Heft: PR 1899
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Spezifikationen:
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Rubrik:
Raumschiffe
Unterrubrik 1:
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Erstnennung in Zyklus:
28 - Die Heliotischen Bollwerke
Nennungen in Zyklus:
Eintragsdatum:
-
Letzte Änderung:
27.01.2018

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Report in PR-Heft:
Glossar in PR-Heft:
1962
Computer / Kommentar:
1962              
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Encyclopädia Terrania:
Virtuelle Schiffe
Alias
Virtuelle Schiffe

Beschreibung - Autor: PR-Redaktion

Bekannt sind 18 Raumschiffe dieser Art. Es handelt sich dabei um 450 Meter lange Walzenschiffe, deren Außenhaut von einem seltsam anmutenden Netzwerk von Rohren überzogen wird. Der größte Teil der Raumer ist wegen der technischen Packungsdichte unbegehbar. Wichtige Aggregate sind nach der sogenannten Lautareen-Methode miniaturisiert worden. Das bedeutet, daß der Raum, in dem sich die betreffenden Aggregate befinden, in seinen Dimensionen manipuliert worden ist.
 
Wäre diese Miniaturisierung nicht vorgenommen worden, hätten die Virtuellen Schiffe eine Länge von gut tausend Kilometern gehabt. Am 10.Februar 1290 NGZ erscheint im Thorrtimer-System überraschend ein Virtuelles Schiff um Alaska Saedelaere als seinen neuen Piloten abzuholen. Es handelt sich um die VIRTUA/18, das letzte vor der Katastrophe im Deltaraum noch im Bau befindliche Schiff.
 
Die VIRTUA/18 verfügt wie alle Virtuellen Schiffe, über einen weit entwickelten Bordrechner, genannt PORAN/18. Um den Aufenthalt für Alaska angenehmer zu gestalten und dem Terraner einen Ansprechpartner zu bieten, materialisiert der Rechner Vaiyatha, eine Projektion einer Frau, die fast wie ein lebendes Wesen wirkt und aus Alaskas Erinnerungen generiert wurde.


Quellen: Glossareintrag in PR 1962
Beschreibung 2 - Autor: Perrypedia

Die Virtuellen Schiffe sind hochspezialisierte Raumschiffe aus der Produktion der Baolin-Nda. (PR 1899)
 
Die ursprünglichen Bezeichnungen der Schiffe sind VIRTUA/1 bis VIRTUA/18. Zumindest von Alaska Saedelaere ist bekannt, dass er »seine« VIRTUA/18 in KYTOMA umbenannt hat. (PR 1993)
 
Anmerkung: Obwohl alle Virtuellen Schiffe identisch sind, wird hier exemplarisch die VIRTUA/18 beschrieben.
 
Übersicht
Die walzenförmigen Schiffe sind 450 Meter lang und haben einen Durchmesser von 250 Metern. Die aus einem spiegelnden Material gefertigte Außenhülle ist von einem dichten Netz eng ineinander verschlungener Rohre überzogen, die einen Durchmesser von etwa 1,5 Metern haben. Sie dienen der Schaffung sechsdimensionaler »Zustände«, die über das Schiff hinaus ausgedehnt werden können und es dann vollständig umschließen. (PR 1962) Das Grundkonzept dieser Technologie stammt dabei von den Algorrian. Sie haben eine ähnliche Umsetzung bereits etwa 20 Millionen Jahre zuvor bei ihrem Generationenschiff TULA angewendet, wobei es den Baolin-Nda allerdings gelingt, ein wesentlich filigraneres Design zu entwerfen. (PR 2184 – Kommentar)
 
Weite Bereiche des Raumers können nicht betreten werden. In ihnen verbergen sich die dicht gepackten Aggregate, die teilweise mit Hilfe der Lautareen-Methode miniaturisiert worden sind. Nur so konnten die Ausmaße der Virtuellen Schiffe in einem »vernünftigen« Rahmen gehalten werden. In einem Verteilerpunkt des Hauptganges befindet sich ein etwa zehn Meter durchmessendes Becken mit unbestimmter Tiefe. Es scheint mit einer Flüssigkeit gefüllt zu sein und dient dem K-Faktor zur Erfüllung seiner Aufgabe sowie als Schnittstelle zum Schiff. (PR 1962, PR 1963)
 
Das hoch entwickelte Rechnersystem der VIRTUA/18 trägt die Bezeichnung PORAN/18 und unterliegt damit der gleichen systematischen Namensgebung, die auch bei den Virtuellen Schiffen selbst angewendet wird. Es ist zu vollkommen eigenständigen Entscheidungen und autonomer Schiffsführung fähig. Für einen »persönlicheren« Kontakt zu dem Piloten kann ein beliebiger Avatar »materialisiert« werden. Im Fall von PORAN/18 hat er die äußere Erscheinung einer zierlichen Humanoiden und nennt sich Vaiyatha. (PR 1962)
 
In der Zentrale kann der Pilot mittels einer SERT-Hauben-artigen Apparatur das Schiff im so genannten Mentalmodus selbst steuern. Die Wandungen des Schiffes scheinen einen direkten Ausblick »nach draußen« zu erlauben, was aber wohl eher auf den mentalen Kontakt zwischen PORAN und dem Piloten zurückzuführen ist. (PR 1962)
 
Bemerkenswert ist, dass der Aufenthalt im Wohnbereich des Piloten relativ unsterblich machen kann. Aufgrund eines nicht erklärten Einflusses werden dort jegliche Alterungsprozesse unterdrückt. (PR 1962)
 
Aufgabenstellung
Ursprünglich wird die Bestimmung der Virtuellen Schiffe nur nebulös umschrieben:
Sie sollen in der Lage sein, am Schnittpunkt zweier Galaxien »eine Eigenschaft des Raumes auf hohem kosmischen Niveau« zu verändern. Die zentrale Komponente wird dabei der K-Faktor sein. (PR 1900)
Letztendlich zeigt sich jedoch, dass die Technik der Virtuellen Schiffe die Ausführung von drei wichtigen Aufgaben möglich machen soll.
 
Mit ihren Möglichkeiten zur Erstellung sechsdimensionaler Felder sollen sie dem Rat von Thoregon einen gesicherten Einzug in den PULS im Kessel von DaGlausch ermöglichen. (PR 1999)
Unter Zuhilfenahme des K-Faktors soll der hyperenergetische »Überdruck« des Kessels abgebaut werden. (PR 1999)
Als anspruchvollstes Unterfangen ist die Transformation eines Absoluten Vakuums in vertraute Raumzeit vorgesehen. (PR 2048)
 
Bekannte Piloten
  • VIRTUA/1 – Toricelly (PR 1963)
  • VIRTUA/2 – Dirkess (PR 1963)
  • VIRTUA/3 – Trekarri (PR 1963)
  • VIRTUA/4 – Lekjevv Tramak Cweche (PR 1963)
  • VIRTUA/5 – Koonz (PR 1963)
  • VIRTUA/6 – Zuthanakawanathe (PR 1963)
  • VIRTUA/11 – Diger Chfer (PR 1963)
  • VIRTUA/12 – Pu-4-e-W (PR 1963)
  • VIRTUA/15 – Ald Klemproo (PR 1963)
  • VIRTUA/18 – Alaska Saedelaere (PR 1963)
 
Geschichte
Auftrag und Bauphase
Um das Jahr 50.000 v. Chr. nahm die Hochtechnikerin Zaltham einen von der Koalition Thoregon erteilten Auftrag zum Bau einer kleinen Flotte von 20 speziellen Raumschiffen an. Zu diesem Zweck ließ sie eines der im Baolin-Deltaraum vorhandenen Kollagene zur Virtuellen Fabrik umrüsten; eine gigantische Werftanlage, die an die speziellen Anforderungen bei der Fertigung der Virtuellen Schiffe angepasst werden musste. So dauerte es 10.000 Jahre, bis die Montage der ersten Einheit abgeschlossen werden konnte. Komplettiert werden sollten die Schiffe jedoch erst in der Zukunft, wenn die Helioten den für die Erfüllung der Aufgabe notwendigen K-Faktor liefern und in die Systeme integrieren würden. (PR 1900)
 
Obwohl die Virtuelle Fabrik über enorme Kapazitäten verfügte, konnte jeweils nur an einem Raumschiff gebaut werden, und die Bauzeit wurde pro Schiff mit mindestens 3000 Jahren kalkuliert. So konnten die Baolin-Nda trotz ihrer außergewöhnlichen Befähigungen bis zum Jahr 1229 NGZ lediglich 18 Virtuelle Schiffe fertigstellen. In diesem Jahr wurde während der Katastrophe im Deltaraum auch die Virtuelle Fabrik zerstört. Nicht nur wegen dieses Umstandes wurde klar, dass die Baolin-Nda die geforderte Anzahl Schiffe nicht hätten liefern können, da bis zum Ende des Konstituierenden Jahres nur noch eine Zeitspanne von rund 62 Jahre zur Verfügung gestanden hätte. (PR 1899, PR 1900)
 
Während der Katastrophe entschieden sich die Virtuellen Schiffe eigenständig dazu, den Baolin-Deltaraum zu verlassen. (PR 1899) Die VIRTUA/18, die noch nicht vollständig fertiggestellt worden war, bildete dabei das Schlusslicht. Deshalb wollte es für »sich selbst« nicht ausschließen, dass sich auch Fehlfunktionen in den Systemen zeigen könnten. (PR 1962)
 
Von nun an machten sich die Virtuellen Schiffe eigenverantwortlich auf die Suche nach potenziellen Piloten. (PR 1962)
 
Aufbruch und Aufgabe
In der Galaxie DaGlausch wurde Alaska Saedelaere auf dem Planeten Thorrim am 10. Februar 1290 NGZ von Ahnungen um ein bevorstehendes Ereignis erfasst. (PR 1912) Wenige Tage später flog eines der Virtuellen Schiffe in das Thorrtimer-System ein, verbarg sich aber zunächst bis zum 28. Februar innerhalb des Zentralgestirns. Saedelaere wurde weiterhin von seinen Ahnungen getrieben, bis am 28. Februar das Schiff in Alashan landete. Nun wurde ihm klar, dass das Virtuelle Schiff ihn als Piloten auserkoren hatte. Ohne zu zögern ging er an Bord, und das Schiff startete wieder. (PR 1913)
 
Als ihm diese Erkenntnis auch von Vaiyatha bestätigt wurde, begriff er, dass seine Ahnungen durch die Sondierungen des Schiffes verursacht worden waren. Dass Vaiyatha ihm zunächst in der Gestalt der Querionin Kytoma entgegen getreten war, ließ darauf schließen, dass diese mentale Verbindung auch weiterhin bestand. Saedelaere wurde nun grob darüber aufgeklärt, dass die Virtuellen Schiffe in DaGlausch einen Auftrag erfüllen sollten, der in unmittelbarem Zusammenhang mit der Entstehung eines PULSES stand. Zunächst flog er aber in die Galaxie Karakhoum, um dort den K-Faktor von den Helioten in Empfang zu nehmen. (PR 1962)
 
Der Planet Duxic war als Treffpunkt der Virtuellen Schiffe und des Helioten vereinbart worden. Innerhalb von drei Wochen nach der Ankunft der VIRTUA/18 versammelten sich hier alle Schiffe, und jedes hatte nun auch einen Piloten als einziges Besatzungsmitglied an Bord. Von ihren Schiffen wurden sie über die Natur des K-Faktors unterrichtet, also dass es sich nicht um ein technisches Instrument, sondern um 18 Vertreter des Volkes der Gestalter handelte. Aber weder ein Heliote noch die Gestalter erschienen auf Duxic. Sie mussten jedoch nicht lange nach diesem Volk von Weltraumbewohnern suchen und konnten die als K-Faktor ausgewählten Individuen an Bord nehmen. Zu ihnen gehörte auch Jorim Azao, der für die Gestalter auch das Amt des Boten von Thoregon wahrnahm. Gemeinsam trat die kleine Flotte den Weg nach DaGlausch an. (PR 1963)
 
Den Randbereich des Kessels erreichten die Virtuellen Schiffe am 17. April 1291 NGZ und unternahmen erste experimentelle Vorstöße in das hyperenergetische Chaos seiner inneren Bereiche. Kurze Zeit später traf dort auch die Kunstwelt Wanderer ein. Auf ihr befand sich nicht nur die Superintelligenz ES, sondern mit dem Stern von Baikolt, Zero, Wechselbalg, Nisaaru und dem Zweigkanal des Äolentors war dort der gesamte Rat von Thoregon versammelt. Aber selbst die damit an diesem Ort versammelte psionische Macht bot dem Rat nicht genügend Schutz, um den Kessel gefahrlos durchdringen und in den PULS einziehen zu können. Deshalb bildeten die Virtuellen Schiffe eine kugelförmige Formation von 10.000 Kilometern Durchmesser um Wanderer und schufen ein gemeinsames UHF-Kraftfeld, das von den Anlagen der Maschinenstadt auf der Kunstwelt noch zusätzlich verstärkt wurde. Da aber gerade für diesen Einsatz die vorgesehene Anzahl von 20 Virtuellen Schiffen geplant und notwendig war, sandten die Superintelligenzen Helfer aus ihrem jeweiligen Bewusstseinsreservoir zur Unterstützung der Piloten. Der Durchbruch dauerte rund zehn Tage und war für die Beteiligten mit zum Teil extremen psionischen Effekten und verwirrenden Illusionen verbunden. Die Virtuellen Schiffe konnten ihre Schutzfunktion aufrecht erhalten und den Rat von Thoregon sicher in das Innere des PULSES geleiten. (PR 1993)
 
Am 30. April beendeten die Guan a Var ihr Gan Grango Ranka und erreichten ebenfalls den Rand des PULSES. Durch Sirku wurden die K-Faktoren nun endgültig über ihren Auftrag informiert. Sie sollten von nun an die 25.000 Guan a Var, die sich von Hyperenergie ernährten, führen und lenken, so dass der beständige energetische Überdruck des Kessels abgebaut und kontrolliert werden konnte. In der Folge führte dies zur Eindämmung der Gefahr weiterer Kesselbeben in den Galaxien DaGlausch und Salmenghest, und darüber hinaus wurde es dem Rat von Thoregon möglich, den PULS dauerhaft zu stabilisieren. (PR 1999)
 
Für die bei diesen Ereignissen anwesenden Galaktiker stellte Lotho Keraete im Sinne von ES die VIRTUA/18 für eine Passage in die Milchstraße zur Verfügung. (PR 1999)
 
In den nächsten Jahren verlagerte sich das Aufgabengebiet mehr und mehr in das Innere des PULSES. Die Superintelligenzen waren in der Lage, im PULS die Bedingungen »normaler« Raumzeit zu erzeugen und so eine stabile Enklave zu erschaffen. Lediglich im Bereich des begrenzenden »Ereignishorizontes« blieb eine schmale Zone, in der weiterhin ein Absolutes Vakuum herrschte. Dieser Grenzbereich musste nun beständig mittels der von den Superintelligenzen zur Verfügung gestellten raumzeitlichen Stabilisierungsenergie und den technischen Möglichkeiten der Virtuellen Schiffe in das vertraute raumzeitliche Gefüge transformiert werden. (PR 2048)
 
Alaska Saedelaere blieb noch bis zum Ende des Jahres 1303 NGZ an Bord der VIRTUA/18. Als er seiner Aufgabe überdrüssig geworden war, verließ er das Schiff, das sich daraufhin erneut auf die Suche nach einem Piloten begab. (PR 2048)


Quellen: PR 1899, PR 1900, PR 1912, PR 1913, PR 1962, PR 1963, PR 1993, PR 1999, PR 2048 / PR 2184 – Kommentar
Beschreibung 3 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 4 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 5 - Autor:


Quellen:

Heft: PR 1913
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Verweise:

Heft: PR 1963
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Heft: PR 1963 Innenillustration
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Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Virtuelle Schiffe

Virtuelle Schiffe? Etymologische Feinheiten sind naturgemäß Bestandteil eines jeden Translators, so daß davon auszugehen ist, daß eine möglichst exakte Übertragung in geläufige Begriffe erfolgt - und auch beim ersten Kontakt Perry Rhodans mit einem Helioten wird es zu einer entsprechenden Translation gekommen sein. Die Übersetzung »virtuell« läßt sich über das französische virtuel (»fähig zu wirken, möglich«) zum lateinischen virtus (»Tüchtigkeit, Kraft«) zurückverfolgen und offenbart, berücksichtigt man auch die Verwendung in der Optik beim sogenannten »virtuellen Bild«, somit zwei Hauptbedeutungen: Einmal zur Umschreibung von etwas, das »nur scheinbar« da ist, zum anderen wird der Aspekt des Möglichen betont, also etwas, das zwar mit einer Kann-Funktion ausgestattet ist, aber noch keiner konkreten Ist-Umsetzung unterliegt. Rein äußerlich geben die Virtuellen Schiffe in der Tat nicht viel her: Walzen von 450 Metern Länge und 250 Metern Durchmesser, die silbrige Außenhaut von einem Netzwerk umgeben, bestehend aus eineinhalb Meter dicken Rohren. Berücksichtigen wir jedoch, daß zur Fertigstellung der ersten Einheit zehntausend Jahre benötigt wurden und sogar noch für die restlichen eine durchschnittliche Bauzeit von dreitausend Jahren angesetzt wurde, wird klar, daß es sich bei diesen Gebilden um etwas Außergewöhnliches handeln muß.
 
Diese Tatsache wird Alaska Saedelaere rasch vor Augen geführt: Abgesehen von den Hauptgängen, der Galerie mit dem »Bassin« sowie dem Unterkunftskomplex (Komfortausstattung auf 1800 Quadratmetern) bleibt der Rest der VIRTUA/18 unzugänglich. »Hohe technische Packungsdichte, auf der Basis der Lautareen-Methode miniaturisiert« lautet hierzu die Erklärung der nicht sonderlich mitteilsamen Vaiyatha, die sich als Materialisation des Bordcomputers PORAN/18 bezeichnet. Die technischen Einzelheiten sind Alaska nicht bekannt, aber er kann sich durchaus ausrechnen, was diese lapidare Aussage bedeutet: Die äußerlich unscheinbare Gestalt der Walze würde, bei Aufhebung dieser Miniaturisierung, wohl problemlos auf eine »tatsächliche Größe« anwachsen, die der eines Sporenschiffes der Mächtigen in nichts nachstünde - und diese Gebilde besaßen immerhin einen Durchmesser von sage und schreibe 1126 Kilometern! Vor diesem Hintergrund wird die Länge der Bauzeit viel verständlicher, ebenso zumindest ein Aspekt, der zur Bezeichnung virtuell führte; die mit den Virtuellen Schiffen verbundene Aufgabe jedoch nicht. Vom Helioten erfuhr Perry Rhodan, daß die ursprünglich auf zwanzig Einheiten beschränkte »Flotte« in ihrer eigentlichen Funktion maßgeblich von dem K-Faktor genannten »Bauteil« abhängig sein würde (die nicht, wie zunächst geplant, von den Helioten überbracht werden, sondern von den Piloten der Virtuellen Schiffe in der Galaxis Karakhoum abgeholt werden müssen). Die Baolin-Nda vermuteten, daß mit den Virtuellen Schiffen eine energetische Manipulation vorgenommen werden sollte, bei der eine Eigenschaft des Raumes selbst zu verändern sei, und zwar auf einem sehr hohen, kosmischen Niveau. Es kann zur Zeit nur spekuliert werden, was genau das bedeutet. Vaiyatha spricht jedenfalls von einer unter Umständen Jahrtausende beanspruchenden Aufgabe, unter anderem im Kessel von DaGlausch, in dem der PULS entstehen soll, der für den Aufbau von Thoregon unabdingbar ist.
 
Ohne weitere Informationen bringt alles Spekulieren nicht viel, deshalb wenden wir uns zunächst noch einmal den bekannten Dingen zu: Statt zwanzig Einheiten wurden nur achtzehn von den Baolin-Nda gebaut, und Alaskas VIRTUA/18 scheint hierbei nicht ganz fertiggestellt worden zu sein - anders sind die »nicht auszuschließenden Fehlfunktionen« kaum zu erklären, deren Behebung von PORAN/18 vorangetrieben wird. Daß dies kein von heute auf morgen zu erreichender Vorgang sein kann, ergibt sich durch die Lautareen-Methode: Die nur drei Millimeter großen »Mikroben« oder Aggregate, die scheinbar nur die Größe einer Streichholzschachtel aufweisen, erreichen »entzerrt« mitunter leicht die Größe eines Raumers der alten 2500-Meter-Galaxisklasse! Aber jedes dieser Aggregate ist hierbei Teil eines separaten Universums, dessen Ausmaße - bezogen auf das Standarduniversum - naturgemäß einer anderen raumzeitlichen Größendefinition unterliegen. Um ein Modellbild zu gebrauchen: Man nehme ein Tuch, forme viele dicht nebeneinander gepackte »Falten«, und das Ergebnis kommt dem ohne Zweifel recht nahe, was mit den Virtuellen Schiffen verbunden ist - sie stellen nur die direkt sichtbare »Tuchoberseite« dar, während die eigentliche, sehr viel größere Ausdehnung die vielen »Faltenbäuche« darunter betrifft. »Raumzeitliche Ausstülpungen«, die über das Standarduniversum in den Hyperraum hinausreichen und bis zu einem gewissen Grad folglich auch mit den Hypersenken eines Vincent Garron vergleichbar sind.
 
Daß mit dem Rohrnetzwerk sechsdimensionale Zustände erzeugt werden können, die das Virtuelle Schiff bei Bedarf umhüllen, läßt einen Mann wie Alaska naturgemäß aufhorchen: Über Jahrhunderte saß das Cappinfragment auf seinem Gesicht, und gerade die Cappins waren Meister der Dakkartechnik und stießen mit ihren Forschungen auch in den Bereich der 6. Dimension vor. Leider ist es, wie gesagt, zu früh für weitergehendere Spekulationen. Aber wir werden zu gegebener Zeit auf die Virtuellen Schiffe zurückkommen ...
 
Apropos 1962:
John H. Glenn schafft als erster US-Astronaut eine Erdumkreisung; die »Jahrhundertflut« an der Nordseeküste fordert Hunderte Opfer und richtet riesige Sachschäden an; die USA starten eine Versuchsreihe atmosphärischer Atomwaffenexplosionen; Marilyn Monroe stirbt; die Kuba-Krise hält die Welt in Atem; der Literaturnobelpreis geht an John Steinbeck (»Jenseits von Eden«)

Quellen: PR-Heft Nummer 1962
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