. August 3102 um 13:01 Uhr schaltete Derius den bei ihm implantierten Extrasinn ein und stieg durch ihn innerhalb kürzester Zeit zum persönlichen Berater der Generalkalfaktors Ponter Nastase auf. Bei einem Gefecht starben beide, und die Zukunft des künstlichen Extrasinns ist ungewiss. (Rudyn 3)


Quellen: PR 2, PR 50, PR 966, PR 2039 / PR-Arkon 3, PR-Arkon 10 / Atlan 100, Atlan 600, Atlan 616 / Blauband 14, Blauband 17 / Rudyn 3 / Monolith 1 / PR 2044 – Glossar
Beschreibung 3 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 4 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 5 - Autor:


Quellen:


Verweise:








Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Hintergründe zum Extrasinn

Wenn wir uns mit der arkonidischen Besonderheit des aktivierbaren Extrasinns beschäftigen, darf der Hinweis auf die verkümmerte Paradrüse der Tefroder nicht fehlen. Sie ist Bestandteil des Kleinhirns und zur fünfdimensionalen Emission in der Lage. Nun haben die Tefroder gegenüber ihren lemurischen Ahnen 50.000 Jahre Entwicklung hinter sich...
 
Heißt: die Paradrüse war bei den Lemurern nicht verkümmert. Und in der Tat ergeben sich viele Hinweise auf Parakräfte, die bis zu den im Lemurischen Kriegskalender aufgelisteten, auf stabiler Psimaterie beruhenden Psi-Bastionen reichen (ATLAN 87 ff.). Andererseits war die Einbettung ins religiös-mystische Weltbild der Lemurer so ausgeprägt, daß in Schriftdokumenten kaum näher darauf eingegangen wurde. Mit Abjin umschrieben die Lemurer paranormale Kräfte, die allerdings nicht sonderlich ausgeprägt waren und sich meist auf den Nahbereich beschränkten. Abjin entspricht dem Sanskritbegriff abhijñâ, welcher für »übernormales Gesicht und Gehör, Gedankenlesen, Kenntnis von wunderbarer Kraft und die Erinnerung an frühere Existenzen« steht. Nur die Blockbildung vieler Lemurer führte zu Effekten, die denen terranischer Mutanten entsprachen. Die sehr verbreitete Form der Abjin-Kräfte bedingte allerdings die rasche Ausbildung einer non-verbalen Kommunikationsform, die jedoch nicht mit Telepathie verwechselt werden darf (PR-Taschenbuch 411).
 
Bei genauerer Betrachtung stellt sich heraus, daß Abjin in erster Linie bei Zeut-Lemurern und deren Nachkommen in statistisch relevanter Häufung in Erscheinung trat. Der Hintergrund das Ganzen führt uns ins Jahr 50.950 vor Christus zurück, als das Projekt Zeut begann: Der fünfte Planet - ursprünglich auf einer langgestreckten Ellipsenbahn mit 24° Neigung zur Ekliptik und einer Umlaufdauer von 298 Jahren - sollte behutsam auf eine neue Bahn ohne Ekliptikneigung gebracht werden. Nach 110 Jahren wurde des Projekt erfolgreich abgeschlossen; Zeut besaß fortan eine Umlaufbahn mit einer mittleren Sonnendistanz von etwa 425 Millionen Kilometern und einer auf 2,98 Jahre reduzierten Umlaufzeit. 50.068 vor Christus, im zwölften Jahr des lemurisch-halutischen Kriegs, wurde dieser Planet durch die für die Lemurer so traumatische Haluterattacke vernichtet. Nach der Zeitversetzung der CREST III hatte man sich auf Terra gefragt, warum dieses besondere Interesse der Lemurer wie auch der Haluter an Zeut bestand, und in welcher Beziehung dieser Name zum Zeus der griechischen Götterwelt einzuordnen war. Denn daß es einen Bezug gab, war eigentlich unstreitig...
 
Erst die Begegnung mit den Paramags lieferte den letztlich entscheidenden Hinweis, weil lemurische Überlieferungen recht vage blieben. Es stellte sich nämlich heraus, daß Zeut große Mengen von PEW-Metall enthielt - Parabio-Emotionaler-Wandelstoff. In der Paramag-Sprache »Payn-Hrun-Tala«, »Leben im Höchstmaß«, genannt, verwandelte er sich durch hyperenergetische Strahlung in ein türkisschillerndes, diamanthartes Material und wurde selbst zum 5-D-Strahler. Bei dieser Hyperaufladung fand eine Umpolung statt, so daß ein »frequenzbedingtes Machtbewußtsein auf verformungsmaterieller Paradox-Intelligenz« entstand - kurz: »Paradox-I-Komplex«. Die Intelligenz des PEW-Metalls ließ sich mit IV-Tastern feststellen; schon bei 100 Gramm war eine »paramodulierte Mentalstrahlung« zu registrieren, es gab Selbsterhaltungstrieb und Angstreaktionen, und andere Strahlungen konnten abgeleitet beziehungsweise absorbiert werden. Atomare Prozesse, vor allem Atomexplosionen, bewirkten allerdings, daß sich das PEW in Hyperenergie verwandelte und dadurch automatisch zum Bestandteil des Hyperraums wurde. Es war Professor Waringer, der seinerzeit herausfand, daß PEW bei fünfdimensionaler Stimulanz Intelligenz entwickelte. Der Stimulus mußte während der Aufbauperiode ständig anwesend sein, sonst geriet der Prozeß ins Stocken und die »Paradox-Intelligenz« verschwand.
 
Das PEW-Metall gab somit mehrere Erklärungen, die sich mit dem Rätsel Zeut verbanden: Beim Haluterangriff mit seinen nuklearen Explosionen wurde erstens der PEW-Umwandlungsprozeß ausgelöst. Deshalb konnte in den Trümmern so wenig beziehungsweise gar kein PEW übrig bleiben. Die beachtliche PEW-Menge bedingte zweitens die überaus heftige Reaktion, durch die Zeut zerrissen wurde, sowie die gewaltige Staubwolke, die die Vereisung der Erde zur Folge hatte, in deren Verlauf der Kontinent Lemuria unterging. Das verschwundene, sprich in den Hyperraum abgestrahlte PEW war überdies die fehlende Restmasse des ursprünglich 10.388 Kilometer großen Planeten - denn sogar wenn man einige Monde Jupiters oder Saturns als Restkörper Zeuts einbezog, reichte die Gesamtmasse der Planetoiden und Asteroiden zwischen Mars und Jupiter nicht aus, eine Welt von der Größe und Masse Zeuts zu bilden. Und schließlich erzeugten die mit der lemurischen Besiedlung Zeuts verbundenen Hyperstrahlungen jene riesige »Paradox-Intelligenz«, welche die Lemurer ebenfalls Zeut nannten: eine Mega-Intelligenz von den Ausmaßen eines Planeten und von ihrem Ursprung her engstens mit den Lemurern und ihrer Kultur verbunden. Und mit dieser Mega-Intelligenz, dem »Blitzeschleuderer Zeus«, waren Eigenschaften und Fähigkeiten verknüpft gewesen, die die Haluter veranlaßten, zunächst Zeut und nicht Lemur selbst zum Ziel einer Hauptattacke zu machen...
 
Erst diese Hintergründe machen deutlich, woher Báalols ihre Fähigkeiten der Psi-Neutralisation und Individualaufladung haben, weshalb Vincraner und Tekheter als Vacu-Lotsen in der Provcon-Faust fungieren konnten, Tefroder die Paradrüse und die Arkoniden einen »Hirnsektor« besitzen, der im Verlauf eines fünfdimensional-energetischen Aufladungsprozesses geweckt werden kann

Quellen: PR-Heft Nummer 2039
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