Der Yaronag


Kommentarnummer: 1108

Heftnummer: 1984

Erschienen: 01.01.1970

Betrifft die Begriffe:

Yaronag    

   

Autor:

Rainer Castor

Erster Teil:

1984

Weitere Teile:

            



Ausgehend von den Daten, die Blo Rakane im Nonggo-Museum Janir Gombon Alkyetto vermittelt bekam, haben die Haluter bei ihrem Flug nach Chearth den Yagan Robero Nagidor, kurz Yaronag, zusammengebaut. Bei einigen Bestandteilen mußten sie naturgemäß improvisieren, aber im großen und ganzen kann sich das Ergebnis sehen lassen. Die eigentliche Wirkung des aus der Nagidor-Zentraleinheit und sechzig Yagan-Robero-Modulen bestehenden Aggregats betrifft die Erzeugung und spezifische Projektion von ultrahochfrequenten Emissionen des hyperenergetischen Spektrums. Was hat es damit auf sich? Unter dem Begriff Spektrum (von lateinisch spectrum, »Erscheinung«, zu specere »sehen, schauen«) versteht die konventionelle Physik einerseits im eigentlichen Sinne die Verteilung strahlungsphysikalischer Größen einer elektromagnetischen Strahlung über die Wellenlänge oder Frequenz beziehungsweise Quantenenergie und andererseits im weiteren Sinne jede Häufigkeits- oder Intensitätsverteilung über physikalische Größen wie Frequenz, Energie, Geschwindigkeit, Masse, Impuls und ähnliches. Im Zuge der Halbraumforschung wurde von Prof. Dr. Arno Kalup die nach ihm benannte neue Einheit für die Frequenzen des hyperenergetischen Spektrums eingeführt - eine bis dahin unbekannte Art einer mathematisch einfacheren Definition der Schwingungen übergeordneter, fünfdimensionaler Energieeinheiten -, so daß sich parallel zum Hef-Spektrum (hyperenergy equivalent frequency, abgekürzt Hf, Hef oder Heef) das Kalup-Spektrum ergab.
 
Die exakte Zuordnung der verschiedenen Hyperenergie-Bereiche erfolgte bei den höchstfrequenten Abschnitten zum Teil erst viele Jahrhunderte nach Kalups grundsätzlicher Bestimmung. Während Hyperfrequenzen bis 1 Kalup im allgemeinen in Millikalup ausgedrückt und mit mKl abgekürzt werden, ist das Einheitenzeichen für Kalup-Werte größer als 1 das Kp; hierbei gilt, daß 1 Kp = 0,013861497 Hef sind. Für die folgenden Einteilungen gelten die bekannten Vorsätze im Meßwesen: Kilo (k) = 103, Mega (M) = 106, Giga (G) = 109, Tera (T) = 1012, Peta (P) = 1015, Exa (E) = 1018, Zetta (Z) = 1021, Yotta (Y) = 1024. Ein Beispiel aus der Praxis: Die 5D-Feldlinien-Gravitationskonstante, eine in Megakalup gemessene einheitliche Naturkonstante, deren Veränderung die Intelligenz beeinflußt - wie die Ereignisse um den Schwarm zeigten -, besitzt den Betrag von 84.019.200 Megakalup (8,40192 x 1013 Kp, exakt das 3.840.000fache der 21,88 MKp-Hyperraumkonstante). Das (Hyper-)Äquivalent der Starken Kernkraft, im VLF-Bereich angesiedelt (very low frequency), umfaßt das Band von 7214 Kp bis 28,857 MKp. Das nachfolgende LF-Band (low frequency) scheint keine Entsprechung im Standarduniversum zu besitzen. Zum MF-Band (middle frequency) gehören die Äquivalente von Elektromagnetik (von 721,4228 MKp bis 360,711 GKp) und Schwache Kernkraft (360,711 GKp bis 3,607 TKp). Der obere Bereich leitet zum HF-Band (high frequency) über, zu dem das Äquivalent der Gravitation gehört, das bis ins VHF-Band (very high frequency) reicht - von 6,854 TKp bis 68,54 TKp. Die Psi-Kraft im UHF-Band (ultra high frequency) umfaßt Frequenzen von 86,57 TKp bis 4,3285 PKp. Oberhalb von ca. 5 PKp beginnt des SHF-Band (super high frequency), dem sich ab zirka 1018 Kp das noch völlig fremdartige EHF-Band (extremely high frequency) anschließt.
 
Es gibt Vermutungen, daß mit ihm unter Umständen Phänomene verbunden sein könnten, die bislang - häufig mangels besserer Erklärung - als sechs- oder noch höherdimensional umschrieben wurden. »Mittler« von Hyperenergie und damit auch von Hyperschwingungen sind die Quintronen, die für die Einzelabschnitte des Spektrums zum Teil Eigennamen erhielten -Hyperbarie beispielsweise bei der hypergravitativen Wechselwirkung oder Psion beim Paranormalen von Psi-Kraft (auch die On- und Noon-Quanten scheinen im oberen UHF-Band angesiedelt zu sein - eine konkrete Bestätigung steht allerdings noch aus ...). Wie schon an anderer Stelle ausgesagt, umfassen die »natürlichen Parakräfte« nur einen kleinen Abschnitt bei etwa einem Petakalup, plus-minus einige hundert Megakalup - der Rest ist bislang noch weitgehend unbekannten Effekten und Phänomenen zuzuordnen. Und der Yaronag greift auf einen Teilbereich dieses Spektralbandes zurück. Die Guan a Var selbst und ihre Art der Ernährung bewegen sich weitgehend im HF-Bereich, angereichert um »Peaks«, die ihren Individualschwingungen, ihrer Vitalenergie und so weiter entsprechen. Durch die UHF-Strahlung wird im Sonnentresor einerseits der »Hyperenergiekäfig« erzeugt, dem die Sonnenwürmer nicht entweichen können. Zum anderen läßt sich durch Variation der Emissionen - so die Nonggo-Daten - ein Beschuß erzielen, der auf die>Guan a Var tödlich wirkt; vergleichbar vielleicht dem Einwirken von extrem harter Gammastrahlung bei uns. Diese Variante wird von den Halutern außerhalb des Sonnentresors angewendet. Weshalb haben die Nonggo aber seinerzeit nicht auf diese Waffenwirkung zurückgegriffen, sondern die Guan a Var »nur« im Sonnentresor gefangen? Gibt es unter Umständen weitere Funktionen oder Einsatzmöglichkeiten des Yaronag, die ebenfalls nicht zum Einsatz kamen? Vom Ursprung her stammt diese Technik von den Baolin-Nda; die Nonggo haben sie nach diesen Vorgaben gebaut und eingesetzt. Liegt hier vielleicht der Schwachpunkt ? Kann es sein, daß die Nonggo das wahre Potential nicht erkannten? Oder folgten sie einem genauen Plan? Wenn ja, welchem ?
 
Apropos 1984:
Der Ostblock boykottiert als Revanche für 1980 die Olympischen Spiele in Los Angeles; im indischen Bhopal sterben infolge einer Giftgas-Katastrophe mehr als 2000 Menschen; der deutsche Mediziner Georges Köhler erhält den Medizinnobelpreis; Indira Gandhi wird ermordet; Buch des Jahres ist »Die Nebel von Avalon«; Film des Jahres »Es war einmal in Amerika«


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