Titelbild PR 2317 © Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt
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Spezifikationen:
Volkszugehörigkeit:
Arkoniden
Rubrik:
Personen
Unterrubrik 1:
Extraterrestrier
Unterrubrik 2:
Unterrubrik 3:
Unterrubrik 4:
Erstnennung in Zyklus:
27 - Die Tolkander
Nennungen in Zyklus:
Eintragsdatum:
-
Letzte Änderung:
23.08.2018

Quellenliste:
PR-Heft:
Auflage:

Folge:

Report in PR-Heft:
Glossar in PR-Heft:
1922 / 2015 / 2050 / 2200 / 2222 / 2791 / 2843 / 2975
Computer / Kommentar:
2038              
Lexikon I:
Lexikon II:
Lexikon III:
Atlan-Lexikon in HC:
Encyclopädia Terrania:
Bostich I.
Alias
Gaumarol da Bostich

Beschreibung - Autor: PR-Redaktion

Seit der Ermordung von Theta von Ariga, der ersten Imperiatrice von Arkon, ist Bostich der Imperator des Kristallimperiums. Sein politisches Ziel ist die komplette Rekonstruktion des alten Imperiums, das zu seiner Blütezeit große Teile der Milchstraße beherrschte. Dabei wird Bostich von Hintermännern verdeckt kontrolliert, die eine schärfere Gangart bevorzugen würden, bisher aber durch die "hohe Politik" davon abgehalten werden. Seine Erhabenheit Gaumarol da Bestich gilt als hochintelligent und unberechenbar. Er ist von unbändigem Ehrgeiz besessen und zeichnet sich durch eine gewisse Großmannssucht aus.Trotzdem ist er ein gutaussehender und gebildeter Gesprächspartner, der es versteht, einen staatsmännisch ernsthaften Eindruck zu hinterlassen. (Haensel-Definition) In der Zeit um das Jahr 1291 NGZ, ist das Imperium der Arkoniden wieder in vollem Glanz erblüht. Alte Werte, Macht- und Statussymbole werden wieder wichtig. Das Kristallimperium nimmt einen ungeahnten Aufschwung und wird zum wichtigsten Machtfaktor der Milchstraße. An der Spitze der neuen Machtfülle steht Imperator Gaumarol Bostich I. da Arkon, der neue Regent von Arkon. Bostich ist 1,92 Meter groß und von imposanter, durchtrainierter Statur. Der Arkonide hat einen geraden, langen Nasenrücken und tief in den Höhlen liegende Augen. Die Wangenknochen Bostichs sind markant ausgeprägt und treten stark hervor. Der schmallippige Mund verleit dem Gesicht harte und autoritäre Züge. Im Gegensatz zu den traditionellen Arkoniden trägt Bostich sein Haar kurz, nur etwa Schulterlang. Bostich wurde am 27. August 1212 NGZ auf der Kristallwelt geboren. Zur Handlungszeit 1303 NGZ ist Bostich also 91 Jahre alt, für einen Arkoniden mit einer mittleren Lebenserwartung von 200 Jahren also im besten Alter. Einer der engsten Vertrauten des Imperators ist sein Geheimdienstchef Sargor von Progeron.
 
Rückblick: Im Alter von 5 Jahren verläst Gaumarol Bostich das erste mal seine Heimatwelt im Cerkol Sternhaufen, um mit seinem Vater nach Arkon I zu fliegen. Für Gaumarol ist dies der erste, bewusst erlebte Raumflug und ein sehr beeindruckendes Erlebnis. Auf der Kristallwelt angekommen, ist Bostich noch um ein vieles mehr vom Kristallpalast beeindruckt, dem Zentrum aller Macht die von Arkon ausgeht. Als der junge Bostich erstmals die Galerie der Imperatoren sieht, ist er so beeindruckt, das er sich vornimmt alles über die Ahnenreihe der Herrscher Arkons zu lernen. Gaumarols Jugendfreund ist der Kolonialarkonide  Aktakul. Als ein Felsensturz Gaumarol am Bein verletzt, rettet ihm Aktakul das Leben und versichert sich so seiner Freundschaft, die sich über die Jahre immer mehr festigt. Im Alter von 15 Jahren schreibt sich Gaumarol in der Galaktonautischen Akademie von Iprasa ein und schließt als einfacher Tharg'athors ab. Der junge Bostich war von Anfang an nicht an einer militärischen Laufbahn interessiert und entsprach nur dem Wunsch seines Vaters. Später, als Gaumarol zur ARK SUMMIA Prüfungswelt Largamenia aufbrechen und einen adligen Begleiter für die kommende Zeit wählen soll, zieht dieser seinen Freund Aktakul vor. Gegen den anfänglichen Widerstand seines Vaters kann der junge Bostich ereichen, das sein Freund aufgenommen wird und sogar die Chance erhält, die dritte Stufe des ARK SUMMIA zu erreichen, was mit einer Aktivierung des Extrasinns gleichzusetzen ist. Nur äußerst selten wird dieses Privileg einem Kolonialarkoniden zu Teil. Zusammen bestehen sie alle Prüfungen und zählen schließlich zu den letzten Bewerber, welche die dritte Stufe des ARK SUMMIA abschließen. Viele spätere Weggefährten treten zu dieser Zeit in Bostichs Leben, wie etwa Sargor da Progeron, der spätere Cel'Mascant der gefürcheten Kralasenen, Hyrion da Caesmol, Thek'athor im Flottenzentralkommando und auch die Tochter der Imperatrice persönlich, Jasmyne da Ariga.
 
Als Gaumarol und Aktakul schließlich alle Prüfungen von Largamenia erfolgreich absolvieren und ihnen die Aktivierung des Logiksektors zugesprochen wird, kommt es zu einer unerwarteten Wende. Aktakul, der gleichzeitig mit Gaumarol die Aktivierungsprozedur durchläuft, »hört« offenbar sofort die leise Stimme seines Logiksektors, Gaumarol nicht. Die Aktivierung muss bei ihm fehlgeschlagen sein, doch diese Schmach will er selbst nicht zugeben. Gaumarol bemerkt jedoch bald, dass etwas anderes, unbegreifliches mit ihm vorgeht. Er erlebt erschreckend reelle Traumzeiten, bei denen er mit den früheren Imperatoren Arkons zusammentrifft und sich austauscht. Diese Träume wirken so wirklich, das Gaumarol mit jeder Faser seines Körpers glaubt in dieser Traumwelt präsent zu sein. Später erfährt Bostich das die Aktivierung seines Extrasinns fehlgeschlagen ist und sich als multipel personalisierter Extrasinn bemerkbar macht. Es kommt dabei zu einer gespaltenen Persönlichkeit, die sich mit einer Art Rollenverhalten mitteilt. In Bostichs Fall manifestiert sich das Phänomen in Gestallt der alten Imperatoren, die ihn in seinen Träumen beraten.
 
Als Bostich schließlich zum Imperator von Arkon aufsteigt, gibt es für ihn nur ein Ziel; die alte Macht Arkons in Glanz und Glorie wieder erstehen zu lassen. Bostich arbeitet zielstrebig auf die Umsetzung seiner Pläne hin und forciert eine Anzahl Großprojekte, bei deren Abschluss er das neue göttliche Imperium verkünden will. Dazu gehören unter anderem der Kristallschirm und das fliegende Flottenzentralkommando Ark'Thektran. In einem letzten, verwirrenden Traumzyklus schließt Bostich mit den multiplen Persönlichkeiten seiner Traumwelt ab und wacht schweißgebadet auf. Als er die wirren Traumbilder hinter sich lässt, vernimmt er plötzlich und zum ersten Mal die klare Stimme seines Extrasinns. Die Aktivierung seines Logiksektor ist nach unendlich langer Zeit doch noch erfolgreich verlaufen. Ehe er jedoch seinen Traum, die Wiederherstellung der Drei-Planeten-Konstellation aus Arkon I, Arkon II und Arkon III, verwirklichen kann, wird er 1303 NGZ von der jungen Superintelligenz SEELENQUELL unterworfen. Nachdem die Terraner ihn aus dem Bann SEELENQUELLS befreit haben, geht Bostich zur Bekämpfung der Superintelligenz ein Zweckbündnis mit Perry Rhodan ein, fordert aber als Gegenleistung einen Zellaktivatorchip, den er 1304 NGZ schließlich auch erhält. Nach dem Sieg über SEELENQUELL löst er den Pakt mit Rhodan und setzt seine Politik der Stärke unbeirrt fort(-> PR ab 1924)
 
Glossareintrag in PR 2791:
Bostich wurde nach dem Verlust seines rechten Arms durch die Larin Than-Deneec auf Volterhagen ein neuer gezüchtet, der allerdings durch Implemen- tierung von halutischem Genmaterial aus der Leiche von Icho Tolots Kind genetisch verändert wurde. Seitdem kann Bostich den Arm strukturwandeln. Allerdings ver- ändert sich ausgehend von dem neuen Arm die neuronale Struktur des ganzen Körpers, zunächst Richtung Brustraum.
 
Das neuronale Gewebe bildet eine Netzstruktur mit etlichen Epizentren aus, von den Medikern als »Mikrohirne« bezeichnet. Davon ausgehend, hört Bostich Stimmen, die er nur ansatzweise versteht, nur bruchstückhaft. Hin und wieder gelingt es dem Extrasinn, etwas zu übersetzen.
 
Was Bostich zugeflüstert wird, sind offenbar überwiegend Nachrichten aus seinem Körper. Was sonst bei Menschen unbewusst abläuft – die Tätigkeit von Herz, Nieren, Leber etc. –, wird dem Arkoniden zunehmend bewusst. Und der Zellaktivator interpretiert diese Veränderung anscheinend nicht als feindliche Übernahme, sondern lässt sie zumindest zu.
 
Nachweisbar ist jedenfalls: Bostichs Sinne erleben luzide Phasen – Phasen, die nur wenige Sekunden dauern, in denen aber seine Sinne deutlich geschärft sind: Er sieht, hört, schmeckt intensiver. In diesen luziden Phasen erlebt er die Zeit als gedehnt, sodass er Zeiträume, die für einen normalen Menschen nur als Augenblick erscheinen, in Abschnitte unterteilt erleben kann.
 
Glossareintrag in PR 2843:
Im Jahr 1514 NGZ fordert der Onryone Shekval Genneryc die Auslieferung Bostichs (der damals als Vorsitzender des Galaktikums fungiert) als einen der beiden Hauptangeklagten von GA-yomaad an das Atopische Tribunal. Bostich widersetzt sich und stellt sich unter den Schutz der USO.
 
Zusammen mit Ronald Tekener entzieht er sich zunächst erfolgreich dem Zugriff des Tribunals, wird aber dann mithilfe tefrodischer Mutanten gefasst; Tekener findet dabei den Tod. Der Atopische Richter Matan Addaru Dannoer verurteilt Perry Rhodan und Bostich für einen Zeitraum von 500 Jahren zu Mobilitäts- und Autoritätsentzug, um ihnen die Handlungsfreiheit zur Auslösung des Weltenbrandes zu nehmen und ihnen Gelegenheit zur Besserung zu geben. Bostich und Rhodan werden auf dem Gefängnisplaneten Bootasha interniert.
Zwei Jahre später gelingt Perry Rhodan und Bostich die Flucht an der Seite des Laren-Rebellen Avestry-Pasik. Bostich verliert auf der Flucht den rechten Arm, erhält aber alsbald in der Galaxis Larhatoon einen neuen durch die Larin Than-Deneec.
 
Diese hat allerdings in Bostichs neuen Arm genetisches Material eines Haluters eingebaut, von dem eine Verwandlung ausgeht, die Bostichs Gesamtheit betrifft. Im Schulter- und Oberarmbereich entstehen zentimetergroße »Mikrogehirne«, die Zentren eines neu entstehenden Nervengeflechts. Bostichs Extrasinn sieht sich von den Einflüsterungen dieser Mikrogehirne bedrängt und fühlt sich seiner Funktion als Logiksektor zum Trotz dadurch verwirrt und verunsichert.
 
Im Laufe des nächsten Jahres entwickelt sich ein neuronales Netzwerk, das Bostich selbst als Denkgeäder, sein Extrasinn jedoch als Neuronalrhizom bezeichnet. Dieses breitet sich über den gesamten Körper mitsamt dem Gehirn aus. Seine optische Wahrnehmung erreicht zwar nicht das zeitliche Auflösungsvermögen eines Haluters, beträgt jedoch bereits das Dreiundzwanzigfache des arkonidischen.
 
Um nach der Rückkehr in die Milchstraße von dem Unternehmen Perry Rhodans abzulenken, das Richterschiff CHUVANC zu kapern, versucht Bostich, sein ehemaliges Flaggschiff, die GOS'TUSSAN II, zurückzuerobern. Tatsächlich gelingt dieser Coup entgegen aller Wahrscheinlichkeit. In der Folge trennt sich Bostich von Perry Rhodan, wobei er ihm mitteilt, dass er sich in der Imperatrice-Ariga-Akademie die notwendige Besatzung für sein Riesenschiff holen will. Allerdings ist er als Kampfgefährte bei der Eroberung der CHUVANC zur Stelle.
 
Um den Angriff eindrucksvoll genug zu machen und Richter Chuv anzulocken, schlägt Bostich den Einsatz des Teslym-Geschosses vor, das sich mit maximal 82-prozentiger Lichtgeschwindigkeit voranbewege und von daher rechtzeitig von der CHUVANC abgefangen werden könne. Tatsächlich hält die CHUVANC das Geschoss auf und greift danach umgehend die GOS'TUSSAN II an, wobei sie diese zur Flucht zwingt.
 
Glossareintrag in PR 2975:
 
Allgemeines
Gaumarol da Bostich war ursprünglich 1,92 Meter groß und gut aussehend; trainiert und von eleganter Bewegung. Er hatte ein kantiges, militärisch strenges Gesicht mit ausgeprägten Wangenknochen, einer langen und geraden Nase, schmalen Lippen und tief liegenden roten Augen. Sein weißblondes Haar trug er leicht gewellt und nur knapp kragenlang – und damit kürzer, als es im Adel üblich ist.
Erst nach der Gefangennahme durch das Atopische Tribunal und seine Flucht zu den Laren, wo er halutisches Genmaterial aufnehmen musste, um zu überleben, veränderte sich sein Aussehen allmählich, wobei sich halutische Aspekte über seine arkonidische Gestalt legten, beispielsweise die schwarze Haut.
 
Beweggründe
Bostichs Charakter ist am besten zu verstehen, wenn man seine ureigene Motivation begreift, Großes zu bewirken und Nachhaltiges zu erschaffen. Zunächst richtete er seine Energie auf das arkonidische Imperium. Er nutzte stets alle Optionen, seien sie militärisch, diplomatisch, geheimdienstlich, technologisch oder wirtschaftlich.
Nach Erhalt des Zellaktivators durch ES und noch mehr nach seiner Ernennung zum Vorsitzenden des Galaktikums mäßigte sich Bostichs Verhalten, und der Staatsmann in ihm kam immer mehr zum Tragen. Diese Entwicklung gipfelte in dem Projekt von San, zu dem ihn Perry Rhodan hinzuzog, das aber bislang aufgrund äußerer Einflüsse nicht vorangetrieben wurde.
Bostich ist ein meisterhafter Staatsmann und Stratege und scheut nicht davor zurück, selbst in den Kampf zu ziehen, wenn der Feind nur mächtig genug ist, um dies notwendig zu machen.
 
Eckdaten der Biografie
1212 NGZ: Geburt als zweites Kind des Ta-moas Kiz da Bostich und Alyike da Bostich.
1228 NGZ: Gaumarol besucht als Kadett die Galaktonautische Akademie von Iprasa. Er beendet seine Militärlaufbahn als einfacher Tharg'athor und wechselt in die imperiale Verwaltung.
1239 NGZ: Gaumarol wird der neue Ta-moas seines Khasurns, der allerdings politisch undfinanziell am Boden liegt.
1240 NGZ: Nach der Ermordung von Imperatrice Theta von Ariga heben die VerantwortlichenGaumarol als deren Marionettenherrscher Bostich I. auf den Thron.
1289 NGZ: In einer Blutnacht lässt Gaumarol alle ermorden, die ihm im Weg stehen, und wird nun tatsächlich als Bostich I. Alleinherrscher des Imperiums.
1291 NGZ: Bostich I. unterstützt mit seiner Thronflotte den Kampf Perry Rhodans gegen die Kosmische Fabrik MATERIA.
1300 NGZ: Bostich besetzt etliche Sonnensysteme, darunter das Orion-Delta-System der Topsider, Ertrus und das Solsystem – und nimmt Reginald Bull gefangen.
1303 NGZ: Bostich gewinnt seinen wahren Extrasinn und gerät unter die geistige Kontrolle derSuperintelligenz SEELENQUELL. Nachdem er von Terranern befreit und geheilt wurde, unterstützt er sie, stellt seine Expansionspolitik ein – und fordert einen Zellaktivator als Gegenleistung.
1304 NGZ: Bostich erhält durch den Boten von ES, Lotho Keraete, einen Zellaktivator.
1344 NGZ: Bostich erlebt den ersten großen Angriff der Terminalen Kolonne mit, verlässt Arkonund schließt ein Bündnis mit Terra.
1345 NGZ: Bostich verhindert gemeinsam mit Reginald Bull die Parzellierung von Arkon I.
1346 NGZ: Mit Gründung des Neuen Galaktikums wird Bostich dessen Erster Vorsitzender undbleibt dies bis zu seiner Amtsenthebung durch das Atopische Tribunal.
1514 NGZ: Bostich und Perry Rhodan werden vom Atopischen Tribunal als Kardinal-Fraktoren verurteilt.
1516 NGZ: Bostich gelingt die Flucht aus der Haft, verliert dabei allerdings einen Arm. Auf dem Planeten Volterhagen wird dieser unter Verwendung halutischen Genmaterials ersetzt. In der Folge verändern sich Bostichs gesamter Körper und sein Geist immer mehr. Er zieht sich zurück. 1551 NGZ: Bostich kehrt zurück.
 


Quellen: Glossareintrag in PR 1922 / 2015 / 2050 / 2200 / 2222 / 2791 / 2843 / 2975
Beschreibung 2 - Autor: Perrypedia

Gaumarol da Bostich wurde am 4. Prago des Tarman 21.369 da Ark (dem 5. März 1240 NGZ) als Bostich I. als Imperator des Kristallimperiums inthronisiert. Er gehört dem Khasurn der Bostich an.
 
Erscheinungsbild
Der Arkonide ist 1,92 m groß, charismatisch, gut aussehend, elegant und durchtrainiert. Er hat ein kantiges, militärisch strenges Gesicht mit ausgeprägten Wangenknochen, einer langen und geraden Nase, schmalen Lippen, und einen stechenden Blick aus tiefliegenden, glühend roten Augen. Sein weißblondes Haar trägt er leicht gewellt und nur knapp kragenlang, kürzer als es im Adel üblich ist. Er setzt seine Gestalt und Stimme effektiv ein, um zu beeindrucken.
 
Zu offiziellen Anlässen trägt er meist eine weiße Paradeuniform, oft mit einem purpurnen, für Adlige typischen Schulterumhang oder Cape, auf dem als Edelsteinstaubmuster der Kugelsternhaufen Thantur-Lok aufgeprägt ist. (PR 1921, PR 2039, PR 2055) Zu anderen Zeiten verzichtet er jedoch bewusst auf sämtlichen Prunk und Pomp, je nachdem, welchem Publikum er gegenübersteht. (PR 2039)
 
Auf Aurora in seiner Eigenschaft als Erster Vorsitzender des Neuen Galaktikums trug Bostich im Jahre 1463 NGZ eine schlichte, blaue Uniform mit dem stilisierten Symbol der Spiralgalaxis der Milchstraße auf der Schulter. (PR 2515)
 
Charakterisierung
Er erreicht auf der Epetran-Skala 72,45 Lerc und gilt als hochintelligent.
 
Bostichs Charakter kann man ohne weiteres als vielschichtig beschreiben. Prägend ist, dass er alles und jeden dem Wohl und Wachsen des Imperiums unterwirft. Dies spiegelt sich in seinem Handeln als Imperator wieder, er zeigt viele Eigenschaften, die in Machiavellis Abhandlungen Discorsi (Gedanken über Politik und Staatsführung) und Il Principe (Der Fürst) beschrieben werden. In seinem Handlungsrepertoire findet man militärische, geheimdienstliche, ökonomische wie diplomatische Mittel. Wer sich vorbehaltlos auf seine Seite stellt, kann sich seines Wohlwollens sicher sein. Loyalität wird belohnt, Treue honoriert. In Fällen, wo sich zu großer politischer Druck als kontraproduktiv erweisen würde, gibt er sich betont großzügig, arbeitet nach dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche. Er ist in seinem Handeln ganz Pragmatiker und Realpolitiker.
 
Er befiehlt Einsätze, deren Durchführung mit lebensverachtender Härte vollzogen werden müssen. Bostich kennt keine Skrupel im politischen Geschäft und in seinen Handlungen findet man immer deutliche Kosten/Nutzen-Abwägungen. An seiner Hilfe hängt so gut wie immer ein Preisschild. Politische Gegner schaltet er meist in einer kurzen und blutigen Aktion aus. Diese Eigenschaften sind es jedoch auch, die Bostich für die Terraner als bösartig und schurkenhaft erscheinen lassen.
 
Darüber hinaus verfügt er über die Gabe, mit Symbolen zu arbeiten, wie der Reinstallation von Arkon III, der Neugründung der Kralasenen, dem neuen flugfähigen Flottenoberkommando Ark'Thektran, dem Kristallschirm und der GWALON-Klasse. Die Bedeutung von technischer Innovation ist ihm bewusst, und so manches Mal überrascht er die Terraner mit den neuesten Schaustücken arkonidischer Hightech. Die Förderung der Wissenschaft ist nur ein Aspekt, an dem man erkennt, dass Bostich nicht nur kurzfristig handelt, sondern auch Langzeitstrategien verfolgt.
 
Neben diesen technokratisch-machtpolitischen Zügen zeigt er aber auch bemerkenswerte andere Eigenschaften, die ihn von den vielen wahnsinnigen oder machtkorrumpierten Personen, denen die Terraner bereits begegnet waren, unterscheiden. So findet man etwa die für manche arkonidische Persönlichkeit typische Form von Luxussucht oder Vetternwirtschaft nicht. Ähnlich seinem Kontrahenten Perry Rhodan sucht er Mitstreiter nach Kompetenz und nicht nach Stand und Volk aus. Vom typischen arkonidischen Standesdünkel hält er wenig und fördert auch die Karriere begabter Kolonialarkoniden (zum Beispiel Aktakul) und nicht adliger Arkoniden (z. B. den Mascant Kraschyn). Bei der Bewertung seiner Arroganz bleibt es dem Betrachter überlassen, ob diese nur instrumentalisiert ist oder echt; allerdings zeigte sich Bostich während seiner erzwungenen Zusammenarbeit mit dem USO-Spezialisten Sternvogel im Rahmen seines Undercover-Einsatzes gegen SEELENQUELL umgänglich, kooperationsbereit und höflich. Seine wahren Gefühle verbirgt er oft hinter der unbewegten Maske des Kristallprotokolls.
 
Sein Privatleben schirmt er gut vor der Öffentlichkeit ab; soweit bekannt, ist er ledig und kinderlos und unterhält keine Liebesbeziehung. Laut Untersuchung eines arkonidischen Arztes war Bostich seit frühester Jugend unfruchtbar, allerdings nicht impotent. (PR 2066) Dass diese Unfruchtbarkeit durch seinen Zellaktivatorchip behoben wurde, empfindet Bostich eher als ärgerliche Nebenwirkung, da er nicht vorhat, in absehbarer Zeit einen Nachfolger (und potentiellen Rivalen auf den Thron) zu zeugen. (PR 2239) Als junger Mann hatte Gaumarol da Bostich eine kurze aber heftige Liebesbeziehung mit Atlans Tochter Jasmyne da Ariga auf Bak Jimbany, und in Gegenwart der Arkanta spürt Bostich jedes Mal wieder romantische Sehnsucht in sich aufsteigen. Es ist unbekannt, ob Jasmyne diese Gefühle noch erwidert, denn laut ihrer eigenen Aussage ist Bostich I. nicht mehr derselbe Mann, den sie einst hätte lieben können, oder zumindest zu lieben glaubte. Jedenfalls hat Jasmyne da Ariga ihm gegenüber verkündet, sie werde ihn im Auge behalten, damit er seine relative Unsterblichkeit nicht missbraucht, und ihm angedroht, ihm persönlich die Kehle durchzuschneiden, sollte er seine Politik nicht mäßigen. (PR 2039)
 
Doch aus Bostichs Verhältnis zu seinem lebenslangen Freund Aktakul lässt sich schließen, dass er zu tiefgehenden Freundschaften fähig ist. Allerdings ist er auch erbarmungslos, wenn Freunde sich seinen Plänen entgegenstellen oder sein Vertrauen missbrauchen, wie am Beispiel seines früheren Jugendfreundes Kentorol da Orbanaschol zu sehen ist, den er als Hochverräter hinrichten ließ.
 
Anders als Perry Rhodan und die anderen LFT-Größen zeigt er nicht den Hang, sich ohne Notwendigkeit in selbstmörderische persönliche Risikoeinsätze zu werfen. Bostich agiert meist als Staatsmann und Stratege. Allerdings begab er sich im Kampf gegen MATERIA an Bord seiner Thronflotte selbst ins Gefecht, im Kampf gegen SEELENQUELL und TRAITOR führte er als entmachteter Imperator aber »kämpfender Begam« seine Flotte ins Feld, und er hat zu mehreren Gelegenheiten (zum Beispiel der »Blutnacht«) Verschwörer persönlich im Kampf hingerichtet.
 
Gaumarol da Bostich verspürte von Jugend an brennenden Neid auf die frühen Imperatoren, denen von ES besondere Langlebigkeit gewährt worden war, und besonders auf die relative Unsterblichkeit Atlans und der anderer Zellaktivatorträger. Er fühlte bitteren Zorn und Verzweiflung, dass ihm nur eine begrenzte Lebensspanne gegeben sei, um große Dinge zu bewerkstelligen. Seitdem er selbst im Besitz der relativen Unsterblichkeit ist, zeigen sich einige Veränderungen an seiner Persönlichkeit. Es bleibt Spekulation, ob dies schon eine Veränderung durch die Unsterblichkeit ist, oder die Erkenntnis, dass er nun für seine Pläne viel Zeit hat.
 
Seit seiner Jugend verabscheut Bostich den Einfluss der Terraner auf die arkonidische Kultur. Aus seiner Abneigung den Terranern gegenüber macht er keinen Hehl, obwohl er, wenn es notwendig ist, mit ihnen zusammenarbeitet.
 
Bostich verehrt die Leistungen vergangener Imperatoren – Barkam I., genannt »Der Große«, Gonozal III. (der das erste Tiga Ranton erschuf), und Yobilyn I., genannt »Der Gerechte« (ein Dagorista, der mit einer Großen Feuermutter an seiner Seite regierte). Er nahm sich vor, aus den Triumphen der Imperatoren zu lernen und ihre Schwächen und Fehler zu vermeiden. Die Wahrung der alten Tugenden und der Zwölf Ehernen Prinzipien der Dagoristas sind für Bostich allerdings eher schwammige Regeln, an die er sich nur nach Bedarf und Gutdünken hält.
 
Nach den Demütigungen seiner Zeit als machtloser »Marionettenimperator« hat Bostich geschworen, sich nie wieder von anderen kontrollieren zu lassen. Aus diesem Grund installierte er überall im Imperium, unter anderem im Kristallpalast und seiner Thronflotte, geheime persönliche Zugriffscodes, um sich gegen Attentate, Umstürze und andere Gefahren abzusichern. Überall in seinem Reich besaß er direkten Zugriff auf wichtige Einrichtungen, einschließlich der Möglichkeit, sie lahmzulegen.
 
Eine von Bostichs Motivationen ist der tiefgreifende Ehrgeiz, Großes zu tun, etwas Bleibendes zu erschaffen, um in den Kristall der Geschichte einzugehen. Dazu gehört seine Entscheidung, das Tiga Ranton wiederherzustellen, als auch sein Wunsch einer aktiven Führungsrolle im alten Galaktikum wie im Neuen Galaktikum.
 
Bekannte Hobbies: Segeln. In seiner Jugend hat Gaumarol da Bostich laut eigener Aussage drei Hochseerennen gewonnen.
 
Zitate
Aus dem Privatlog: »[...] Ich hasse zunehmend diesen terranischen Einfluß; wir Arkoniden haben eine eigene Kultur von bedeutender Größe und brauchen uns angesichts unserer weit zurückreichenden Geschichte keine fremde Zeitrechnung aufzwingen zu lassen. [...]« (PR 2039)
»[...] Ich bin nicht derjenige Arkonide, der den Sternenkrieg erfunden hat. [...]« (PR 2074)
 
Geschichte
Familie
Gaumarol wurde am 13. Prago des Tartor 21.345 da Ark (entspricht dem 27. August 1212 NGZ) auf der Kristallwelt geboren. (PR 2039) Er war das zweite Kind des Erzfürsten (satr.: Ta-moas) Kiz da Bostich und Alyike da Bostich. Seine drei Jahre ältere Schwester Gomia da Bostich beging als Imprint-Süchtige im Jahre 1222 NGZ Suizid. Im Jahre 1239 NGZ fielen sein Vater, der einer der zwölf Imperialen Räte des Berlen Than und ein Befürworter des Weges der parlamentarischen Monarchie war, sowie Gaumarols beiden jüngeren Brüder, die Zwillinge Secla und Hiab, zusammen mit zahlreichen anderen Mitgliedern des Hochadels der Issan-Intrige zum Opfer. Sie fanden den Tod, als der Prototyp eines neuen Schlachtkreuzers der Orbanaschol-Werften während eines Vorführungsfluges auf dem ersten Mond des Planeten Tynoon abstürzte und explodierte.
 
Nach dem Tode Kiz da Bostichs wurde Gaumarol der neue Ta-Moas seines Khasurns, jedoch wurde die Machtposition des Bostich-Khasurns von den Verschwörern hinter den Kulissen gezielt so weit geschwächt, dass am Ende außer dem Namen und den formellen Privilegien der Abstammung kaum noch etwas übrigblieb. Auch das Familienvermögen schwand, da die Bostichs am Unternehmen des schwer angeschlagenen Orbanaschol-Konzerns beteiligt gewesen waren.
 
Das erzfürstliche Lehen der Bostich umfasst traditionell den Thantur-Lok (M 13) benachbarten kleineren Kugelsternhaufen Cerkol (M 92), der auch als »Wachsektor Orbys-Nukara« bekannt ist. Dort liegt die Hauptwelt der Familie: Bak Jimbany, 4818 Lichtjahre von Arkon entfernt. Das Lehen beinhaltet auch die beiden ARK SUMMIA-Prüfungswelten Goshbar und Largamenia, letztere nur 37 Lichtjahre von Bak Jimbany entfernt.
 
Jugend
Gaumarol wuchs auf als erstgeborener Sohn des Erzfürsten Kiz da Bostich, Mitglied eines alten und ausgesprochen mächtigen Adelsgeschlechtes. Als Kind und Jugendlicher war er wissbegierig, aber eher ruhig und zurückhaltend und interessierte sich nicht für die typischen Streiche seiner Altersgenossen oder die üblichen Zerstreuungen des Adels. Er und Aktakul wuchsen gemeinsam auf Bak Jimbany auf, spielten miteinander und verstanden sich fast ohne Worte, wohingegen Gaumarols Verhältnis zu seiner »hochnäsigen« großen Schwester und den jüngeren Zwillingsbrüdern nie derartig tief war.
 
Im Alter von fast sechs (Arkon-)Jahren besuchte Gaumarol mit seinem Vater den Kristallpalast auf Arkon I und die dortigen Hallen der Geschichte. Damals begann seine Faszination für die alten arkonidischen Imperatoren und die Geschichte des Tai Ark'Tussan, welche sich in späteren Jahren ausweitete zu einem privaten historischen Studium der arkonidischen Geschichte, den Stammbäumen der Großen Familien und den Techniken imperialer Machterhaltung.
 
Bei einer Bergwanderung mit Aktakul auf Bak Jimbany im Jahr 1223 NGZ (entspricht dem Jahr 21.355 da Ark) wurde Gaumarol schwer verletzt, als die beiden Jungen auf ihrem Weg zur Dagor-Abtei auf dem Hochplateau des Troagi-Tafelberges während eines plötzlichen schweren Unwetters in einen Bergsturz gerieten. Nur das von Aktakul aufgebaute Prallfeld verhinderte, dass die Jungen zermalmt wurden, aber Gaumarol hatte bereits eine Kopfverletzung und Brüche der Rippenplatten und des Unterschenkels davongetragen, bevor Aktakul ihn aus der direkten Gefahrenzone zerren konnte. Bevor die überlastete Energieblase endgültig zusammenbrach, wurden die Jungen von dem Gijahthrako Kymalthoran, seines Zeichens Leibarzt von Bostichs Vater, gerettet. Bostich schwor sich, nie zu vergessen, dass Aktakul ihm das Leben gerettet hatte.
 
Im Alter von fünfzehn Jahren (arkonidischer Zeitrechnung) ging Bostich auf Wunsch seines Vaters als Kadett (Thos'athor, »Eisjunker«, Offiziersanwärter) an die Galaktonautische Akademie von Iprasa. Da ihm jedoch nicht an einer militärischen Karriere gelegen war, beendete er die Orbtonen-Laufbahn im Rang eines einfachen Tharg'athors (Mondträger). Danach begann er eine Laufbahn in der imperialen Verwaltung, während Aktakul in der Orbanaschol-Werft arbeitete.
 
Am 26. September 1233 NGZ (25. Prago des Prikur 21.363 da Ark) wurde bei ihm im Rahmen der ARK SUMMIA der Extrasinn im Faehrl von Largamenia aktiviert. Bostich hatte durchgesetzt, dass auch sein persönlicher Freund Aktakul, ein Kolonialarkonide ohne adelige Herkunft, zu den Prüfungen zugelassen wurde. Aktakul war neben Bostich selbst und Jasmyne da Ariga, der Tochter der Imperatrice Theta da Ariga und Atlans, einer der nur 27 aus den mehr als 50.000 Bewerbern seines Jahrganges, die am Ende zur Aktivierung des Extrasinns zugelassen wurden. Weitere Hertasonen, die gemeinsam mit Bostich die ARK SUMMIA-Prüfungen durchlaufen haben, waren Sargor da Progeron, der spätere Geheimdienstchef der Kralasenen, Gyona da Brogaaze, später Oberste Richterin auf Celkar, Hyrion da Caesmol, späterer Verwaltungsoffizier im Flottenzentralkommando Thektran, und Kentorol da Orbanaschol, Wirtschaftsfachmann und Milliardenerbe der Orbanaschol-Werften.
 
Anstelle eines normalen Extrasinn meldeten sich lange Jahre hindurch jedoch nur die Bostich durch sein Geschichtsstudium vertrauten verstorbene Imperatoren in seinen Träumen, Symptom eines multipel personalisierten Extrasinns. Die erste Versammlung dieser Imperatoren der Vergangenheit, den Than Zhdopanthi (Rat der Höchstedlen), erlebte er im Traum in der ersten Nacht nach der Aktivierung. Der junge Mann wandte sich ratsuchend an Kymalthoran, der ihm jedoch auch nicht helfen konnte, aber ihm versicherte, dass sich diese seltene Störung irgendwann von selbst korrigieren würde. Danach begab Gaumarol sich oft in Trance, um in der Traumzeit mit dem Kreis seiner fiktionalen Berater zu sprechen. Während des gewaltigen Hypersturms Skorgon Taion, in der Nacht vom 8. auf den 9. März 1246 NGZ in weiten Teilen der Milchstraße wütete, verfiel Bostich in eine fiebrige Trance; im Traum schmiedeten er und seine Berater die Pläne für das Göttliche Imperium und die Wiederherstellung des Tiga Ranton. Am Ende dieser Traumzeit erschien ihm im Kreis der Imperatoren ein seltsamer alter Mann, der eine Prophezeiung und Warnung aussprach. Erst nachdem Bostich am 2. November 1303 NGZ in einem gewalterfüllten Traum seine zu lebenden Leichnamen mutierten Vorgänger eigenhändig mit dem Dagorschwert getötet hatte, machte sich erstmals die Stimme seines wahren Extrasinns bemerkbar.
 
Imperator Bostich I.
Nach der Ermordung Theta da Arigas im Rahmen einer Intrige der FAMUG am 25. Februar 1240 NGZ wurde am 5. März 1240 NGZ (4. Prago des Tarman 21.369 da Ark) der als farbloser Verwaltungsbeamter ohne großen Rückhalt eingeschätzte Gaumarol da Bostich zum zweiten Imperator des Kristallimperiums gekrönt. Die wahren Machthaber waren jedoch zunächst einige Vertreter des Hochadels, Bostich nur ein Strohmann im Vordergrund, eine Marionette der Kristallkamarilla; ein Zustand, der ihm schmerzlich bewusst war. Sein »Rat der Imperatoren« hatte ihn jedoch gedrängt, die Ernennung zum Imperator anzunehmen, zum einen, weil es sein Schicksal sei, Imperator zu werden, zum anderen, weil er bei einer Ablehnung mit großer Sicherheit bald einem unauffälligen Giftmordanschlag zum Opfer gefallen wäre, um ihn zu beseitigen.
 
Die Vertreter des Hochadels taten alles, um den jungen Imperator von jeglicher Möglichkeit der Einflussnahme abzuhalten, und Bostich sah sich gezwungen, sich den Bedingungen der »Königsmacher« zu unterwerfen. Erst nach und nach gelang es ihm, an Einfluss zu gewinnen.
 
Jahrzehnte später, in der Blutnacht vom 10. auf den 11. November 1289 NGZ, ließ er 49 hochgestellte Arkoniden der Kristallkamarilla ermorden und Hunderte weitere als Verräter vor Gericht stellen – und riss damit die Macht an sich. Bostich setzte nun den expansionistischen Kurs des Kristallimperiums, der unter Imperatrice Theta da Ariga begonnen hatte, fort.
 
Am 24. März 1291 NGZ bot Bostich Perry Rhodan öffentlich ein Zweckbündnis und militärische Unterstützung im Kampf gegen die Kosmische Fabrik MATERIA an, und schloss sich mit seiner Thronflotte ARK'IMPERION und über 100.000 arkonidischen Kampfschiffen der Flotte der galaktischen Völker an. (PR 1985)
 
Im Jahre 1300 NGZ schlug er das konkurrierende Ark'Tussan und ließ den Gegenimperator Kentorol da Orbanaschol, einen früheren Freund, hinrichten. In demselben Jahr besetzte er das zur Liga Freier Terraner gehörende Hayok-Sternenarchipel mit dem ehemaligen arkonidischen Kolonieplaneten Hayok. Im Jahre 1303 NGZ ließ Bostich I. das Heimatsystem der Topsider besetzen und Perry Rhodans Stellvertreter Reginald Bull gefangen nehmen und foltern, um Informationen über die terranischen Verteidigungssysteme zu erhalten. Im selben Jahr besetzten arkonidische Truppen den Planeten Ertrus.
 
Kampf gegen SEELENQUELL
Am 26. Dezember 1303 NGZ rief der Imperator im Rahmen der Feierlichkeiten zur Wiederauferstehung des Tiga Ranton das bisherige Kristallimperium zum Göttlichen Imperium (satr.: Huhany'Tussan) aus. Aber noch während des Transfers des Planeten Subtor in seine neue Umlaufbahn mit Hilfe eines von Aktakul geschaffenen Situationstransmitterrings geriet Bostich, zusammen mit allen anderen Intelligenzwesen im Arkonsystem, die kein PsIso-Netz trugen, unter die geistige Kontrolle der neu entstandenen negativen Superintelligenz SEELENQUELL. Die geistige Übernahme wurde dadurch erleichtert, dass bereits im Vorfeld die PsIso-Netze gegen die von Aktakul manipulierten KrIso-Netze ausgetauscht worden waren, nachdem der Wissenschaftler zu einem unbekannten früheren Zeitpunkt zu einer Hand unter Kontrolle von Morkhero Seelenquell geworden war.
 
Es gelang den Terranern, den von SEELENQUELL als »Hand« übernommenen Bostich auf Ertrus zu entführen und aus dem Bann zu befreien. Dabei wurde SEELENQUELLS Selbstmordschaltung, die bei enttarnten »Händen« zum irreversiblen Herztod führte, sobald sie von ihm getrennt wurden, umgangen, indem dem Imperator zuerst ein biomechanisches Standardherz und einige Tage später ein neues, geklontes Herz transplantiert wurde. Es kam zu einem Zweckbündnis zwischen Perry Rhodan und Bostich, um SEELENQUELL zu bekämpfen und Arkon (und den Rest der Milchstraße) vom Einfluss der negativen Superintelligenz zu befreien. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit ermöglichte Bostich den Terranern den Zugriff auf die geheime Datei Echodim, die alle Daten über den Aufbau des Kristallschirms enthielt, und legte mit einem Geheimcode seine eigene Thronflotte lahm, damit die Terraner sie mitsamt der Besatzung erobern konnten. Nach dem Sieg über SEELENQUELL stand Bostich zu seinen Versprechen, dass es keine Repressalien gegen das abtrünnige Gegenimperium Trav'Tussan geben würde und dass alle arkonidischen Truppen aus dem Solsystem und dem Kreit-System abgezogen werden würden.
 
Am 14. Mai 1304 NGZ erhielt Bostich durch den Boten von ES, Lotho Keraete, einen Zellaktivatorchip, den Bostich von Rhodan als Preis für seine Hilfe gegen SEELENQUELL gefordert hatte. Keraete überbrachte Bostich zudem eine Prophezeiung von ES, die identisch war mit den Worten, die einst ein seltsamer weißbärtiger alter Mann in Bostichs Traumzeit zu ihm gesprochen hatte: (Zitat) »[...] Es wird die Zeit kommen, da du mir eine große Hilfe sein wirst! Doch du wirst auch einen hohen Preis zu zahlen haben, denn nicht alle Träume lassen sich realisieren – und manchen von ihnen entspringen nur der Hybris! [...]« (PR 2039, PR 2089)
 
Im Mai 1340 NGZ weilte Bostich auf Tahun, um an der Einweihung des Circinus Maximus teilzunehmen. Der unabhängige Medoplanet hatte die Begehrlichkeiten des Imperators geweckt, zumal er näher am Machtbereich seines Imperiums als am Einflussgebiet der LFT lag. (Ara-Toxin 1)
 
TRAITORS Angriff
Im Jahr 1344 NGZ nahm Bostich an der Aufbaukonferenz der Völker auf Terra teil. Beim Angriff der Assassinen des Chaos wurde er schwer verletzt, doch es gelang ihm gemeinsam mit Perry Rhodan, das Schlachtfeld zu verlassen und Zon Facter eine Falle zu stellen.
 
Nach diesem Massaker kehrte er nach Arkon zurück, nachdem er vor den Überlebenden verkündet hatte, dass die erste Schlacht gegen das Chaos siegreich verlaufen sei.
 
Als am 9. Oktober 1344 NGZ ein Dunkler Obelisk in der Nähe des Kristallpalasts auf Arkon I landete und mit Hilfe zweier von Perry Rhodan zur Verfügung gestellter Kantor-Sextanten der Standort des im Arkonsystem stationierten Kolonnen-Forts entdeckt wurde, befahl Bostich einen Großangriff auf das Fort. Das Kolonnen-Fort zeigte sich jedoch selbst durch schwerstes Feuer gänzlich unbeeindruckt. Das Chaos-Geschwader vernichtet über 4000 arkonidische Einheiten. Nach dieser Niederlage erklärte Bostich, das Arkonsystem könne nicht gehalten werden. Er befahl den Abzug sämtlicher High-Tech, damit diese den Chaosmächten nicht in die Hände fiele. Er verlegte seine Operationsbasis vorübergehend in das Vogasystem, wenig später aber in einen unbedeutenden Raumsektor, wo sich sämtliche arkonidischen Flotten sammelten.
 
Bostich erkannte, dass er mit all seiner Macht nichts gegen die Terminale Kolonne ausrichten konnte, jedenfalls nicht allein. Er unterbreitete Perry Rhodan deshalb ein Angebot: Gegen die Lieferung von 10 Kantor-Sextanten würde er den Terranern die Erkenntnisse über das VRITRA-Geschütz zur Verfügung stellen. Reginald Bull schlug in Rhodans Auftrag die Errichtung eines gemeinsamen Forschungsstützpunkts in der Charon-Wolke vor, der von Aktakul geleitet werden sollte. Bostich willigte ein, zumal die Charon-Wolke einer der wenigen Orte war, an denen man vor der Terminalen Kolonne sicher war.
 
Im August 1345 NGZ plante Bostich auf einen Vorschlag Reginald Bulls hin die Durchführung von Blitzangriffen terranischer und arkonidischer Einheiten, mit denen die Arbeiten der Terminalen Kolonne bei Hayok gestört werden sollen. Als Mittelsmann für die Verhandlungen setzte er den Kralasenen Shallowain ein, was von Reginald Bull als bewusste Beleidigung gewertet wurde. Bostich forderte als Gegenleistung für seine Mithilfe, dass die Terraner jedes verloren gegangene VRITRA-Geschütz aus deren Beständen ersetzen sollten.
 
Als am 4. November 1345 NGZ jene Kolonnen-MASCHINEN, die kurz zuvor Hayok parzelliert hatten, Kurs auf das Arkonsystem nahmen, rief Bostich den Krisenfall Echodim aus. Er war gezwungen, mit Reginald Bull zusammenzuarbeiten, um die Parzellierung der Hauptwelten des Arkonsystems zu verhindern. Dies gelang am 26. November durch den Einsatz des Carapol-Strukturbrenners. Bostich forderte die Herausgabe der Konstruktionsdaten des Strukturbrenners, musste aber ernüchtert feststellen, dass das Gerät keine permanente Wirkung hatte. (PR 2372, PR 2374, PR 2375)
 
Neues Galaktikum
Als am 27. Juni 1346 NGZ auf einer Geheimkonferenz der Galaktiker, die durch Vermittlung der Aarus auf Aarus-Jima stattfand, das Neue Galaktikum gegründet wurde, wurde Bostich dessen 1. Vorsitzender. Zuvor vereitelte er gemeinsam mit Reginald Bull einen Anschlag auf Cheplin. (PR 2412)
 
Im Januar 1463 NGZ, nach einer 120-jährigen Epoche des galaktischen Friedens und Wiederaufbaus, war Bostich immer noch 1. Vorsitzender des Neuen Galaktikums. Er schien nach einem Vieraugengespräch mit Bull über die Gefahren der Frequenz-Monarchie gute Vorarbeit geleistet zu haben, da alle Galaktischen Räte sofort zustimmten, als Bull um militärische Unterstützung für ITHAFOR bat. (PR 2514) Kurze Zeit später war Bostich dann auch daran beteiligt, die Operation Hathorjan in die Wege zu leiten. (PR 2515)
 
Der archaische Impuls
Im Juni 1402 NGZ wurde Bostich wie alle Arkoniden mit aktiviertem Extrasinn Opfer des Archaischen Impulses und der Dunklen Befehle. Er fiel am 1. Juni zunächst in ein Koma und wurde von einem Bauchaufschneider im Kristallpalast von Arkon I betreut. Als er am 3. Juni plötzlich aus dem Koma erwachte, ermordete er zunächst den Bauchaufschneider, begab sich dann auf sein Flaggschiff GOS'TUSSAN und gab von dort den Befehl, alle zwölf Kralasenen, die als seine Leibwächter fungierten, ermorden zu lassen. Lediglich Shallowain und Jaga entkamen dem Massaker. Neue, junge Kralasenen nahmen die Rollen der Bluthunde an Bostichs Seite ein. (PR-Arkon 5)
 
Dann ließ Bostich den Zarlt von Zalit, Hernam da Zalit, eine Konferenz einberufen, zu der Reginald Bull für die Terraner, der Lordmediker Oclu-Gnas für die Aras und der Zentrumspatriarch Polktor für die Springer eingeladen waren. Bull als Terranischer Resident war verhindert und schickte Perry Rhodan, der in Begleitung von Gucky und Sahira Saedelaere am Verhandlungsort, der Raumstation VOGAS STOLZ im Orbit von Zalit, erschien. Zu Beginn der Konferenz versuchte Bostich, die Anwesenden mit Hilfe seiner Kralasenen gefangen zu nehmen. Rhodan, Gucky und Sahira gelang allerdings die Flucht in Rhodans Privatjacht MANCHESTER. (PR-Arkon 1)
 
Als nächstes verlegte Bostich die GOS'TUSSAN und die Thronflotte ARK'IMPERION in das Rusumasystem und ließ den Springer-Planeten Archetz angreifen. Er selbst begab sich inkognito auf die Oberfläche des Planeten; um ein Artefakt aus den Archaischen Perioden zu finden, tat er sich mit dem Springer Sverlon und einigen Trümmerhändlern zusammen. Das Artefakt entpuppte sich als Geode, die eine Art Portal zu einem sogenannten Wandelstern darstellte und von zahlreichen Sicherheitssystemen beschützt wurde. Während Bostich, Sverlon und Haika, die Anführerin der Trümmerhändler, versuchten, zur Geode vorzudringen, erschienen Ronald Tekener, Korrt Moody und weitere Trümmerhändler am Ort des Geschehens und es entbrannte ein wildes Feuergefecht. Als Einziger erreichte Sverlon die Geode und wurde abgestrahlt, dann zerstörten die Trümmerhändler die Geode. Bei der Aktion wurde Bostich schwer verletzt und schließlich von seinen Leuten gerettet. (PR-Arkon 6)
 
Diie Thonflotte brach den Angriff auf Archetz ab und brachte den Bostich nach Aralon. Hier wurde er auf der Treib-Insel Vits von araischen Ärzten behandelt. Obwohl ihn einige Kralasenen und Mitarbeiter des privaten Sicherheitsdienstes Ersk'Ikob'I bewachten, konnten Ronald Tekener und Korrt Moody auf der einen und Shallowain und Gyhalla-Maas auf der anderen Seite zu ihm vordringen. Tekener und Shallowain arbeiteten zunächst unabhängig, verbündeten sich dann aber und entführten Bostich mit Tekeners Raumschiff TIGA'ZHYM von Aralon. Um ihn der Beeinflussung durch die Dunklen Befehle zu entziehen, verließen sie Thantur-Lok. Gleichzeitig wurde Bostich in ein Koma versetzt, um zu verhindern, dass bei ihm eine tödliche Gehirnblutung auftrat wie zuvor bei Morak da Minterol. (PR-Arkon 8)
 
Tekener und Shallowain blieben auf ihrer Warteposition am Rande von Thantur-Lok, bis am 17. Juni 1402 NGZ die Affäre um die ARK-SUMMIA-Bewegung beendet war und von der Schwarzen Maschine keine Bedrohung mehr ausging. Dann kehrte Bostich in den Kristallpalast auf Arkon I zurück und nahm die Regierungsgeschäfte als Imperator wieder auf. Bostichs Plan war es, die Affäre um die ARK-SUMMIA-Bewegung so gut wie möglich unter den Tisch zu kehren. (PR-Arkon 12)
 
Das Atopische Tribunal
Im Jahr 1514 NGZ wurden Bostich und Perry Rhodan vom Atopischen Tribunal als Kardinal-Fraktoren gesucht, als zwei der Hauptverantwortlichen für die bevorstehende Ekpyrosis von GA-yomaad. (PR 2701) Am 21. Juli trafen sich die beiden auf Poschkor, einem Planeten der Sonne San im Sternhaufen Cerkol. Unter anderem sprach Rhodan von einem Jahrhunderte umfassenden Projekt, das ihm als Vision vorschwebte. Ziel sollte ein intergalaktisches Verteidigungsbollwerk gegen kosmische Bedrohungen sein. Bostich prägte hierfür die Bezeichnung Projekt von San. (PR 2716)
 
Als Belohnung für Bostichs Ergreifung versprach der Onryone Kalosd Xallavor einen Zellaktivator. Ronald Tekener wurde Bostichs persönlicher Leibwächter. (PR 2717) Am 15. September entführte das Tefrodische Mutantenkorps Bostich aus einer Geheimbasis der Tu-Ra-Cel im Istanbuler Stadtteil Altin Magara. Dabei wurde Tekener getötet. Die Tefroder nahmen Bostich den Zellaktivatorchip ab, um Rhodan zu zwingen, vor dem Atopischen Tribunal zu erscheinen. Die Erpressung gelang. Kurz vor Ende der 62-Stunden-Frist erhielt Bostich den Chip zurück. (PR 2723)
 
Matan Addaru Dannoer verurteilte Bostich und Rhodan am 20. September zu 500 Jahren Mobilitäts- und Autoritätsentzug. Beide wurden zur Gefängniswelt Bootasha gebracht, wo sie in Bußklausen festgehalten wurden. Nach einem unbekannten Zeitraum (vermutlich Anfang 1516 NGZ) gelang ihnen mit Hilfe des Benetah Neacue und des Laren Avestry-Pasik die Flucht. Während Raumschiffe der Proto-Hetosten den Planeten angriffen und für Ablenkung sorgten, wurden die vier Flüchtigen durch einen Vae-Transmitter in einen Container mit Vae-Metall versetzt, der dann vom Raumvater GYUDOON aufgenommen und über die Sternenportal-Transmitterbrücke nach Larhatoon transportiert wurde. Auf der Flucht verlor Bostich den rechten Arm. Er überlebte die schwere Verletzung wegen seines Zellaktivators, war danach aber noch lange sehr geschwächt.
 
Auf dem Planeten Volterhagen gelang es schließlich der larischen Genetikerin Than-Deneec, seinen Arm wiederherzustellen. Sie verwendete dabei jedoch ungefragt halutisches Genmaterial, ohne zu wissen, dass es von dem toten Kind Icho Tolots stammte. Die Folge hiervon war zweierlei: Zum einen begann damit ein schleichender körperlicher wie geistiger, über Jahrzehnte andauernder Veränderungsprozess des Arkoniden mutmaßlich in Richtung eines Haluters; zum anderen entwickelte Icho Tolot eine besondere (wohlgesinnte) Beziehung zu Bostich. Dieses Wohlwollen gegenüber dem Arkoniden schien sich im Übrigen später auch auf andere Haluter auszudehnen. (PR 2732, PR 2733, PR 2734, PR 2929)
 
Genesis
Schon bei den Auseinandersetzungen mit dem Atopischen Tribunal und beim Kampf gegen die Tiuphoren zeigte sich Bostich durch die halutischen Gene als zunehmender zynisch, rücksichtslos und bedenkenlos hart. (PR 2792, PR 2849)
 
Gut 30 Jahre nach seinem rätselhaften Verschwinden kehrte der ehemalige Imperator im Jahr 1551 NGZ – körperlich stark verändert – wieder auf die galaktische Bühne zurück. Er griff in die Auseinandersetzungen um den Spross KYLLDIN auf dem Planeten Girmomar ein, indem er am 6. August zur Vernichtung der Gemeni als Feinde der Milchstraßenvölker aufrief. Dabei verheimlichte er den ehemaligen Untertanen sein wahres, entstelltes Aussehen. (PR 2926, S. 7)
 
Als sein erster Angriff auf die KYLLDIN unter Tausenden von Opfern bei der Zivilbevölkerung Girmomars scheiterte, war er am 11. November an der konzertierten Aktion der Arkoniden, Tefroder und Terraner beteiligt, bei der erstmalig ein GESHOD-Spross vernichtet wurde. Dabei stellte sich heraus, das sein wahres Ziel darin bestand, an Bord der KYLLDIN zu gelangen, um einen Physiotron benutzen zu können. (PR 2926, S. 61) Er wurde allerdings von den Gemeni gefangen genommen und sollte Bhal Kharnaim vorgeführt werden. (PR 2927, S. 26)
 
Sein radikales Vorgehen gegen die Unurden ließ Beobachter schlussfolgern, der Arkonide sei auf dem Weg, sich in eine Bestie – oder zumindest in einen Haluter – zu verwandeln. Seine Haut war nunmehr schwarz, die Augen wirkten halutisch und es offenbarten sich neue Fähigkeiten wie gesteigerte geistige Leistung und die Strukturverwandlung. (PR 2916, PR 2926, PR 2929) Bostich war jedoch eindeutig dagegen, den Spross zu vernichten. Er musste sich allerdings der Übermacht der Tefroder um Vetris-Molaud beugen, so dass Assan-Assoul ungestört KYLLDIN töten konnte. (PR 2929, S. 50)
 
Im April 1552 NGZ erschien Bostich mit der GOS'TUSSAN II am Rande des Solsystems. Dort herrschte in diesen Tagen Chaos aufgrund eines Täuschungsmanövers des Techno-Mahdis, durch das der Eindruck erweckt wurde, eine Invasionsflotte der Xumushan greife die Terraner an. (PR 2961)


Quellen: PR 1800, PR 1921 ff, PR 1965, PR 1985, PR 1986, PR 2000, PR 2003, PR 2024, PR 2025, PR 2027, PR 2028, PR 2030, PR 2031, PR 2038, PR 2039, PR 2050, PR 2052, PR 2055, PR 2064, PR 2066, PR 2067, PR 2072, PR 2073, PR 2074, PR 2089, PR 2096, PR 2098, PR 2099, PR 2100, PR 2127, PR 2148, PR 2200, PR 2239, PR 2300, PR 2317, PR 2362, PR 2372, PR 2374, PR 2375, PR 2412, PR 2514, PR 2515, PR 2624, PR 2625, PR 2654, PR 2701, PR 2716, PR 2723, PR 2732, PR 2733, PR 2792, PR 2849, PR 2916, PR 2926, PR 2927, PR 2929, PR 2961 / PR 1922 – Glossar, PR 2200 – Glossar, PR 2514 – Glossar / PR-Arkon 1, PR-Arkon 5, PR-Arkon 6, PR-Arkon 8, PR-Arkon 12 / Perry Rhodan Extra 11 / Ara-Toxin 1 / Perry Rhodan Autorenbibliothek 4
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Titelbild PR 2039 © Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

Verweise:

Arkon - Gaumarol da Bostich PR 2039 - Innenillustration © Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

Impressionen - Bostich I. PR 2003 - Innenillustration © Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

Gaumarol da Bostich I. - Goldener Käfig PR 2239 - Innenillustration © Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt

Bostich
Heft: PR 2722 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Heft: PR 2733 - Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Bostich verkleidet als Eikan Suandor
Heft: PR 2843 Innenillustration
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Bostich, durch Halutergene verändert
Heft: PR 2961
© Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Dazugehöriger Kommentar von Rainer Castor: Bostichs Geheimprojekte

Seit Jahren ist bekannt, daß Imperator Bostich I. eine ganze Reihe von geheimen Projekten vorantreibt. Trotz aller Bemühungen ließ sich jedoch selbst von der USO nicht eruieren, um was genau es sich hierbei handelt. Selbst nach dem jüngsten Einsatz der beiden Swoons bleiben viele Fragen offen. Sicher ist eigentlich nur, daß alles auf den Oberbegriff Huhany'Tussan hinausläuft - Göttliches Imperium. Einzelheiten sind zwar noch nicht bekannt, aber die Vermutung, daß damit die Expansions- und Machtpläne insgesamt umschrieben werden, ist wohl nicht zu weit hergeholt. In seinem Ehrgeiz will der Imperator auf dem Kristallthron Größe, Glanz und Glorie des alten Tai Ark'Tussan - für 20.000 Jahre die maßgebliche Großmacht in der Milchstraße - nicht nur wiederherstellen, sondern bei weitem übertreffen.
 
In den Kristall der Arkon-Geschichte will er eingehen, vielleicht sogar schon zu Lebzeiten mit dem Beinamen »der Große« versehen werden. Größenwahn? Ausschließlich persönliche Befriedigung? Es ist vermutlich zu kurz gegriffen, Bostichs Motivation mit psychopathischen Aspekten »abtun« zu wollen. Als knallharter »Realpolitiker« geht er eiskalt über Leichen und schreckt selbst vor härtestem und brutalstem Vorgehen nicht zurück, wie zuletzt der Überfall auf Ertrus bewiesen hat. Aber auch hier spielt machtpolitisches Kalkül eine maßgebliche Rolle. Bei all seinen Aktionen ist nämlich zu beachten, daß Bostich nicht auf pure Vernichtung aus ist, nicht auf »verbrannte Erde«, Milliarden Opfer oder einen umfassenden Krieg. Sicher, er scheint notfalls einen solchen in Kauf zu nehmen, doch das Ziel ist ein anderes. Mit dem Gos'Tussan soll ein Großreich entstehen, dessen Welten florieren, dessen Wirtschaft blüht und wächst, dessen Bewohner langfristig im Wohlstand leben, dessen Kultur und Wissenschaft einzigartig sind. Ein Machtgebilde, das sich weder vor äußeren noch vor inneren Feinden zu fürchten braucht, dem gegenüber Attacken wie die der Tolkander oder von Goeddas eben keine Gefahr darstellen. Eine gefestigte Sicherheitsstruktur, bei der so etwas wie mit dem Philosophen Dreur-Jenseitsdreur nicht passieren kann - der in der Wüste Khoukar erschien und das gesamte Arkon-System mit dem Kritzelphänomen heimsuchte (PR 1867). Hat Bostich deshalb genau hier Mirkandol aus dem Boden stampfen lassen? Das würde nämlich der Umschreibung »Ort der Begegnung« noch eine ganz andere Bedeutung verleihen...
 
Mit seinen Gos'Tussanii will Bostich an die Spitze, darüber gibt es keinen Zweifel. Aber es ist auch nicht zu leugnen, daß seine Pläne zweifellos auf viele einen unwiderstehlichen Reiz ausüben, weil er - mit Erreichen des Ziels - Sicherheit und Ordnung verspricht. Vor allem: Bostich agiert nicht allein und im luftleeren Raum; ihm stehen Helfer und Mitstreiter zur Seite, Intellektuelle, Planer, Analysten, Flottenkommandeure, Wirtschafts- und Verwaltungsfachleute, manche sicherlich von zweifelhafter Natur, andere dagegen bestimmt von bestem Leumund. Ein Imperium wie das Gos'Tussan kommt nicht ohne diese aus, es bedarf einer breiten Basis. Vor diesem Hintergrund - das sei an dieser Stelle auch einmal klar hervorgehoben - bringt es wohl nichts, sollte jemand versuchen, den Imperator durch ein Attentat zu beseitigen. Die Hoffnung, daß dann alles im Kristallimperium wie ein Kartenhaus zusammenbricht, dürfte eine verdammt trügerische sein. Anfang der 90er Jahre des 13. Jahrhunderts NGZ wäre ein solcher Anschlag vielleicht noch sinnvoll gewesen und hätte das Ruder herumgerissen. Inzwischen jedoch hat Bostich derart viele Positionen mit Leuten besetzt, die letztlich auch ohne ihn den Kurs fortsetzen würden. Anders vielleicht, weniger schnell oder forcierter, unter Umständen noch brutaler - aber sie würden es in seinem Namen tun, vermutlich sogar gerade wegen seines »Opfers«. Nein, ein Märtyrer Bostich wäre das letzte, was die Galaxis in der jetzigen Situation brauchen kann...
 
Gaumarol da Bostich, für lange Zeit als Marionette eingeschätzt, als formbare Masse in den Händen ehrgeiziger grauer Eminenzen des kristallimperialistischen Hochadels, hat zweifellos schon in der Zeit vor seinem eigentlichen »Freischwimmen« intensiv auf das hingearbeitet, was nun Zug um Zug und mit der Unterstützung vieler umgesetzt wird. Mit dem Projekt Mirkandol und dem Flottenaufgebot beim Kampf gegen die Kosmische Fabrik MATERIA betrat der Imperator einem Paukenschlag gleich die Bühne und hat sie seither nicht mehr verlassen. Ganz im Gegenteil: Jeder Aktion folgt in rascher Folge die nächste, die ihre Wirkung auf die galaktische Öffentlichkeit nicht verfehlt. Auf die recht offensichtlichen Aspekte - Forcieren der Rüstungsproduktion, massiver Ausbau der Flotte - wurde schon an anderer Stelle eingegangen (siehe PR-Kommentare 2028 und 2029). Im direkten Zusammenhang damit ist der Umzug des Flottenzentralkommandos Thektran in die neue flugfähige Anlage des Ark'Thektran zu sehen (PR-Kommentar 2026 und PR 2028).
 
Seit langem wird überdies im unzugänglichen und ortungstechnisch abgeschirmten Bereich des 20. und 21. Planeten des Arkon-Systems intensiv gearbeitet. Eine der Container-Transmitterstraße zwischen Terra und Olymp gleichende Frachtverbindung besteht zu (mindestens) vier Welten im Kugelsternhaufen Thantur-Lok. Die swoonschen USO-Spezialisten erfahren nun, daß Arkon XX - Eigenname Subtor - in einem fast schon erschreckenden Maß ausgebaut wurde, daß von einem noch rätselhaften Kristallschirm die Rede ist und mit dem CV-Embinium offenbar an einer kristallimperialistischen Variante der PsIso-Netze gearbeitet wird. Schließlich findet die USO heraus, daß gigantische Hyperkon-Blöcke auf allen Planeten plaziert wurden, geeignet, Welten in neue Position zu befördern oder bei veränderten Gravitationsbedingungen auf ihrer Bahn zu halten. Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl ist…

Quellen: PR-Heft Nummer 2038
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