Nummer: 1 Erschienen: 04.04.2008   Kalenderwoche: 13 Seiten: 62 Innenillus: 1 Preis seit 2001:

Trafalgars Killer
Ein Attentat in Imperium Alpha - Perry Rhodan muss in den Demetria-Sternhaufen
Robert Feldhoff

Zyklus:  

PRA 1 - Demetria - Hefte: 1 - 12 - Handlungszeit: 4.März 2166 bis 19.April 2166

Großzyklus:  PRA 1 - Perry Rhodan Action / Hefte: 1 - 36 / Zyklen: 1 - 3 / Handlungszeit: 2008
Örtlichkeiten:
Zeitraum: 4. März 2166
Hardcover: Trafalgars Killer (Taschenbuch)
EAN 1: 4197705301856
EAN 2: 80001
Ausstattung: 
Anmerkungen: 
Besonderheiten: 
"Was bisher geschah"

Seit Perry Rhodan mit der Rakete »Stardust« auf dem Mond landete und dort auf die menschenähnlichen Arkoniden traf, sind über 150 Jahre vergangen. Die Terraner, wie sich die geeinte Menschheit nennt, haben seitdem Dutzende von Planeten besiedelt und ein kleines Sternenreich errichtet: das Solare Imperium. Zur Handlungszeit im Jahr 2166 nach Christi Geburt ist das Solare Imperium ein Teil des Vereinten Imperiums, des großen Bündnisses von Arkoniden und Terranern. Als Großadministrator leitet Perry Rhodan die Geschicke des Imperiums – doch als Politiker sieht sich der Raumfahrer nur selten. Immer wieder zieht ihn das Abenteuer hinaus in den Sternendschungel der Milchstraße. Dort spielen die Terraner im Konzert der großen Mächte immer noch eine kleine Rolle. Die meisten Völker sind größer, älter und stärker als das junge Solare Imperium - doch auf Perry Rhodans Seite stehen Erfindungsreichtum und Wagemut. Und ihn unterstützen die Angehörigen des Mutantenkorps, seltsame und auch gefährliche Menschen mit unglaublichen Fähigkeiten .…


"Einleitung"

4. März 2166 n.Chr.:
Stopp! Noch mal zurück.
Rhodan vergaß mit einem Schlag die Müdigkeit und die verbrauchte Hallen-Luft, als er im Trubel der Handelsmesse die erste von vier merkwürdigen Gestalten entdeckte.
Zu Anfang war er nicht einmal sicher, was genau an der Gestalt sein Misstrauen weckte.
Er betrachtete den Mann indirekt, indem er in eine spiegelnde Fläche aus Terkonitstahl blickte, die zur Roboter-Ausstellung der Whistler-Werke gehörte. Das Gesicht wirkte auf Rhodan nichtssagend. Wie das einer Puppe! Ein grauer, knielanger Umhang verdeckte den Oberkörper.
Nicht ein Blick verirrte sich in Rhodans Richtung, nicht einmal aus Zufall, und das war vielleicht der Punkt, der ihn wirklich warnte. Statt dessen musterte der Mann jeden einzelnen Ausgang und die Sicherheitskräfte in Uniform, die den Betrieb der Interstellaren Handelsmesse Terrania ordneten.
Etwas stimmte nicht. Rhodans Instinkte schlugen Alarm.

 
Die Hauptpersonen
Perry Rhodan Der Großadministrator bricht zu einer geheimen Mission nach Trafalgar auf
Tako Kakuta Der Teleporter kämpft gegen seine Schwäche an
Tama Yokida Der Telekinet wird zum Retter in der Not
Jiang Zhou Die Medikerin kämpft um das Leben der Verletzten
Kalaab von den Dreizehn Ein Fremder wird zum Retter in der Not

Allgemein
Titelbildzeichner:
Innenilluszeichner: -
PR-Kommunikation: Kennst du die… Fantan-Leute ?
Statistiken: Die Welt von PR - Einstiegshilfe / Robert Feldhoff: Willkommen bei Perry Rhodan-Action / Alex Huiskes: Das vereinte Imperium
Leserbriefe: Manfred Kallen / Dietmar Fehrholz / Frank Rieger
 
Innenillustration

Seite:
© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt











 
Inhaltsangabe

Am 4. März 2166 besucht Perry Rhodan eine Handelsmesse, die in Imperium Alpha stattfindet. Trotz der umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen gelingt es der Delegation vom Planeten Trafalgar, einer jungen terranischen Kolonie im Demetria-Sternhaufen, Energiestrahler einzuschmuggeln und damit ein Attentat auf den Großadministrator zu verüben. Durch Zufall trifft der erste Schuss jedoch nicht ihn, sondern den ferronischen Handelsattaché. Die Attentäter richten ein Blutbad unter den Messebesuchern an, Rhodan entkommt dem Tod nur knapp. Dann greifen die Agenten der Galaktischen Abwehr und die Sonderoffiziere des Mutantenkorps ein und machen die Angreifer unschädlich. Es gelingt zwar nicht, einen von ihnen lebendig gefangen zu nehmen, aber die Obduktion der "Leichen" erbringt interessante Ergebnisse: Es handelt sich nicht um Menschen, sondern um Androiden - synthetisch hergestellte Wesen, in deren Gehirnen je ein Kristall verborgen ist, der nach Auskunft des Telepathen Fellmer Lloyd eine mentale Strahlung aussendet. Die Androiden hatten die Waffen im Inneren ihrer Körper versteckt.
 
Es stellt sich schnell heraus, dass die Bewohner Trafalgars nichts mit dem Anschlag zu tun haben, sie hatten keine Ahnung von der Existenz der Androiden. Dennoch begibt Rhodan sich mit dem Kreuzer JUNO ins Victory-System. Da der Demetria-Sternhaufen ein Hypersturmgebiet ist, geht er davon aus, dass dort noch keine Nachrichten über das fehlgeschlagene Attentat eingetroffen sind. Aus diesem Grund will er auch inkognito bleiben. Der Teleporter Tako Kakuta und der Telekinet Tama Yokida begleiten ihn. Der Anflug auf den hauptsächlich von Angloterranern besiedelten Planeten Trafalgar verläuft unproblematisch, die JUNO erhält Landeerlaubnis. Plötzlich nehmen planetare Geschütze den Kreuzer unter Feuer und schießen ihn ab. Es gelingt Rhodan zwar, das Schlimmste zu verhindern, so dass das Schiff bei der Bruchlandung nicht völlig vernichtet wird, trotzdem verlieren ca. 50 Besatzungsmitglieder ihr Leben, außerdem sind viele Verletzte zu beklagen - darunter ausgerechnet Tako Kakuta. Die Medikerin Jiang Zhou behandelt seine Verletzungen, er ist aber zunächst nicht einsatzfähig. Administratorin Cosmai Cetera, mit der Rhodan entgegen seinem ursprünglichen Entschluss nun doch persönlich Funkkontakt aufnimmt, zeigt sich entsetzt über die Vorgänge. Der Planet ist mit einer Bevölkerungszahl von ca. 11 Millionen Terranern nur dünn besiedelt; für Rhodan ist es deshalb kein Wunder, dass sich Fremde unbemerkt auf Trafalgar einnisten konnten.
 
Fremde Roboter greifen das abgestürzte Schiff an. Rhodans Leute können sich noch rechtzeitig verstecken und die erste Welle der schwer bewaffneten Kampfmaschinen abwehren, aber dann folgen weitere. Außerdem wird auch die planetare Hauptstadt Trafalgar City angegriffen. Das Wrack muss also aufgegeben werden. Die Besatzung der JUNO wird in mehrere Gruppen eingeteilt, die die Verletzten in die Stadt bringen sollen. Rhodan will sich um die feindliche Geschützstellung kümmern. Er nimmt die beiden Mutanten sowie Jiang Zhou und Leutnant Floran Mareli mit. Ein Marsch von mehr als 100 Kilometern liegt vor ihnen - Flugaggregate dürfen wegen der Ortungsgefahr nicht benutzt werden. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen wird die Gruppe von feindlichen Robotern entdeckt. Kakuta kann einen davon ausschalten. Es stellt sich heraus, dass auch die Roboter anscheinend von jenen seltsamen Kristallen gelenkt werden, die man auch in den "Leichen" der Androiden gefunden hat. Die Terraner müssen fliehen. Sie erhalten unerwartete Hilfe von einem Magadu namens Kalaab von den Dreizehn. Diese friedliebenden humanoiden Wesen werden auch als "Eremit-Philosophen" bezeichnet und führen auf mehreren Planeten im Demetria-Sternhaufen ein naturverbundenes Leben.
 
Kalaab führt die Terraner zu einem Höhlensystem, das seinen Artgenossen als Lebensraum dient. Die Magadu scheinen über Paragaben zu verfügen, jedenfalls beginnen sie damit, Kakuta mit psionischen Gesängen zu heilen. Die Ruhephase währt nicht lange: Kampfroboter dringen in die Höhlen ein. Nun hat Rhodan keine Wahl mehr. Er muss die Medikerin zwingen, Kakuta eine gefährliche Dosis von Aufputschmitteln zu verabreichen, damit dieser ihn zum Geschützfort teleportieren kann. Seine anderen Gefährten sollen derweil die Magadu in Sicherheit bringen. Rhodan vernichtet die feindliche Station, indem er einige Thermitladungen zündet und dann die Kanone selbst zur Überhitzung bringt. Die Explosion zieht die Aufmerksamkeit der Roboter auf sich, so dass sie die Magadu nicht weiter verfolgen. Yokida teleportiert Rhodan mit letzter Kraft in Sicherheit - inzwischen hat er sich bereits drei Chargen des Aufputschmittels gespritzt (eigentlich eine tödliche Dosis) und verliert das Bewusstsein.
 
Auch an anderer Stelle bleibt die Explosion nicht unbemerkt. Lok-Aurazin, ein auf Trafalgar weilender Regent der Energie, beobachtet die Vorgänge. Als er Perry Rhodan erkennt, ist seine Verwunderung groß, und er ist nicht erfreut über das Versagen seiner Attentäter.

Johannes Kreis

Rezension

Dies ist der erste Band einer neuen, eigenständigen Perry Rhodan - Heftromanserie. Sie wurde bewusst so konzipiert, dass man keinen Perry Rhodan - Roman gelesen haben muss, um der Handlung folgen zu können. Das verwendete Vokabular ist meist auch ohne Vorkenntnisse verständlich, wo das möglicherweise nicht der Fall ist, werden kurze Erklärungen in die Handlung eingebaut. Die Geschichte findet mehr als 2500 Jahre vor der aktuellen Handlungszeit der Hauptserie statt. Die Autoren waren offenbar der Meinung, dass man in eine Zeit zurückkehren müsse, in der die Terraner von den komplexen "kosmischen" Zusammenhängen ihres eigenen fiktiven Universums (des Perryversums) selbst noch keine Ahnung hatten, um spannende Geschichten erzählen zu können, die auch für "Neueinsteiger" geeignet sind. Für Leser also, die noch nie einen PR-Roman in der Hand hatten und sich weder mit der in über 2400 Heftromanen gewachsenen Kosmologie noch mit der Geschichte des Perryversums auseinandersetzen wollen. Aber auch die "Altleser" sollen durch diesen Schritt in die Serienvergangenheit angesprochen werden. Der Grund dafür mag darin zu suchen sein, dass in Fankreisen immer wieder von der "guten alten Zeit" gesprochen wird, und dass die älteren Handlungszyklen bei Beliebtheitsumfragen immer auf den ersten Plätzen landen. Ob diese Rechnung aufgeht? Was mich - einen "Altleser" - betrifft, muss ich die Frage nach der Lektüre dieses ersten Hefts der neuen Serie mit "Nein" beantworten.
 
Die Romane aus der "guten alten Zeit" sind - objektiv aus heutiger Sicht betrachtet - eben nicht so gut, wie mancher Altleser denkt. Es handelt sich wohl eher um nostalgisch verklärte Erinnerungen aus der Jugendzeit. Ich habe vor wenigen Jahren die Hefte 1 bis 299 noch einmal gelesen. Deshalb kann ich sagen: Diese Romane sind nicht mehr zeitgemäß, heute würde ich so etwas gar nicht mehr lesen wollen. Die "gute alte Zeit" war vielleicht damals gut, aber das ist nicht wiederholbar, man kann das nicht alles einfach noch einmal aufkochen. Die damaligen Romane waren ebenso sehr vom Zeitgeist geprägt wie es die heutigen sind, und der hat sich doch stark gewandelt. Gewandelt haben sich auch die "Altleser" selbst: War ich damals, 1982, als ich in die Serie eingestiegen bin, noch von zünftiger Weltraum-Action begeistert, ohne irgendwelche anderen Erwartungen zu haben, so erwarte ich heute doch etwas mehr Inhalt. Man kann weder stilistisch noch inhaltlich an die alten Romane anknüpfen, und es reicht nicht, beliebte alte Figuren wie die Mutanten und ebenso beliebte alte Begriffe wie "Solares Imperium" und "Großadministrator" zu bemühen oder das "Siezen" und die Anrede "Sir" wieder zu verwenden. Bei Altlesern mögen sich dabei nostalgische Gefühle einstellen, Garanten für gute Romane sind diese Begriffe nicht.
 
Die Angst der Autoren vor dem selbst erschaffenen Kosmos habe ich noch nie begriffen. Namentlich Robert Feldhoff, der Autor dieses Romans, hat sich mehr als einmal so geäußert, dass er diesen "kosmischen Überbau" als störend empfindet. Jedenfalls habe ich seine Äußerungen so verstanden. Dabei ist dieser Kosmos nur die Bühne, auf der ein Autor seine Figuren agieren lassen kann, und ich sehe nicht ein, warum es erforderlich sein soll, ihn zu ignorieren oder abzuschaffen. Oder warum er einen Autor behindern sollte. Letzten Endes stehen doch nicht Superintelligenzen, Kosmokraten und Chaotarchen im Mittelpunkt der Handlung, sondern Menschen. Und es sind ihre Abenteuer, ihre Gefühle und ihre Taten, die einen Roman interessant oder sogar spannend machen. Besser gesagt: So sollte es sein. Dass das Perryversum sehr groß und komplex ist, mag ja stimmen. Aber niemand zwingt die Autoren, ständig alles zu berücksichtigen, über "kosmische Ereignisse" zu schreiben und so weiter. Wenn sie nicht in der Lage sind, fesselnde Geschichten zu erzählen, dann kann das auch andere Gründe haben. Außerdem: haben die Autoren es denn leichter, wenn sie ihre Geschichten nicht in der Serien-Gegenwart ansiedeln, sondern in deren Vergangenheit? Ich weiß nicht. In Widersprüche mit aktuellen oder damaligen Gegebenheiten können sie sich doch so oder so verstricken - ein solcher Fehler unterläuft auch Feldhoff im vorliegenden Roman. Er bezeichnet die Akonen als Feinde des Vereinten Imperiums. Tatsächlich waren sie sogar Verbündete in der so genannten Galaktischen Allianz. Zugegeben - ihre Intrigen haben sie auch damals schon gesponnen...
 
Aber was soll's: Schauen wir uns das Heftchen an. Das billig wirkende, reißerische Cover lässt keinen Zweifel am Inhalt des Romans aufkommen. Es vergeht kein Kapitel (fast meint man: keine Seite) ohne Feuergefechte, Explosionen und dergleichen. Androiden ballern auf Rhodan, Mutanten vernichten Androiden, Geschütze ballern auf die JUNO, Roboter ballern auf Raumsoldaten, Raumsoldaten ballern auf Roboter… und immer so weiter. Dauernd wird Perry von Explosions-Druckwellen durch die Gegend geschmissen oder wirft sich in letzter Sekunde vor Strahlenbahnen (!!!) in Deckung. Dazu dann noch ein Marsch durch den Dschungel. Ganz wie in alten Zeiten, nicht? Mal ehrlich: Wünschen wir uns wirklich Dschungel-Abenteuer zurück? Ist es das, was Robert Feldhoff sich unter "Action" vorstellt? Reduziert er den "Sense of Wonder" der alten PR-Hefte, der in der Ankündigung der "Action"-Serie ja auch beschworen wurde, auf permanentes Geballer? "Ganz wie in alten Zeiten", schrieb ich gerade. Aber war es damals so, d.h. wurde tatsächlich dauernd so viel geballert und vernichtet? Hätte der "alte" Perry so gehandelt wie in diesem Heft? Ersteres kann ich definitiv verneinen, über letzteres ließe sich streiten. Ich vermute, der "alte" Perry hätte wenigstens Verstärkung in Rufweite des Planeten gehabt, hätte vor seinem Vernichtungs-Alleingang vielleicht versucht, erst einmal zu verstehen, was auf Trafalgar überhaupt vorgeht, und hätte Kakuta wahrscheinlich nicht bis zum Beinahe-Tod getrieben. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
 
Nach all den Kämpfen fragt man sich: Warum ist dieses Heft eigentlich 61 Seiten dick? Irgendwie ist doch gar nicht so viel passiert. Der Umfang ergibt sich hauptsächlich aus den -zigmal wiederholten, minutiös geschilderten Kämpfen. Charakterzeichnung? Fehlanzeige. Wer Perry Rhodan und Personen wie Tama Yokida oder Tako Kakuta noch nicht kennt, wird bei der Lektüre dieses Romans womöglich einen ziemlich schiefen Eindruck von ihnen erhalten. Wenn er sie denn überhaupt als eigenständige Charaktere wahrnimmt, denn alle Hauptfiguren bleiben ziemlich blass. Wie ich oben schon schrieb: Gute Geschichten handeln von den Menschen - und das fehlt in diesem Roman. Außerdem wird zum ich-weiß-nicht-wievielten Male ein Handlungsmuster wiederholt, das sich wie ein roter Faden durch sämtliche Publikationen der PR-Redaktion zieht: Perry Rhodan wird auf fadenscheinige Weise (ein Alleingang, für den es keinen plausiblen Grund gibt) in eine scheinbar ausweglose oder zumindest sehr gefährliche Ausgangssituation manövriert, ist auf sich allein gestellt und muss sogar auf sein High-Tech-Arsenal verzichten. Das gilt in diesem speziellen Fall auch für die Mutanten, deren Einsatz so vollmundig versprochen wurde: Natürlich ist Tako Kakuta nicht voll einsatzfähig. Ist ja auch klar: Wäre Perry mit Verstärkung angerückt, so wäre er nicht abgeschossen worden und hätte, unterstützt von zwei Mutanten, leichtes Spiel mit seinen Gegnern auf Trafalgar gehabt. Damit wäre der Zyklus wahrscheinlich schon nach dem ersten Heft vorbei gewesen, und das wollen wir doch nicht. Oder doch? Ich muss sagen: Wenn nicht "Perry Rhodan" auf dem Cover stehen würde, würde ich kein weiteres Heft dieser Serie kaufen.
 
Da wird schon auf die Serien-Vergangenheit zurückgegriffen, trotzdem müssen wieder neue Schauplätze und neue Völker hinzuerfunden werden. Gibt es denn im Perryversum nicht mehr als genug interessante Orte und Völker? Na, ich wäre ja schon zufrieden, wenn die Regenten der Energie sich hinterher nicht als solche Rohrkrepierer entpuppen würden wie die Lordrichter in der neuen Atlan-Heftromanserie.
 
Huch, jetzt ist der Kommentar ja länger geworden als die Zusammenfassung! Soviel Text verdient der Roman doch eigentlich gar nicht. Damit das Ganze nicht so negativ klingt, folgen hier noch ein paar versöhnliche Worte: Der Roman liefert genau das, was angekündigt wurde: Action und relativ anspruchslose Unterhaltung. Insoweit kann man also nicht enttäuscht sein. Man langweilt sich auch nicht gerade bei der Lektüre. Und Robert Feldhoff verwendet die fragwürdige Formulierung "In dem Moment" nicht so häufig wie Hubert Haensel.
 
J. Kreis, 09.04.2008

Johannes Kreis  

   
Inhaltsangabe 2

Der März des Jahres 2166 ist angebrochen, und in Imperium-Alpha, dem Nervenzentrum sowohl des Solaren, als auch des Vereinten Imperiums, findet die Interstellare Handelsmesse statt, ausgerichtet vom Finanz- und Wirtschaftsminister Homer G. Adams. Aber auch Perry Rhodan, der Großadministrator, weilt am 4. März vor Ort, um verschiedene Handelsdelegationen zu begrüßen. Dem Sofortumschalter fallen schnell vier Personen auf, die wie Puppen wirken. Zwei von ihnen ordnet der Zellaktivatorträger als Victorier ein, Kolonial-Terraner von Trafalgar im Victory-System. Dann kippt während einer Besprechung sein Gesprächspartner, der ihm gegenüberstehende ferronische Gesandte Karral, vor ihm auf die Tischplatte – in der Stirn klafft das Durchschuss-Loch eines Druckluft-Nadlers. Rhodan weiß sofort, das Attentat galt eigentlich ihm.
 
Das Chaos bricht aus, und es dauert eine halbe Ewigkeit, vermeint Rhodan, bis die ersten Agenten der Galaktischen Abwehr eingreifen. Der erste Attentäter fällt, als Tako Kakuta auftaucht, gefolgt von Tama Yokida, der den zweiten Killer tötet. Diese erscheinen mehr denn je wie Roboter und sind nicht bereit zu kapitulieren. So fallen auch der dritte und vierte Attentäter durch Iwan Iwanowitsch Goratschin.
 
Am kommenden Tag hat die GalAb um Solarmarschall Allan D. Mercant erste Untersuchungen abgeschlossen. Demnach ist die Besatzung des Frachters von Trafalgar unschuldig und war komplett ahnungslos. Die vier Leichname erweisen sich als Androiden, und aus einem der Gehirne kann ein kleiner, blauer Kristall geborgen werden. Davon geht laut Fellmer Lloyd eine geringfügige mentale Strahlung aus. Die Waffen, extrem hochwertig und fremder Bauart, wurden von den Androiden in ihren Körpern in Imperium-Alpha eingeschleust.
 
Noch am 5. März startet Rhodan, der sich demnächst zur Wiederwahl als Großadministrator stellen muss, mit dem werftneuen Schweren Kreuzer JUNO unter Oberstleutnant Catuwande, in Richtung Victory-System. Er wird von Kakuta und Yokida begleitet, dazu 40 Agenten der GalAb. Der Großadministrator will inkognito bleiben und reist daher nicht mit seinem Flaggschiff, der THEODERICH II, in den Demetria-Sternenhaufen, zu dem Victory zählt. Der Sternhaufen ist im Übrigen ein aktives Hypersturmgebiet und 11.500 Lichtjahre von Sol entfernt. Des Weiteren haben sich auf Trafalgar Angloterraner niedergelassen, die als leidenschaftliche Teetrinker gelten.
 
Demetria spiegelt im Kleinen die politische Situation der Milchstraße wider. Neben Trafalgar terranischerseits existiert dort die arkonidische Grafschaft Falkan, die Mehandorwelt Sepzim, Forschungsstützpunkte der Aras, das Protektorat Grall einer dort heimischen Spezies, sowie eine versprengte Population der Magadu bzw. Eremit-Philosophen. Als Gegner fehlten nur die Akonen und Báalols.
 
Trafalgar hat elf Millionen Einwohner, und die Hauptstadt heißt Trafalgar City. Dort will die JUNO landen und erhält auch die Genehmigung dazu. Doch dann wird der Kreuzer vom Nordpol und weiteren Stellen aus unter Feuer genommen und stürzt ab.
 
Die Terraner verlassen das Schiffswrack und zählen knapp 50 Tote, darunter den Kommandanten. Dazu ebenso viele Verletzte, um die sich die Medikerin Dr. Jiang Zhou kümmert. Etwas später hat Rhodan Funkkontakt zu Administratorin Cosmai Cetera, die nichts von Abwehrforts weiß und Hilfe verspricht. Zunächst aber werden die Überlebenden erneut angegriffen. Es handelt sich um 22 Antigravplattformen, die verschieden große Roboter unbekannter Fertigung transportieren. Dieses Kontingent kann abgewehrt werden, aber es nähern sich weitere Roboter – und über Funk meldet Cetera, dass Trafalgar City ebenfalls von Robotern angegriffen wird.
 
Die Überlebenden werden in vier Gruppen aufgeteilt, die versuchen sollen, die Stadt zu erreichen. Rhodan, Yokida, der verletzte und im Grunde nicht einsatzfähige Kakuta, Zhou und Leutnant Floran Mareli jedoch wollen das nächstliegende Bodenfort aufsuchen. Dazu müssen sie ca. 100 Kilometer zu Fuß zurücklegen.
 
Auf ihrem Marsch begegnen sie unter anderem riesigen, 15 Meter großen Schneckenwesen, die eine Art Straße gewalzt haben, was ihnen zugute kommt. Sodann lassen sie sich von einem Fluss vorwärts tragen und nutzen dabei ihre Schutzanzüge als Auftriebskörper. Nahe dem Fort gehen sie wieder an Land – und werden von Robotern entdeckt. Nun muss Kakuta doch teleportieren und bringt zunächst Zhou und Mareli in Sicherheit. Bis zu seiner Rückkehr gelingt Yokida bei einem Roboter eine Fehlschaltung. Die Maschine funkt und benutzt dabei die Bezeichnungen Wächter und Verheerer, womit Robotertypen gemeint sind. Es besitzt des Weiteren Plasma, das den Gehirnen der Androiden gleicht, ebenfalls mit einem blauen Kristall.
 
An ihrem Fluchtpunkt kommen die fünf Terraner mit einem Magadu in Kontakt, der sich als Kalaab von den Dreizehn vorstellt. Er ist zur Hilfe bereit und führt sie in ein subplanetares Versteck, wo lumineszierende Pflanzen Licht spenden. Dort, 30 Meter unter der Erde, leben die Sippen der Dreizehn und der Zwanzig (zunächst bleibt unklar, wofür die Zahlen stehen) zusammen. Wie es sich zeigt, beherrschen sie verschiedene Gesänge, die psionisch unterlegt sind. Zwei Heiler helfen so mit ihrem Gesang Kakuta und Kalaab singt Rhodan die Historie seines Volkes vor.
 
Demnach bereisten einst die Magadu den Sternhaufen Demetria. Doch eines Tages kam es aufgrund der Schuld der Hohen Herren zum Untergang ihres Heimatplaneten Magadon. Fortan schworen sie aller Technik ab und entwickelten ihre mit der Natur und der Gesamtheit aller Schöpfung verbundene Lebensweise.
 
Auch bei den Magadu kommen die Terraner nicht zur Ruhe, denn Roboter dringen in die unterirdischen Höhlen ein. Da lässt sich Rhodan von Kakuta zu dem Bodenfort teleportieren. Dort legt der Großadministrator drei kleine Thermitladungen an – wie er hofft – neuralgischen Punkten ab und bringt sie zur Explosion. Das sorgt für den Abzug der angreifenden Roboter, die zum Bodenfort zurückkehren.
 
An einem anderen Ort: In seiner Festung beobachtet der Regent der Energie Lok-Aurazin die Vorgänge in dem Fort der Regenten, das 200 Kilometer nordwestlich von Trafalgar City existiert. Es geht verloren, aber schlimmer ist die Erkenntnis, dass dort der Großadministrator des Vereinten Imperiums weilt. Die auf Terra eingesetzten Täuscher haben demnach versagt. Bei diesem Gedanken hält Lok-Aurazin seine Memokugel fest umschlossen, die ihm mehr als alles andere bedeutet.
 
Indessen haben sich Rhodan und Kakuta aus dem Fort retten können und finden sich nach einer Teleportation vollkommen ausgelaugt irgendwo auf Trafalgar wieder.

Perrypedia


 
Vorschau

So haben sich Perry Rhodan und seine Begleiter den Erkundungsflug in den Demetria- Sternhaufen sicher nicht vorgestellt: von unbekannten Gegnern abgeschossen, von monströsen Robotern angegriffen, auf sich allein gestellt in der Wildnis eines Kolonialplaneten. Und das scheint noch lange nicht das Ende der Bedrohungen zu sein ... Immerhin ist es Perry Rhodan und Tako Kakuta gelungen, die akute Bedrohung erst einmal auszuschalten. Weiter geht es mit PERRY RHODAN-Action in zwei Wochen: Die weiteren Ereignisse auf Trafalgar schildert Christian Montillon, der Chefautor unserer neuen Science-Fiction-Serie. Sein Roman erscheint unter folgendem Titel:
STURM DER KRIEGSANDROIDEN

Alle Seiten, Datenbanken und Scripte ©  PR & Atlan Materiequelle (1997 - 2014)