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Organisationen
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Erstnennung in Zyklus:
15 - Die kosmischen Burgen
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Eintragsdatum:
-
Letzte Änderung:
01.02.2019

Quellenliste:
PR-Heft:
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Folge:

Report in PR-Heft:
Glossar in PR-Heft:
1987 / 2069 / 2111 / 2188 / 2193 / 2219 / 2350 / 2400 / 2998
Computer / Kommentar:
2452   2453   2454   2455     
Lexikon I:
Lexikon II:
Lexikon III:
Q-V 33
Atlan-Lexikon in HC:
Encyclopädia Terrania:
Ritter der Tiefe
Alias
Ritter der Tiefe

Beschreibung - Autor: PR-Redaktion

Kosmischer Wächterorden, der vor 2,2 Millionen Jahren die Porleyter ablöste und deren Regeln und Zielsetzungen zur Schaffung und Bewahrung einer harmonischen, kosmischen Ordnung übernahm. Sitz des Wächterordens ist der Dom Kesdschan auf dem Planeten Khrat. Jeder der alten Ritter der Tiefe bekämpft mit seinen Helfern (Orbiter) die Bestrebungen der negativen Mächte im Universum und gab nach seinem Tode einen Teil seines Geistes in den Dom Kesdschan ab, wo auch jedes neue Mitglied des Ordens den psionischen Ritterschlag erhält Perry Rhodan im Jahr 425 NGZ.
 
Es geht die Legende, daß nach dem Tode des letzten Ritters der Tiefe alle Sterne erlöschen sollen. Ende 429 NGZ sagen sich die Ritter der Tiefe Perry Rhodan, Atlan (Ritterschlag in der Tiefe) und Jen Salik von den Kosmokraten los. Sie werden aus der Mächtigkeitsballung von ES verbannt, es gibt keine aktiven Ritter der Tiefe mehr. Erst Jen Saliks Opfer, als er in den Dom Kesdschan eingeht, löscht den Bann. Ritter der Tiefe sind sie allerdings nach wie vor nicht mehr. Bis heute besitzen sie aber noch die Ritter-Aura, die sie damals verliehen bekommen haben.


Quellen: PR-Lexikon III - Q-V Seite 33
Beschreibung 2 - Autor: Perrypedia

Der Orden der Ritter der Tiefe wurde um 2,2 Mio. v. Chr. als Wächterorden gegründet, um die kosmische Ordnung im Sinne der Kosmokraten zu wahren und wo nötig zu schaffen. Die Ritter traten in ihrem Wirken die Nachfolge für das Volk der Porleyter an.
 
Allgemeines
Das Wappen des Ordens der Ritter der Tiefe ist eine kleine Flamme, die von zwei Händen behütet wird, vor silbrigem Hintergrund. Der Hauptsitz des Ordens befindet sich im Dom Kesdschan auf dem Planeten Khrat in der Galaxie Norgan-Tur. Hier erhalten auch die neuen Ritter die Ritterweihe, einen psionischen Ritterschlag. (PR 969) Danach haftet ihnen auf Dauer die so genannte Ritteraura an, ein psionisches Feld, das von vielen Wesen wahrgenommen werden kann. Diese Aura weist sie als hochrangige Diener der Ordnungsmächte aus und lässt sie mächtig und kompetent erscheinen.
 
Anmerkung: Merkwürdigerweise sind es immer nur extragalaktische Völker und nie Galaktiker, die bei Perry Rhodan und Atlan die Ritteraura bemerken. Vermutlich ist dies ein Versäumnis der Autoren oder Expokraten.
 
Die meisten Ritter scheinen auch das Ritterwissen erhalten zu haben, wodurch sie besondere Fähigkeiten und einen größeren Wissenschatz erhielten. (PR 969)
 
Zudem existiert eine Charta, die gewisse Regeln und Vorschriften enthält, wie ein Ritter sich zu verhalten hat und die jeder Ritter auswendig kannte. Eine Vorschrift besagte etwa, dass ein Ritter augenblicklich den Kampf gegen das Böse aufnehmen sollte, auch wenn er sich im Bereich eines anderen Ritters befand. (PR 972)
 
Es ist Tradition, dass ein neuer Ritter nach der Weihe einen erfüllbaren Wunsch äußern darf, der auch sofort erfüllt wird. Perry Rhodan zum Beispiel wünschte sich, dass ein an der Tyrillischen Lähmung erkranktes Mädchen wieder gehen könne. (PR 1056)
 
Nach dem Tod eines Ritters geht ein Teil seines Geistes in den Dom Kesdschan über.
 
Eine Legende besagt, dass »nach dem Tod des letzten Ritters alle Sterne erlöschen«. (PR 969) Es wird vermutet, dass sich diese Legende auf das Element der Finsternis bezieht. Interessanterweise kursiert unter den Völkern TRAITORS eine ähnliche Legende, die vom Ende allen Lebens spricht, sollte TRAITOR fallen.
 
Bekannte Ritter der Tiefe
  • Baaros – der erste Ritter (PR 1056)
  • Tarvon von Barrynnos (PR 952)
  • Manax von Bruillan (PR 1680)
  • Cruiz far Geeden (PR 1056)
  • Atlan da Gonozal
  • Armadan von Harpoon (PR 952)
  • Cryel Des Laox (PR 2592)
  • Derkan von Orn (PR 970)
  • Perry Rhodan
  • Jen Salik (PR 970)
  • Hartmann vom Silberstern
  • Permanoch von Tanxbeech
  • Quidor von Tanxtuunra
  • Terak Terakdschan
  • Trootam
  • Agrotta Tah Troy
  • Vaikan von Vaniloon
  • Igsorian von Veylt (PR 969)
  • Eilder von Visjan
 
Geschichte
Die ersten Ritter
Die ersten Ritter, die »Ritter vom alten Schlag«, waren Einzelgänger. Sie kämpften im Grunde alleine, unabhängig davon, welches Instrumentarium man ihnen mitgab und unabhängig davon, wie viele Orbiter sie zu ihrer Unterstützung rekrutierten. Im Endeffekt standen sie allein gegen die vielfältigen Mächte des Chaos. Sie bedienten sich jedoch neben den Orbitern verschiedener Helfer. Unter anderem wurden die Kosmitter als Kundschafter für sie tätig und die Yakonto dienten als Lieferanten hochwertiger Technik.
 
Sie waren in den Blütejahren des Ordens unersetzliche Streiter für die Sache der Kosmokraten. Aber letztendlich halfen sie nur dabei, brechende Dämme zu kitten. Bei der Lösung ursächlicher Probleme mussten sie versagen.
 
Trotz allem waren sie ein Bund engagierter Wesen aus dutzenden und aberdutzenden von Völkern, die unter einem Banner zusammen kamen und für die Sache der Ordnung stritten. Und ihre moralische Integrität war bei denjenigen, die die Mächte der Ordnung unterstützten, anerkannt und geschätzt. Im Auftrag des Ordens, und letztendlich in dem der Kosmokraten, waren sie an vielen Brennpunkten in vielen Galaxien aktiv. So stritt beispielsweise Armadan von Harpoon gegen die Horden von Garbesch in der Milchstraße (PR 952), oder Quidor von Tanxtuunra in der Großen Leere gegen die Ayindi aus dem Arresum.
 
Es ist anzunehmen, dass diese Ritter ihrer Berufung bewusst folgten und sich in den Dienst des Ordens stellten.
 
Erstarrung und Pervertierung
Die Jahrhunderttausende gingen am Ritterorden nicht spurlos vorbei. Es fanden sich immer weniger Streiter für seine Sache, viel zu wenig Ritter standen an viel zu vielen Krisenherden im Kampf. Nach und nach fielen sie gegen die Helfer der Chaotarchen.
 
Auch das Umfeld des Ordens auf Khrat verfiel in eine Erstarrung, in der nur noch die Form und der Mythos zählten. Aber ein Mythos allein ist nicht genug, wenn es darum geht, die Dämme zu halten. Er allein ist nicht stark genug, um die Ordnung im bekannten Universum aufrecht zu erhalten.
 
In einer Phase der Geschichte wurden nicht mehr ausgewachsene Wesen zum Ritter geweiht, sondern Kleinkinder, Babys, die aus ehrwürdigen Familien auserwählt wurden und dann vermutlich in einer längeren Ausbildung zum selbstlosen Ritterdienst erzogen wurden. Dieses Prinzip war durchaus von Erfolg gekrönt, trug jedoch den Kern des eigenen Untergangs in sich. Die Affäre um die Weihe des falschen Igsorian von Veylt vor etwa 1,3 Mio Jahren (PR 969) führte dazu, dass der Orden in den Augen der Hohen Mächte als pervertiert betrachtet wurde, nachdem Fremde Zugang zu dem Orden fanden. (PR 970)
 
In den letzten Jahrtausenden wurden statt Vertretern des Ordens vor allem Organisationen wie die UFOnauten (Androiden) oder einzelne Beauftragte wie Samkar oder andere Roboter der Kosmokraten aktiv. Dem Orden wurde stillschweigend die Unterstützung entzogen – und der letzte aktive Ritter Armadan von Harpoon starb in dieser Gewissheit. Verbittert stellte er fest, dass die Androiden »Techniker« wären. Zitat: [...] »Bar jeden Verständnisses für kosmo-mythologische Zusammenhänge. Ein Wesen ohne Vergangenheit und ohne Zukunft – ein Arbeiter.« [...] Worauf sein Androide nur lakonisch erwiderte: (Zitat) [...] »Jede Zeit hat ihre Helden. Vielleicht sind nun die Pragmatiker an der Reihe.« [...] (PR 970)
 
Mit den UFOnauten stellten die Kosmokraten die gesamte Verteidigung gegen die zerstörerischen Kräfte auf eine so genannte realistischere Ebene. Den Anhängern des Ordens blieb lediglich die Hoffnung auf eine Renaissance. (PR 970)
 
Historische Forschungen
Die Terraner, und damit die galaktischen Völker, erfuhren erstmals um 3587 von der Existenz des Ritterordens – während er im Grunde schon seinen Niedergang hinter sich hatte. Die erste quasi-wissenschaftliche Erwähnung findet sich in dem – zumindest bis 3587 – unveröffentlicht gebliebenen Buch Die Ritter der Tiefe des terranischen Amateurarchäologen Marcon Sarder. In diesem fasste er seine Theorien bezüglich einer für Ordnung eintretenden Organisation zusammen, auf deren Spuren er während seiner Arbeit in vielen Teilen der Milchstraße gestoßen war. Von der etablierten archäologischen Wissenschaft wurde diese Theorie bis zu diesem Zeitpunkt abgelehnt. Sarder konnte die Existenz der Ritter der Tiefe aber selbst im Jahr 3587 beweisen, als er im Skuur-System auf ihre Spuren stieß. (PR 952)
 
Die eigentliche Historie des Ritterordens, sein Aufstieg und sein Niedergang, ist bis heute – mit Ausnahme einiger weniger Begebenheiten und einiger weniger Namen – noch weitgehend unerforscht.
 
Die neuen Ritter
Mit der Weihe von Jen Salik und Perry Rhodan – und später Atlan als »Ritter auf Zeit« – erschien eine neue Art von Rittern auf der Bildfläche. Es waren nicht mehr Einzelkämpfer, sondern Vertreter von Zivilisationen, die sie repräsentierten und die sie unterstützten. Trotz der Ritterweihe wurde keine besondere Ausrüstung vergeben. Auch das Ritterwissen blieb Rhodan und Atlan vorbehalten.
 
Diese neue Art von Rittern war dann aber auch dementsprechend selbstständiger und selbstbewusster als die »Ritter vom alten Schlag«. Nur wenige Jahre nach der Weihe Rhodans kam es im Zuge der Entwicklung um das Tiefenland zu einem Bruch zwischen ihnen und den Kosmokraten. Die Ritter wandten sich von den Mächten der Ordnung ab und entschlossen sich, ihrem eigenen Weg zu folgen. Dies führte zu ihrer Verbannung aus der Mächtigkeitsballung von ES, ihrer Heimat.
Der spätere Opfergang Jen Saliks und sein Aufgehen im Dom Kesdschan führte zur Aufhebung des Bannes. Aber das Verhältnis der (soweit bekannt) letzten beiden Ritter zu den Kosmokraten blieb gespannt – und als Ritter fühlten sie sich eigentlich nicht mehr.
 
Aktuelle Entwicklungen
Über den aktuellen Status des Ritterordens ist nichts bekannt. Tengri Lethos-Terakdschan wachte weiterhin über den Dom Kesdschan. Die Ritteraura von Perry Rhodan und Atlan existierte noch ungeschmälert und wurde von vielen höher entwickelten bzw. sensiblen Wesenheiten als solche anerkannt. Auch sind die Sterne noch nicht erloschen ...
 
Jedoch »opferte« Perry Rhodan seine Ritteraura im Kampf gegen die negative Superintelligenz KOLTOROC als Ablenkung, um diese mithilfe von Biophore, welche als Degenerator diente, zu besiegen. Ab diesem Zeitpunkt besaß nur noch Atlan eine intakte Ritteraura.
 
Bei seinem Besuch bei ES, nach der Ankunft im Stardust-System, wies die Superintelligenz Rhodan darauf hin, dass er diese noch schmerzlich vermissen werde. Offenbar aufgrund der fehlenden Ritteraura konnte Perry Rhodan nicht als Katalysator der Teilung von ES und TALIN dienen; diese Aufgabe übernahm Atlan da Gonozal. (PR 2598, PR 2599)
 
Unklar ist, ob der Orden dereinst eine neue Renaissance erleben wird. Der Ritterkult wurde zumindest auch im 14. Jahrhundert NGZ noch von den Yakonto in der Galaxie Tare-Scharm gepflegt.
 
Weitere bekannt gewordene Ordensgemeinschaften
Galaxie Xantharaan: Sitz des Doms Xanthar war der Planet Xanth. Dieser Ritterorden wurde bereits vor circa 21 Millionen Jahren in der Heimat der Algorrian gegründet und war die dritte Vorläuferorganisation des Ritterordens.
Galaxie Ammandul (Milchstraße): Vor circa sieben Millionen Jahren wurde der Orden der Schutzherren von Jamondi gegründet. Sitz war der Dom Rogan auf dem Planeten Tan-Jamondi II.
 
Galaxie Kohagen-Pasmereix: Nach der Errichtung des Doms Dommrath auf dem Planeten Dommrathi durch die 300 bedeutendsten Völker der Galaxie Kohagen-Pasmereix wurde die Galaxie vor 2,8 Millionen Jahren durch den Kampf der Chaotender gegen die Kosmischen Fabriken zerstört.
 
Es gab Zeiträume von mehreren Millionen Jahren, in denen es keinen Orden gab. In diesen Zeiten wurden die Aufgaben der Ritter der Tiefe von besonders fähigen Hilfsvölkern mitübernommen. Nach dem Ausscheiden des Ordens der Schutzherren von Jamondi wurden zum Beispiel die Porleyter zu einer wichtigen Stütze der Kosmokraten in diesem Teil des Universums. Schon bald nachdem sie ins Exil gingen, wurde der derzeitige Orden gegründet.


Quellen: PR 929, PR 952, PR 969, PR 970, PR 972, PR 1056, PR 2450, PR 2463, PR 2592, PR 2598, PR 2599
Beschreibung 3 - Autor: PR-Redaktion

Die Ritter der Tiefe gehören zu den Streitern für die Kosmo-kraten. Ziel ihres Wächterordens war die Schaffung und Bewahrung einer harmonischen kosmischen Ordnung. Gegründet wurde der Orden (aus dem Bericht der Algorrian weiß man, dass es nicht der erste seiner Art war) vor etwa 2,3 Millionen Jahren durch Terak Terakdschan - sein Sitz ist der Dom Kesdschan auf dem Planeten Khrat in der Galaxis Norgan-Tur.
 
Jeder Ritter derTiefe bekämpfte mit seinen Helfern, den so genannten Orbitern, die Bestrebungen der negativen Mächte im Universum. Nach seinem Tod gab jeder Ritter einen Teil seines Geistes in den Dom Kesdschan ab. Zeitweise trugen auch Perry Rhodan und Atlan den Titel eines Ritters der Tiefe.
 
Die beiden sagten sich aber im Jahr 429 NGZ von den Kosmokraten los und wurden in der Folge aus der Mächtigkeitsballung von ES verbannt. Die Verbannung wurde aufgehoben, Ritter der Tiefe sind sie allerdings nach wie vor nicht mehr. Bis heute besitzen sie aber noch die Ritter-Aura, die sie damals verliehen bekommen haben.
 
Gegenwärtige Bedeutung: (Glossareintrag in PR 2452)
Die Hohen Mächte betrachten die Ritter der Tiefe zur Handlungsgegenwart als eine pervertierte Vereinigung ihrer Truppen und betrauen seit einigen Jahrtausenden mit klassischen »Ritteraufgaben« Organisationen wie die UFOnauten oder einzelne Beauftragte oder Roboter der Kosmokraten. Dem Orden wurde stillschweigend die Unterstützung entzogen. Der letzte aktive Ritter Arma­dan von Harpoon starb in der Gewissheit, dass seine Nachfolger reine Techniker waren, denen jedes Ver­ständnis für kosmo-mythologische Zusammenhänge abgeht.
 
Aus Sicht der Kosmokraten stellen sie mit Ver­wendung von Androiden die gesamte Verteidigung ge­gen das Chaos auf eine realistischere Ebene als zuvor. Die Weihe von Perry Rhodan, Jen Salik und Atlan zu Rit­tern der Tiefe war im Grunde nichts anderes als das letzte Aufbäumen eines Ordens, der weitgehend sich selbst überlassen blieb und nicht länger auf neue Schät­ze der Kosmokraten zurückgreifen konnte.
 
Andererseits wendeten sich die Kosmokraten auch niemals gegen die Ritter, sondern behielten sie nach wie vor in ihren Diens­ten; selbst als die Ritter den Dienst aufkündigten, blie­ben zwar die Aufträge aus, die Aura eines Kosmokraten­dieners war jedoch davon nicht betroffen.


Quellen: Glossareintrag in PR 2193 / 2452 / 2998
Beschreibung 4 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 5 - Autor:


Quellen:


Verweise:








Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Ritter-Mythos (I)

Nach wie vor ist unbekannt, wann die allerersten Ritter der Tiefe auf der kosmischen Bühne erschienen. Berücksichtigen wir allerdings die bislang gewonnenen Informationen über die Terminale Kolonne TRAITOR, den Dekalog der Elemente sowie die Hintergründe der vor mehr als 100 Millionen Jahren entstandenen »TRIICLE-9-Negasphäre« einschließlich des Werdegangs des aus den V'Aupertir hervorgegangenen Herrn der Elemente, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Gründung des ersten Wächterordens in diesem Zusammenhang erfolgt sein dürfte - unter Umständen also vor SO oder mehr Millionen Jahren. Für eine konkretere Eingrenzung fehlen uns leider die Daten, doch genau wie es die Legende gibt, nach der alle Sterne erlöschen, wenn der letzte Ritter der Tiefe stirbt, kennt die chaotarchische Gegenseite die Aussage, dass der Fesselgriff der Ordnung das Multiversum erstarren lasse und alles Leben ersticke, sollte die Terminale Kolonne je an die Mächte der Ordnung fallen. Hier also einen wechselseitigen »Einfluss« anzunehmen dürfte plausibel sein.
 
Die bislang ältesten Hinweise hinsichtlich eines Ordens der Ritter der Tiefe stammen von den Algorrian, die etwa 21,2 Millionen Jahre vor Christus als begnadete Konstrukteure in die Dienste der Kosmokraten traten und unter anderem am Bau der Zeitbrunnen beteiligt waren - hyperphysikalischer Potenzialfelder, die eine transmitterähnliche Verbindung zwischen weit entfernten Orten ermöglichten. In jener Zeit entstand in der 812 Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernten Galaxis Xantharaan nahe dem Kosmonukleotid XANRIICLE-1 der Dom Xanthar als das Zentrum der dritten Vorläuferorganisation der späteren uns bekannten Ritter der Tiefe.
 
Einzelheiten sind nicht bekannt, aber es wird nicht zu weit hergeholt sein, im Dom Xanthar auf dem Planeten Xanth ein dem Dom Kesdschan auf Khrat, dem Dom Dommrath auf Dommrathi oder dem Dom Rogan auf Tan-Jamondi II vergleichbares »Gebäude samt integriertem Geistwesen« zu sehen (PRK 2268, 2269]. Auch werden sich die Regeln und Zielsetzungen zur Schaffung und Bewahrung einer harmonischen, kosmischen Ordnung sowie der Kampf gegen die Bestrebungen der Chaosmächte nicht sonderlich von dem uns Bekannten unterschieden haben.
Nachdem irgendwann die Ritter der Tiefe von Xanthar wie auch ihre Nachfolger besiegt, aus sonstigen Gründen untergegangen oder verschwunden waren, traten vor rund 13 Millionen Jahren die auch Regenbogeningenieure genannten Porleyter zumindest zeitweise an die Stelle der Ritter und arbeiteten vor allem als »Technik-Lieferanten«.
 
Als die Kosmokraten im Jahr 7.036.443 vor Christus in der längst von Phariske-Erigon in Ammandul umbenannten Milchstraße den Orden der Schutzherren von Jamondi gründen ließen, sollte zweifellos eine Organisation vergleichbar den Rittern der Tiefe geschaffen werden. Es ist sogar möglich, dass längerfristig gesehen aus den Schutzherren tatsächlich Ritter der Tiefe geworden wären, weil in jener Zeit die schon seit vielen Jahrmillionen im Dienst der Kosmokraten befindlichen Porleyter zwar eine vergleichbare Funktion innehatten, jedoch keine Ritter im eigentlichen Sinne waren. Der Versuch endete bekanntlich in einem Fehlschlag.
 
Einen weiteren gab es, als im Jahr 2.796.328 vor Christus in Kohagen-Pasmereix der eben entstandene Dom Dommrath vernichtet wurde. Die Galaxis war insgesamt Schauplatz einer gigantischen Schlacht zwischen Ordnung und Chaos, bei der Kosmische Fabriken gegen Chaotender antraten und auch das Element der Finsternis zum Einsatz kam. In der benachbarten Sterneninsel Pooryga, umbenannt in Land Dommrath, schufen die aus Kohagen-Pasmereix geflüchteten Kimbaner zwar im Gedenken an die untergegangene Kultur die »Ritter von Dommrath«, aber es sollte eine »Streitmacht des Friedens« sein, die ohne Hohe Mächte gleich welcher Couleur, ein von ihnen stammendes Jahrmillionenwissen oder Beauftragte wie die Ritter der Tiefe auskam.
Diese Abkehr geschah nicht zuletzt deshalb, weil sie durch die traumatischen Ereignisse hatten erkennen müssen, dass 'die von ihnen verinnerlichte Lehre eines geordneten, friedlichen Universums nicht zwangsläufig den Vorstellungen der Kosmokraten entspricht - von denen der Chaotarchen ganz zu schweigen.
 
Erst rund 600.000 Jahre nach der Schlacht um Kohagen-Pasmereix entstand in der Galaxis Norgan-Tur auf Khrat um 2,2 Millionen Jahre vor Christus mit dem Dom Kesdschan eine neue Weihestätte von Rittern der Tiefe, als der Orden von dem Hathor Terak Terakdschan gegründet wurde - jener Wächterorden, über den wir im Vergleich am meisten wissen

Quellen: PR-Heft Nummer 2452
Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Ritter-Mythos II

Das Symbol des auf Khrat um 2,2 Millionen Jahre vor Christus vom Hathor Terak Terakdschan gegründeten Wächterordens der Ritter der Tiefe waren zwei Hände auf silbrigem Grund, die eine stilisierte Flamme beschützten. Die Tatsache, dass sich die Ritter auf die Tiefe beziehen - jene n-dimensionale Schicht, die einerseits die Universen des Multiversums voneinander trennt und in der andererseits die Kosmonukleotide des Moralischen Kodes verankert sind -, wird meist so gedeutet, dass eine Wächterfunktion für den Moralischen Kode gemeint ist. Im weiteren Sinne lässt sich der Hinweis auf die Tiefe auch so interpretieren, dass nicht ein bestimmtes Universum gemeint ist, sondern letztlich das Multiversum als Wirkungsfeld insgesamt. Ob unter Umständen noch mehr dahintersteckt, bleibt eine unbeantwortete Frage.
 
Um 2,2 Millionen Jahre vor Christus war der Frostrubin - das seit 100.777.133 vor Christus in willkürlicher Bewegung umhervagabundierende Kosmonukleotid TRIICLE-9, in dessen verlassenem Einflussbereich nahe Behaynien längst eine Negasphäre entstanden war, die lange Zeit als die Machtbasis der Chaosmächte angesehen wurde - für die kataklysmische Explosion verantwortlich. Sie ereignete sich in Hathorjan/ Andromeda, der Heimat der Hathor, und wurde von terranischen Astronomen später als Supernova S Andromedae fehlinterpretiert. Porleyter, die als Beobachter anwesend waren, wurden von der Explosion förmlich zerfetzt - aus ihren Bewusstseinsfragmenten, die mit primitiven hominiden. Lebewesen verschmolzen, entstanden die Erranten, später bekannt als die Kosmischen Ingenieure.
 
Den Porleytern war es allerdings gelungen, den wieteren Kurs des Frostrubins vorauszuberechnen, sodass es dann zur Verankerung kam, nach der sich die Porleyter von der kosmischen Bühne zurückzogen. Es wird davon ausgegangen, dass die Ereignisse in Hathorjan maßgeblich dazu beitrugen, dass in jener Zeit - etwa 300.000 Jahre nach dem Beginn der Ausbreitung der Hathor und ihrem Aufstieg zur bestimmenden Zivilisation - gerade von einem Hathor die Idee des Wächterordens aufgenommen und umgesetzt wurde. Immerhin hatten in jener Zeit einige für sich die Unsterblichkeit erworben und bildeten die »Gilde der Meister«. Aus ihnen gingen unter anderem Terak und Sital aus dem Clan der Terakdschans und ihr Sohn Tuschnor hervor (ATLAN 823, ATLAN-Hardcover 16).
 
Khrat selbst war und ist ein Ort, von dem es heißt, er atme kosmische Geschichte und stelle einen Schnittpunkt universeller Ereignisse dar. Eine Umschreibung, die durchaus zu Recht bestehen dürfte - immerhin ist das Kosmonukleotid DORIICLE-1 als »Kern« des Kosmogens DORIICLE nur knapp 223.000 Lichtjahre von Khrat entfernt, und im Nebel Sraakenduurn begannen vor Jahrmilliarden die kosmokratischen Versuche einer Neukonstruktion des Virenimperiums (PR 1114). Die leuchtende Außenhülle des Doms Kesdschan besteht aus einem stählern wirkenden Material, von dem Eingeweihte vermuten, dass eine Kombination von Strukturon und Carit vorliegt, sodass der rein materiellen Substanz eine höhere Qualität innewohnt. Trotz der äußeren Schlichtheit der Kuppel - bei 71 Metern Grundflächendurchmesser 156 Metern hoch - gibt es also etwas, was jeden Besucher in eine besondere Hochstimmung versetzt. Hier erhielten die Ritter ihren psionischen Ritterschlag, verbunden mit der Übertragung oder Ausprägung der charakteristischen Ritteraura. Der während der Weihe erklingende »hallende Glockenton« des Doms soll von darauf sensibilisierten Wesen angeblich sogar im gesamten Standarduniversum wahrzunehmen sein. Sofern es eine Verbindung oder gar Verbundenheit mit dem natürlichen Psionischen Netz und den Kosmonukleotiden des Moralischen Kodes gibt, erscheint das nicht einmal als unwahrscheinlich. Die bei der Weihe übertragene paranormal-transpersonale Energie kehrte, sobald der Ritter starb, in den Dom zurück, sodass der Ritter zumindest bis zu einem gewissen Grad (oder gar vollständig?) nach seinem körperlichen Tod im Dom aufging.
 
Möglicherweise wurde dieser Tatsache, dass nämlich alle Ritter bei ihrer Weihe Kontakt mit dem Bewusstseinskollektiv der bisher verstorbenen Ritter erhalten und bei ihrem Ableben selbst in dieses Kollektiv aufgehen, bislang zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Es kann nämlich nicht ausgeschlossen werden, dass genau hierin eine maßgebliche Grundfunktion zu sehen ist - sprich. Über die vordergründige Aufgabe des Wächterordens hinaus könnte ein Dom wie der auf Khrat langfristig gesehen die »Brutstätte« einer höheren Wesenheit, einer Superintelligenz sowie der nächsten Stufen in Gestalt einer Materiequelle und schließlich eines Kosmokraten sein

Quellen: PR-Heft Nummer 2453
Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Ritter-Mythos (III)

Wie es bei den Rittern früherer Wächterorden war, lässt sich mangels genauerer Daten nicht sagen - für jene, die auf Khrat ihre Weihe erhielten, galt jedoch, dass es Angehörige vieler verschiedener Völker waren, die meist als Einzelkämpfer agierten. Zwar erhielten sie häufig ein umfangreiches Instrumentarium als Unterstützung, bedienten sich Techniklieferanten wie den Erranten und ähnlichen Völkern und konnten nach Belieben Orbiter als direkte Vertraute und »Generäle« ernennen. Aber letztlich standen sie ziemlich allein den Chaostruppen in Gestalt der Terminalen Kolonne TRAITOR gegenüber. Überaus bezeichnend ist in diesem Zusammenhang, dass der Dekalog der Elemente - inzwischen als eine Art »schnelle Eingreiftruppe« TRAITORS eingeschätzt - als ein dem Wächterorden vergleichbares Pedant der Chaosmächte betrachtet wurde.
 
In der Blütezeit des Ordens waren die Ritter »vom alten Schlag« zweifellos eine wichtige Hilfe der Ordnungsmächte, aber für die Lösung ursächlicher Probleme waren sie weder geeignet noch vorgesehen und mussten in diesem Sinne nahezu zwangsläufig versagen. Zu beachten ist hierbei auch, dass das Verhältnis der Ritter zu den Kosmokraten und ihrer Beauftragten von jeher eher als angespannt zu bezeichnen war. Der Wächterorden wurde zwar mithilfe der Ordnungsmächte gegründet, es gab auch deren Unterstützung und immer wieder direkte Aufträge. Doch die auf Individualität und Eigenständigkeit bedachten Ritter bewahrten sich stets ein gehöriges Maß Unabhängigkeit, so dass direkten Beauftragten und Boten der Kosmokraten meist mit einer gehörigen Portion Misstrauen begegnet wurde.
 
Bei genauerer Betrachtung lässt sich sogar sagen, dass die Ritter der Tiefe nie zu direkten Handlangern oder gar Dienern der Ordnungsmächte wurden, sondern im Sinne ihrer eigenen Moral und Ethik agierten - was sich nicht zuletzt darin äußerte, dass ihr Eingreifen nicht zwangsläufig gegen die Aktivitäten der Chaosmächte gerichtet war, sondern in einem viel allgemeineren Sinn gegen alle als negativ eingeschätzten Entwicklungen. Es gehört zweifellos zur Tragik der Geschichte, dass diese Eigenständigkeit in den Augen Außenstehender bestenfalls am Rande wahrgenommen wurde, während der Wächterorden tatsächlich auf deutlich breiterer Basis agierte. Wie in vielen anderen Fällen ebenfalls - ob bei den Algorrian, Porleytern, Baolin-Nda oder wie sie auch immer hießen -, wurden die Ritter von den Kosmokraten und deren Beauftragten benutzt. Fähigkeiten, Wissen, die moralische Integrität und letztlich der klangvolle Name des Wächterordens wurden missbraucht - und als sich die Schwierigkeiten und internen Probleme häuften, wurden die Ritter wie eine heiße Kartoffel fallengelassen.
 
Bis zu einem gewissen Grad muss natürlich eine Mitschuld bei den Rittern selbst und ihrem Umfeld einbezogen werden. Ihre Zahl war zu klein, die Zahl der Krisenherde zu groß, über die Jahrhunderttausende erstarrten überdies Riten und das auf Khrat verselbstständigte Procedere. Um etwa 1,3 Millionen Jahre vor Christus wurden beispielsweise keine oder nur noch wenige Erwachsene zum Ritter geweiht. Stattdessen wurden Babys und Kleinkinder »ehrwürdiger Familien« ausgewählt. Gut gemeint ist nun mal meist das Gegenteil von gut - eine ursprünglich als lange Ausbildung und Erziehung zum selbstlosen Ritterdienst gedachte Phase der Ritter barg in sich, angesichts Familienklüngel und damit verbundener Auswüchse, den Keim des Niedergangs. Höhepunkt der Entwicklung war dann die Affäre um die Weihe des falschen Igsorian von Veylt.
 
Auf dem Planeten Schusc in Norgan-Tur bat Tschan, das Oberhaupt einer ehrgeizigen Familie, die er auf dem Markt von Gry auf Kartlec zusammengekauft hatte, einen Sterneneremiten, den Sikr Lussmann, seinem Kaufsohn Harden Coonor die Chance zu geben, Ritter der Tiefe zu werden. Lussmann ermöglichte es der Familie, nach Khrat zu gelangen. Dort wurde der einjährige Igsorian, Sohn des Richters Parcus von Veylt vom Planeten Sarcon im Dryva-System, der im Dom Kesdschan zum Ritter der Tiefe geweiht werden sollte, heimlich gegen Harden Coonor ausgetauscht. Aus Reue gab der Sikr einen Hinweis auf die Entführung Igsorians von Veylt, doch der Zeremonienmeister weigerte sich, die Feierlichkeit zu unterbrechen, um das Vertrauen der Bewohner Norgan-Turs in den Ritterorden nicht zu gefährden. Im Dom übernahm Harden Coonor so die Rolle Igsorians von Veylt, während dieser unter dem Namen Samkar bei Lussmann aufwuchs [PR 969, 970).
 
Nach diesen Ereignissen galt der Orden in den Augen der Hohen Mächte »als pervertiert«. Ritterweihen fanden in der Folgezeit kaum noch statt, vermehrt setzten die Kosmokraten auf ganz andere Helfer, Boten und Beauftragte - meist pure Technokraten

Quellen: PR-Heft Nummer 2454
Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Ritter-Mythos (IV)

Im Glauben, er sei Igsorian von Veylt, wurde Harden Coonor zu einem Ritter der Tiefe und blieb es auch bis kurz vor seinem Tod im Jahr 3587, während der echte Igsorian von den Kosmokraten unter dem Namen Samkar in einen »Kosmokraten-Roboter« wie Laire ocfer jene der Cairol-Reihe verwandelt und hinter die Materiequellen geholt wurde (PR 979).
 
Als Igsorian von Veylt alias Harden Coonor von einem starken Gegner beinahe besiegt wurde, ließ er sich in eine Auffangstation des Ritters Armadan von Harpoon teleportieren und wurde dort in Tiefschlaf versetzt. Hier erwachte er erst im Jahr 3587, weil ein Alarmsignal die vermeintliche Rückkehr der Horden von Garbesch verkündete und auch die Reaktivierung der ANLAGE des Hathor Armadan von Harpoon bewirkte. Der Ritter erwachte allerdings nicht als Igsorian von Veylt, sondern mit dem Bewusstsein, in Wirklichkeit Harden Coonor zu sein. Parallel dazu gingen seine Ritteraura und das Ritterwissen auf Jen Salik über (PR 970).
 
425 NGZ konnte sich Terak Terakdschan nach einem Angriff von Seth-Apophis auf den Dom Kesdschan nur vor dem Erlöschen retten, indem der stark geschwächte Hathor in einem letzten mentalen Aufbäumen sein psionisches Grundmuster an das mitten im Angriff materialisierte Bewusstsein des Hüters des Lichts Tengri Lethos übermittelte. Letzterer war seit 3587 von Seth-Apophis im sogenannten Ladonnia-Psychod gefangen gehalten worden (PR 1054). Der Angriff von Seth-Apophis auf den Dom Kesdschan wurde abgewehrt, seither ist das neue verschmolzene Individuum Lethos-Terakdschan der Hüter des Dorns (PR 1055).
 
Mit der offiziellen Ritterweihe von Jen Salik zu Beginn der Zeit der Kosmischen Hanse, von Perry Rhodan im Jahr 425 NGZ und später dann von Atlan (beide bereits durch ihre speziellen kosmokratischen Zellaktivatoren ausgezeichnet) vollzog sich nach dem Tod Coonors der Obergang zu einer neuen Generation der Ritter der Tiefe. Atlan, der sich nur als »Ritter auf Zeit« sah, erhielt überdies seine Ritterweihe als Einziger nicht im Dom Kesdschan, sondern im Tiefenland, wo er sich im Auftrag der Kosmokraten im Jahr 427 NGZ zusammen mit Jen Salik und Lethos-Terakdschan befand (PR 1216).
 
Die neuen Ritter waren im Gegensatz zu jenen »vorn alten Schlag« keine ausgesprochenen Einzelkämpfer mehr, sondern im Sinne von Vertretern ihrer Zivilisation zu sehen - sie repräsentierten einerseits die Menschheit und erhielten von ihr andererseits Unterstützung. Von Jen Salik abgesehen verband sich mit der Ritterweihe allerdings kein spezielles Ritterwissen mehr, und auch von einer besonderen Ausrüstung - wie seinerzeit die Ritterschiffe und dergleichen - konnte ebenfalls keine Rede mehr sein.
 
Als Perry Rhodan am 30.September 429 NGZ durch die Mentalenergie, die er bei der Aktivierung der Chronofossilien aufgenommen hatte, am Berg der Schöpfung in der Tiefe die Feinjustierung des Moralischen Kodes vornahm, den Frostrubin-Anker löste und dadurch die Rückkehr von TRIICLE-9 zum angestammten Standort und damit auch das Ende der Negasphäre einleitete, war die Ära der neuen Ritter fast schon wieder beendet (PR 1272).
 
Der Forderung der Kosmokraten Taurec und Vishna, die Antwort auf die dritte Ultimate Frage »aufzunehmen«, hatte sich Rhodan nämlich widersetzt. Mit der Rückkehr in die Milchstraße verhängte Taurec am 23. Dezember 429 NGZ den »Bann der Kosmokraten«, weil die Ritter nicht länger das skrupellose Handel der Kosmokraten unterstützen wollten. Der Bann wurde erst 446 NGZ aufgehoben, als sich Jen Salik opferte und freiwillig in das Bewußtseinskollektiv des Dorns Kesdschan einging. Es ist somit keineswegs ein Zufall, dass es quasi in direkter Konsequenz damals zur Machtübernahme von Dyramesch auf Evolux kam - der Wächterorden war de facto neutralisiert, die Technokraten »am Ruder«. Als Rhodan 1187 NGZ letztmalig auf dem Planeten Khrat war und den Dom Kesdschan besuchte, unter anderem, um sich zu vergewissern, wie es um seinen Ritterstatus stand, teilte ihm Jen Salik mit. Du kannst die Ritteraura nicht ausknipsen wie ein Licht, Perry. Sie wird dir ewig anhaften, solange du lebst. Ob du dich deiner Verantwortung stellst oder nicht. Dasselbe trifft auf Atlan zu (PR 1600).
 
Und Lethos-Terakdschan fügte hinzu. Es ergeben sich für dich keinerlei Konsequenzen. Du hast völlige Handlungsfreiheit, brauchst auch keinerlei Restriktionen durch die Kosmokraten zu befürchten. Sie werden sich nicht mehr einmischen. Du sollst selbst wissen, was du tun musst.
 
Es bleibt abzuwarten, ob und wie sich der Orden der Ritter der Tiefe nach den Ereignissen auf Evolux weiterentwickelt oder nicht …

Quellen: PR-Heft Nummer 2455
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