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31 - Die Solare Residenz
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2037
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2011   2037           
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Encyclopädia Terrania:
Seelenquell, Morkhero
Alias
Morkhero Seelenquell

Beschreibung - Autor: PR-Redaktion

Morkhero besteht aus zwei Teilen. Der untere Teil ist eine eineinhalb Meter große, extrem kompakte, zweibeinige Gestalt mit silberner Haut und zwei dicken, kurzen Armen. Die Füße stecken in klobigen schwarzen Stiefeln. Auf den kopflosen Schultern liegt ein stumpfes, nickelfarbenes Gestell auf, eine Art Ochsengeschirr mit verschiedenfarbig eingefärbten Sensorflächen, die sogenannte Sitzwanne. Als wäre dieser silberne Kompaktkörper eine Art Träger, hockt zwischen den Schultern des Silberträgers, in der Sitzwanne, eine extrem zarte, humanoide, fragile Gestalt von ingesamt nicht mehr als sechzig Zentimetern Größe.
 
Die Haut des Wesens ist schrumpelig und hellbraun. Ein ockerfarbenes schlotterndes Gewand reicht von der Halsregion bis zum Unterleib, läßt jedoch die Beine frei. Die Beine des Wesens liegen eng an der Brust des Silberträgers und haben sich mit jeweils einem Dutzend Widerhaken an die silberne Haut geheftet. An diesen Stellen kann man schwarze Flecken erkennen; es sieht aus, als habe der Silberne an diesen Stellen geblutet. Die dünnen Arme des Wesens enden in neunfingrigen schlanken Händen.
 
Der Kopf, der auf drei schlauchförmigen Hälsen sitzt, ist eiförmig und kahl, mit einem muschelförmigen Ohr an der rechten Seite und einer goldfarbenen Metallkappe an der linken Seite, dort, wo eigentlich das zweite Ohr hätte sitzen sollen. Die Mundöffnung besteht aus schmalen weißen Lippen und zwei Reihen sehr filigraner Goldzähne, die nicht glatt sind, sondern vertikal geriffelt. Unter der hohen Stirn klafft im Schädel des Wesens ein Paar sechs Zentimeter hohe, zwei Zentimeter breite »Schießscharten«, die möglicherweise Augen darstellen und aus denen ein geisterhaftes rotes Leuchten hervorschimmert.
 
(-> PR ab 2001)


Quellen: Glossareintrag in PR 2037
Beschreibung 2 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 3 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 4 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 5 - Autor:


Quellen:


Verweise:
SEELENQUELL








Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Morkhero Seelenquell

Wichtige Vorab-Warnung: Zuerst Roman lesen!
 
Die ersten Informationen zu dieser rätselhaften Wesenheit stammten von dem Monochrom-Mutanten Trim Marath, der sie als machtvoller Geist umschrieb, aber auch als Kind, das zwar noch spiele, aber sehr schnell lerne. Angesicht des gewaltigen Parapotentials, das sich mit Morkhero Seelenquell verbindet, muß man wohl von Glück sprechen - denn so blieb Zeit, ihm auf die Spur zu kommen, ehe er zu seiner vollen Leistungsfähigkeit heranreifte. Doch auch so sind die Wirkungen erschreckend genug: Der von Morkhero übernommene Hyperphysiker Tautmo Aagenfelt starb an einem Herzinfarkt (offensichtlich ein markantes Kennzeichen bei Übernommenen), und auch der arkonidische Vorstoß ins System von Boscyks Stern scheint eine Aktion dieses Geschöpfs gewesen zu sein. Nach bisherigem Wissensstand läßt sich sagen, daß Morkhero keine Mutanten übernehmen kann, wohl aber Mentalstabilisierte; übergeordnete Schutzschirme, einschließlich des Paratrons, stellen kein Hindernis dar, und als einziger bekannter Schutz wirken die PsIso-Netze.
 
Hierbei verblüfft, daß Paratronschirme keinen Schutz bieten, während dies für die Parakräfte »normaler Mutanten« sehr wohl so ist. Wie läßt sich das erklären? Paratronkonverter erzeugen Hyperfrequenzen, deren Maximum zwar bei etwa 5,3 x 1013 Kalup und somit im oberen Bereich von Hyperbarie angesiedelt ist; tatsächlich handelt es sich aber um ein deutlich breiteres Band im Sinne der Verteilung ähnlich einer Gaußschen Glockenkurve. Die sich zu beiden Seiten des Maximums abschwächenden Ausläufer reichen fast über das gesamte Spektrum, unter anderem im UHF-Bereich bis etwa hinauf zu 1,1 Petakalup. Da die natürlichen Parakräfte jedoch bei etwa einem Petakalup zu finden sind, ist durch die Paratronwirkung dieser Bereich abgedeckt. Wenn Morkhero nun durch Paratronschirme hindurch Wirkung entfalten kann, bedeutet das, daß er über Parakräfte verfügt (oder paramechanisch-technische Möglichkeiten?), die über diesem Paratron-Grenzwert von 1,1 Petakalup hinaus angesiedelt sein müssen. Somit stellen sie etwas dar, das der terranischen Paraforschung in dieser Form bislang unbekannt ist.
 
Es könnte allerdings sein, daß hier Effekte zum Tragen kommen, die in ähnlicher Weise bei den Kardec-Schilden der Porleyter, den Möglichkeiten der Cantaro oder denen der Arcoana beobachtet wurden, denn die bislang als natürliche Parakräfte bekannten Effekte beziehen sich ja bekanntlich nur auf einen kleinen Ausschnitt des viel umfangreicheren UHF-Bandes. Morkheros Anwesenheit auf Morbienne III scheint vor allem mit den hiesigen Bedingungen zusammenzuhängen, läßt sich hier doch in Form des Fluut paranormale Kraft im sonst kaum bekannten Ausmaß »tanken« - schließlich liegt das Hyperemissionsmaximum der Sonne bei etwa einem Petakalup. Das jedoch heißt, daß es Wirkungsabschnitte gibt, die über die oben genannten 1,1 Petakalup hinausreichen und folglich auch genutzt werden können.
 
Inwieweit damit vielleicht Morkheros Fähigkeit zusammenhängt, andere Lebensformen zu beeinflussen beziehungsweise geistig zu übernehmen oder Paratronschirme zu durchdringen, läßt sich zur Zeit weder bestätigen noch verneinen. Ein gewisser Grad der Wahrscheinlichkeit ist auf jeden Fall gegeben. In diesem Zusammenhang zu berücksichtigen ist nämlich ebenfalls, daß das Universum von psionischen Feldlinien durchdrungen ist. Diese stehen in enger Verbindung mit jenen des Moralischen Kodes und den Psionischen Informationsquanten (Psiqs), den interaktiven Verbindungen der Kosmonukleotide untereinander und dem Universum selbst. Die zeitweise durch DORIFER erhöhte Psi-Konstante und das in der Folge im Wirkungsbereich dieses Kosmonukleotids für die Netzgänger nutzbar gewordene Psionische Netz mit seinen Norm- und Präferenzsträngen waren hierbei nur als »Anregungsform« anzusehen, während die übrigen kosmischen Kraftfeldlinien den Grundzustand darstellten und darstellen. Und deren Nutzung stand beispielsweise den Querionen in Gestalt der »Absoluten Bewegung« schon lange vor der der Netzgänger zur Verfügung.
 
Vergleichsmessungen belegen, daß bis zum Dichtmachen DORIFERS die Psi-Konstante einen Wert von 2,9367 x 1015 Kalup besaß, exakt das 227- oder 134.217.728fache der bei 21,88 Megakalup liegenden Hyperraumkonstanten. Inzwischen hat sich der neue (eigentlich ja alte) Wert wieder eingependelt; er entspricht dem 226fachen der Hyperraumkonstante, nämlich 1,4683 x 1015 Kalup. Bemerkenswert hieran ist nun, daß die Binärpotenzen der Hyperraumkonstante stets Frequenzen betreffen, die mit einem Minimum des »natürlichen Geräuschpegels« verbunden sind, in deren Nähe bevorzugt Umsetzungen technischer Art angesiedelt oder aber besondere Phänomene vorzufinden sind. Bei 1,4683 x 1015 Kalup liegen auch die Hyperfrequenzen, gegen die ein Paratronschirm keinen Schutz bietet - weshalb fortan diesem Bereich verstärkte Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte. Vielleicht läßt sich mit Hilfe des Hyperraum-Resonators ja ein Vorstoß Morkheros anmessen, sofern es Peaks eben bei 1,4683 x 1015 Kalup geben sollte.
 
Noch ist völlig unbekannt, um wen oder was es sich bei diesem Wesen handelt, welche Ziele es verfolgt und worauf seine Aktivitäten hinauslaufen. Bedenkt man allerdings, daß die in den PULS vorgestoßenen Superintelligenzen in ihren Mächtigkeitsballungen eine Art »Machtvakuum« hinterlassen haben, und verknüpft das mit der Aussage des Kosmokraten Hismoom, das »Jahrtausend der Kriege« stünde bevor, erscheinen die Zukunftsaussichten alles andere als rosig. Morkhero Seelenquell konnte zwar aufgespürt werden und hat sich offensichtlich an Bord seines erstaunlichen Raumschiffs mit unbekanntem Ziel abgesetzt, aber wir können sicher sein, daß wir es nicht zum letzten Mal mit diesem Geschöpf zu tun hatten...

Quellen: PR-Heft Nummer 2011
Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Wer ist Morkhero Seelenquell ?

Dringende Warnung: Zuerst Roman lesen!
 
Als Morkhero Seelenquell überstürzt von Morbienne III floh, mußte offen bleiben, welches UHF-hyperenergetische Potential er schon in eigener Person oder an Bord seines sonderbaren Raumschiffes, der ORDEO MYN, gespeichert hatte. Ebenfalls unbekannt ist, wie die Visionen Trim Maraths genau einzuschätzen sind. Im Herbst 1299 NGZ erlebte dieser jedenfalls etwas, das er als die »unheimliche Werdung einer dämonischen Macht« umschrieb: »Morkhero ist eine bösartige Wesenheit, deren Geburt ich miterlebt habe. Er ist ein machtvoller Geist, der mit jedem Augenblick stärker wird. Morkhero ist nicht menschlich, mit keinem Wesen dieser Galaxis zu vergleichen. Er ist irgendwo zwischen den Sternen der Milchstraße erwacht und breitet sich rasend schnell aus. Morkhero ist das personifizierte Böse.« (PR 2001) Trims Einschätzung, in Morkhero ein »Kind« zu sehen, das noch lerne und spiele, sich jedoch weiter entwickele und schnell an Macht gewinne, war nicht so recht mit den Beobachtungen auf Morbienne III in Einklang zu bringen. Um eine »Geburt« im wörtlichen Sinne konnte es sich im Herbst 1299 NGZ nicht gehandelt haben, denn dazu paßte nicht, daß Morkhero ein Raumschiff unbekannter Herkunft und Technologie besitzt.
 
Wenn überhaupt, könnte das psionische »Erwachen« gemeint sein; vielleicht als Folge der besonderen Bedingungen im als verboten klassifizierten System der Sonne Morbienne. Somit bleiben vorerst die Fragen unbeantwortet, woher dieses Geschöpf stammt, wer oder was es vorher war, wie alt es wirklich ist und aus welcher Werkstatt die ORDEO MYN stammt. Einziger Hinweis ist Trims Bericht über das »unwirkliche Land Dommrath«:... Jener dunkle Fleck im Universum, der Morkhero Seelenquells Heimat ist, sein Geburtsort, das Nirgendwo, das dieses Scheusal ausgespuckt hat... Hier ist alles voller Widersprüche, nichts hat Bestand, nichts ist, wie es scheint, und dennoch gehorcht alles einer eigenen Gesetzmäßigkeit... (PR 2001) Während Perry Rhodan und seine Freunde mit Dommrath nichts anzufangen wissen, ist uns dieser Begriff dagegen durchaus vertraut - allerdings im völlig anderen Zusammenhang. Vor rund 2,8 Millionen Jahren berichtete nämlich der von Prinzregent Torr geborgene Hrahhochhatt in der Galaxis Kohagen-Pasmereix: ... errichtete ein Hilfsvolk der Kosmokraten auf dem Planeten Dommrathi einen Dom. Den Dom Dommrath - der nach dem Willen der kosmischen Ordnungsmächte zum zentralen Sitz einer mächtigen Wächterorganisation werden sollte... der Chaotender griff den Planeten Dommrathi an, es war ein unfaßbares Zerstörungswerk, die Vernichtung all dessen, was mein Volk in den... Jahrtausenden zuvor geschaffen hatte. - Heute bin ich der letzte Chhatt, und wenn ich gestorben bin, wird das Geheimnis um die Konstruktion des Doms Dommrath auf eine Million Jahre oder länger verloren sein... (PR 1987)
 
In Kohagen-Pasmereix kämpften Chaotender und Kosmische Fabriken gegeneinander; die Chaotender wurden dabei offenbar vernichtet, in den Kosmischen Fabriken starben deren Kommandanten, und auch die Galaxis selbst war dem Untergang geweiht, wie Cairol Prinzregent Torr gegenüber bestätigte. Einzelheiten sind nicht bekannt, und Torrs Mutmaßung, die Kosmokraten müßten jene Kosmische Schlacht gewonnen haben, kommentierte Cairol nicht - was uns aufmerken lassen sollte! Siege werden gemeinhin nämlich groß herausgestrichen…
 
Der spätere Diener der Materie Torr Samaho jedenfalls überlebte die Begegnung mit einem Chaotender; für einen Moment glaubte er sogar das Gebilde als das zu erkennen, was es wirklich war: ein dunkles Loch, das auf geheimnisvolle Weise Intelligenz und Mobilität erlangt hatte, das nun als Reittier diente für eine Entität, die sich unterhalb des Ereignishorizonts verborgen hielt. (PR 1987) Bei Hrahhochratt handelte es sich um ein humanoides, nur zehn Zentimeter großes Wesen mit weißer, faltiger Haut, einem Kugelschädel und punktförmigen Augen, die so hell strahlten, als befinde sich hinter ihnen ein Laser. Auf den ersten Blick sind der Chhatt und Morkhero Seelenquell nicht miteinander zu vergleichen, allerdings gibt es sonderbare Übereinstimmungen: Das mit dem kopflosen »Silberträger« verbundene Wesen besitzt eine humanoide, fragile Gestalt von insgesamt nicht mehr als sechzig Zentimetern Größe; die Haut ist schrumpelig und hellbraun, und unter der Stirn klaffen im auf drei schlauchförmigen Hälsen sitzenden, eiförmig-kahlen Schädel ein Paar »Schießscharten-Augen«, aus denen ein geisterhaftes rotes Leuchten hervorschimmert.
 
Kleine Körpergröße, schrumpelig-faltige Haut und leuchtende Augen sind hierbei Merkmale, die beiden Wesen gemeinsam sind. Zu wenig, um eine Verwandtschaft oder gar gleiche Herkunft anzunehmen, dennoch bemerkenswert viel, um die Angelegenheit im mißtrauischen Auge zu behalten. Denn es ergibt sich möglicherweise eine waghalsige Spekulation: Könnte es sein, daß in Kohagen-Pasmereix als »Land Dommrath« eine Zone des Chaos entstand? Daß Morkhero Seelenquell dessen jüngste Ausgeburt ist? Jedenfalls versucht er, das von ES hinterlassene Machtvakuum auszufüllen; die von ihm Beeinflußten nennt er seine Hände. Und mit seinem Coup auf Santanz gelingt diesem Geschöpf ein Schlag, dessen Tragweite entsetzen muß: Handstreichartig schaffte es Morkhero Seelenquell, sich nahezu die komplette Eastside der Milchstraße zu unterwerfen! Damit dürfte sich die Hoffnung erledigt haben, daß von Seiten der Blues Völker auf positive Weise in den sich hinsichtlich des Kristallimperiums anbahnenden Konflikt eingegriffen wird. Vielmehr steht zu befürchten, daß mit Morkhero nun ein Machtfaktor in Erscheinung tritt, der selbst die Herrschaft anstrebt. Dies aber kollidiert mit Imperator Bostichs Expansionsstreben - was der Auseinandersetzung eine neue Dimension gibt…

Quellen: PR-Heft Nummer 2037
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