Nummer: 2447 Erschienen: 11.07.2008   Kalenderwoche: 28 Seiten: 59 Innenillus: 1 Preis: DM Preis seit 2001 in €: 1,85 €

Warten auf Xrayn
Einsatz für Generalin Kamuko - die Stunde der Mutanten
Uwe Anton     

Zyklus:  

35 - Die Negasphäre - Hefte: 2400 - 2499 - Handlungszeit: 1346 - 1347 NGZ (4933 - 4934 n.Chr.) - Handlungsebene:

Großzyklus:  09 - Die Friedensfahrer / Hefte: 2200 - 2499 / Zyklen: 33 - 35 / Handlungszeit: 1331 NGZ (4918 n.Chr.) - 1347 NGZ (4934 n.Chr.)
Örtlichkeiten: Negane Stadt               
Zeitraum: Mai 20.059.812 v.Chr.
Hardcover:
Goldedition:
Leihbuch:
EAN 1: 4199124601753
EAN 2: 82247
Ausstattung:  Risszeichnung
Anmerkungen: 
Der Romantitel ist eine Reminiszenz an »Warten auf Godot« von Samuel Beckett. Der Beginn zitiert den Eröffnungsdialog des Theaterstückes:
»Estragon: Nichts zu machen.
Wladimir: Ich glaube es bald auch.«
Besonderheiten: 
"Seite 3"

Im Frühjahr 1346 Neuer Galaktischer Zeitrechnung steht die Menschheit vor der größten Bedrohung ihrer Geschichte. Die Terminale Kolonne TRAITOR hat die Milchstraße besetzt und alle bewohnten Planeten unter ihre Kontrolle gebracht.
Die gigantische Raumflotte steht im Dienst der sogenannten Chaotarchen. Deren Ziel ist, die Ressourcen der Milchstraße auszubeuten, um die Existenz der Negasphäre in Hangay abzusichern: einem Ort, an dem gewöhnliche Lebewesen nicht existieren können und herkömmliche Naturgesetze enden.
Perry Rhodan ist mit der JULES VERNE in eine Zeit vor 20 Millionen Jahren gereist, weil zum damaligen Zeitpunkt die einzige ihm bekannte erfolgreiche »Retroversion« einer Negasphäre stattfand. Diese wird vor allem durch die Superintelligenz ARCHETIM durchgeführt, aber deren oberste Befehlshaberin ist verschwunden. Perry Rhodan erhält die Aufgabe, sie zurückzubringen. Sein Ziel ist die Negane Stadt, wo alle WARTEN AUF XRAYN .…

PR-Redaktion

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Unsterbliche empfängt die mentalen Ausstrahlungen des Weltweisen
Gucky Der Mausbiber freut sich auf Action
Ekatus Atimoss Der Dual zeigt sich Perry Rhodan gegenüber erkenntlich
Generalin Kamuko Die Heerführerin ARCHETIMS muss Schreckliches über sich ergehen lassen

Allgemein
Titelbildzeichner: Alfred Kelsner
Innenilluszeichner: Michael Wittmann   
Kommentar / Computer: Rainer Castor: Archetim
PR-Kommunikation: Sprung über den Abgrund ab Band 2450
Statistiken: Die Welt von PR - Einstiegshilfe
Witzrakete:
Leserbriefe: Jürgen Talke / Franz Olbricht / Andreas Schindel / Klaaus Seibel / Haarald Kirchhoff / Frank Sczensny
LKSgrafik: Jost Alpe: Foto - Stardust
Leserstory:
Rezensionen:
Lexikon - Folge:                            
Glossar: Chaotarchen    Gucky  - der Meisterdieb    Gucky  - der Überall-zugleich-Töter   On- und Noon-Quanten    Pai'uhn K'asaltic    PLURAPH                                               
Computerecke:
Preisauschreiben:
Johannes Fischer : Scherenkreuzer der To s'amosa - Extraterrestrische Raumschiffe

Journal

Journaldaten: Nummer: / Seite:
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Journalnews:

Clubnachrichten / ab PR 3001 - Perry Rhodan-Fanszene
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Innenillustrationen

»Einsatz«
Zeichner:  Michael Wittmann  
Seite:49
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt


In diesem Augenblick schrie Pothawk auf und brach zusammen.
Mist, verdammter!
Dem Ilt wurde klar, dass er zu lange gewartet hatte. Während er überlegte, wie genau er den Assomga ausschalten sollte, sprang Pothawks älterer Bruder Vizquegatomi.
Der Mausbiber empfand reine Bewunderung für die Bewegung des  Laosoor. Geschmeidig, aus dem Nichts heraus, ein Hervorschnellen, das die Gesetze der Schwerkraft zu verhöhnen schien. Die linke Pranke des  Laosoor schoss in einem unglaublich anmutenden Winkel zur Seite ... und brach dem fragil gebauten Assomga kurzerhand den Hals. Der Reptiloide war tot, ehe sein Kopf den Boden berührte.
Vizquegatomi war schon immer ein Freund körperlicher Gewalt gewesen. Aber seine Methode hatte zumindest den Riesenvorteil, dass der Vorgang nicht geortet werden konnte.
»Ups«, sagte  Gucky. »Ich habe etwas zu spät reagiert.«
Viz sah ihn ausdruckslos an und half dann seinem Bruder hoch. »Das war knapp, nicht wahr, o mein König?«
»Commander«, knurrte Pothawk. »Während dieses Einsatzes firmiere ich keineswegs als König. Ich führe selbstverständlich wieder meinen Diebesrang. Hast du das endlich verstanden, Bruder?«
»Jawohl, mein König.«


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Inhaltsangabe

Rhodans Einsatztrupp kann problemlos bis in die Nähe des Neganen Kerkers vordringen, doch dann ist erst einmal Schluss: Das 400 Meter durchmessende, an eine Burg aus Stahl erinnernde Gebilde ist von einer Wasserstoff-Methan-Atmosphäre eingehüllt, befindet sich in 10 Kilometern Abstand zu den anderen Quartieren und wird vor allem von einem für Teleporter undurchdringlichen 5D-Energieschirm geschützt. Unterwegs zum Kerker gibt es zwei Zwischenfälle. Rhodan beobachtet, wie ein Quartier vom Element der Finsternis eingehüllt wird. Wie es scheint, agiert das Element in der Neganen Stadt unkontrolliert. Außerdem erregt Rhodans Ritteraura die Aufmerksamkeit eines merkwürdigen, kugelförmigen Wesens, dessen Äußeres an ein von Schneegestöber erfülltes, 70 Meter durchmessendes Goldfischglas erinnert. Da er den Eindruck von freundlicher Neugier hat, begibt Rhodan sich mit Ekatus Atimoss zum Aufenthaltsort dieses Wesens. Die Befreiung Kamukos überlässt er Gucky, Tolot und den Laosoor. Die Gefährten müssen sich beeilen, denn Kamuko wird bereits seit ihrer Gefangennahme auf jede nur erdenkliche Weise verhört und gefoltert. Ihre Peiniger gehören zum Volk der Assomga. Diese Wesen verfügen über die Paragabe der Endogenen Qual, die sie selbst als Assomga-Biss bezeichnen. Kerkermeister Gremsa setzt diese Gabe ein, um Kamukos Widerstand zu brechen, und sie ahnt, dass sie den Qualen nicht mehr lange wird standhalten können.
 
Während Gucky seine Freunde durch Strukturlücken des 5D-Schirms, die für den Anflug von Gleitern geschaltet werden, in den Kerker teleportiert, nutzt Perry Rhodan einen Parapolarisator, um die Energiesphäre des Kugelwesens zu durchdringen. Tatsächlich ist dieses Wesen, der zehn Millionen Jahre alte Weltweise von Azdun, persönlich an dem Auraträger interessiert und kommuniziert auf mentalem Weg mit ihm. Der Weltweise stammt aus einer in einem fremden Universum entstandenen Negasphäre, reist mit der Neganen Stadt und hat alle tausend Jahre Kontakt mit dem Chaotarchen Xrayn. Der Weltweise teilt sein unermessliches Wissen mit Rhodan und verschafft dem Terraner neue Einsichten in kosmische Zusammenhänge. Rhodan erfährt, dass Negasphären relativ oft auf natürlichem Wege entstehen und schnell wieder vergehen. Die Chaotarchen versuchen sie zu stabilisieren, um die dort entstehenden Emanationen als Kampftruppen zu nutzen, vor allem aber, um sich dort persönlich manifestieren zu können. Wenn dies gelingt, unterliegt der betreffende Chaotarch nicht dem Transformsyndrom, das normalerweise alle Wesen von jenseits der Materiequellen erheblich schwächt, sobald sie die "Niederungen" betreten. Der Chaotarch könnte also mit all seiner Macht aktiv werden, und zwar unmittelbar gegen ein Kosmonukleotid. Rhodan begreift, dass dies der eigentliche Grund für alle Anstrengungen der Chaotarchen ist: Sie wollen die Kontrolle über den Moralischen Kode des Universums erlangen, und genau das steht auch in Hangay bevor. Der Weltweise zeigt Rhodan eine schematische Darstellung Tare-Scharms, in der zu erkennen ist, dass zehn Kosmische Messenger vergeblich versuchen, den Grenzwall zu durchdringen. Würde es nur einem davon gelingen, die Proto-Negasphäre zu erreichen, so würde diese sich auflösen.
 
Inzwischen ist es Limbox gelungen, Kamukos Kerkerzelle ausfindig zu machen. Nachdem die Assomga-Kerkermeister überwältigt sind, kann die Prinzipa befreit werden. Auch ihre Ausrüstung (insbesondere die Nachtlicht-Rüstung) wird geborgen. Seltsamerweise wehrt Kamuko sich gegen ihre Befreier, so dass Vizquegatomi sie paralysieren muss. Zwar entkommen die Gefährten mit Kamuko, aber sie ahnen nicht, dass ihr eine Laboratenkralle eingesetzt wurde, durch die sie bereits zumindest teilweise zu einer Dienerin TRAITORS gemacht worden ist. Perry Rhodan erhält derweil ein verlockendes Angebot vom Weltweisen. Er soll bei diesem Wesen bleiben, um zu seinem Partner zu werden und ihm neue, jugendliche Impulse zu vermitteln. Rhodan widersteht der Verlockung und befreit sich mit einem zweiten Parapolarisator. Er droht von einer tobenden Menge, die ebenfalls zu dem Weltweisen vordringen wollte, zerquetscht zu werden, doch Ekatus Atimoss greift ein und bringt ihn mit dem Tragerobot in Sicherheit. Man trifft sich erneut in der PLURAPH, doch ohne die Urenzo Sa'pha kann das Schiff nicht mehr starten. Allerdings kann es jetzt auch bedenkenlos vernichtet werden. Der Einsatztrupp nutzt stattdessen einen mitgebrachten Ferntransmitter, um zur JULES VERNE zurückzukehren - gerade noch rechtzeitig, denn KOLTOROC trifft ein. Doch der Hantelraumer kommt nicht weit. Tausende Traitanks versperren dem Schiff den Rückweg zu den GESETZ-Gebern, denn es wurde schon beim Verlassen des KORRIDORS DER ORDNUNG von einem Dunklen Ermittler geortet...

Johannes Kreis

 
Rezension

Im ersten Moment klingt es zwar ein wenig unspektakulär, wenn man liest, dass die Chaotarchen eine Negasphäre im Grunde nur dazu benötigen, um sich ohne die Einschränkungen durch das Transformsyndrom im Standarduniversum bewegen zu können und besonders begabte Truppen heranzuzüchten. Aber wenn man sich einerseits die zeitlichen und räumlichen Maßstäbe vor Augen führt, in denen die Chaotarchen vermutlich denken bzw. planen, und wenn man sich andererseits überlegt, dass durch den Zugriff auf ein Kosmonukleotid praktisch alle Vorgänge, Naturgesetze, potentiellen Zukünfte usw. des Universums kontrolliert werden können, dann wird es schlüssig. Somit wird das Bild noch ein wenig klarer, d.h. bisher habe ich mich immer gefragt, was die Chaotarchen eigentlich mit einer Negasphäre anfangen wollen. Die Möglichkeit, Emanationen heranzuzüchten, erschien mir bei weitem nicht ausreichend, vor allem wegen der schieren Machtfülle, die allein TRAITOR den Chaotarchen schon bietet. Jetzt wird alles etwas logischer. Ein nicht durch das Transformsyndrom behinderter Chaotarch wäre vermutlich jeder noch so starken Superintelligenz haushoch überlegen und könnte vielleicht ein Kosmonukleotid - oder gar ein ganzes Kosmogen - im Alleingang übernehmen. Nur - das ist alles schon wieder einige Nummern zu groß. Mir geht's wie Perry Rhodan: Das alles wirkt irgendwie zu irreal, um als konkrete Bedrohung verstanden werden zu können.
 
In diesem Roman wird wieder einmal über den Begriff "das Chaos" sinniert. Ich glaube, die Autoren wissen selbst nicht, was "das Chaos" eigentlich sein soll. Es wird einfach immer nur mit Schwärze, Krankheit (oder noch schlimmer: "Abartigkeit", "Pervertiertheit" usw. - Begrifflichkeiten, die ich gar nicht mag), Bösartigkeit und vor allem Durcheinander gleichgesetzt. In diesem Roman heißt es gar, eine "laisser faire" - Haltung wäre gleichbedeutend mit dem Chaos. Dass ich nicht lache. So einfach kann es nicht sein, oder? Außerdem wurde ja schon in einem früheren Roman korrekterweise darauf hingewiesen, dass die Terminale Kolonne Ordnung pur ist. Was also ist "das Chaos" wirklich? Was wollen die Chaotarchen eigentlich erreichen? Wir werden es wohl nie erfahren.
 
Wir erfahren immerhin, dass ein einziger Kosmischer Messenger ausreichen würde, um eine Negasphäre aufzulösen. Ist das etwa die Retroversion: Das Eindringen eines Messengers? Wenn ja: Wäre es für eine Wesenheit für ARCHETIM nicht möglich, so ein Ding über den KORRIDOR DER ORDNUNG durch den Grenzwall zu bugsieren? Warum dann der ganze Aufwand mit riesigen Truppenaufgeboten, Zerstörung Chaotischer Zellen durch GESETZ-Geber und so weiter? Mal sehen, was ARCHETIM noch so alles anstellen wird, und was der wahre Grund für seinen Tod sein wird...
 
Lustige Randnotiz: Offenbar ist auch Uwe Anton aufgefallen, dass unsere Helden sich seit einiger Zeit ziemlich seltsam verhalten und nicht nachvollziehbare Dinge tun. So lässt er Kamuko denken, es komme ihr so vor, als ob ihr jemand ihren sinnlosen Alleingang in einem "grausamen Leitfaden" vorgeschrieben hätte. Man könnte auch Exposé dazu sagen...
 

Johannes Kreis  12.07.2008

   
Inhaltsangabe 2

Die PLURAPH sitzt angedockt an einem Quartier der Neganen Stadt, einem Konglomerat aus bis zu 100 km durchmessenden Raumstationen, die auf eine Raumkugel von bis zu 2200 km Durchmesser konzentriert sind. Ihre ursprüngliche Besatzung, die Urenzo Sa'pha, hat sich der Choralen Karawane angeschlossen, und damit ist das Schiff manövrierunfähig. Für den Rückzug zur JULES VERNE bleibt nur noch der Weg durch die mitgeführten Ferntransmitter.
 
Doch zuerst muss die Expedition von Galaktikern (Perry Rhodan, Gucky und Icho Tolot), Laosoor (Pothawk und seine Brüder sowie neun weitere Meisterdiebe) und des Duals Ekatus Atimoss die Prinzipa Kamuko befreien, die im Neganen Kerker gefangen gehalten und gefoltert wird. Dabei wird ihr auch eine Kralle des Laboraten eingesetzt, um sie zur Kooperation mit den Chaostruppen zu zwingen.
 
Da die Besucher der Neganen Stadt fast völlige Bewegungsfreiheit genießen, macht sich das Kommando mit mehreren Gleitern auf den Weg, um eines der dem Neganen Kerker nächstgelegenen Quartiere aufzusuchen. Nur zwei Laosoor bleiben zurück, um die Sprengung der PLURAPH vorzubereiten. Auf dem Hinflug hat Perry Rhodan kurz mentalen Kontakt zu einem ihm freundlich gesinnten Geistwesen.
 
Der Negane Kerker ist eine Raumstation von circa 400 m Durchmesser, die von einem hochwertigen Energieschirm umgeben ist. So müssen die Befreier sich von Gucky an Bord einfliegender Gleiter teleportieren lassen, um in die Station zu kommen. Dort bauen sie in einem selten genutzten Lagerraum einen Brückenkopf auf und bereiten die Befreiungsaktion vor. So stiften sie durch Öffnung aller Zellentüren und technische Sabotageakte, wie die Abschaltung aller Schutzschirme, in der Station genügend Verwirrung, um Kamuko, die sich inzwischen gegen ihre Befreier zu wehren versucht, mitsamt ihrer Ausrüstung aufnehmen und den Rückzug zur PLURAPH antreten zu können.
 
Perry Rhodan selbst nimmt an der Befreiung der Prinzipa nicht Teil, da er das mysteriöse Geistwesen, das als der Weltweise von Azdun bezeichnet wird, aufsuchen möchte. Dieses übt auf ihn einen faszinierenden Sog aus, und nur mithilfe von Ekatus Atimoss und Gucky kann er sich von dem Bann lösen. Vom Weltweisen erfährt Perry Rhodan, dass die Negane Stadt dazu dient, durch Aufladung eines kleinen Bereiches, der Tempolaren Arkaden, mit Vibra-Psi Bedingungen zu schaffen, die Chaotarchen wie Xrayn erlauben, ohne das gefürchtete Transformsyndrom im Universum aktiv werden zu können.
 
Derweil ist schon das Nahen KOLTOROCS zu spüren, so dass es höchste Zeit für den Rückzug ist. Zurück auf der JULES VERNE, finden sie den Eingang zum KORRIDOR DER ORDNUNG durch eine große Flotte Traitanks blockiert. Wieder mal beginnt eine Flucht ins Ungewisse.

Perrypedia


Kommentar / Computer

Archetim

Aus den Träumen der materialisierten Schohaaken wissen wir, dass die Superintelligenz ARCHETIM 5011 Jahre (in Erdzeit gerechnet) vor ihrem Tod im Jahr 20.064.820 vor Christus, zuvor bereits von den rätselhaften Schmetterblütern angekündigt, erstmals in Phariske-Erigon erschien. Fast 3500 Jahre nach diesem ersten Erscheinen verließ ARCHETIM die Milchstraße zum ersten Mal und kämpfte mit den anderen Superintelligenzen und Verbündeten gegen die entstehende Negasphäre von Tare-Scharm - um dann 20.059.809 vor Christus siegreich zurückzukehren, allerdings dem Tod geweiht.
 
In den sechs Monaten, die noch bis zum endgültigen Tod der Superintelligenz vergingen, stellte Gouverneur Orgid Sasstre die »Kette von Oaghonyr« zusammen, einen Trauerzug aus 60.000 Raumschiffen der unterschiedlichsten Völker, der den psimateriellen Leichnam ARCHETIMS den schohaakischen Gebräuchen. gemäß zur letzten Ruhestätte geleitete. Zu dieser hatte die Superintelligenz bereits vor (!) ihrem ersten Aufbruch nach Tare-Scharm eine bislang unbedeutende gelbe Sonne im Gretton-Mok-Spiralarm von Phariske-Erigon bestimmt ... (PR 2229)
 
Rhodan & Co. als Besucher aus der Zukunft kennen zwar dieses Ende, das ARCHETIM bevorsteht und zum psimateriellen Leichnam als Ursprung des »sechsdimensional funkelnden Juwels« in Sol führen wird. Doch über ARCHETIM selbst halten sich die Informationen weiterhin in Grenzen. Welche Gründe seiner Entscheidung genau zugrunde lagen, lässt sich derzeit beispielsweise nicht sagen. Befürchtungen, Rhodan 8c Co. könnten hierbei Anlass gewesen sein, scheinen sich nicht zu bestätigen. Dass allein durch ihre Einbindung in. die Geschehnisse der fernen Vergangenheit letztlich eine Zeitschleife geschlossen wird, ist das eine - ARCHETIMS Auswahl allerdings etwas anderes. Derzeit gibt es jedenfalls keine Hinweise darauf, dass sie von den Besuchern aus der Zukunft auf irgendeine Weise beeinflusst wurde.
 
Durchaus möglich, dass es ganz banale Gründe gab - und erst durch die Tatsache, dass sich ARCHETIM Sol als »letzte Ruhestätte« auswählte, alles Weitere initiierte und das Solsystem auf diese Weise überhaupt erst zu etwas Besonderem machte, später ES anlockte und dergleichen mehr. Ebenso ist es natürlich möglich, dass doch mehr dahintersteckt - aber das wissen wir nicht. Genauso wenig wissen wir, wer oder was ARCHETIM wirklich ist, woher die Superintelligenz kam oder wie sie entstand. Im Hyperknoten des KORRIDORS DER ORDNUNG kam es nun allerdings erstmals zu einer »direkten Begegnung«.
 
Wo zunächst nur ominöse, aber unglaubliche Strahlungswerte gemessen werden konnten, zeigten die Optiken ein Meer aus Farben und Licht. Etwas, was wie eine Sonne wirkte, sich aufblähte und weiter an Strahlkraft gewann. Ein »feuriger Ball« aus purer psionischer Energie - und dennoch »nur« ein Abbild, ein Projektionskörper der Superintelligenz, ein Anker, ein Avatar oder wie immer man es nennen will. Die Feuerkugel von 16.000 Kilometern Durchmesser weist keinerlei messbare Temperatur auf, keinerlei Masse. Und doch ist es deutlich mehr, viel mehr. Eine unglaubliche Präsenz. Eine Ballung von Größe und Macht, Kraft und kaum vorstellbarer Entschlossenheit. Eine feurige, riesige Kugel aus purer Energie - bereit zum Losschlagen. Und es bleibt ein Frösteln bei der Vorstellung, um wie vieles mächtiger der »wahre« ARCHETIM sein muss, wenn dies nur eine »vorübergehende Projektion« ist. (PR 2445)
 
Und doch - das ist das Wissen der Besucher aus der Zukunft - ist selbst diese mächtige Wesenheit zum Tod verdammt. Sie wird die bevorstehende Retroversion der Proto-Negasphäre, die mit der Finalen Schlacht eingeleitet werden soll, nicht überleben. ARCHETIM wird Jahre benötigen, um nach Phariske-Erigon zurückzukehren, um dann als psimaterieller Leichnam in Sol zu enden. Als Gebilde, das die pseudomateriellen Projektionen der Schohaaken, einst von ARCHETIM aufgenommen und Teil der Superintelligenz geworden, aus der verbliebenen »mentalen Substanz« der Superintelligenz als »Aktionskörper« im Herbst 1331 NGZ materialisierte. Ein Gebilde, das dennoch in der Gegenwart vom Nukleus der Monochrom- Mutanten als »Kraftquell« und zur Stärkung genutzt werden kann.
Rhodan und die Besatzung der JULES VERNE sind in die Vergangenheit gereist, um mehr über die Retroversion zu erfahren. Noch ist unklar, ob das wirklich gelingt. Und selbst wenn, ist das alles andere als eine Garantie dafür, dass sie sich in der Gegenwart im Kampf gegen die entstehende Negasphäre von Hangay wiederholen lässt

Rainer Castor

   
NATHAN

 

    
Vorschau

Die JULES VERNE ist durch einen Sprung in den Hyperraum wieder einmal knapp den Traitanks entkommen. Doch sie hat ihre Mission erfüllt, und nur darauf kommt es an.
Hubert Haensel ist der Autor des folgenden Romans. Er schildert die großen Ereignisse in Tare-Scharm, die nahe bevorstehen.
 
TAGE DER ANGST

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