Heft: PR 1966
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Rubrik:
Volk
Unterrubrik 1:
Fauna
Unterrubrik 2:
Unterrubrik 3:
Unterrubrik 4:
Erstnennung in Zyklus:
30 - MATERIA
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Eintragsdatum:
-
Letzte Änderung:
30.01.2018

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Glossar in PR-Heft:
1989 / 1999
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1983              
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Lexikon II:
Lexikon III:
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Encyclopädia Terrania:
Guan a Var
Alias
Guan a Var

Beschreibung - Autor: PR-Redaktion

In der Galaxis Louipaz entwickelten sich die Joridaer zum wichtigsten Volk.  Die begabten Gen-Konstrukteure entdeckten auf einer Extremwelt Würmer, die sich von der Sonnen und der Hyperenergie ernährten.  Sie begannen diese Würmer zu züchten und zu manipulieren, bis sie eine Größe von hundert Metern erreichten.  
 
Weitergehende Manipulationen wandelten diese Würmer in intelligente Wesen um, die als organische Raumschiffe einzusetzen waren.  Diese Symbiontenschiffe wurden als Guan a Var bezeichnet. Im Laufe der Jahrtausende mutierten die Guan a Var, sie benötigten immer mehr Hyperenergie und verloren den Kontakt zum Standarduniversum.  
 
Die Joridaer merkten diese Entwicklung zu spät und wurden nach und nach von den Guan a Var getötet.  In der Folge entwickelten sich die Sonnenwürmer zu fünfdimensionalen Wesen.  
 
In Rudeln fielen sie über Sonnen her, zapften diesen Energie ab, bis sie kollabierten und zu Novae wurden.  Die Guan a Var wurden zu den Monstren von Louipaz, sie verwandelten die ganze Galaxis in eine Sterneninsel des Todes. Als die Nonggo den Sonnentresor in Chearth errichteten, sprangen die Guan a Var dahin und wurden dort für Jahrtausende gefangengenommen.


Quellen: Glossareintrag in PR 1989 / 1999
Beschreibung 2 - Autor: Perrypedia

Die Guan a Var werden auch Sonnenwürmer oder die Monster von Louipaz genannt. Sie leben im Hyperraum und waren eine der acht kosmischen Gefahren, die von den Nonggo gebannt wurden.
 
Erscheinungsbild
Als sie noch auf ihrer Heimatwelt lebten, waren diese Riesenwürmer etwa sechs Meter lang und einen Meter dick. Ihre Haut war samtbraun und ledrig. Ihr Körper lief vorne und hinten spitz zu. Am vorderen Körperende befanden sich zwei biegsame Hörner von einem halben Meter Länge, mit denen die Würmer Hyperenergie in Form von Blitzen abgeben konnten.
 
Später wurden die Würmer, von den Joridaer auf immer größere Maße gezüchtet. Zuletzt waren sie 60 m lang.
 
Als die Joridaer ausstarben, beschlossen die Guan a Var, einen evolutionären Schritt zu vollziehen: Sie entledigten sich ihrer Körper und existierten seitdem nur noch als reine Energie.
 
Nur während der Teilung wurden sie materiell und waren während dieser Phase verwundbar.
 
Fähigkeiten
Die Guan a Var pflanzen sich durch Teilung fort. Dabei schnürt sich der Körper in der Mitte ein. Gleichzeitig wird er in einen schützenden Kokon gehüllt. Am Ende entsteht so ein neuer Wurm, während der alte auf die Hälfte seiner Größe geschrumpft ist und erst wieder wachsen muss. Die Joridaer haben den Guan a Var zwar Intelligenz angezüchtet, doch mit jeder Teilung wird der Elter dümmer. Auch das Kind besitzt eine niedrigere Intelligenz. So war absehbar, dass die zu einem Intelligenzvolk gezüchteten Sonnenwürmer in einer absehbaren Zukunft wieder den Status lediglich instinktgeleiteter Tiere einnehmen würden.
 
Schon als Riesenwürmer auf ihrem Heimatplaneten besaßen sie die Fähigkeit, Sonnenstrahlung aufzunehmen und als Hyperenergie wieder abzugeben. Mit diesen Energiestößen haben die Würmer als Raubtiere ihre Beute getötet.
 
Später, als Guana, wurde ihnen von Genetikern die Fähigkeit verliehen, sich auch vom hyperenergetischen Anteil der Sonnenstrahlung zu ernähren. Ihr Gewebe wurde immer mehr mit Hyperenergie gesättigt. Sie konnten nun als lebendige Raumschiffe der Hitze einer Sonnenkorona widerstehen, fernab von Himmelskörpern durch das All fliegen und aus dem Stand heraus Transitionen durchführen. Da sie als organische Raumschiffe dienen sollten, wurde ihnen genetisch einprogrammiert, dass sie biologische Substanzen erzeugen können, die den Joridaern als Nahrung und Atemluft dienen.
 
Einige Jahrtausende nach ihrer genetischen Konditionierung begann sich das Bewusstsein der Guana zu verändern. Sie waren intelligent, wurden aber immer mehr von den Einflüssen des Hyperraums geprägt. Irgendwann konnten sie die Gedankengänge 4D-raumzeitlicher Wesen nicht mehr nachvollziehen und umgingen den einkonditionierten Schöpferschutz.
 
Die Guan a Var kommunizieren untereinander per Hyperfunk. Die Worte sind aber für normale raumzeitliche Wesen nicht übersetzbar, da sie von Begrifflichkeiten des Hyperraums ausgehen. Nur hochstehende Entitäten und Wesen mit einer besonderen Affinität zum Hyperraum, wie Vincent Garron, können diese Sprache prinzipiell verstehen.
 
Bekannte Guan a Var
  • So'o'both – Der letzte intelligente Vertreter seiner Art erzählte Vincent Garron die Geschichte seines Volkes.
  • Yoba'a'teth – Er tötete den letzten Joridaer.
 
Geschichte
Vom Raubtier zum Raumschiff
Etwa 95.000 v. Chr. entdeckte ein joridaischer Wissenschaftler die namenlose Heimatwelt der Riesenwürmer im Zentrum der Galaxie Louipaz. Er erinnerte sich an die Legende vom Planeten Scheihulud, auf dem Riesenwürmer leben sollen, deren Sekret unsterblich macht. Er war fasziniert von der Fähigkeit dieser Tiere, Hyperenergie zu nutzen, und fing drei von ihnen.
 
Wissenswertes: Sowohl der Name des Planeten, als auch die lebensverlängernde Wirkung der Ausscheidungen von Würmern sind Anspielungen auf Dune von Frank Herbert und die Riesenwürmer, Shai' hulud genannt.
Der Genetiker Guanaar begann, größere Modelle zu züchten. Außerdem benannte er sie in aller Bescheidenheit nach sich selbst: Guana. Die Guana sollten den Joridaern als organische Raumschiffe dienen. Dazu wurden Individuen mit 30 m Länge gezüchtet. Diese waren zu interplanetaren Flügen fähig (vermutlich durch natürliche Hypergravitation, Telekinese oder etwas Ähnliches) und konnten aus dem Stand heraus Transitionen durchführen. Durch all diese Fähigkeiten stieg aber auch der Energiebedarf der Guana.
 
Immer neue Modelle wurden gezüchtet. Jedes war größer als das vorherige und konsumierte und zirkulierte mehr Hyperenergie. Also musste man die Guana an Sonnen grasen lassen. Bald jedoch fanden die Guana heraus, dass sie viel mehr Energie bekommen, wenn die Sonne zu einer Nova explodiert. So nahm der Untergang seinen Anfang.
 
Monster von Louipaz
Etwa 35.000 v. Chr. hatten die Joridaer begriffen, dass sie die Guana aufhalten mussten. Sie begannen mit der großen Suche: Der Suche nach dem Ursprungsplaneten der Würmer. Mit dem Genmaterial der dortigen Exemplare sollten die Guana devoliert werden. Die Guana hatten aber längst gelernt, bei der Fortpflanzungs-Teilung ihr Gehirn vom organischen Rechner abzukoppeln. Auf diese Weise beobachteten sie über Jahrtausende die Joridaer und ihre große Suche.
 
Inzwischen hatten einige Guana aber auch Sonnen mit bewohnten Planeten zerstört. Eines der betroffenen Völker, die Yllopter, entdeckte den Wurmplaneten vor den Joridaern und zerstörte ihn mit einer Kernbrandbombe. Ein Joridaer war mit seinem Guana dabei. Als der Guana erkannte, dass die Vergangenheit seines Volkes gestorben war, benachrichtigte er seine Artgenossen, um sie aufzufordern, sich von den Joridaern zu befreien. Danach ließ er sich von den Ylloptern töten, um die Information vor den Joridaern geheim zu halten.
 
In den folgenden Jahrtausenden kam es zu einer eskalierenden Entwicklung: Immer mehr Guana begannen, ausschließlich 5-dimensional zu denken. Gleichzeitig verloren immer mehr Guana ihre Intelligenz. Nach Maßstäben der Joridaer wurden sie wahnsinnig. Diese Guana wurden Guan a Var genannt.
 
Zu unbekannten Zeitpunkten hatten die Guan a Var Kontakt zu verschiedenen im Hyperraum lebenden Wesen. Diese Kontakte beschränkten sich jedoch auf kurze Unterhaltungen und diese Wesen verschwanden auch sehr schnell wieder.
 
Etwa 15.000 v. Chr. töteten die letzten Guana ihre Joridaer-Piloten. Danach beschlossen sie, sich endgültig von ihren Körpern zu trennen und nur noch im Hyperraum zu leben. Nacheinander weideten die Guana fast jede Sonne von Louipaz ab und vernichteten sie dadurch. Durch ihr zerstörerisches Handeln erhielten sie in dieser Zeit auch ihren Beinamen Monster von Louipaz. Als kaum noch Sonnen als Nahrungsquelle zur Verfügung standen, begannen sie zu hungern. Sie sahen, hörten, fühlten mit ihren Hyperraum-Sinnen zwar die vielen anderen Galaxien, scheuten aber das Risiko einer derart weiten Transition. So schrumpfte die Zahl der Sonnenwürmer mehr und mehr und durch fortwährende Teilung hatten nahezu alle ihre Intelligenz verloren. Schließlich war nur noch eine Herde von rund 100.000 Guan a Var übrig.
 
Gefangen im Sonnentresor
Etwa um das Jahr 1000 v. Chr. bemerkten sie bei einer der Galaxien ein Aufflammen, eine Energiespitze, die ewige Nahrung und Fortpflanzung versprach. Sie überwanden ihre Angst vor den Weiten des Leerraums, zögerten nicht länger und sprangen alle gleichzeitig dorthin. Sehr schnell mussten sie jedoch feststellen, dass sie die Sonne, in der sie gelandet waren, nicht mehr verlassen konnten. Sie waren im Sonnentresor, der von den Nonggo für sie in der Galaxie Chearth als Falle errichtet worden war, gefangen.
 
Da Skoghal, die Zentralsonne des Tresors, nicht genug Energie liefern konnte, um sie alle am Leben erhalten zu können, ging ihre Leidenszeit weiter. Im Verlauf der nächsten Jahrtausende, die sie nur in einer Art Dämmerzustand überstanden, starben wiederum viele von ihnen. Bis zum Jahre 1291 NGZ war die Population schließlich auf lediglich 25.000 Einzelwesen geschrumpft.
 
Die Manipulationen der Algiotischen Wanderer, die letztendlich auf eine Öffnung des Sonnentresors abzielten, zeigten erste Erfolge. Am 1. Januar 1291 NGZ gelang es einigen Guan a Var erstmals wieder, Skoghal zu verlassen und zumindest die äußeren Sonnen des Tresors zu erreichen. Durch die ebenfalls in Chearth tätigen Galaktiker konnten sie jedoch wieder nach Skoghal zurückgelenkt werden. Schließlich gelang am 25. Februar drei Guan a Var die Flucht aus dem Sonnentresor heraus. Sie sprangen zum Eleprysi-System und nährten sich an der Sonne, bis diese sich am 29. März zu einer Nova wandelte und das gesamte System dadurch vernichtet wurde. Mit dem so genannten Yaronag stand den Galaktikern inzwischen aber eine Waffe gegen die Sonnenwürmer zur Verfügung, und so wurden die drei Entflohenen nur wenige Tage später getötet.
 
Nicht nur durch manipulative Eingriffe, sondern auch durch die eigentliche Konstruktionsweise des Sonnentresors ließ dessen Stabilität mehr und mehr nach, und so gelang es den Guan a Var wieder vermehrt, zu den äußeren Tresor-Sonnen überzuwechseln. Durch erneuten Einsatz des Yaronag wurden sie ab dem 24. April in einen Schockzustand versetzt, der sie an weiteren Aktionen hinderte.
 
Anmerkung: Ihrem Ende entgingen die Guan a Var in dieser Zeit nur, weil die Galaktiker von Sirku, einem Bewusstseinssplitter der Superintelligenz Nisaaru, nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht wurden, dass die Sonnenwürmer noch eine wichtige kosmische Aufgabe erfüllen sollten. Ansonsten wären wohl alle verbliebenen Guan a Var durch massiven Einsatz des Yaronag getötet worden um so die von ihnen ausgehende, nicht kontrollierbare Gefahr endgültig zu bannen.
 
Im Kessel von DaGlausch
Als der Sonnentresor am 29. April 1291 NGZ endgültig zusammenbrach, konnten die Guan a Var diese Gelegenheit zur Flucht nicht nutzen. Wie es ursprünglich bereits von den Nonggo vorgesehen war, wirkte die Gesamtstruktur des Tresors nun ähnlich der eines Sonnentransmitter und alle Sonnenwürmer wurden zum Kessel von DaGlausch versetzt. Durch die Nonggo wurde dieser Vorgang als Gan Grango Ranka bezeichnet und bereits beim Bau des Sonnentresors im Auftrag der Koalition Thoregon initiiert.
 
Im Kessel herrschten für die Guan a Var geradezu paradiesische Zustände. Nach Jahrtausenden des Hungers fanden sie sich nun in einem regelrechten Meer von Hyperenergie wieder. Hier gerieten sie aber auch in die Obhut der Gestalter. Durch sie wurden die Guan a Var in achtzehn Herden von jeweils etwa 1400 Einzelwesen aufgeteilt und gezielt zu unterschiedlichen Regionen des Kessels geführt, wo sie sich gierig über die schier unerschöpflichen Energiemengen hermachten. Und so wurde auch die Natur ihrer kosmischen Aufgabe deutlich: Von nun an trugen die Guan a Var dazu bei, den energetischen Überschuss des Kessels abzubauen, der ansonsten in die benachbarten Galaxien DaGlausch und Salmenghest abfließen, und dort verheerende Kesselbeben auslösen würde. Aus den Monstern von Louipaz war somit ein Faktor der Bewahrung von Leben geworden - und wären sie noch im Besitz ihrer einstigen Intelligenz gewesen, hätten sie diesen Umstand wohl mit Genugtuung aufgenommen.


Quellen: PR 1966, PR 1968, PR 1976, PR 1984, PR 1991, PR 1997, PR 1999
Beschreibung 3 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 4 - Autor:


Quellen:
Beschreibung 5 - Autor:


Quellen:

Heft: PR 1976
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Verweise:








Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Sternenfresser

Die Guan a Var sind Hyperraumwesen, die keinen Bezug zum Standarduniversum haben - jedenfalls nicht zu seiner raumzeitlich-manifestierten Struktur. Nun haben aber alle konventionellen Wechselwirkungen ihre übergeordneten Äquivalente im hyperenergetischen Spektrum; in ihrer Quantenerscheinung ganz allgemein Quintronen genannt. Und die universellen Teil-Kontinua des Multiversums sind ins Ganze und damit in »den Hyperraum« eingebettet. Demnach gibt es auch für die Sonnenwürmer ein für sie wahrnehmbares »Etwas«, das auf Hyperebene dem Standarduniversum entspricht respektive äquivalent ist. Seit langem ist beispielsweise bekannt, daß Sonnen neben ihren elektromagnetischen Emissionen solche auf übergeordnetem Niveau besitzen - sie sind ebenso Hyperstrahler, wie sie durch ihre Masse die Raumzeit krümmen und durch die in ihnen ablaufenden Fusionsprozesse Wärme, Licht und hochenergetische Quanten abstrahlen. Wird weiterhin berücksichtigt, daß aus den ins Standarduniversum eintretenden, quasi degenerierenden Hyperbarie-Quintronen Masse und Gravitation entstehen, kann mit gleicher Berechtigung gesagt werden, daß allem konventionell Manifestiertem eine Hyperkomponente zugrunde liegt. Stabile Materie in ihren Erscheinungsformen Masse und Energie gemäß E = mc2 ist im allgemeinen jedoch keine freie oder nutzbare hyperenergetische Eigenschaft zuzuschreiben - sie gleicht erstarrtem Eis mit geringem inneren Freiheitsgrad.
 
Genau wie beim Eis - das ja nichts anderes ist als gefrorenes H2O, also Wasser - läßt sich aber der »Aggregatzustand« ändern. Flüssiges Wasser mit erhöhtem Freiheitsgrad entspricht demnach einem Zustand von Materie, bei dem nicht die gesamte Menge raumzeitlich manifestiert ist, sondern ein gewisses Quantum davon in hyperenergetischer Form vorliegt. Der Übergang zum Wasserdampf heißt dann, daß die Materie komplett auf ihre Hyperbarie-Struktur zurückgeführt wird - sie »entmaterialisiert« und nimmt einen Zustand mit größtmöglichem Freiheitsgrad und höchster Symmetrie an. Umgekehrt formuliert: Bricht die Symmetrie, tritt an ihre Stelle die Ausrichtung auf Raum und Zeit im Standarduniversum. Wasserdampf entspricht in unserem Modell also dem Hyperenergetischen mit höchster Symmetrie. Das Kondensieren zu flüssigem Wasser schränkt diese Freiheit ein, die Moleküle sind durch die Wasserstoffbrückenbindungen aneinander geknüpft und es werden Raumrichtungen bevorzugt. Beim Eis schließlich ist diese Ausrichtung noch gravierender, es entstehen konkrete Strukturen - am anschaulichsten zu erkennen bei Schneeflocken und Eiskristallen -, deren innerer Spielraum weiter eingeschränkt ist. Vergleichbares wird für die Singularität der unendlichen Temperatur beim Urknall gesagt: Je höher die Temperatur, desto ungeordneter werden die Bewegungen, sprich: die Vergrößerung des Chaos. Zwar ist bei unendlicher Temperatur das größtmögliche Chaos erreicht, aber auch die höchstmögliche Symmetrie - die »Große Vereinheitlichung« aller Wechselwirkungskräfte. Sinkt die Temperatur, vermindert sich das Chaos und es können sich Strukturen bilden: Die Ordnung nimmt zu, die Symmetrie ab. Dem entspricht der Übergang von Wasserdampf über Wasser zu Eis: Die freie Drehsymmetrie der Moleküle gefriert zu der eingeschränkten von Eiskristallen, die Richtungen im Raum auszeichnen und eine Ordnungsstruktur ergeben, die vorher so nicht gegeben ist …
 
Bei den thermonuklearen Prozessen im Inneren von Sonnen mag der Anteil der hyperenergetischen Komponente nur leicht erhöht sein, in jedem Fall ist er aber größer als bei interstellarem Wasserstoff oder sonstiger Normalmaterie - und die gewaltige Gesamtmasse eines Sterns erhöht diesen Anteil proportional. Das ist es dann, was die Guan a Var erkennen: Ein »Hyper-Peak«, der in der Struktur des Hyperraums deutlich hervorsticht. Um sich von Hyperenergie ernähren zu können, reicht die normale Hyperenergieproduktion eines Sternes aber nicht aus - also wird die Fusionsreaktion von den Sonnenwürmern intensiviert und beschleunigt, und als Hyperraumwesen nutzen sie hierzu die ihnen eigenen (Hyper-)Kräfte und Möglichkeiten. Was bei ungestörtem Ablauf im Standarduniversum Milliarden Jahre in Anspruch nimmt, wird durch die Manipulation der Guan a Var zu einer Angelegenheit weniger Wochen. Die mit dem sogenannten »Wasserstoff-Brennen« verbundenen hyperenergetischen Emissionen stellen hierbei die eigentliche Nahrung dar. Das später einsetzende »Helium-Brennen« kann gewissermaßen als Nachspeise angesehen werden, die nachfolgenden Prozesse bieten offensichtlich weniger verdauliche Ergebnisse - die Guan a Var sind dann längst zum nächsten »Sonnenhappen« weitergesprungen oder haben sich zum Teilungsprozeß im Hyperraum verkapselt, während der von ihnen vergewaltigte Stern explodiert und zur Nova wird ... Nach welchen Auswahlkriterien die Sonnenwürmer ihre Mahlzeit bestimmen, bleibt rätselhaft. Von Myles Kantor stammt allerdings die These, daß hierbei vielleicht Aspekte hineinspielen, die mit dem Hyperspektrum der jeweiligen Sonnen zu tun haben, da die ausgewählten Sterne einige jener »Hyper-Resonanzen« aufweisen, die vielleicht die Entwicklung von Leben oder paranormaler Begabungen fördern.
 
Apropos 1983: Der NATO-Doppelbeschluß führt zu heftigen Protesten der Friedensbewegung; Lech Walesa erhält den Friedensnobelpreis; der »Stern« fällt auf die Fälschungen der »Hitler-Tagebücher« herein; ein südkoreanischer Jumbo-Jet wird von einem sowjetischen Abfangjäger abgeschossen; Aerobic wird auch in Deutschland zur Massenbewegung; es sterben: Louis de Funès, Hennes Weisweiler, Erik Ode und Charlie Rivel (»Akrobat schööön«); Buch des Jahres ist »Der Name der Rose«; Film des Jahres »Die unendliche Geschichte«

Quellen: PR-Heft Nummer 1983
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